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Dieter Petereit 10. März 2013

Tweet Cheat Sheet: Strategien für mehr Erfolg auf Twitter (Infografik)

Buddy Media, mitt­ler­wei­le Teil von Salesforce, ist aktiv in der sta­tis­ti­schen Betrachtung moder­ner Kommunikationsmethoden unter­wegs. Im letz­ten Jahr unter­such­te man 320 der größ­ten Marken hin­sicht­lich ihres Tweet-Verhaltens und den dar­aus zu zie­hen­den Schlüssen. Die Ergebnisse die­ser Studie griff nun die Agentur LinchpinSEO auf und bau­te dar­aus eine Infografik, die die wesent­li­chen Erkenntnisse über­sicht­lich dar­stellt.

teaser-twitter-cheat-sheet

Twitter: Wann, wie oft, wie lang, mit Bild oder ohne, Hashtags ja/nein?

Wenn ich mir das Cheat Sheet so anschaue, dann mache ich per­sön­lich so ziem­lich alles falsch, was man auf Twitter falsch machen kann. Aber was soll’s? Twitter ist nicht Teil einer wie auch immer gear­te­ten Strategie in mei­nem per­sön­li­chen Kommunikationsmix. Wäre das anders, so wür­den mich die fol­gen­den Erkenntnisse sicher­lich zu Verhaltensänderungen moti­vie­ren.

Wie bereits erwähnt, ist die fol­gen­de Infografik zwar ganz frisch, die Erkenntnisse dar­aus wur­den indes bereits im letz­ten Jahr publi­ziert. Ich habe daher unten bei den Links zum Beitrag auch die ursprüng­li­chen Veröffentlichungen von Buddy Media, nebst kom­plet­ter Studie hin­ter­legt. Wer sich pro­fes­sio­nell mit Twitter-Strategien her­um­schla­gen muss, der soll­te auf jeden Fall einen nähe­ren Blick dar­auf ris­kie­ren.

All jene, die Twitter neben­bei mit­be­treu­en oder ein paar Tipps zur Selbstbestätigung suchen oder ein­fach die wich­tigs­ten Eckpunkte in ihrem Infografik-Werkzeugkasten mit­füh­ren wol­len, kön­nen sich mit den Erkenntnissen aus der Infografik im Alltag sicher­lich begnü­gen. Bei der Gelegenheit will ich gern noch ein­mal dafür wer­ben, sich einen Infografik-Werkzeugkasten anzu­le­gen. Meiner besteht aus meh­re­ren Evernote-Notizbüchern, the­ma­tisch sor­tiert und steht mir auf die­se Weise über­all, wo Netzzugang besteht zur Verfügung. Damit bin ich bis­lang sehr gut gefah­ren. Zwar sind Infografiken nie außer­or­dent­lich tief gehend, kön­nen jedoch als eine Art Spickzettel gute Dienste leis­ten und sehen, wenn man sie dem Kunden mal zei­gen will, dabei zumeist noch aus­ge­spro­chen pro­fes­sio­nell aus.

Zurück zum Twitter Tweet Cheat Sheet: LinchpinSEO kon­zen­trier­te sich in der gra­fi­schen Umsetzung des Datenmaterials auf Eckpunkte der Studie und stell­te vor allem pla­ka­ti­ve, schnell erfass­ba­re Erkenntnisse zusam­men.

Danach sieht die idea­le Twitterstrategie in etwa so aus:

  • Das Wochenende ist attrak­tiv. Follower zei­gen ein um 17% erhöh­tes Interaktionsverhalten. Leider sen­den Marken nur 19% ihrer Tweets am Wochenende. => Mehr Twitterpräsenz am Wochenende
  • Zwischen 8 Uhr am Morgen und 7 Uhr am Abend liegt die Interaktionsrate um 30% höher als in den rest­li­chen Tagesstunden => Nicht nachts twit­tern…
  • Mit zwi­schen 6 und 7 Tweets pro Tag erreicht man ein Interaktionsverhalten, das durch­schnitt­lich ist. Weniger Tweets füh­ren zu höhe­rer, mehr Tweets zu gerin­ge­rer Interaktion. => Dosiert twit­tern, nicht mehr als 6 Tweets pro Tag.
  • Obwohl Twitter bereits auf 140 Zeichen begrenzt ist, zeigt sich, dass noch kür­ze­re Tweets bes­se­res Interaktionsverhalten erzeu­gen. => Kürzer fas­sen als man könn­te, unter 100 Zeichen blei­ben.
  • Kommuniziert wird rela­tiv wenig. Nur 22% aller Interaktionen sind Antworten auf Tweets. => Diskussionen auf Twitter anzu­re­gen, ist sub­op­ti­mal. Dafür gibt es bes­se­re Kanäle.
  • 92% aller Interaktionen sind Klicks auf in den Tweets ent­hal­te­ne Links. => Twitter ist ein aus­ge­spro­chen gutes Verkündigungsorgan.
  • Die Verwendung von Hashtags erhöht eben­falls die Interaktionsrate, wenn man es in Maßen betriebt. Ein oder zwei Hashtags sind opti­mal, mehr Hashtags füh­ren zum umge­kehr­ten Ergebnis. => Wenn es geht, stets ein bis zwei Hashtags ver­wen­den.
  • Ein Bild sagt mehr als tau­send Worte. Tweets mit Bildern zie­hen dop­pelt so vie­le Reaktionen wie Tweets ohne Bilder nach sich => Immer gutes Bildmaterial ver­füg­bar hal­ten und ver­wen­den

Einen eige­nen klei­nen Empfehlungskomplex gibt das Thema Retweets her. Immerhin 78% aller Interaktionen sind Retweets. Das ist gut für die Verbreitung der Marke. Buddy Media fand Muster, die Annahmen dar­über zulas­sen, wie sich die Retweet-Rate stei­gern lässt.

  • Tweets mit Links errei­chen eine um 86% höhe­re Retweet-Rate als sol­che ohne.
  • Tweets, die die Follower aktiv auf­for­dern, zu ret­wee­ten, erhal­ten im Schnitt zwölf Mal so vie­le Retweets wie Tweets ohne Aufforderung. Dabei gibt es wei­te­re Unterschiede:
    • Tweets, die um RT bit­ten, wer­den zehn Mal öfter ret­wee­tet.
    • Tweets, die um Retweet bit­ten, wer­den sogar 23 x häu­fi­ger ret­wee­tet.

Folgend nun also die Infografik, ein Klick dar­auf führt zur Website von LinchpinSEO:

orig_twitter-cheat-sheet-w640

(Quelle: LinchpinSEO)

Links zum Beitrag

  • NEW BUDDY MEDIA DATA: STRATEGIES FOR EFFECTIVE TWEETING: A STATISTICAL REVIEW | Buddymedia.com
  • Strategies for Effective Tweeting: A Statistical Review | Die kom­plet­te Studie zum Download
  • Infographic: Twitter Tweet Cheat Sheet To Increase Engagement | LinchpinSEO
Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Ich den­ke auch, dass man es nicht pau­scha­li­sie­ren kann. Auch liegt es pri­mär an der Zielführung: “Was und wen will ich mit mei­nem Tweet errei­chen.”

    @JonathanTorke muss ich Recht geben, was die Frequenz angeht. Ich den­ke auch, dass 6 Tweets am Tag zu wenig sind.

    Bei den Wochenenden habe ich ich (gera­de am letz­ten) eine extrem posi­ti­ve Erfahrung gemacht. 10% neue Follower – und das lässt sich eigent­lich sehr gut auch auf die letz­ten Wochenenden bezie­hen.

    Aber ein kur­zer ker­ni­ger Artikel! Well done!!

  2. “Das Wochenende ist attrak­tiv. Follower zei­gen ein um 17% erhöh­tes Interaktionsverhalten. Leider sen­den Marken nur 19% ihrer Tweets am Wochenende. => Mehr Twitterpräsenz am Wochenende”
    Ich habe genau das Gegenteil beob­ach­tet: Am Wochenende ist so gut wie nie etwas los. Weder auf Twitter, Google+ noch auf Facebook. Wenn, dann schon eher kurz vor 20:15 oder halt wäh­rend der Primetime im TV. Gerade so zu Werbeunterbrechungen von Blockbustern.…

    “Kommuniziert wird rela­tiv wenig. Nur 22% aller Interaktionen sind Antworten auf Tweets. => Diskussionen auf Twitter anzu­re­gen, ist sub­op­ti­mal. Dafür gibt es bes­se­re Kanäle.”
    #Aufschrei und Konsorten erzäh­len aber etwas ande­res. Ich glau­be, man kann das nihct so pau­scha­li­sie­ren…

  3. Hi Dieter,

    vie­len Dank für die über­sicht­li­che Zusammenfassung die­ser Studienauswertung!

    Ich bin mir jedoch unschlüs­sig, ob dosier­tes zwit­schern zu einer höhe­ren Interaktion führt. Mit mei­nem Account ver­sen­de ich 12–16 Tweets am Tag von etwa 9 Uhr mor­gens bis Mitternacht. Würde ich ich nun alle 2,5 bis 3 Stunden einen Tweet ver­sen­den, wäre die Interaktion des Tweets nicht wirk­lich höher als wür­de ich alle 70–80 Minuten twee­ten.

    Heute Mittag zum Beispiel: Ich habe einen Tweet ver­sen­det, der 25 Reaktionen erhal­ten hat­te (11 Retweets und 14 Favs). Weit über 80 % der Reaktionen sind dabei in der ers­ten Stunde nach Veröffentlichung ent­stan­den. Und hät­te ich dabei nun um ein net­tes „Retweet“ oder „RT“ gebe­ten, glau­be ich nicht, dass die­ser Tweet dann 110 bis 253 Retweets erhal­ten hät­te. Diese Konsequenz habe ich bis­her noch nie erfah­ren.

    Die Retweets mögen sich viel­leicht erhö­hen, wäh­rend ich nach Retweet-Unterstützung bit­te. Jedoch ist es wirk­lich sehr unwahr­schein­lich, annä­hern 10 Mal so viel Aufmerksamkeit dadurch zu erhal­ten.

    Was zeigt eure Erfahrung?

    Lieben Gruß,
    Jonathan

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