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Dr. Web Team 6. April 2008

Typosquatting

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Als Typosquatting (englisch: ‚typo‘ für ‚Rechtschreibfehler‘ und ’squatting‘ für ‚besetzen‘) bezeichnet das Registrieren einer Domain, die starke Ähnlichkeit zu einer anderen Webadresse aufweist. Diese Praxis ist eine Form des sogenannten Cybersquattings, ist aber davon abzugrenzen, da hier nicht eine tatsächlich vorher vorhandene oder potentiell populäre Domain (wie etwa ein bekannter Markenname) besetzt wird.

Die neue Domain unterscheidet sich stattdessen durch Buchstabendreher oder ähnliche Rechtschreibfehler vom Original. Auf diese Weise sollen Nutzer, die einen Fehler beim Eingeben einer bekannten Adresse begehen, auf eine andere Webseite umgeleitet werden. Deren Inhalt besteht nicht immer, aber sehr häufig, aus exzessiven Mengen Werbung, Pornographie oder schadhaften Programmen wie Viren und Trojanern.

Für gewöhnlich sind die Opfer von Typosquatting populäre Webangebote. Auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einer der vielen potentiellen Besucher einen Rechtschreibfehler begeht und auf die fehlerhafte Adresse gelangt. Diese ist oft eine von vier verschiedenen Varianten:

  1. Eine bekannte (besonders oft bei Unkenntnis der benutzen Sprache begangene) fehlerhafte Rechtschreibung (z.B. webside.de statt website.de)
  2. Ein oft begangener Tippfehler (z.B. googel.de statt google.de)
  3. eine anders formulierte Variante (z.B. autos.de statt auto.de)
  4. eine andere Top-Level-Domain (z.B. autos.org statt autos.de)

Der Inhalt der betreffenden Seiten kann verschiedenster Natur sein. Gelegentlich wird der Inhalt der Opferseite nachgeahmt, indem Inhalt, Grafiken, Logos oder das komplette Layout von der Ursprungsseite kopiert werden. Dies kann etwa für sogenanntes ‚Phishing‘ genutzt werden, bei dem der Nutzer in vertrauter Umgebung aufgefordert wird, geheime Informationen preiszugeben.

Oft unterscheidet sich der Inhalt der Seiten jedoch stark vom Original. Auf diesen Seiten werden dann etwa große Mengen Werbung platziert, um durch den auf die Page umgeleiteten Traffic Geld zu verdienen. In einigen Fällen kann der Nutzer so auch ungewollt auf pornographische oder sonstige nichtgewünschte Inhalte treffen. Zu letzteren zählen vor allem Vorrichtungen, die darauf abzielen den Computer des Nutzers zu schädigen. Dabei handelt es sich unter anderem um Schadsoftware wie Viren und Trojaner. Gelegentlich wird Typosquatting aber auch für Inhalte genutzt, die sich bewusst auf das Original beziehen. Ein Beispiel dafür wäre whitehouse.org, eine Satireseite, die ein Typosquatting von whitehouse.gov darstellt.

Um Typosquatting vorzubeugen, registrieren einige Firmen neben ihrer eigentlichen Domain bereits viele fehlerhafte Varianten mit. So führen die Domains www.goolge.de, www.gogle.de und www.googel.de allesamt zur Suchmaschine Google.

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