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Sven Lennartz 18. Juni 2006

Tipps gegen Spam

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von Sven Lennartz

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Spam bekämpft man am besten an der Wurzel. Ist ein Email-Konto erst einmal Opfer geworden, wird man das Übel nie mehr los. Nur konsequentes Vorgehen schützt davor.

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Spamfilter sind eine eigentlich schöne Sache, schließlich nehmen Sie einem das dickste Entsorgungsproblem hilfreich ab. Doch bei aller technischen Finesse, Software schafft nie, was ein wacher Geist vermag. Da hauptberufliche Spammer ihre Taktiken laufend ändern und es zudem viele Tricks gibt, lernen Filter und Software mit.

Das mag eine zeitlang gut gehen, doch irgendwann – zumindest bei lebhaftem Mailempfang – passiert es, dass die ersten wichtigen Mails in den Papierkorb gefiltert oder gar automatisch gelöscht werden. Wem das einmal passiert ist, der weiß wie gefährlich die automatischen Filter sind. Es bleibt einem nicht anderes übrig, als regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Damit allerdings ist der Filter praktisch sinnlos geworden, denn Sortieren und Bewerten könnte man Email auch so. Komplett verseuchte Adressen, die täglich Dutzende von Spam- oder Virensendungen empfangen, sollte man konsequenterweise abschalten und durch frische Adressen ersetzen.

Spam zieht man zu, wenn Emailadressen auf Websites veröffentlicht werden. Dies ist trotz allem immer noch gängige Praxis. Sie werden dort von so genannten Harvestern ausgelesen und später, oft nach erfolgreichem Ersteinsatz, gewinnbringend verhökert oder getauscht. Deshalb nimmt Spam zu, wenn eine Adresse erst einmal eingefangen wurde. Auch wenn dies der häufigste Weg der Verbreitung ist, auch die Teilnahme an Gewinnspielen, ein Kommentar in einem Forum oder Weblog oder der Download einer Software können derart folgenreich sein.

Wichtig ist deshalb: a) keine Mailadressen im Netz veröffentlichen. Wenn es unbedingt sein muss, dann nur verschlüsselt. Und b) Firmenadressen dürfen nicht für private Zwecke eingesetzt werden. Mitunter hilfreich ist es für bestimmte Zwecke, etwa zur Freigabe eines Downloads, eine separate „Spam-Adresse“ zur Verfügung zu haben.

Üblich ist die Verwendung personenbezogener Emailadressen nach dem Prinzip frank.mustermann@firma.de. Ein Problem bekommt man, wenn dieser Mitarbeiter ausscheidet. Jemand muss diese Adresse übernehmen und zumindest eine zeitlang weiterbetreuen. Pech für den Kollegen, denn Spam und Newsletter werden auch an ihn weitergeleitet. Kunden und Geschäftspartner müssen zudem von einer neuen Emailadresse in Kenntnis gesetzt werden. Zudem können solche Adressen nicht einfach abgeschaltet werden, wenn das Spamaufkommen es gebietet.

Besser eignen sich daher tätigkeitsbezogene Adressen, die von verschiedenen Mitarbeitern verwendet werden können. Zum Beispiel kundenservice@firma.de oder bestellabwicklung@firma.de. Dies ist nicht von Nachteil, da sich jeder Mitarbeiter über eine individuelle Signatur identifiziert. Zu vermeiden sind allerdings Allerweltskombinationen wie webmaster@firma.de oder info@firma.de – sie sind so häufig, dass mancher Spammer diese Adressen automatisch aus Domainlisten generiert.

In Kombination mit einem Online-Formular für die Kontaktaufnahme helfen solche Adressen, das Spam-Problem nachhaltig in den Griff zu bekommen. Gegen Viren schützen Sie allerdings nur bedingt. Der häufigste Verbreitungsweg läuft hier über die Rechner Ihrer Kunden und Partner, um deren Anfragen man sich irgendwann zuvor via Email gekümmert hat. Davor schützen würde eine inaktive Absenderadresse mit dem Verweis auf ein Online-Formular. Doch ist dies nur wenig kundenfreundlich, das ein Kunde erwartet, direkt antworten zu können.

Sven Lennartz

Sven Lennartz

Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…

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