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Farben finden: 9 Tools für gute Farbkombinationen

Farben spielen im Design natürlich eine große Rolle. Doch stimmige und passende Farbkonzepte zu erstellen, ist nicht jedermanns Sache. Daher gibt es eine Reihe von Webanwendungen, die dir helfen, gute Farbkombinationen zu finden. Monochromatische Farben lassen sich ebenso zusammenstellen wie Komplementärfarben. Dabei unterscheiden sich die Tools teils bereits im Ansatz.

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Happy Hues

Wenn du nicht weisst, wie du eine Farbpalette auf deine Designs konkret anwenden sollst, hilft dir Happy Hues weiter. Es gibt dir nicht nur Inspiration für eine neue Farbpalette, sondern zeigt dir auch in einem realen Beispiel, wie du die Farben für deine Hintergründe, Überschriften, Illustrationen usw. einsetzen kannst.

Design: 11 Web-Apps, die Farbpaletten aus Bildern erstellen - Ein Screenshot eines Handys - Papier
Bei Happy Hues kannst du mehrere verschiedene Farpaletten durchklicken, und sie sofort im Zusammenspiel mit Überschriften, Bildern, Hintergrund, Buttons, usw. sehen.

WhoCanUse.com

Farben finden: 5 Tools für gute Farbkombinationen - Ein Screenshot eines Handys - Computer Programm

Farben spielen auch im Gebiet Barrierefreiheit eine immens wichtige Rolle. Mit whocanuse.com bekommst du ein besseres Verständnis dafür, welchen Einfluss Farbkontraste auf Menschen mit Sehbehinderungen haben können.


Contrast-ratio.com

Farben finden: 7 Tools für gute Farbkombinationen - Ein Screenshot eines Handys - Kontrast

Auch das contrast-ratio.com Tool von Lea Verou tut einen fantastischen Job, wenn es um die Analyse von barrierefreien Farbkontrasten geht. Ein tolles Werkzeug, auf das kein Webdesigner verzichten sollte!


Farbverläufe finden mit Grab A Gradient

Farben finden: 8 Tools für gute Farbkombinationen - Eine Nahaufnahme von einem Logo - Grafik

Wer nach harmonischen Farbverläufen sucht, der wird auf grabient.com (kurz für „grab a gradient“) auf jeden Fall fündig. Die auf der Seite angebotenen Farbverläufe kann man sich wahlweise als CSS oder als Sketch-Datei herunterladen.


Adobe Color CC

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Das bekannteste Farbtool ist sicher Adobe Color CC, welches jeder kostenfrei nutzen kann – auch ohne Anmeldung per Adobe ID. Zunächst entscheidest du dich für eine Farbregel. Damit legst du fest, ob du beispielsweise monochromatische oder komplementäre Farben nutzen möchtest. Insgesamt gibt es sieben Regeln, die Farben nach unterschiedlichen Ansätzen miteinander kombinieren.

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Je nach Farbregel erscheinen verschieden viele bewegbare Punkte auf einem Farbkreis. Diese Punkte lassen sich nur abhängig voneinander bewegen. Bei einer Triade sind die Punkte beispielsweise so angeordnet, dass der Winkel zwischen den Punkten immer gleich ist. Bei Komplementärfarben stehen sich die Punkte immer gegenüber.

Jede Farbe lässt such auch über Schieberegler oder die Eingabe von RGB- oder Hexadezimalwerten festlegen. Die anderen Farben werden dann entsprechend der Farbregel angepasst. Als angemeldeter Nutzer speicherst du Farbthemen auch ab und hast somit immer Zugriff auf einmal definierte Kombinationen.


Paletton

paletton


Ganz ähnlich funktioniert die Webanwendung Paletton. Auch hier wählst du zunächst eine Regel aus. Neben monochromatischen Farben wählst du zwischen benachbarten Farben und einer Triade – in beiden Fällen bestimmst du jeweils drei Grundfarben – sowie einer Tetrade, bei der du vier Grundfarben vorgibst.

Der Farbkreis ist bei Paletton zweigeteilt. Auf dem äußeren Ring definierst du die Grundfarben und im Inneren definierst du die Helligkeit der Grundfarben sowie den Kontrast der Sekundärfarben zu den Grundfarben. Ausgegeben wird dir ein Farbkonzept mit den jeweiligen Grundfarben und jeweils passenden zusätzlichen Sekundärfarben.

Für jedes Farbthema wird eine individuelle URL erstellt, sodass du deine zusammengestellten Farben jederzeit wieder aufrufen und auch bearbeiten kannst.

Colorcode

colourco


Wer lieber ohne Farbkreis arbeitet, sollte einen Blick auf Colorcode werfen. Bei diesem Dienst definierst du beliebig viele Farben, indem du die Maus innerhalb eines Feldes bewegst. Je nach Bewegung variiert der Farbwert. Hast du eine Farbe gefunden, die dir gefällt, speicherst du diese per Klick. Auf diese Weise stellst du dir alle Farben für dein Konzept zusammen.

Auch hierbei kannst du monochromatische Farben zusammenstellen oder Komplementärfarben finden. Dabei wird jeweils eine Grundfarbe definiert. Alle weiteren Farben – es können beliebig viele sein – werden aufgrund der ausgewählten Farbregel festgelegt.

Das Farbkonzept lädst du dir bequem für Sass oder Less oder als PNG-Datei herunter.


Coolors

coolors


Auch Coolors kommt ohne Farbkreis aus. Stattdessen werden Farben per Schieberegler festgelegt. Es werden dir dabei fünf Farben dargestellt, die du individuell anpassen kannst. Anschließend hast du die Möglichkeit, den Farbton, Sättigung, Helligkeit und Temperatur aller fünf Farben zu verändern.

Außerdem besteht die Möglichkeit, einzelne Farben vor Veränderung zu schützen. Diese bleiben dann unverändert, während du beispielsweise die Sättigung der anderen Farben veränderst.

Während die anderen Tools komplette Farbthemen vorschlagen, musst du bei Coolors selbst eigene Farben definieren. Allerdings ist es mit Coolors einfach, diese zu verändern und das Thema zum Beispiel insgesamt heller oder dunkler darzustellen.

Dein Farbthema exportierst du als SVG-, PNG, PDF- oder SCSS-Datei. Auch das Speichern als URL ist möglich.


Multicolr Search Lab

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Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt Multicolr Search Lab. Hierbei definierst du bis zu fünf Farben und das Tools sucht dir aus 20 Millionen Creative-Commons-Bildern jene aus, die zu den vorgegebenen Farben passen.

Das Tool stellt eine interessante Ergänzung zu den anderen Anwendungen dar. So findest du zu deinem Farbthema nämlich auch gleich die passenden Fotos – beispielsweise für einen Seitenhintergrund.


Du hast ein bestimmtes Foto, aus welchem du die Kernfarben extrahieren willst? Hier wirst Du fündig: Web-Apps, die Farbpaletten aus Bildern erstellen.

(Artikelbild: Depositphotos)

2 Kommentare zu “Farben finden: 9 Tools für gute Farbkombinationen”

Für Offline-Farbbearbeitung ist die kostenlose App “ColorSchemer Studio”, im AppStore erhältlich, auch sehr hilfreich!

Hallo,
die hier genannten Tools machen zweifelsfrei einen guten Eindruck.
Mit Adobe Color habe ich vor der CC Generation auch gearbeitet.
Seit mind. 2 Jahren erstelle und verwalte ich meine Farbpaletten sehr bequem, komfortabel und unabhängig irgendeiner App mit der Mac App “Sprectrum” (http://www.eigenlogik.com/spectrum/mac). Für mich bietet diese App alles, was man zum Bearbeiten eines Farbspektrums benötigt. Vielleicht ist mein Link ja eine sinnvolle Ergänzung zu den oben genannten Anbietern.
Bei dem Besuch der Website zur App sah ich eben, dass es auch eine IOS-App von Spectrum gibt. Diese kenne ich (noch) nicht. Aber da ich einige Arbeiten auch auf einem iPad Pro durchführe, sollte ich mir die Version wohl mal näher ansehen 😉
Gruss aus dem windigen Ostholstein

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