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Dieter Petereit 27. Juli 2012

Tiny PNG verkleinert PNGs mit über 60% Ersparnis bei voller Transparenz

Tiny PNG macht mit PNG-Dateien, was JPEGmini mit JPG-Dateien macht. Es verkleinert sie extrem, ohne dabei sichtbar die Qualität zu reduzieren. Im Falle von PNG ist das insbesondere deshalb eine größere Herausforderung, weil das Format häufig Transparenzen enthält. Tiny PNG schafft, was nicht mal Photoshop kann, es bietet indexierte 8-Bit PNG mit voller Transparenz an, die man mit dem bloßen Auge nicht von viel dickeren 24-Bit PNG unterscheiden kann.

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Tiny PNG: Kostenfrei und extrem effektiv

Der recht frische Webservice Tiny PNG der Internetagentur Voormedia aus dem holländischen Amsterdam kommt mit einem vollmundigen Versprechen daher. Die Größe einer Bilddatei im PNG-Format will er um bis zu 70% reduzieren, ohne dass die Alpha-Transparenz verloren geht und ohne, dass man den Größenunterschied optisch wahrnehmen kann. Ich war skeptisch.

Mit den Screenshots zu diesem Beitrag, die ich – wie stets – mit dem exzellenten SnagIt (Mac|Windows) anfertigte, stellte ich Tiny PNG auf die Probe. Der Dienst arbeitet genau wie JPEGmini. Man lädt bis zu 20 Bilder gleichzeitig hoch, die jeweils maximal 1 MB groß sein dürfen. Tiny PNG komprimiert diese dann im Stapel, meldet den Bearbeitungserfolg und stellt jeweils einen Downloadlink für das komprimierte PNG zur Verfügung.

In meinem Test schaffte Tiny PNG im Mittel 67%, was den versprochenen 70% für mich hinreichend nahe kommt. Die Entwickler geben an, diese Reduktion durch das Entfernen überflüssiger Meta-Daten, sowie die selektive Entfernung nicht benutzter Farben aus der Farbpalette zu erreichen. Natürlich handelt es sich um ein verlustorientiertes Verfahren, aber eines, dem man die Verluste mit bloßem Auge nicht ansieht.

Die echten Erfolge erzielt Tiny PNG mittels Quantisierung, einem in der Bild-, Video- und Musikproduktion längst etablierten Verfahren, welches – vereinfacht ausgedrückt – stark ähnliche Werte zu einem einzelnen kombiniert und so die Dateigröße teils massiv verringern kann.

Die mit Tiny PNG erzeugten indexierten 8-Bit PNG funktionieren sogar im IE 6 inklusive der Transparenz, was laut Voormedia bei anders erzeugten PNG nicht der Fall ist. Ebenso übertrifft Tiny PNG in diesem Falle Photoshop, das weder in der Lage ist, entsprechende Datei zu lesen, geschweige denn, sie zu erzeugen.

Fazit: Wenn Sie die Screenshots in diesem Beitrag sehen können und sie für qualitativ in Ordnung halten, lohnt sich der Besuch von Tiny PNG auch für Sie! Tiny PNG ist komplett kostenlos nutzbar.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

10 Kommentare

  1. Klasse Dienst, danke für den Tipp!

  2. Danke für diesen Beitrag, Dieter!

    Nach kurzem Test kann ich nur sagen, dass es ein echt genialer Service ist, besonders in Verbindung mit Smush.it (ich konnte bis zu 85% sparen). Der Dienst ist jetzt Teil meiner täglichen Arbeit.

  3. Genialer Service. Sowas hab ich schon immer gesucht. Bestes Ergebnis lag bei mir erstaunlicher Weise sogar bei 75%.

  4. Die grösste Optimierung war bei mir 58%.

    Der Dienst hat bei mir teilweise sogar grössere, bis zu 11% grössere Daten erstellt!

  5. Klasse! Das muss ich mir mal ansehen. Das könnte sich in einem meiner Projekte massiv nutzbar machen! =D

  6. Mac-Anwender kommen mit dem kostenlosen ImageOptim und ImageAlpha auf ähnliche Ergebnisse, nur etwas komfortabler und flexibler. TinyPNG eigenet sich nämlich nicht für alle Bildarten, manche Bilder werden unschön bis unbrauchbar.

  7. Wer das ganze lieber bei sich lokal auf dem Rechner machen will kann auch „PNGGauntlet“ (http://pnggauntlet.com/) nutzen. Das erzielt ebenfalls so gute Werte und ist bei mir schon seit längerem im Einsatz.

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