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Redaktion Dr. Web 12. Januar 2019

Content-Marketing: So erstellst du Videos kostenlos mit VSDC

Mit der ste­tig gestie­ge­nen Netzgeschwindigkeit sind Video-Inhalte inzwi­schen zu einem der leis­tungs­fä­higs­ten Marketing-Tools gewor­den. Unternehmen, die noch kei­nen Videocontent ein­set­zen, soll­ten das schleu­nigst ändern, denn ansons­ten lau­fen sie Gefahr, die Verbindung zu einem gro­ßen Teil ihrer Zielgruppe zu ver­lie­ren.

Warum der Video-Einsatz eine gute Idee ist

Statistische Daten zei­gen, dass 87 Prozent der Vermarkter Videos erfolg­reich in ihre Strategien imple­men­tiert haben. Mittlerweile wird der Anteil des Videokonsums bereits auf ein Drittel aller Online-Aktivitäten geschätzt. Und einer Studie von Hubspot zufol­ge, wün­schen sich 54 Prozent der Konsumenten mehr Video-Content von Unternehmen. Unabhängig davon, wel­che Art von Unternehmen du als Designer unter­stützt, kön­nen Videos im Jahr 2019 der effi­zi­en­tes­te Weg sein, um den Kontakt mit dem Publikum her­zu­stel­len.

Einer der größ­ten Einwände, die Geschäftsinhaber gegen die Verwendung von Videos äußern, ist der, dass ihnen die poten­zi­el­len Kosten zu hoch sind, wäh­rend gleich­zei­tig eine kla­re Methode zur Berechnung des ROI fehlt. Die meis­ten Marketing-Experten sind sich jedoch einig, dass auf­grund der brei­ten Auswahl an Smartphones, die HD-Filmmaterial auf­neh­men kön­nen, und der Freeware, die damit arbei­ten kann, die Kosten für die Videoproduktion kein Hindernis sein dür­fen.

Wieso du nicht viel dafür investieren musst

Ein gutes Beispiel für die Niederschwelligkeit der Erstellung von Video-Content ist die kos­ten­lo­se Videobearbeitungssoftware VSDC. VSDC wird ver­wen­det, um qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Videoinhalte kos­ten­frei zu pro­du­zie­ren. Die Software war bis vor kur­zem eine der unter dem Radar befind­li­chen Lösungen, bis GoPro es als Alternative zu Studio für Windows emp­fahl. Dies geschah, nach­dem der Video-Editor von GoPro Studio ein­ge­stellt wur­de. Damit wur­de erst­mals eine brei­te­re Masse von Anwendern auf das Tool auf­merk­sam. Und so wur­de schnell klar, dass VSDC ein Programm ist, das nicht nur GoPro-Besitzern emp­foh­len wer­den soll­te.

Gerade, wenn die Videoproduktion nicht Teil dei­ner täg­li­chen Arbeit ist, son­dern eher gele­gent­lich an fällt, könn­te die­ser Video-Editor die bes­se­re Alternative zu Software sein, die sich pro­fes­sio­nell nennt und meh­re­re Hundert Euro kos­tet.

Wenn es dir geht wie mir, dann wirst du eben­so schnell miss­trau­isch, wenn ein Entwickler behaup­tet, Software kos­ten­los zu ver­trei­ben. Womit ver­dient der Anbieter sei­nen Lebensunterhalt? Oder ist es eher so, wie schon oft gese­hen, dass dich unan­ge­neh­me Überraschungen auf Exportebene erwar­ten: ein Wasserzeichen, eine inte­grier­te Anzeige und ein Video ohne Ton, ein gebün­del­ter Crapware-Artikel, Längenbeschränkungen, Formatbeschränkungen, oder ande­re Unbill.

VSDC geht einen ande­ren Weg, näm­lich jenen des Freemium. Du erhältst einen (zu 100% funk­tio­nie­ren­den) Basic-Editor. Und wenn du mehr Funktionalität benö­tigst, kaufst du die Pro-Version. Damit ist die Monetarisierungsstrategie klar. VSDC Pro bie­tet eini­ge zusätz­li­che Funktionen für pro­fes­sio­nel­le Videomacher für 19,99 US-Dollar pro Jahr, was zum Zeitpunkt des Erscheinens die­ses Artikels 20,77 Euro (inkl. USt.) ent­spricht.

Was VSDC von anderen unterscheidet

Der Vorteil einer nicht­li­nea­ren Videobearbeitungssoftware wie VSDC besteht gegen­über ein­fa­chen linea­ren MovieMaker-ähn­li­chen Editoren dar­in, Objekte in belie­bi­ger Reihenfolge direkt in der Szene plat­zie­ren zu kön­nen. So kannst du auf ein­fa­che Weise den berühm­ten Bild-in-Bild-Effekt erstel­len, den Bildschirm auf­tei­len, mit Ebenen arbei­ten und meh­re­re Videos in eine Sequenz mischen. Die Ähnlichkeiten zu Photoshop sind nicht unbe­ab­sich­tigt.

Neben dem Ausschneiden, Teilen, Drehen, Hinzufügen von Übergängen und ande­ren grund­le­gen­den Operationen, die die meis­ten am Markt befind­li­chen Video-Editoren unter­stüt­zen, kannst du mit VSDC Farbkorrekturen auf fort­ge­schrit­te­nem Niveau durch­füh­ren, die Ränder dei­nes Filmmaterials zuschnei­den oder ein bestimm­tes Objekt ver­grö­ßern.

Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten für RGB, Farbton / Sättigung / Wert und sogar die Farbverlaufskorrektur ste­hen dir zur Verfügung. Das kos­ten­lo­se Toolset umfasst außer­dem einen Chroma-Key / Green-Screen-Effekt, Transparenz, sowie Gaußsche und Bewegungsunschärfe.

Mit VSDC erstellst du qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Videos, ohne zunächst in pro­fes­sio­nel­le Aufzeichnungsgeräte inves­tie­ren zu müs­sen. Smartphones und Low-Budget-Action-Kameras kön­nen in HD und teil­wei­se in 4K Bilder auf­neh­men, was bis­wei­len sogar schon zu Hollywood-Zwecken genutzt wur­de. VSDC kann alle bekann­ten Videoformate öff­nen, unab­hän­gig davon, mit wel­chem Gerät auf­ge­nom­men wur­de, ein­schließ­lich Filmmaterial in HD und 4K.

Wie du ganz leicht beeindruckende Präsentationen mit VSDC schaffst

Aus Sicht der Postproduktion ist es zu emp­feh­len, stets in höchs­ter Qualität auf­zu­neh­men. Zum einen kann die Videoqualität nach Veröffentlichung – ins­be­son­de­re auf YouTube – auf­grund der Benutzereinstellungen und der Internetverbindung des Betrachters redu­ziert wer­den. So besteht kein Grund, das Material schon von der Produktion her qua­li­ta­tiv zu redu­zie­ren. Zum zwei­ten redu­zierst du durch die Verwendung hoch­qua­li­ta­ti­ver Aufnahmen den Aufwand der nach­träg­li­chen Verbesserung des Filmmaterials. Kameraeinstellungen, Stabilisierung und ein ordent­li­cher Blitz sind die Hauptfaktoren, die die end­gül­ti­ge Qualität beein­flus­sen.

Die meis­ten Geschäftsvideos ent­hal­ten Informationen, die visua­li­siert ein­fa­cher ver­stan­den wer­den. Das gilt beson­ders für Zahlen, Kapitel, Namen, sta­tis­ti­sche Daten und dyna­mi­sche Analysen.

Die bes­te Methode, um die­se Elemente mit­hil­fe von VSDC in ein Video auf­zu­neh­men, ist die Verwendung der inte­grier­ten Text- und Diagrammbearbeitungstools. Wenn du etwa ein Textobjekt hin­zu­fügst, kannst du Schriftart, Größe, Farbe, Stil, Ausrichtung und Position ändern. Ein authen­ti­sche­res Aussehen erzielst du mit kon­tu­rier­tem, halb­trans­pa­ren­tem Text.

Es ist oft schwie­rig, einen geeig­ne­ten Hintergrund zu fin­den, ins­be­son­de­re, wenn du eine Person auf­nimmst. Hier spielt Chroma Key und das Tool zum Entfernen grü­ner Bildschirme in VSDC eine nütz­li­che Rolle. Um es zu nut­zen, soll­test du dein Video mit einem Green Screen im Hintergrund auf­neh­men, in den VSDC Video-Editor hoch­la­den und den Hintergrund durch ein sta­ti­sches Bild oder ein ande­res Video mit Transparenzeinstellungen erset­zen.

Wieso deine Social Media Follower deine Videos mögen werden

Neben der Videoqualität ist es wich­tig, dass ande­re Videoparameter wie Format, Breite, Höhe und Länge ange­passt wer­den, je nach­dem, wo das Video ver­öf­fent­licht wer­den soll. Wenn dei­ne Videos vor­nehm­lich in Social Media wir­ken sol­len, dann ach­te dar­auf, dass du sie den jewei­li­gen Konventionen anpasst, damit sie ihren maxi­ma­len Effekt erzie­len kön­nen. Wer will nicht das vira­le Video, das sich in Windeseile durechs Netz schraubt?

VSDC bie­tet vor­kon­fi­gu­rier­te Exportformate für Facebook, Twitter, Vimeo und Instagram. Außerdem kannst du Videos direkt von der Programmoberfläche aus auf YouTube hoch­la­den.

Fazit

Es ist schwer, das Marketing-Potenzial von Videos zu über­schät­zen, denn Videos kön­nen in jeder Phase der Customer Journey effi­zi­ent sein. Dabei muss der Einstieg nicht teu­er sein. Vielmehr ist er sogar völ­lig ohne Kosten mög­lich, ohne dabei auf die Qualität zu ver­zich­ten. Mit VSDC steht dir ein nie­der­schwel­li­ges Angebot zum Nulltarif zur Verfügung, das du bei Bedarf für klei­nes Geld auf­boh­ren kannst.

Hier bei Dr. Web fin­dest du sogar kos­ten­lo­ses Video-Material für dei­ne ers­ten Produktionen.

Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

2 Kommentare

  1. Interessant. Wenn du es pro­fes­sio­nell und trotz­dem kos­ten­los magst, fin­dest du wei­te­re Optionen hier: https://filmpuls.info/video-bearbeiten/

  2. Es wäre nett gewe­sen, gleich am Anfang dar­auf hin zu wei­sen, dass Linux- und Mac-Anwender nicht wei­ter lesen müs­sen! ;-)

    Ich habe mir kürz­lich Final Cut Pro X gekauft (inkl. Motion) und wid­me mich mit einem Hobby-Projekt nun auch dem Thema: https://www.atishop.de/de/blog-beitrag/blog/atishopde-youtube-kanal.htm

    Es gibt noch viel zu ler­nen … ;-)

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