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Tara Hornor 5. Februar 2019

Think different: 10 Anfängertipps für ungewöhnliche Produktfotos

Das Basiswissen guter Fotografie kann man sich recht schnell erar­bei­ten. Gerade bei Produktfotografie gibt es gute Patentrezepte. Erstaunlicherweise fin­den sich aber immer wie­der Produktfotos, die irgend­wie anders sind – inter­es­san­ter, bes­ser. Du weißt sicher­lich, was ich mei­ne. Diese beson­de­ren Produktfotos sehen nicht aus wie Standard-Katalogbilder und wer­den ent­spre­chend häu­fig in ganz­sei­ti­gen Anzeigen der Top-Marken ver­wen­det. Die Fotografen die­ser Bilder haben sich sicher­lich eben­falls an die Basics gehal­ten, dann aber an bestimm­ten Stellen gezielt die Regeln gebro­chen. Das ist nichts für ängst­li­che Gemüter…

Wenn du also zu ängst­lich bist, um ein paar Regeln zu bre­chen, lies am bes­ten nicht wei­ter. Für alle ande­ren haben wir hier 10 Anfängertipps für wirk­lich ein­zig­ar­ti­ge Produktfotos.

#1: Hänge dein Motiv auf

Produkte hin­hän­gen ist an sich kei­ne neue Idee. Kreatives Aufhängen kann jedoch stets neue und inter­es­san­te Effekte zei­ti­gen. Hänge das Produkt falsch her­um, seit­wärts oder in Umgebungen, in denen man nicht damit rech­nen wür­de. Retuschiere danach die Seile oder sons­ti­gen Hilfsmittel weg. Arbeite mit gro­tes­ken oder wit­zi­gen Ideen. Fertige stets weit mehr Fotos, als du benö­tigst und spie­le mit den Ergebnissen. Schau mal hier:

#2: Wähle ungewöhnliche Perspektiven

Normalerweise foto­gra­fiert man Produkte von einer Position aus, die der des Produkts ent­spricht. Auf die­se Weise wird das Produkt schluss­end­lich auf Augenhöhe dar­ge­stellt. Von die­ser Regel abzu­wei­chen ist gefähr­lich, denn die Aufnahme aus unge­wöhn­li­chen Perspektiven kann das Produkt ver­zer­ren und so unat­trak­tiv wir­ken las­sen. Wenn das Produkt dies­be­züg­lich aller­dings unemp­find­lich ist oder Verzerrung genau die Absicht ist, spricht nichts gegen einen Versuch. So kann das aus­se­hen:

#3: Suche die Nähe

Makro-Fotos von Produkten funk­tio­nie­ren stets nur im Rahmen einer grö­ße­ren Serie, also beglei­tend zu “nor­ma­len” Produktfotos. Dann aber kön­nen sie eine per­fek­te Ergänzung dar­stel­len. Wichtigster Aspekt ist die Beleuchtung und Belichtung des Objekts. Achte dar­auf, dass selbst die kleins­ten Details sicht­bar wer­den. So wie hier:

#4: Zeige das Produkt außerhalb seiner normalen Nutzung

Nimm dir dein Produkt, ein Blatt Papier und einen Stift. Jetzt schrei­be jeden denk­ba­ren Anwendungsfall für das Produkt nie­der. Dabei fängst du mit den offen­sicht­lichs­ten Usecases an. Wenn dei­ne Synapsen dann ordent­lich schwin­gen, ver­suchst du asso­zia­tiv Anwendungsfälle zu erar­bei­ten, die nicht auf der Hand lie­gen. In eini­gen Fällen wird es erfor­der­lich sein, ein Setting vor­zu­be­rei­ten. Deshalb ist es wich­tig, die Idee erst voll­stän­dig aus­zu­ar­bei­ten, bevor du mit der Umsetzung los­le­gen kannst. So kann das aus­se­hen:

#5: Photoshop ist dein Freund

Bildmanipulation kann natür­lich die auf­se­hen­er­re­gends­ten Effekte zei­ti­gen. Du soll­test daher den Erwerb von Kenntnissen in Photoshop und Illustrator auf dei­ne Todo-Liste set­zen. Alternativ beauf­tragst du jeman­den, der sich damit aus­kennt. Denn pro­fes­sio­nell muss die Bildbearbeitung schon sein, wenn sie wir­ken soll. So wie die­se hier:

#6: Integriere einen interessanten Hintergrund

Eine der ein­fachs­ten Regeln für gute Produktfotografie sagt, dass man einen ein­far­bi­gen Hintergrund ver­wen­den soll­te, um die Aufmerksamkeit auf dem Produkt zu las­sen oder die Möglichkeit zu erhal­ten, ein wei­te­res Foto in den Hintergrund zu legen. In Ausnahmefällen kann jedoch ein unge­wöhn­li­cher Hintergrund die Aussagekraft der Bilder erhö­hen. Schau mal hier:

#7: Stelle den Bildhintergrund scharf

Nanu? Auch hier lau­tet eine der Standardregel der Produktfotografie, dass man den Hintergrund des Bildes unscharf dar­stel­len soll­te, um den Fokus der Aufmerksamkeit auf das Produkt zu len­ken. Wenn du aber ein Produkt im Zusammenhang mit sei­nen Nutzungsmöglichkeiten zei­gen willst, kann es sinn­voll sein, die­se über den Bildhintergrund zu inte­grie­ren, was natür­lich erfor­dert, dass man sie auch sehen kann. In Bilderserien kann man sehr gut mit dem Effekt spie­len und den Fokus gezielt wech­seln, wie auf die­sen Bildern hier:

#8: Platziere das Produkt auf einem reflektierenden Untergrund

Spiegelungen sind nicht nur in und von daher stets eine Überlegung wert. Spiegelungen fügen Bildern über­dies Tiefe hin­zu und machen auch eher lang­wei­li­ge 0815-Produkte inter­es­sant. Mach nicht bei einem Spiegel halt, son­dern ver­wen­de alle Arten von reflek­tie­ren­den Elementen, etwa auch Wasser. Fotomanipulation kann dafür sor­gen, dass die Finger nicht nass wer­den. Schau selbst:

#9: Verwende ungewöhnliche Standflächen

Die Verwendung unge­wöhn­li­cher Standflächen kann Leben in ein Foto brin­gen und Atmosphäre erzeu­gen. Nimm dabei nicht die Gegenstände her, die dir als ers­te ein­fal­len, son­dern ver­wen­de unge­wöhn­li­che Gegenstände, die man übli­cher­wei­se nicht als Ständer ver­wen­den wür­de, etwa eine alte Kiste, ein ande­res Produkt, geo­me­tri­sche Formen oder etwas ande­res digi­tal erzeug­tes. Inspiration fin­dest du hier:

#10: Reichere deine Bilder mit Persönlichkeit an

Vermenschlichung ist eine gute Methode, Produkte begeh­rens­wer­ter erschei­nen zu las­sen. Dabei erzählst du im bes­ten Fall noch eine Geschichte. Um erfolg­reich zu sein, musst du genau wis­sen, was das zu foto­gra­fie­ren­de Produkt ein­zig­ar­tig macht und von den Wettbewerbern absetzt. Im Anschluss setzt du genau die­sen Aspekt foto­gra­fisch um. Die fol­gen­den Bilder zei­gen jeden­falls Persönlichkeit:

Hast du wei­te­re Tipps für die Erstellung unge­wöhn­li­cher Produktfotos? Dann tei­le sie bit­te mit uns in den Kommentaren!

(Der Beitrag erschien erst­mals am 23. September 2013 und wird seit­dem regel­mä­ßig aktua­li­siert, zuletzt am 31. Januar 2019)

Tara Hornor

Tara Hornor schreibt vornehmlich über Marketing, Werbung und Markengestaltung, aber auch über Web- und Grafikdesign, sowie Fotografie. Gemeinsam mit ihrem Ehemann betreibt sie die Creative Content Experts, eine kreative Textagentur in den Vereinigten Staaten. Folgen Sie @TaraHornor auf Twitter, wo sie einen steten Fluss an Informationen von sich gibt...

2 Kommentare

  1. Super Beitrag und tol­le Bilder. Gut um sich neue Ideen für das nächs­te Shooting zu holen.
    Wie Jörg aber schon sag­te sind sol­che Aufnahmen natür­lich sehr pro­fes­sio­nell erstellt und nicht wirk­lich für Anfänger.
    Trotzdem super um sich inspi­rie­ren zu las­sen – ob Anfänger oder Profi.
    Gruß
    Daniel

  2. Naja, sind schon net­te Tipps …
    Allerdings han­delt es sich bei den Beispielen um pro­fes­sio­nel­le Aufnahmen und die unter­schei­den sich nicht nur durch die “Tipps” von der grau­en Masse, son­dern viel­mehr durch eine aus­ge­zeich­ne­te Beleuchtung. Vor allem im Produktbereich ist das Licht der aus­schlag­ge­ben­de Faktor. Und das schafft man sich nicht ein­fach mal “auf die Schnelle drauf”. Isso.
    Gruß Jörg, Werbefotograf

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