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Dieter Petereit 10. Juni 2019

Typografie: Lerne die wichtigsten Regeln mit Typefacts

Typografie ist eine Wissenschaft für sich. Nicht ohne Grund gibt es zahlreiche Bücher, darunter Nachschlagewerke und dicke Wälzer, die sich mit dem Thema beschäftigen. Denn Typografie ist aufgrund zahlreicher Regeln und Fallstricke keine einfache Sache. Hat man es früher im Internet damit nicht so ernst genommen (noch heute dient das Zoll-Zeichen oft als Anführungszeichen), werden mittlerweile auch Websites – vor allem dank Webfonts – typografisch immer ansprechender. Typefacts versucht, dir Typografie ansehnlich und verständlich zu vermitteln.

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Typefacts: Die Seite läuft mit dem flinken CMS Kirby. (Screenshot: Dr. Web)

Die wichtigsten Regeln anschaulich erklärt

Typefacts, welches vom Schriftentwickler Christoph Koeberlin betrieben wird, richtet sich vor allem an jene, die mit Typografie bislang wenig am Hut hatten. Die wichtigsten typografischen Regeln werden daher sehr anschaulich und praxisbezogen erläutert. Auch wenn sich Typefacts nicht explizit an Webdesigner richtet, ist es eine gute Anlaufstelle, um einen Einstieg in das große Thema Typografie zu finden.

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Schaubild auf Typefacts

Die Darreichungsform ist zudem auch für Kinder der Generation Sesamstraße mit extrem kurzen Aufmerksamkeitsspannen leicht verdaulich. In kleinen Beiträgen mit zahlreichen Bildern stellt Koeberlin das Regelwerk vor. Wer sich da durchgearbeitet hat, dem dürften grobe Schnitzer nicht mehr unterlaufen.

Neben den bereits genannten Anführungzeichen wird unter anderem auf Binde- und Gedankenstriche, Ligaturen sowie das Apostroph eingegangen. Gerade beim Apostroph scheint Aufklärungsbedarf. Neben der Wahl des falschen Zeichens (Minutenzeichen oder Akzent) wird das Apostroph auch gerne an falscher Stelle eingesetzt (zum Beispiel bei der Pluralbildung oder im Falle des sogenannten Deppenapostroph).

Schriften und Zusatzinfos

Neben typografischen Regeln stellt Christoph Koeberlin auch einige Schriften vor. Zudem hat er eine kleine Rubrik eingerichtet, in der er Alternativen zu bekannten und viel verbreiteten Schriften auflistet. Denn nicht immer sind Helvetica oder Gill vorhanden, sodass auf adäquaten Ersatz zurückgegriffen werden will, wenn kann. Außerdem gibt es eine Übersicht namhafter Unternehmen und ihrer verwendeten Hausschriften.

Darüber hinaus gibt es weitere nützliche Infoseiten. Es werden Tastenkombinationen für typografische Zeichen, die nicht auf der Tastatur zu finden sind, vorgestellt, sowie Symbole, die sich standardmäßig in vielen Schriften wiederfinden.

Im „typografischen Kanon” stellt Koeberlin Bücher vor, die man wohl als Grundlagenwissen der fortgeschrittenen Typografie bezeichnen darf. Dabei lässt er bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten ihre persönlichen Lieblingswerke empfehlen.

Fazit: Typefacts ist für Einsteiger und typografische Laien eine gute Anlaufstelle. Da es sich nicht explizit an Webdesigner richtet, fehlen spezifische Infos rund um Webfonts, Entities und CSS-Typografie; aber damit haben Webdesigner in der Regel ja keine Probleme.

Alles in allem lohnt es sich, auf Koeberlins Seiten zu stöbern. Vor Erkenntnisgewinn wirst du dich dabei nicht schützen können.

(dpe)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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