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Dieter Petereit 17. September 2016

Vectr 1.0: Vektorgrafiken für jedermann

Vectr ist eine brand­neue Grafiksoftware aus Taipei. Fast zwei Jahre arbei­te­ten die Gründer im Verborgenen am Release des ambi­tio­nier­ten Projekts. Vor zwei Tagen dann been­de­ten sie die Betaphase und ent­lie­ßen die Software in die freie Wildbahn.

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Vectr: Plattformunabhängig, kostenlos, leistungsfähig

Vectr will nicht weni­ger sein als das Google Docs der Vektorbearbeitung und ein bes­se­rer Wettbewerber zu Inkscape. In der Tat ist das Featureset erstaun­lich. Vectr kann als Web-App oder als down­load­ba­re App für Mac OS, Windows und Linux ver­wen­det wer­den. Die Funktionalität ist iden­tisch. Die Web-App ist unter Chrome off­line-fähig.

Derzeit arbei­tet das Team dar­an, Integrationen mit Slack und WordPress zu erstel­len. Damit kannst du in Slack visu­ell kom­mu­ni­zie­ren. In WordPress wirst du per Plugin sogar direkt Grafiken bear­bei­ten kön­nen.

Generell ist Vectr für jede Art von 2D-Grafik geeig­net und darf somit durch­aus auch zur Konkurrenz von Canva gerech­net wer­den, das wir dir hier vor­stell­ten. Ähnlich wie Canva fin­dest du in Vectr vor­de­fi­nier­te Layouts der gro­ßen sozia­len Medien, die du nur noch mit Inhalten fül­len musst. Allerdings ist Vectr weit­aus leis­tungs­fä­hi­ger als Canva, was in Anbetracht der Tatsache, dass es bis­lang kom­plett kos­ten­frei ist, schon beacht­lich ist.

Anders als Canva rich­tet sich Vectr nicht bloß an die Fraktion der Präsentanten, Blogger und Social Medians. Vielmehr ist Vectr leis­tungs­fä­hig genug, sogar kom­ple­xe Aufgabenstellungen zu lösen.

Vectrs UI kommt einem bekannt vor. (Illustration: Vectr)

Vectrs UI kommt einem bekannt vor. (Illustration: Vectr)

So ist etwa für das Webdesign beson­ders inter­es­sant, dass du Vectr-Grafiken direkt in dei­ne Designs ein­bau­en kannst. Wenn du sie dann mit Vectr bear­bei­test, wer­den die Änderungen auto­ma­tisch auf der Website, die die Grafik ver­wen­det, aktua­li­siert. Praktisch, oder?

Wie du dir sicher­lich schon gedacht hast, lässt der Name Rückschlüsse auf die ver­wen­de­te Technologie zu. Vectr arbei­tet vek­tor-, nicht pixel­ba­siert und ist inso­fern auf einer Linie mit Inkscape oder Illustrator.

Eines der fast fer­tig gestell­ten Kernfeatures des Produktes ist die Möglichkeit, in Teams gleich­zei­tig an den Grafiken zu arbei­ten. Das soll, ganz ähn­lich wie bei Google Docs, in Echtzeit funk­tio­nie­ren.

Vectr: Wo ist das Geschäftsmodell?

Vectr will dau­er­haft kos­ten­los blei­ben. Ob es in Zukunft kos­ten­pflich­ti­ge Extras geben wird, ist der­zeit nicht zu erken­nen. Die ers­te Runde Seed-Funding konn­te Vectr schon erfolg­reich abschlie­ßen. Damit stellt sich die Frage nach dem Geschäftsmodell wohl eher frü­her als spä­ter.

Ein pas­sen­des Feature ist bereits in Planung. Es soll in Kürze einen Marktplatz geben, auf dem du Designs mit ande­ren tei­len, ver­kau­fen oder kau­fen kannst. Der Marktplatz wird voll in den Editor inte­griert sein, so dass der Kaufprozess ohne Brüche wäh­rend der Bearbeitung eines Projekts bei Bedarf durch­lau­fen wer­den kann.

Insgesamt ist das Team hin­ter Vectr äußerst ambi­tio­niert, was du an der mas­si­ven Roadmap erkennst, die allein schon 55 in der Umsetzung teils anspruchs­vol­le Features lis­tet, derer man sich in abseh­ba­rer Zeit anneh­men will.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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