Dieter Petereit 27. Juni 2017

Storytelling killt Design: Kein Bild sagt mehr als tausend Worte

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Das Zeitalter des visuellen Designs bewegt sich auf sein Ende zu. In der Zukunft besteht die Schönheit eines Designs nur noch in seiner Bedienbarkeit, nicht mehr in seiner Optik. Designer werden dennoch weiterhin gebraucht.

Allerdings werden es keine Grafik-Designer mehr sein, sondern reine UX-Designer. Dass sie nicht mehr mit dem Medium Grafik, sondern mit Worten arbeiten werden, ist dabei nur ein Detail. Sie werden sich daran gewöhnen. Grafik-Designer sollten sich beeilen, auf den bereits gestarteten Zug aufzuspringen oder ihr Heil in den Printmedien suchen. Webdesign, wie wir es aus den letzten zwanzig Jahren kennen, wird weitgehend verschwinden.

Conversational Interfaces sind die Schnittstelle der Zukunft

Das ist im Grunde wenig überraschend, wenn wir uns anschauen, wohin die Reise geht. Die Zukunft liegt nämlich eindeutig bei den sogenannten Conversational Interfaces, also Benutzerschnittstellen, die auf der Basis eines Gesprächs funktionieren. Hier kommen Apps ins Spiel, die in der Lage sind, direkt auf Nutzereingaben zu reagieren.

Dabei kann es sich um Schnittstellen handeln, die auf getippte Eingaben in natürlicher Sprache reagieren oder solche, die direkt natürliche Sprache in gesprochener Form verstehen. Das Gerät, das diesen Paradigmenwandel als erstes erleben und beschleunigen wird, ist das Smartphone.

Chat-Bots und Sprach-Assistenten: Visuelle Interfaces sind überflüssig

Hier verwenden wir bereits Apps wie WhatsApp. Die gute alte SMS haben diese modernen Messenger längst hinter sich gelassen. Der nächste Schritt auf diesem Weg sind die bereits vielfach verfügbaren Chatbots. Dabei handelt es sich um Programme, die auf deine Eingaben reagieren und sie in Handlungen umsetzen. Dabei fühlt sich die Interaktion an wie eine Konversation. Es gibt keine Schwellen mehr. Wir können unsere älteste Interaktionsmöglichkeit nutzen. Wann immer wir das tun können, werden wir es auch tun.

Ebenfalls im Aufwind befinden sich die sich rasant fortentwickelnden Sprachassistenten. In ihren neuesten Generationen bieten sie schon Funktionen, für die wir vormals einen Reigen von Apps bemühen mussten. Heutzutage kannst du dir schon Taxis per Siri bestellen oder deine Lieblings-Fitness-App steuern. Nachdem Apple seinen Sprachassistenten für Dritt-Anbieter via SiriKit geöffnet hat, ist mit einem rasant steigenden Skillset des kleinen Sprachverarbeiters zu rechnen. In die gleiche Kerbe schlagen der Google Assistant, Cortana von Microsoft und Alexa von Amazon, sowie der nur in der Ankündigung existente Samsung-Assistent namens Bixby.

Egal ob Chat oder Sprache oder beides, Grundlage der Aktion ist das geschriebene oder gesprochene Wort. Ein visuelles Interface ist dafür nicht nur nicht erforderlich, es existiert gleich gar nicht.

Schnelles Internet und schnelle Prozessoren beschleunigen die Entwicklung

Wieso jetzt und nicht schon früher? Diese Frage ist berechtigt, denn immerhin sprechen wir schon viel länger als wir Apps benutzen. Die Antwort ist indes recht einfach. Um Interaktionen auf der Basis von Sprache auszulösen, sind leistungsfähige Rechner und schnelle Internet-Verbindungen erforderlich.

Immerhin erfolgt das Processing der Eingaben stets in der Cloud. Ohne eine schnelle Anbindung braucht die Sprache schlicht zu lange für die Übertragung und ohne schnelle Prozessoren dauert es viel zu lange, um eine sinnvolle Antwort zu berechnen.

Hey, Siri …

Hinzu kommt immer mehr künstliche Intelligenz, da sich die Systeme per Machine Learning stetig selbst verbessern. Auch für diese Technologien kann der Rechner nicht schnell genug sein. In der Vergangenheit hatten wir schlicht die Kapazitäten nicht. Nicht zu vergessen ist zudem der Aspekt, dass mit zunehmend besseren Bedingungen auch die, etwa für Deep Learning, zur Verfügung stehenden Datenmengen stark steigen.

Zum Thema „Künstliche Intelligenz“ interessiert dich vielleicht mein Beitrag für die Kollegen von t3n.

Visuelles Design ist für die Interfaces der Zukunft unwichtig

Was also bleibt vom konventionellen Design unserer Tage? Nicht viel. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir das schon seit einiger Zeit. Wieso werden Designs immer ähnlicher, während Sie Anfang der Nuller noch maximal unterschiedlich waren? Das liegt daran, dass wir uns heutzutage nicht mehr über das Design voneinander abgrenzen, sondern über die Funktionalität.

Design ist quasi eine Selbstverständlichkeit geworden. Schon jetzt kann Differenzierung nur noch über besonders ausgefeilte Usability, etwa über durchdachte Mikrointeraktionen erfolgen. Auch dieser Trend wird sich indes überflüssig machen, wenn sich Conversational Interfaces auf breiter Front durchgesetzt haben.

Ein Zwischenschritt ist das automatisierte Design, wie es etwa The Grid oder das vor kurzem hier vorgestellte Wix ADI leisten. Wir übergeben dem System Inhalte und es erstellt eine grafische Repräsentation derselben. Das funktioniert durchaus schon nicht schlecht.

Automatisierte Designs könnten auch auf Dauer die Dienstleistung sein, die bestehen bleibt. Immerhin ist nicht jede Website sinnvoll konversationell zu betreiben, respektive dürfte der Aufwand sich für etliche Anbieter gar nicht rechnen.

Wörter waren schon immer und sind künftig erst recht unverzichtbar

Wer schreibt, der bleibt. Das trichterte mir schon meine Oma zu Grundschulzeiten ein. Ich hätte damals nicht gedacht, dass sie sich damit zukünftig noch einmal als visionärer Geist erweisen würde. Fakt ist jedoch, dass es Wörter sind, die die Interfaces der Zukunft formen werden, und zwar ausschließlich Wörter, ganz ohne schmückendes Beiwerk.

Zum einen wird es darum gehen, wie gut der Input interpretiert werden kann. Zum anderen werden sich moderne Interfaces aber auch über ihren Output beurteilen lassen müssen. Wenn du davon einen Eindruck bekommen willst, dann sprich einfach einmal eine beliebige komplexere Anweisung in Siri und danach in den Google Assistant. Da liegen Welten zwischen. Hier muss noch viel passieren, um auch nur zu akzeptablen Ergebnissen zu gelangen, bei denen der Begriff Conversational Interface nicht zu hochtrabend klingt. Erstaunlicherweise ist es nicht die ältere Siri, die diesen Wettbewerb aktuell gewinnt.

Beschränken wir uns aber nicht auf Computer und Smartphones. In Kürze werden wir mit noch weitaus mehr Geräten interagieren können. Mit visuellen Mitteln ist diesem Fortschritt nicht mehr beizukommen. Sprache hingegen funktioniert überall.

Bereite dich jetzt schon auf die Zukunft vor

Noch sind wir nicht an dem Punkt, an welchem du Sprachsteuerungs-Design leisten musst. Auch dabei kann man eine Menge falsch machen. Um Designer kommen wir auch zu diesem Zeitpunkt nicht herum.

Dennoch solltest du dich schon ein bisschen auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten. Das bedeutet zum einen, dass du lernen musst, wie man schreibt. Keine Sorge, das erfordert lediglich viel Praxis. Dass dein Intellekt nicht das Problem ist, leitest du schlicht aus der Tatsache ab, dass visuelles Design auch nicht ohne Gehirn zu machen ist.

Beginne dein nächstes Design nicht ohne, dass du zuvor den Content hast. Lass das Erstellen grafischer Schablonen einfach mal komplett sein. Baue das visuelle Design ganz konsequent aus den zu kommunizierenden Inhalten. So änderst du schrittweise dein Mindset, das dann lautet: Ohne Inhalte geht gar nichts. Und nicht mehr: Ich baue schon mal die Optik.

Ich schätze, wir haben noch gute zehn Jahre, um den Umstieg zu gestalten. Innerhalb dieser zehn Jahre werden wir immer öfter Sprach-Technologien zumindest integrieren müssen. Aber, was sind schon zehn Jahre?

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

24 Kommentare

  1. [quote]Da liegen Welten zwischen.[/quote]
    Ob Programme jemals Sprache korrekt beherrschen, bleibt abzuwarten. Daß Menschen Sprache korrekt beherrschen, bleibt zu hoffen.

  2. Genau. Schließlich hat der Buchdruck und seine Entwicklung ja auch die Illustration überflüssig gemacht. Was für ein Unsinn.

  3. Ich habe den Verdacht, dass mit dieser eher provokanten Darstellung der Zukunft nur eines erreicht werden soll …. eine Antwort aus den Lesern zu pressen. Was sogar mir hier gerade passiert. ;o)
    Da ich gestehen muss, aus meiner Erfahrung und Sicht auf die Menschen, kann ich diesem Artikel aín keinster Weise zustimmen.
    Wie gesagt, ich nehme nicht an, dass der Artikel ernst gemeint ist und aus irgend einer fachlichen Sichtweise korrekt.
    Beschäftigt man sich mit Neuromarketing, und in dem Zusammenhang mit dem Menschen ansich, stellt man leicht fest, dass der menschliche Organismus, speziell unser Wahrnehmungssystem nicht für diese Art der Kommunikationsverarbeitung gemacht ist.
    Nun kommen ganz schlaue und meist selbsternannte Wissenschaftler auf die Bühne, welche obendrein behaupten, der Mensch hätte sich in den letzten zwanzig Jahren sehr verändert. Dies würde bedeuten, die Art und Weise der Sinneswahrnehmung hätte sich geändert. Und das ist großer Unsinn. Eine solche evolutionäre Veränderung dauert nicht 20 Jahre, sondern eher Millionen von Jahren.
    Menschen nehmen im ersten Eindruck in Millisekunden wahr und entscheiden damit, was für sie von bedeutung ist und was eher nicht geeignet erscheint, Bedürfnisse zu befriedigen. Dies funktioniert nach einem uralten biologischen System Limbisches System / Zentral nervensystem) welches mit dem Neocortex nichts zu tun hat. Der Neocortex verarbeitet hingegen vergleichsweise langsam und ist im ersten Eindruck praktisch gar nicht anwesend. Er wird lediglich zur Auswertung und Interpretation der gerade wahrgenommenen Informationen hinzu gezogen und ist für Sprache zuständig.
    Insofern werden vom Organismus immer Bilder, welche in Millisekunden verarbeitet werden können, gegenüber Text bevorzugt werden. Daran wird sich in den kommenden tausenden von Jahren wenig ändern.
    Mein Fazit: Schade um die Zeit, welche es gekostet hat, den obigen Artikel zu entwerfen. Und, schade um die Leser, welche nun schon dabei sind sich einen neuen Job zu suchen.

  4. These: Visuelles Design ist für die Interfaces der Zukunft unwichtig.

    Warum kaufen wir etwas? – Weil wir ein Bedürfnis haben.
    Warum haben wir ein Bedürfnis? – Weil wir etwas regelmäßig sehen.

    Wie lernt unser Gehirn, wie kann es etwas behalten, sich merken?
    In dem es Verknüpfungen herstellt, je mehr Sinne bei der Aufnahme beteiligt sind desto besser.

    Wer schreibt, der bleibt. – Aber nur wenn es jemanden gibt, der es liest.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. – Und dazu noch ein gut gesetzter Text.

    Wenn für Sie Gestaltung ohne Content geht, dann brauchen wir heute auch schon kein visuelles Design.

    Meine Zukunft:
    Neulich wurde hier so ein schöner Kalender vorgestellt. Eine wunderbare Schnittstelle. Ein hauchdünner Bildschirm, den ich zuhause an die Wand hänge. Ein gut gestaltetes Kalenderblatt darauf, in das die ganze Familie ihre Temine über ihre mobiles eintragen kann.

    Ihre Zukunft:
    ?

    Meine Gegenwart:
    Ich sehe auf meinem display alle emails die eingegangen sind (Dauer drei Sekunden) und kann entscheiden, welche in diesem Moment für mich wichtig ist.

    Ihre Gegenwart:
    Sie fragen Ihr Endgerät nach den eingegangenen Emails, nach bestimmten Emails, nach was? Die Frage und die Antwort dazu dauern?

    Antithese: Visuelles Design ist für die Interfaces der Zukunft wichtiger denn je, denn die Anzahl der Schnittstellen nimmt ständig zu und deren Bedienung möchte ich intuitiv begreifen und nicht lange nach der richtigen Frage suchen müssen.

    Viele Grüße, Sabine Kühlkamp

    • Danke für den substanziierten Diskussionsbeitrag. Wünschen würde ich mir die von Ihnen geschilderten Entwicklungen auch. Ich glaube aber, dass die Zukunft so nicht aussieht. Visuelle Interfaces werden sich mindestens weg vom Display bewegen und – wo immer es geht – durch Sprache ersetzt werden.

  5. Sprachliche Eingaben sind bereits von Suchmaschinene übernommen und werden es wohl auch bleiben. Falls ein Online-Anbieter Beratungsservice online anbietet kann Spracheingabe die FAQ ergänzen. Für einfache Firmenpräsenzen, die lediglich einen Leistungsumfang wiedergeben wird das Visuelle auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

  6. ich gehe eine Wette nach Ihrer Wahl ein das es so niemals kommt ! Niemals …

    Was Sie schreiben ist ein Science Fiction Heft .
    Und kein Gutes …

    Ich könnte ganz viele Gegenbeispiele zu jeder Ihrer These beschreiben und jeder Ihrer Visionen wiederlegen . Aber ich bin gerade etwas am designen, fast ganz ohne Text . Drum fehlt mir die Zeit .

    Aber vielleicht kurz zu einem Ihrer Anspielungen auf die Zukunft mit dem aus der Gegenwart :

    Whatts App ? Haben Sie nicht die aktuelle Studie gelesen vor 2 Wochen? Was wird am meisten genutzt oder verschickt über über solche Messenger wie zum Beispiel Whatts App ?

    BILDER

    Aber sonst ganz lustig geschrieben ihr Beitrag !

  7. Ein bisschen extremer Blickwinkel, aber ich denke, die Richtung stimmt. Die Designs werden in Zukunft halt auch ähnlicher, weil die Nutzer nun mal gewisse Verhaltensmuster verinnerlicht haben und abweichende User Interfaces nun mal schlicht zu schlechteren Conversion führt.
    Auch wenn wenige große Portale das Web beherrschen, werden viele kleinere den Weg wagen, sich durch ein abhebendes Design und wer weiß auch ein abweichendes User Interface abzusetzen versuchen und damit aus der Masse herausstechen. Denn wenn 90% gleich aussieht, fällt es umso mehr leichter für die restlichen 10% aus dieser Masse herauszuleuchten.

  8. Schönes Bild-Niveau…

    • Sagt einer von Sinner Schrader? Interessant.

      Ganz abgesehen mal davon: Ich beschreibe hier lediglich eine technische Entwicklung, die sich nicht wird aufhalten lassen. Ich bin weder dafür verantwortlich, noch wünsche ich sie mir herbei.

  9. „In der Zukunft besteht die Schönheit eines Designs nur noch in seiner Bedienbarkeit, nicht mehr in seiner Optik. “

    So ein Schwachsinn. Der Mensch ist ein visuell geprägtes Wesen. Bedienbarkeit wird an Bedeutung überragend zunehmen, doch ohne Optik ist alles nichts … oder grau … oder langweilig.

  10. Naja, also das ist nun wirklich etwas überspitzt. Die Hypothese, dass visuelles Design nur im Print eine Zukunft hat, dürfte spätestens beim Thema Werbung ihre Gültigkeit verlieren. Natürlich braucht man keine „fliegenden Kühe“ bei einer Anwendung. Das war aber auch schon vorher falsch. Die Angemessenheit der Mittel ist nach wie vor wichtig.

  11. Hallo.
    Vielleicht ist der Artikel übertrieben, vielleicht sind es nicht 10 sondern 20 Jahre, bis die großen Konzerne es geschafft habe, jeden kleinsten Teil unserer Privatsphäre zu durchdringen und irgendwelche Endgeräte 24/7 abhören, was wir so machen. Vermutlich wird es passieren, und vermutlich werden die Kinder der heutigen Kinder schon so gleichgeschaltet sein, dass sie das ok finden.

    Das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass Sprachinteraktion das auf die Spitze treibt, was Onlinemarketing angefangen hat, nämlich die Abschaffung von Objektivität. Wenn man in Zukunft per Sprachassistent etwas im Netz sucht, wird in den meisten Fällen genau ein (!) Ergebnis mitgeteilt werden, und zwar genau das des Meistbietenden. Das führt dann zu noch mehr Einfluss der großen Konzerne. Im Grunde ist es (schon heute) fast ein Schutzgeldmodell: Zahle, oder du bist nicht sichtbar.

    Man kann diese Entwicklung natürlich abfeiern. Wie man dafür gestrickt sein muss, erschließt sich mir aber nicht so ganz.

    Grüße
    Markus

    PS: Nach dieser ganzen Schwarzmalerei noch eine ganz praktische Frage: Wir funktioniert Sprachsteuerung, wenn man nicht alleine ist? Also z.B. im Büro, im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln? Im Moment finde ich es noch schwer vorstellbar, dass 1. die Technik es schafft, die richtige Stimme bspw. im Bus herauszufiltern, und dass es 2. tatsächlich praktikabel ist, dass z.B. im Büro jeder mit den Endgeräten über Sprache kommuniziert. Richtig durchsetzen wird sich das doch nur, wenn es tatsächlich so ist, dass jeder die meiste Zeit alleine ist, oder sehe ich das falsch?

    • So wie ich das sehe, ist es schon heute kein Problem, den richtigen Sprecher zu erkennen. Das kann einerseits über die Nähe zum Mikrofon quasi erraten werden, zum anderen gibt es einen ganzen Forschungszweig zum Thema phonetische Sprechererkennung. Ich denke also, dass dieses Problem sich am Ende leicht wird lösen lassen.

      • „So wie ich das sehe, ist es schon heute kein Problem, den richtigen Sprecher zu erkennen.“
        Das erlebe ich aber anders. Die einzige alltägliche Situation, in der ich mit Spracherkennung in Berührung komme, sind ganz profane Service-Hotlines. Und selbst dabei (mit nur einem Sprecher, ohne Störungen) versteht der Computer mich nicht oder falsch, und ich muss die klassische Tasteneingabe benutzen.

        Insgesamt sollte man hierbei aber schon auf dem Teppich bleiben, das was Sie beschreiben ist zwar der feuchte Traum von Google, Amazon und Co., aber bis Spracherkennung flächendeckend eingesetzt wird, werden mit Sicherheit noch weit mehr als 10 Jahre vergehen. Und dass Spracherkennung grafische Interaktion komplett ersetzen wird, halte ich auch für extrem unrealistisch, weil kein gesprochener Satz einfacher ist, als einen Button zu drücken.

      • Ich war zu unkonkret. Ich meinte, dass es schon heute technisch kein Problem ist. Die tatsächliche Umsetzung hinkt ja immer weit hinterher. Ansonsten: Warten wir’s ab.

  12. Ach ja und informieren Sie sich bitte über die Arbeitsweise von Designer vor dem Schreiben solcher Texte. Ohne Inhalt und Funktion kein Design – das ist spätestens seit dem Bauhaus bekannt.

    „Beginne dein nächstes Design nicht ohne, dass du zuvor den Content hast. Lass das Erstellen grafischer Schablonen einfach mal komplett sein. Baue das visuelle Design ganz konsequent aus den zu kommunizierenden Inhalten. So änderst du schrittweise dein Mindset, das dann lautet: Ohne Inhalte geht gar nichts. Und nicht mehr: Ich baue schon mal die Optik.“

    • Haha, lieber Rolf. Da muss ich doch jetzt mal lauthals lachen. Ich arbeite jetzt seit 25 Jahren im Design und Sie wollen mir erzählen, dass es kein Design ohne Inhalte gibt? Muharrharr. Der war gut.

      • Und Sie wollen erzählen, dass Artikel wie diese Siri zukünftig vorliest? Dann kann das Blog schon mal einpacken. Webdesign ist doch nicht nur Gestaltung von Menü und Suchergebnisseite?!

  13. Lieber Autor: Mein Gott was für eine eitle eingeschränkte Sicht auf die Welt. Und was für eine deprimierende. Wir werden als blinde Nacktmule enden, die weder sehen, sich nicht mehr bewegen noch denken müssen. Es lebe die digitale Zukunft! Die Möglichkeiten der Technologie in eine Einbahnstraße gedacht.

  14. „Mit visuellen Mitteln ist diesem Fortschritt nicht mehr beizukommen. Sprache hingegen funktioniert überall.“
    das glaube ich nicht. bilder können eindeutig sein, worte nicht. von den höhlenmalereien bis zu den piktogrammen des letzten jahrhunderts haben bilder geholfen, internationales verständnis zu generieren. ein lächeln in meinem gesicht sagt meinem gegenüber mehr, als ich mit einem satz ausdrücken könnte. und das alles soll in den nächsten 10 jahren durch sprache abgelöst werden?

  15. es wird immer eine grafische komponente der gestaltung von interfaces geben.

    a) weil sie durch regularien in den meisten bereichen immer gefordert werden wird.
    b) weil der mensch ein visuelles wesen ist und auch so lange bleiben wird wie er auf kohlenstoffbasis funktioniert ;-)
    c) weil die komplexität von interfaces weiter zunimmt und man aus der kombination aus akustischer, haptischer und visueller steuerung mehr möglichkeiten hat diese komplexität zu managen – das hat sich seit der ersten staffel von raumpatrouille orion nicht viel verändert
    d) weil die meisten menschen gern über ein technisches gerät mit einem anderen wesen (kann auch ein virtuelles wesen sein in der zukunft) reden, aber ungern mit maschinen. solange maschinen oder software keine wesenheiten sind, wird sich die akzeptanz reiner sprachgesteuerter funktion in grenzen halten.
    e) content rules – gilt eigentlich seit erfindung der kommunikation und ist keine neue erkenntnis

    also: sprache wirrd es zusätzlich als möglichkeit geben.
    visuals werden da A und O guter interfaces bleiben

    ich bin der überzeugung das es eher mehr haptische konrtollinstrumente geben wird, die sich aus dem software kontext heraus bewegen und GUI unterstützen……

  16. Provokante Übertreibung, die mich eher an pubertäre Perry-Rhodan-Sci-Fi erinnert. Design ist alles und wird immer Bestand haben. Mal mehr, mal weniger. Auch Dein Löffel ist Design.

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