Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Florian Fiegel 5. Mai 2009

Uservoice – Dienst für mehr Kommunikation mit Kunden und Nutzern

Während das Web für sich selbst die möglichen Wege und Techniken bereits nutzt, ziehen Unternehmen gerade erst nach. Die Kommunikation mit dem Kunden wird gerade in den Zeiten des Social Web intensiver gepflegt als bisher. Mit dem Dienst Uservoice bietet sich eine schnelle Möglichkeit Kontakt zu den Nutzern, Kunden und Besuchern aufzunehmen und die Bindung zu stärken.

Was Uservoice bietet

Der Dienst stellt Nutzern die Möglichkeit zur Verfügung über Foren mit Nutzern Kontakt aufzunehmen. Die Foren sind aber nicht vergleichbar mit bekannten Foren im Netz, sondern sind anders strukturiert. Die Themen stellen Optionen dar für die Nutzer votieren können. So können beispielsweise Nutzer einer Applikation für neue Features voten oder Kunden abstimmen was ihnen am Produkt am besten gefällt. Dazu kann innerhalb jedes Themas diskutiert werden und es besteht Kundenkontakt.

Dazu kommt, dass dem externen Nutzer kaum Einstiegshürden in den Weg gelegt werden. Es kann Anonym oder nach Anmeldung über einen bestehenden Facebook-, Google- oder anderen Account ein Profil eröffnet und mitdiskutiert werden. Einschränken kann dies dann allerdings noch der Inhaber eines Forums. Die Grundidee einem User 10 Stimmen innerhalb eines Forums zu überlassen und pro Option bis zu drei Punkte zu verteilen, kann ebenfalls entsprechend den Wünschen angepasst werden.

Anpassungsfähigkeit

Der Account lässt sich bis zur vollständigen Integration inklusive Single-Sign-On, Profil-Integration und White-Labeling anpassen, allerdings sind entsprechende Optionen jeweils an die Größe des Premium-Accounts geknüpft. Je stärker die Anpassung an die eigene Website vorangetrieben werden soll, desto höher sind auch die vorausgesetzten Accounts.

Sicherheitsaspekte wie Verschlüsselung, private Foren und mehr stehen ebenfalls abgestuft zur Verfügung und können für nicht öffentliche Kommunikation genutzt werden.

Accounts, Kosten und Features

Mit entsprechenden Accountpreisen lassen sich mehr Voten, Foren, größere Anpassungsfähigkeit sowie Sicherheitsoptionen erreichen. Eine API steht nur mit den beiden größten Accounts (ca. 300 und 600 USD) zur Verfügung, ebenso wie viele interessante Features für große Projekte, sodass sich hier nur ab einem entsprechenden Maß die Kosten auch rechtfertigen. Kleine Projekte dürften allerdings auch schon mit kleinen Accounts gut bedient sein.

Für Open-Source-Projekte, TwitterApps udn Non-Profit-Organisationen hat das StartUp allerdings ein Herz und bietet mit Rabatten teilweise abweichend von den Standard-Accounts mehr Optionen zu geringeren Kosten.

Einsatzmöglichkeiten

Neben der reinen Abstimmung über Produkte und Features eignet sich der Dienst zu vielerlei Anwendungen im Bereich Customer-Relations. So zum Beispiel auch zur Annahme von Kritik oder allgemeinen Problemen mit dem Support oder allgemeinen Fehlern einer Firma unter Fragestellungen wie „Woran müssen wir arbeiten?“, „Was würden sich Kunden in der Betreuung wünschen?“ und weiteres.

Allerdings können solche Abstimmungen und Diskussionen auch bei firmeninternen Themen interessant sein. Eine Integration in den internen wie externen Kommunikationsfluss würde sich bei einem entsprechenden Account in jedem Falle lohnen.

Einsatzbeispiele lassen sich ebenfalls finden: TweetDeck, AuthorityLabs (Feedback-Button am linken Rand). Ein passendes Plugin für WordPress hat Chris Abernethy geschrieben. (sl)

Florian Fiegel

Seit 2008 freier Webworker mit Schwerpunkt auf journalistischer Berichterstattung und (Online-)PR. Täglich konfrontiert mit unzähligen Tools und Technologien im Web.

5 Kommentare

  1. Die Übersetzung ins Deutsche ist in der aktuellen Fassung weitgehend ok, man kann es sich auf unserem Weblog als Beispiel ansehen.

    @Markus Nelson: Im Admin-Bereich gibt es noch kleinere Fehler: suggestions = vorschläge | Erstellt von = Erstellt am | DOCUMENTATION = DOKUMENTATION

    In der Sidebar ist „General Aktivitäts-Feed“ etwas merkwürdig. „Aktivitäts-Feed“ oder „Allgemeiner Aktivitäts-Feed“ würde ausreichen.

    Im Feed selbst: is now = ist jetzt.

    Status: none = keiner | andere = anderer. „Status einrichten/schließen“ sollte vielleicht besser „Status bearbeiten“ sein.

    Bei der Anmeldung: Das ist nicht mir! = Das bin ich nicht! und Welcome back = Willkommen zurück | Erinnern Sie mich = Login speichern. Dann noch: Benutzer für etwa = Benutzer seit etwa.

  2. @ Chrisn –

    Könnten Sie bitte versuchen Sie es erneut UserVoice? Wir haben kürzlich unseren Service mit einem professionellen Übersetzung und würde gerne, um Ihr Feedback.

    Und ja, ich bin mit Google Translate zu schreiben! ;)

  3. Leider verliert der Artikel kein Wort über die mangelnde Internationalisierung des Dienstes. Ich habe UserVoice vor einem Monat getestet und dabei als Deutsch als Sprache ausgewählt: Die Übersetzung sowohl der Texte im Backend als auch im Frontend, das die User zu Gesicht bekommen, ist grauenhaft und könnte aus Babelfish kommen – peinlich.

    Wirklich sinnvoll halte ich einen Einsatz momentan nur in englischer Sprache.

  4. Ich glaube eher, die unternehmen haben Angst vor ihen Kunden. Frei nach dem Motto „Das Geschäft wäre so einfach, wenn die Kunden nicht wären“. In Deutschland hat man ja den Vorteil, dass es kaum Unternehmen gibt, die Unterhaltungselektronik produzieren, wo wahrscheinlich die meisten Kommentare kommen würden. Die große Wende sehe ich da noch nicht: Kunden-Service – und Kundenfeedback – erfordern, dass die Unternehmen mehr Leue einstellen, die sich genau darum kümmern. Das kostet Geld und diese Investition wagt im Augenblick niemand.

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