Dieter Petereit 8. November 2017

Von Designern für Designer: Das kostenlose Fontbase organisiert deine Schriften

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Unkompliziertes Schriftmanagement ist eine Pflichtdisziplin am Arbeitsplatz jeden Designers. Das kostenlose Fontbase liefert genau das und hat noch einige Ideen mehr.

Universelles Tool für die drei großen OS

Das relativ neue Tool Fontbase gibt es in einer kostenlosen Version zur Installation auf deinem Mac-, Windows- oder Linux-Gerät. Zunächst war Fontbase lediglich dazu erschaffen, deine Systemfonts zu verwalten. Bald kam die Möglichkeit der Folder-Synchronisation dazu. So konntest du Schriften projektbezogen synchronisieren lassen und nach Abschluss des Projektes wieder einfach entfernen.

Fontbase organisiert die installierten Systemschriften. (Screenshot: Dr. Web)

Mit der seit einigen Tagen verfügbaren neuen Version 2.2 ergänzt Dominik Levitsky, der ukrainische Entwickler hinter dem Tool, die Synchronisationsmöglichkeit mit dem breiten Portfolio der Google Fonts. Dabei ist Google Fonts nur der erste Font-Provider, der sich über Fontbase nutzen lässt. Weitere sollen folgen. Ebenfalls folgen soll eine Discover-Funktion für neu erscheinende Schriften.

Fontbase: Sehr einfache Integration mit Google Fonts

Die Integration mit Google Fonts kann nur als gelungen bezeichnet werden. Mit einem einzigen Klick auf einen beliebigen Font aus Googles riesigem Portfolio aktivierst du die jeweilige Schrift in deinem System. Auf die gleiche einfache Weise entfernst du sie auch wieder. Ebenso ist vorgesehen, alle aktivierten Google Fonts gemeinsam per einfachem Klick zu deaktivieren.

Fontbase greift auf alle Google Fonts zu. (Screenshot: Dr. Web)

Um zu testen, welche Schriften gut harmonieren oder sich in deine Layoutvorstellungen einfügen lassen, verwendest du die Funktion Preview. Diese erlaubt dir das Anpassen verschiedener Textteile mit unterschiedlichen Designvorgaben.

Fontbase ist eine Software, die du auf deinem Rechner installieren musst. Es handelt sich nicht um eine Web-App. Es gibt auch keine web-basierte Version. Dafür unterstützt Fontbase von Haus aus die drei großen Betriebssysteme macOS, Windows und Linux.

In der Preview bastelt du an der Optik. Diese hier ist untauglich, aber plakativ. (Screenshot: Dr. Web)

Fontbase ist kostenlos, kann aber unterstützt werden

Fontbase ist kostenlos. Der Entwickler bietet jedoch zusätzlich eine sogenannte Awesome-Version an. Diese kostet 3 USD pro Monat oder 29 USD pro Jahr und soll ein erweitertes Funktions-Set bieten. Welche Funktionen das genau sind, konnte ich nicht finden. Lediglich die Darstellung der Fonts als Grid statt als Liste scheint zahlenden Abonnenten vorbehalten zu sein.

Dennoch ist es fair, die drei Dollar im Monat zu zahlen, wenn du Fontbase in deinen Alltag integrierst. Dominiks Motivation wird sich sicherlich proportional zur Menge der Abonnenten steigern. Und das allein ist ja schon ein Wert, wenn es um eine so wichtige Arbeitshilfe geht.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

5 Kommentare

  1. Gerade mal kurz angetestet. Sehr geil. Eine Google Font aktiviert und 3 sec später konnte ich sie in InDesign auswählen. Bin mal schwerauf begeistert!

  2. Da Suitcase mit der aktuell weggefallenen Listenansicht stark an Akzeptanz verliert, wäre eine wirkliche Alternative großartig. Hat jemand Fontbase mal neben Suitcase installiert und positive Erfahrungen gemacht?

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