Dieter Petereit 25. März 2009

T-Mobile G1 vs. Nokia E71 oder: Android vs. S60

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Vor einigen Wochen hatte ich mir ein T-Mobile G1 gekauft und bereits nach wenigen Tagen hier bei Dr. Web recht kritisch darüber berichtet. Weil ich ein zäher Bursche bin, nutzte ich das G1 trotz seiner vielen Schwächen weiter. Dabei war ich getrieben von der Hoffnung, dass sich der ein oder andere gefühlte Mangel letztlich über einen Gewöhnungseffekt verabschieden würde. Man will ja auch mit der Zeit gehen. Gestern habe ich mein G1 endgültig abgeschaltet und mein Nokia E71 wieder in Betrieb genommen. Das aktuelle G1 ist eine reine Konzeptstudie, für die man angesichts des google-typischen Betastatus einfach zuviel Geld bezahlen muss.

Ich will mich nicht ausführlich wiederholen, deshalb empfehle ich allen Leserinnen und Lesern als Einstieg meinen ersten Beitrag zu G1 von vor einigen Wochen. Etliche Mängel hatte ich aufgezählt, woraufhin mich Leute unterschiedlicher Motivation mehr oder weniger direkt angriffen. In der Folgezeit stellte ich fest, dass verschiedene Mängel sporadisch waren. Sprich, manchmal traten sie auf, manchmal nicht. Nach einer Weile musste ich überdies das Handy neu initialisieren, um Zugriff auf meine geschäftlichen Kontaktdaten zu erhalten. Man bedenke, das G1 ist nicht mandantenfähig. Nach der Neuinitialisierung funktionierte dann auch in meinem Handy der Zugriff auf die Kontaktdaten aus der SMS/MMS-Anwendung heraus. Dafür funktionierte die Bluetooth-Anbindung an meine Freisprecheinrichtung im Auto nicht mehr und auch kein anderes Gerät konnte sich mit meinem G1 per Bluetooth verbinden.

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Schaltete ich Bluetooth oder GPS oder WLAN, schlimmstenfalls alle drei Module an, reduzierte sich die Akkulaufzeit auf wenige Stunden. Zuletzt habe ich das Gerät drei Mal am Tag an das Stromnetz hängen müssen. Das Knirschen und Knarzen am Gehäuse des G1 verstärkte sich. Das hatte zwar keine funktionalen Auswirkungen, ließ mich jedoch mit dem Gefühl zurück, ein billiges Stück Plastik in der Hand zu halten. Der Zugriff auf nicht Gmail-E-Mailkonten per IMAP funktionierte überhaupt nicht mehr. Stets trat ein Verbindungsfehler auf, der sich leider nicht näher definierte. An den Einstellungen lag es jedenfalls nicht. Gegoogle bestätigte mir, dass das Problem keinesfalls selten ist. WLAN-Netze wurden nicht zuverlässig gefunden, bisweilen behauptete das G1 hartnäckig, es sei kein einziges WLAN in Reichweite, obschon ich neben der Fritzbox stand, während es sich an anderen Tagen sofort einbuchte. Als dann auch noch die Rufsignalisierung insofern Zicken machte, als des Öfteren bereits nach dem ersten Klingeln ein Anruf in Abwesenheit generiert wurde, hatte ich genug. Ich zog die SIM aus dem G1 und steckte sie zurück in mein Nokia E71.

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Wie konnte ich dieses solide wertige Stück Business-Handy nur jemals gegen das G1 tauschen wollen? Nicht nur ist das E71 wesentlich leichter, es ist größtenteils aus Metall, es verfügt über einen 1500 mAh-Akku und hat ansonsten nahezu alle Features des G1 mit Ausnahme des Kompass, des Lagesensors und des Touchscreen. Zudem gibt es auch für das S60-Betriebssystem haufenweise freie Software. Leider noch nicht in so einem schönen App Market wie im iPhone oder bei Android. Hier wird der Nokia OVI Market, der im Mai starten soll, sicher Abhilfe schaffen.

In der Tat sind es die zusätzlichen Anwendungen, die Android seinen Reiz verleihen. Übersichtlich, über ein simples Interface zu sichten und genauso simpel zu installieren, heben sie den Nutzwert des Gerätes deutlich. Schade nur, dass Bezahlapplikationen für deutsche G1er unsichtbar sind, respektive werden, sobald eine zuvor freie Version von ihrem Programmierer auf kostenpflichtig geändert wird. Plötzlich stehen einem nützliche Anwendungen wie Greed oder Power Manager in Deutschland nicht mehr zur Verfügung. Blöd, wenn man, wie ich, sein G1 reinitialisieren musste und danach seinen Anwendungspool wieder herstellen will. Glücklicherweise hatte der Programmierer des GReader-Apps „Greed“ ein Einsehen mit meiner Not und stellte auf Nachfrage eine abgespeckte Version seines Programms wieder kostenfrei zur Verfügung. Ich hätte ja auch bezahlt, aber diese Möglichkeit haben deutsche User derzeit zumindest noch nicht.

Die im Standardleistungsumfang des G1 befindlichen Applikationen sind weit weniger interessant als die über den Android-Market erhältlichen Anwendungen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Leistungsumfang des E71 respektive des S60 deutlich voluminöser ist als derjenige des G1. Denn auch das E71 kann mit Anwendungen erweitert werden. Hier eine kleine Gegenüberstellung des Systeme, auch und besonders mit Blick auf Google-Dienste:

G1/Android E71/S60
Gmail ist nativer Bestandteil des Systems. Es kann aber nur ein Konto bedient werden. Wer privat ein Gmail- und geschäftlich ein Apps-Konto hat,
schaut in die Röhre. Der Gmailclient kann HTML-Mails darstellen.
Google bietet Mobile Gmail zum Download auch für S60. Damit ist es möglich, gleichzeitig bis zu 5 Gmail- oder Appskonten zu verwalten und per Menü zwischen den Konten zu wechseln. Mobile Gmail kann allerdings derzeit noch kein HTML.
Andere E-Mailkonten werden prinzipiell über einen weiteren E-Mailclient abgerufen. Derzeit hat dieser jedoch bekannte Probleme mit IMAP, die bislang nicht behoben sind. Überdies ist die Darstellung optisch nicht eben überzeugend. Im E71 findet sich ein E-Mailclient für beliebige Konten, der allerdings optisch ebensowenig überzeugend ist wie derjenige des G1. Allerdings bietet Nokia eine Anwendung namens Messaging, mit dessen Hilfe nicht nur Pushmail möglich wird, sondern auch der Abruf von HTML-Mails.
GCalendar ist integraler Bestandteil des Systems und kann in beide Richtungen nahtlos verwendet werden. Alle Kalender im verbundenen Googlekonto sind auswählbar. Für S60 gab es zunächst auch die Möglichkeit, den GCalendar per Google Sync auf dem Stand zu halten. Aus irgendeinem Grund (Android?) hat Google den Kalender wieder aus dem Sync entfernt. Nach wie vor gibt es jedoch GCal oder CalSyncS60. Während GCal ein eigenständiger Client ist, mit dem man auf all seine Kalender Zugriff nehmen kann, konzentriert sich CalSync darauf, den Haupt-GCalendar mit der Kalenderanwendung im Telefon zu synchronisieren.
Die Kontakteanwendung greift auf die Kontakte, die im verbundenen Google-Konto hinterlegt sind, zu. Es ist nicht möglich, einen anderen Herkunftsbereich oder ein anderes Googlekonto zu definieren.

Die Einbindung in Unternehmenslösungen, wie Exchange oder Notes ist nicht möglich.

Unter S60 verwendet man Google Sync, dessen Einstellungen hier sehr schön illustriert geschildert werden.

Weitergehende Bedarfe werden nach der Installation von Mail for Exchange gedeckt. Sowohl in Unternehmen, wie auch unter Verwendung von Google, da Google kürzlich Active Sync lizenziert hat.

Das G1 bietet keinen PDF-Reader. Workaround: PDF an das Hauptgmailkonto senden und von dort aus mit dem HTML-Viewer öffnen. Das E71 hat einen Adobe PDF-Reader an Bord.
Die Kamera ist hinreichend brauchbar. Eine Verbindung zu Picasa ist über eine App aus dem Market nachrüstbar. Die Kamera ist ebenfalls ausreichend. Eine Verbindung zu Flickr ist Bestandteil des Systems. Von Picasa existiert seit letztem Jahr eine S60-optimierte Version für den Webkit-Browser.
Der G1-Browser basiert auf Chrome. Der E71-Browser basiert – wie Safari – auf Webkit .
Ein Datenabgleich mit dem PC ist nicht vorgesehen. Das mitgelieferte USB-Kabel dient im Wesentlichen zum Laden des Akku. Für den Datenabgleich mit dem PC existiert eine leistungsfähige Lösung namens PC Suite , die beständig fortentwickelt wird.
Das G1 kann nicht als Funkmodem verwendet werden. Das E71 kann als Funkmodem verwendet werden.
Das G1 bietet Zugriff auf Google Text & Tabellen als Onlineofficeanwendung.Eine Offlineanwendung gibt es nicht, allerdings soll QuickOffice an einer Androidversion arbeiten. Das E71 wird mit einer Lizenz von Quickoffice ausgeliefert, womit es möglich ist, Tabellen, Texte und Präsentationen offline zu erstellen. Seit kurzem ist es möglich, auch Dokumente aus Google Text & Tabellen im WebKit-Browser des E71 zu bearbeiten.
Freunde des Google Reader laden sich Greed aus dem Android Market herunter. Das Google-Konto kann frei eingestellt werden. Für den WebKit-Browser gibt es optimierte Darstellungen etlicher Google Dienste , darunter auch GReader.Einen echten Client für den GReader gibt es derzeit nicht. Allerdings gibt es NewsGator Go! .
Opera Mini gibt es für Android. Opera Mini gibt es für E71.
Twitterfans laden Twidroid aus dem Market. E71-User werden sich für Twim entscheiden.
Last.FM bietet eine Android-App, die ich allerdings im Market nicht finden konnte. Last.FM nutzt man auf dem E71 komfortabel mit dem Mobbler .
Facebook-Nutzer sind mit der vorhandenen Androidlösung nicht zufrieden. Facebook selbst hat wohl wenig Lust, Google zu bedienen. E71-Nutzer sollten sich diesbezüglich einmal Fring anschauen.
Sportler könnten sich für den Buddy Runner interessieren. Buddy Runner greift auf das integrierte GPS-Modul zu. Auf dem E71 ist der Nokia Sportstracker ein sportlicher Begleiter. Sportstracker greift auf das integrierte GPS-Modul zu.
Google Maps mitsamt Positionsbestimmung und Latitude gehört zum System. Google Maps mitsamt Positionsbestimmung und Latitude kann kostenfrei herunter geladen werden.
Der MP3-Player-Part des G1 ist nicht schlechter als bei jedem anderen Handy auch. Dass das G1 lediglich über einen MiniUSB-Ausgang verfügt, schränkt allerdings Zubehörverwendbarkeit arg ein. MP3s können nicht gestoppt werden. Sowohl der interne Lautsprecher, wie auch der Kopfhörerausgang lassen klanglich nichts zu wünschen übrig. Die MP3-Verwaltung ist intuitiv. MP3s können auch gestoppt werden.
Das G1 hat eine YouTube-App an Bord. Das E71 spielt YouTube-Videos aus dem Browser heraus, kann dabei aber auch in den Vollbildmodus geschaltet werden.
Für das G1 gibt es keinen Flashplayer. Adobe hat allerdings angekündigt, dass es irgendwann einen geben wird. Für S60 gibt es einen Flashplayer.
Das G1 kostet derzeit ohne Vertrag rund 360 Euro. Das E71 kostet aktuell ohne Vertrag rund 330 Euro.

Und weiter? Das G1 hat eine spektakuläre Anwendung, die es sonst in dieser Form nur noch für das iPhone gibt, nämlich Shazam. Sie erkennen einen Song nicht? Halten Sie Ihr Handy an den Lautsprecher und lassen Sie Shazam den Song für Sie benennen. Wirklich großartig und leider für andere Handys nur in den UK kostenpflichtig erhältlich. Ebenfalls einzigartig auf Android ist Wikitude, eine Anwendung, die einem in Kameraview nützliche Informationen zu Sehenswürdigkeiten einblendet, die Sie gerade betrachten. Allerdings, wann braucht man das? Von dieser Sorte Virtual-Real-Life-Mashups gibt es noch ein paar (zum Beispiel Breadcrumbz), deren Nutzung allerdings auf dem derzeitigen Stand der Gerätetechnik das ständige Mitführen mehrerer Ersatzakkus bedingen würde.

Ansonsten bietet das E71 über das bereits genannte hinaus Spracherkennung, Sprachausgabe ankommender Anrufer, einen Podcast-Reader, ein Radio, ein Internetradio, einen Real Player, ausgefeilte Profile und Modi, SIP-Telefonie, MobileTV und Navigation beispielsweise per Nokia Maps, sowie einige Spiele. Wie das G1 verfügt das E71 über eine QWERTZ-Tastatur, die beim E71 sogar angenehmer zu bedienen ist. Einen Touchscreen hat das E71 allerdings nicht zu bieten. Nachdem in den letzten Wochen ein kleines Lederläppchen zu meinem ständigen Begleiter geworden war, empfinde ich diesen Umstand jedoch mittlerweile als Vorteil.

Im Ergebnis ist das E71 auf der Basis des S60 3rd Edition für mich klar das professionellere, brauchbarere Telefon. Das G1 ist eine interessante Konzeptstudie, die zeigt, wohin die Handynutzung in der Zukunft gehen könnte. Leider haben die Ingenieure vergessen, dass ein Handy auch im Hier und Jetzt überzeugend funktionieren muss. Was nützt es, wenn ich mir „Schloss Neuschwanstein“ im Handydisplay erklären lassen kann, aber im Auto nicht einmal die Freisprecheinrichtung funktioniert und mein Notebook eine eigene Hardware benötigt, um online zu gehen? Um nur zwei gravierende Nachteile zu wiederholen…

Ich jedenfalls bin erst einmal geläutert und reumütig zu meinem Nokia zurück geschlichen. Wenn der OVI Store für Nokia online geht, werden die Massen sicherlich sehen, dass auch für S60 Applikationen in großer Zahl existieren und entwickelt werden. Letztlich werden viele Anwendungen erst durch eine zentrale Anlaufstelle überhaupt sichtbar, was auch die Attraktivität steigern wird, für diese Plattform zu entwickeln, speziell im Bereich der Bezahlsoftware. Hätte Android seinen Market nicht, man würde das Gerät für unbrauchbar erklären. Denn nicht jeder ist willens und/oder in der Lage (im Sinne von Recherchestrategien), das Internet zu durchsurfen, um sich nützliche Lösungen für sein Mobiltelefon mühsam von Hand zusammen zu suchen. ™

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

23 Kommentare

  1. > Das G1 hat eine spektakuläre Anwendung, die es
    > sonst in dieser Form nur noch für das iPhone gibt,
    > nämlich Shazam. Sie erkennen einen Song nicht?
    > Halten Sie Ihr Handy an den Lautsprecher und
    > lassen Sie Shazam den Song für Sie benennen“

    Nicht ganz korrekt. SonyEricsson hat genau das Gleiche schon seit einigen Jahren unter dem Namen „TrackID“. Ich meine das war sogar auf dem ollen K750i (2005) schon Standard…

  2. @JohnDoe: Ein „Sync-over-the-air“ mit den google-Kontakten kann das E71, wie oben beschrieben, natürlich auch. Sogar unter Verwendung der Googleserver.

    Den internen Browser als unbrauchbar zu bezeichnen, ist insofern gewagt, als es sich um Webkit handelt, auf dem auch Safari und der iPhone-Browser basieren…

    Der Market ist natürlich ein Vorteil. Warten auf OVI.

    Auch richtig: Das G1 ist für den PRIVATanwender die bessere Wahl. Man kann einfach besser damit spielen. Aber eben nicht arbeiten.

  3. Habe vorm Kauf auch ausführlich diesen bericht gelesen. Danke dafür. Habe zuerst das E71 gekauft (war beim Vertrag dabei) und dann auch noch das G1 getestet.

    Und ich muss sagen, mein Fazit wäre genau andersrum als beim Autor hier.

    Das E71 wirkt wie ein Handy aus ~ 1998 in das man einfach eine Unmenge an Features reingepackt hat ohne wirklich sich mal Gedanken Layout-Anforderungen eines modernen Handy-BS zu machen. Die Hardware wirkt zwar recht solide und hübsch metallisch, aber der Nutze eines Smartphonses wird doch zunehmend über seine inneren Werte definiert.

    Und da ist gerade für Privat-user (ohne Unternehmens-Exchange oder Blackberry-Option), die Welt der google Apps der Hammer. Beim ersten einloggen hatte ich sofort sämtliche Termine/Kontakte/Mails am Handy. Ein Traum. Vor allem da ich privat überwiegend Linux nutze und mich nicht mit einer popeligen „Nokia-Suite“ rumquälen will. Ein Sync over-the-air bietet da einiges mehr an Komfort und man ist wirklich IMMER gesynct.

    Beim E71 liese sich zwar auch so einiges Google-mäßiges nachrüsten aber die Integrtation der einzelenen Services (und auch die Stabilität) kann nicht mit dem G1 mithalten.

    Auch die erweiterungsmöglichkeiten sind via Android-Market 100mal einfacher als sich durch x-Webseiten (vielleicht noch am unbbrauchbaren internen Browser des E71) zu quälen auf der Suche nach einer Applikation für das E71.

    Zwei Dinge kann das E71 aber defintiv besser. Erstens der Akku. Mit 1500mAh hat man da die Nase vorne. Zweitens, die Verwendung als Funkmodem. (Unter Ubuntu 8.10) einfach anstecken und lossurfen. So solls sein. Aber Android wird hier hoffentlich bald nachziehen.

    Trotzdem finde ich auch die Hardware des G1 ganz brauchbar, ein bisschen erinnert es mich an den charme meines geliebten Thinkpad. Muss man halt mögen.

    Die Entscheidung Pro-G1 war aber defintiv wegen Android und die Möglichkeiten die einem dieses System in Verbindung mit modernen Hardware bietet.

    Als Fazit könnte man also sagen: „It’s the software stupid.“

  4. Also ich verstehe nicht das warum die meisten Leute immer erwarten das Programme in der 1. Version immer komplett fertig sind.
    Programme & Hardware müssen halt reifen.
    Gute Beispiele sind:
    Windows Vista
    Firefox 3
    usw.
    Praktisch bei jeder Software & Hardware die neu auf denn Markt kommt wird man etwas finden Fehler oder Lücken finden.
    Der Vorteil bei Software ist doch das man durch Updates die meisten Probleme beheben kann.

    zum G1:
    Natürlich wird das G1 kein Designaward gewinnen, das wird jedem klar sein.
    Ich habe jetzt schon in mehreren Tests gelesen dass das G1 in Natura besser aussieht als auf denn Produktfotos.
    Außerdem finde ich die Ausstattung besser als beim Iphone.
    Trackball, Tastatur und Touchscreen, was will man mehr?
    Besonders die Tastatur finde ich praktisch da, jedenfalls ich, nicht grade schnell auf dem Touchscreen schreibe.

  5. Hey,

    einige Sachen kann ich ja nachvollziehen, aber als langjähriger WM-User (Windows Mobile) finde ich das G1 + Android einfach genial. Es ist schnell, einfach zu bedienen und das aktuelle Programmangebot für Otto-Normal-Verbraucher mehr als ausreichend. Die Nutzung im Businessbereich benötigt wohl noch etwas Zeit, aber das kommt noch 😉
    Android wird auf alle Fälle ein Problem für WM, da bin ich sicher 🙂
    Ich bin auf alle Fälle „infiziert“ :-))

    Gruß Winne

  6. Typische Kinderkrankheiten neuer Geräte. Es ist generell falsch, die erste Version eines solchen Gerätes zu kaufen. Die zweite oderdritte Generation ist zumeist besser und billiger, siehe I-Phone, I-Pod, Amazon Reader.

  7. Da ich mit dem Gedanken spiele mir ein Handy zu besorgen, welches mir wirklich das mobile Internet bietet, verfolge ich seit Monaten unzählige Vergleiche und Erfahrungsberichte. Wenn wir mal ehrlich sind, ist es eigentlich die reine Frage nach der Nutzungsart. Ich hör immer, dass G1 ist überhaupt nicht Business-tauglich! Dito beim iPhone! Na und? Das war doch auch nicht beabsichtigt! Es liegt doch auf der Hand, dass Modelle wie das iPhone oder das G1 für internetaffine und technikbegeisterte PRIVATANWENDER ausgelegt sind!

    Aber wisst ihr was mich ganz einfach am MEISTEN STÖRT? Das sind die dreisten Tarife, welche hierzu angeboten werden. Leider gehe ich nicht davon aus, dass sich diese bald ändern. Auch beim Kauf eines Magic von Vodafone wird man wohl genau so tief in die Tasche greifen müssen. „Das mobile Internet in deiner Hand!“ pah! Das ich nicht lache, für mindestens 24 oder 29 TEUROS/Mon gibts lächerliche 200MB!

    @cekay: Das isses was mich im Moment noch davon abhält ein G1 zu holen… 24 Monate Knechtschaft bei solchen Preisen!

  8. Ich finde den Artikel nicht so gut, da ich denke das die Platform ‚drweb‘ sich auf Webdesign/-technik fokusieren sollte.
    Überhaupt finde ich den Handywahn total daneben, da wir uns sozial von einer verantwortungsbewussten Gesellschaft entfernen. Nur die wenigsten Wissen das ein Handy, wenn es entsorgt wird, oftmals in Indiens Strukturschwachen Gebieten landet, wo die Edelmetalle mit hochgiftigen/-toxischen Chemikalien, von Menschen die verzweifelt sind, aufgelöst werden. Letztenendes wird auch hier die Natur zerstört, und der Markt und die Werbung tun ihr bestes, dies zu verschleiern, damit der Kreislauf des Wegwerf und Neuanschaffungskonsums weiterhin am Leben erhalten wird.
    Apropos Leben… auch bei der Produktion von Handys ist es nicht besser, wobei sprichwörtlich Blut an diesen Mobilfungeräten klebt, die wir uns so sorglos in die Tasche oder ins Hemd stecken. Bei der Förderung von seltenen Resourcen, die für die Herstellung einzelner Komponenten erforderlich sind, werden oftmals Kinder eingesetzt, nachdem man Ihre Eltern erpresst oder erschossen hat. In solchen Gebieten voller Verzweiflung und Armut, tobt oft ein grausamer Krieg, der durch die unkontollierte Abnahme von Resourcen, seitens der Mobilfunkgerätehersteller auf Jahrzehnte schon aufrecht erhalten wird, da das Geld bei den lokalen Anführer terrorisierender Gruppen landet, die das Geld für Waffen einsetzen. Auch nach öffentlichem Druck wurden bisher nur unzureichende bis keine Maßnahmen seitens der Abnehmenden Länder bzw. Industrien getroffen, um dieses zu unterbinden.
    Der Einkaufspreis dieser Resourcen ist durch die Unterdrückung und Versklavung der Kinderarbeiter sehr niedrig, was natürlich die Abnehmer erfreut, die von diesem unhaltbaren Zuständen oftmals keine Kenntnisse haben und sich auch nicht informieren lassen wollen – Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen wollen… und die Kunden oftmals nichts Wissen wollen.

  9. Schöner Artikel. Ich selbst bin Besitzer eines G1 und mich nerven auch einige sachen, allerdings bin ich nun 2 Jahre gebunden und um es rumliegen zu lassen, wäre es 1. zu schade und ein 2. kann ich mir nicht leisten.
    Mich nervt die tatsache das der Akku so schnell leer ist auch sehr und das man keine Möglichkeit hat seinen eigenen Kopfhörer (oder sogar de Alage) über einen Klinkenstecker anzuschliessen.

    – Last.fm wird bald nicht mehr über Handy streambar sein (news gibts seit 24.03.2009)
    – Wer unbedingt eine Facebook app braucht, kann mit dem Browser auch auf http://iphone.facebook.com gehen
    – midomi heisst die absolut geniale Antwort zu Shazam (http://www.youtube.com/watch?v=1n4M83C7ijw) vielleicht kommt das ja mal fürs G1
    – das mit dem Funk hab ich nicht ganz verstanden, jedenfalls gibt es tricks um das g1 als einwahl ins internet (wie ein modem) am Notebook einzurichten

  10. @Tim: Wirklich irre, dass das iPhone immer noch diese Preise ohne Vertrag erzielt. Unglaublich geradezu.

    Dass sich alles auf Androin und iPhone fokussieren wird, glaube ich allerdings nicht. Bei beiden Systemen steht allzu deutlich der Spaßfaktor im Vordergrund. Leute, die das Handy geschäftlich brauchen, werden eher bei S60 bedient.

  11. Naja, ich kann die Kritik am G1 verstehen, aber Leute, was will man erwarten von einem grundauf neuem Betriebsystem?

    Apple hat mit gänzlich neuen Produkten Probleme, Microsoft sowieso… bei Android ist es nicht anders. Und das G1 ist gerade mal ein paar Monate alt.

    Es wird mindestens noch 6 Monate dauern bis alles so läuft wie es soll und natürlich auch deutsche Besitzer in ein paar tagen „Paid Apps“ bekommen.

    Ab da an wird sich alles ändern, denn wenn die Paid Apps kommen, werden zwar auch tausende „blödsinnige“ Apps kommen, aber auch sehr gute Apps für die man ein paar Euro bezahlen muß. Und dann hat auch Dieter Petereit keinen großen Grund das G1 in die Ecke zu werden, zumal bis dahin auch zig neue Android Handys auf dem Markt sein werden.

    Spätestens dann haben die anderen Betriebsysteme auf dem Markt ausgedient und es wird hauptsäschlcih nur noch iPhone und Android geben.

    Ps.: das G1 gibt es jetzt schon für 299€ ohne Vertrag frei zu kaufen. Das iPhone liegt leider immer noch bei ca. 650€

  12. @ Helen

    immer fleißig anti was? Warum bist du gegen ein Gmail Konto? Ich habe bisher keinen EMail Dienst gesehen der mir das bietet was Google bietet und das ganze auch noch für null cent. Aber bestimmt ist dein Leben so wichtig das Google unbedingt alles über dich wissen muss. Verfolgungswahn ist schon ne feine Sache was?

    Ich kann nur sagen das ich immer noch zufrieden bin mit meinem G1 und das auch alles läuft soweit. In zwei Punkten muss ich aber recht geben:

    Das Gehäuse Knarren und Knarzen ist wirklich schade. Und ich vermisse eine klare Designlinie der Programme.

    Aber ich wusste das ich ein „BETA“ Tester bin wenn ich das Handy kaufe und habe auch kein Problem damit 🙂

  13. Welche Fixierung auf Vergnügung ist denn beim iPhone gemeint? Ich habe Mail, Browser, Kalender, Budgetverwaltung, Wiegeprogramm, Fitnessplaner, Mindmap-Programm, Wikipedia-Programm, RSS-Reader, Podcasts, Google Analytics, Offline-Übersetzungsprogramm, Dateiverwaltung und Dateiviewer, Tabellenkalkulation, Outliner usw.

    Gerade im AppStore finden sich noch etliche weitere Perlen, die tiefer in die Geschäftswelt eintauchen und bei der täglichen Arbeit helfen – wenn man mal von einem brauchbaren Mini-Office absieht (http://www.theiphoneblog.com/2008/09/17/documents-to-go-is-coming-to-the-iphone/ ).

    Dass das iPhone zufällig noch ein Youtube-Programm hat (was ich nie nutze) oder Videos abspielen kann ist mir recht egal bzw. behindert ja nicht die anderen Dinge, die man damit machen kann.

  14. Die Artikel sind gut, weil sie sich von dem Servicejournalistenmist unterscheiden!

    Die Songerkennung ist ja ein sehr alter Hut. Ich hatte um die Jahrtausendwende ein billiges Vodaphone-Handy. Da rief man eine Nummer an, und wenn die den Song erkannte (was sie eigentlich immer tat), zahlte man einen kleinen Betrag. Mißerfolg war kostenlos. Aber schön, dass Apple die Songerkennung zum zehnten Jahrestag neu erfindet!

    Als Eleven-nine-Early-Adaptor des iPhone habe ich neulich gekündigt, um mir im November anzusehen, welches SmartPhone ich möchte. Das Telekomfräulein, die nur für für iPhone-Vips wie mich zuständig ist, behauptete ich könne das iPhone 3 (drei!) gerne schon vorbestellen. Das komme in Kürze, also im Sommer mit dem neuen OS.

    Was mich am iPhone immer gestört hat, ist diese Fixierung auf Vergnügung, die Erwachsene langweilt (Youtube u. dergl.), wenn Sie Geschäftskram machen wollen oder wirklich Kreatives und nicht nur Pseudokreatives à la Apple. Eigentlich bin ich mit dem iPhone nicht unzufrieden. Es ist wirklich der erste COmputer, mit dem ich mit einem Tastendruck meine Mails am anderen Ende der welt fernab de Zivilisation abrufen konnte. Mein dreitausend Euro teures Notebook hat das nicht geschafft.

    Das Googlephone-UI sieht leider ziemlich schrottig aus, und ich würde auch nie im Leben ein Gmail-Konto eröffnen oder gar den Googlebrowser installieren. Wenn ich das dämliche Blau sehe, wird mir gleich schlecht.

  15. Herzlichen Dank für diesen Testbericht. Es hat schon in den Fingern gejuckt, nun auch auf der Telefonseite endlich mal zu modernisieren. Aber ich bleibe jetzt doch bei meinem 4 Jahre alten Siemens und für das gesparte Geld suche ich mir lieber ein passendes Netbook.

    Nur mal ein kleiner Tipp: Wir sind hier bei Dr.Web, wie arbeiten denn die Browser in den neuen Handys, wie kommen sie mit starren bzw. liquiden Layouts zurecht oder gibt es andere Sachen, die man bei diesen Geräten beachten sollte? Da würde ich mir mehr Erfahrungstipps wünschen, nicht jeder hat 30 Handys rumliegen… 😉

    LG,
    Jens

  16. Wieso brauchst Du Hardware, um mit Deinem Laptop und einem G1 online zu gehen? Da gibt es aber mindests zwei Lösungen, nur so mal zu Deinen gravierenden Mängeln. Also, ich besitze auch das E71, das iPhone und auch das G1. Wo das E71 bei mir liegt, habe ich inzwischen vergessen, ich wechsel ab und an noch zwsichen iPhone und G1 (und ich besitze 30 Nokias…).
    Oliver

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