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Dieter Petereit 10. Februar 2016

Universeller Code-Editor: Sublime Text ist zurück

Universeller Code-Editor: Sublime Text ist zurück

Kannst du dich noch an die Glanzzeiten des uni­ver­sel­len Code-Editors Sublime Text erin­nern? Vor drei bis vier Jahren galt die Software, die es für Windows, Mac OSX und Ubuntu gibt, als nahe­zu alter­na­tiv­los und konn­te sich vor Lobpreisungen kaum ret­ten. Dann sank ihr Stern und es wur­de ganz ruhig um den eins­ti­gen Hoffnungsträger. Jetzt scheint Sublime Text der Phönix sein zu wol­len, der aus der Asche steigt. Ich bin gespannt.

Universeller Code-Editor: Sublime Text ist zurück

Sublime Text: Aufstieg und Niedergang

Sublime Text war ein­mal der Lieblings-Editor des Dr. Web-Teams. Unzählige Texte sind unter Verwendung des uni­ver­sel­len Code-Editors ent­stan­den. Peter Müller erklär­te an die­ser Stelle, wie sich Sublime Text mit Markdown nut­zen lässt und befand sogar, dass es sich in die­ser Kombination um ein Dreamteam han­del­te. Auch Entwickler Sven Schannak stell­te Sublime Text ein gutes Zeugnis aus.

Bis 2013 schien Sublime Text auf dem auf­stei­gen­den Ast zu sein. Dann kam Sand ins Getriebe, als mit der voll­stän­dig neu­en Version 3 ver­sucht wur­de, neue Wege zu gehen. Die weni­gen Neuerungen der Version 3 gegen­über der Version 2 waren vie­len Nutzern den doch recht hap­pi­gen Update-Obolus nicht wert. Zudem stieß die Inkompatibilität zu den Erweiterungen für die Version 2 nur auf ganz wenig Verständnis. Immerhin sind es gera­de die Erweiterungen, die die Leistungsfähigkeit und den dar­auf basie­ren­den Erfolg des Editors geschürt haben.

Und so düm­pel­te Sublime Text 3 mehr oder weni­ger unbe­ach­tet vor sich hin, wäh­rend die Version 2 wei­ter­hin die erfolg­rei­che­re Variante blieb. Bis heu­te kann man die Version 2 down­loa­den und nut­zen. Das letz­te Update sah die­se Version aller­dings am 8. Juli 2013, also vor fast drei Jahren. Sublime Text 3 blieb in der Beta ste­cken und hat die­sen Status bis zum heu­ti­gen Tage nicht ver­las­sen. Die Update-Frequenz war ent­täu­schend. Zuletzt erhielt der Editor am 26. März 2015, mit­hin vor fast einem Jahr ein Update, das man ehr­li­cher­wei­se eher als Bugfix bezeich­nen muss.

Universeller Code-Editor: Sublime Text ist zurück

Sublime Text: Rückkehr eines Totgeglaubten

Gestern dann mach­te Sublime-Text-Mastermind Jon Skinner mit einem unschein­ba­ren Blogeintrag von sich reden, obwohl die­ser vor­der­grün­dig bloß ein wei­te­res Update des Editors ver­kün­di­gen soll­te. Man könn­te also sagen, das sei nichts beson­de­res. Immerhin gab es die­se spo­ra­di­schen Mikro-Updates immer wie­der mal.

Dass die­ses Mal alles anders sein könn­te, lässt sich jedoch zwei wei­te­ren Informationsschnipseln aus dem genann­ten Blogeintrag ent­neh­men. Zum einen begrüßt Skinner dar­in ein wei­te­res Team-Mitglied und zum ande­ren eröff­net er ein neu­es Forum. Beides spricht nicht für die Fortführung der bis­her eher als  lethar­gisch zu bezeich­nen­den Innovationsgeschwindigkeit.

Inhaltlich kann das neue Update mit einem deut­lich ver­bes­ser­ten Syntax-Highlighting auf­war­ten. Skinner scheint sich auf die vor­ma­li­gen Stärken zu besin­nen. Hoffen wir gemein­sam, dass es sich nicht bloß um ein Strohfeuer han­delt. Ich wür­de mich freu­en, soll­te es Sublime Text gelin­gen, zu alter Stärke zurück zu keh­ren.

Hier geht es zum Download, der nach wie vor für die Plattformen Windows, Mac OSX und Ubuntu bei iden­ti­scher Funktionalität gebo­ten ist.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

5 Kommentare

  1. Ich konn­te den Hype um Sublime Text zu die­sem Preis nie nach­voll­zie­hen.

    • Mir geht es auch so, konn­te den Hype noch nie nach­voll­zie­hen. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Editoren mit unter­schied­li­chen Schwerpunkten, für jeden Bedarf ist etwas dabei – oft sogar kos­ten­los. Mein Favorit ist seit Jahren Komodo, auch erhält­lich für Linux, Mac und Windows, als kos­ten­lo­ser Editor oder als kos­ten­pflich­ti­ge IDE.

      • Mir gefällt vor allem das Packages-Konzept. Damit ist der Editor nahe­zu gren­zen­los fle­xi­bel und indi­vi­du­ell um Features erwei­ter­bar. Das bie­tet mir so kein ande­rer.

      • Geht mir genau­so. Jeder Editor hat so sei­ne Vor- / Nachteile. Was ich aber nie ver­ste­hen wer­de, war­um moder­ne Editoren nicht auf Performance getrimmt wer­den. Bestes Bsp. ist Atom. Versuch dort mal ein­fach nur den Reddit-Startenseiten-Quelltext ein­zu­fü­gen. Das Ding friert sofort ein, weil es nicht mit lan­gen Zeilen klar kommt. Da kann ich nur den Kopf schüt­teln.

        @Dieter Petereit: Naja, es gibt sogar weit­aus älte­re Editoren, die vie­les in der Richtung schon bie­ten. z.B. Emacs :) Ich war da zwar vor­her skep­tisch, da ich von VIM extrem begeis­tert war. Aber was alles in Emacs mög­lich ist und die­se gan­zen Major-Modes(Org-Mode, Occur, etc.) die einen viel Arbeit erspa­ren.

    • Als Frontendentwickler bevor­zü­ge ich Brackets, alter­na­tiv­los.

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