Andreas Hecht 27. Februar 2016

Statt Instant Articles: Googles AMP beschleunigt mobilen Content

Googles AMP Projekt: Für ein schnelleres mobiles Internet
Andreas Hecht

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Seit Oktober existiert nun Googles neues Projekt AMP (Accelerated Mobile Pages – schnellere mobile Seiten). Das Open-Source Projekt AMP hat sich zum Ziel gesetzt, die Ladezeiten der Websites auf mobilen Geräten erheblich zu reduzieren. Die heutigen Websites sind immer aufgeblähter und schleppen Ballast mit sich rum, der den Seitenaufbau auf einem Smartphone zum Geduldsspiel werden läßt. Daher setzte man sich das Ziel, den Seitenaufbau auf Millisekunden zu reduzieren. Damit es wieder Spaß macht, mit einem Smartphone zu surfen.

Googles AMP Projekt: Für ein schnelleres mobiles Internet

Erstmals ist AMP von Google im Oktober letzten Jahres vorgestellt worden. Google zielte eigentlich mit AMP auf die großen Verlagshäuser mit eigenständigen Mobilauftritten ab, jedoch kann jeder Website-Betreiber die neue, quelloffene Technik einsetzen. Amp wird vor allem mit Facebooks Instant Article konkurrieren müssen, die sich im April allen Websites öffnen sollen. Allerdings kommt das Facebook-Projekt nur den Usern der Facebook-App zugute. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von ZEIT Online, der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Twitter, Pinterest und natürlich auch von Automattic, der Firma hinter WordPress.

Surfen auf Smartphones ist quälend langsam

Googles Initiative will mit einem weit verbreiteten Problem aufräumen, der mobilen Internet-Nutzung. Denn gerade auf den relativ schwach ausgestatteten Smartphones und Tablets dauert das Laden komplexer Websites wesentlich länger, als auf potenten Desktop-Geräten. Entscheidend für die mobile Geschwindigkeit sind vor allem auch die Werbeformen, die auf anderen Servern gehostet werden, und zum Teil erhebliche Mengen an JavaScript nachladen. Eine einzige Adsense-Anzeige zu laden, dauert wesentlich länger als den eigentlichen Inhalt darzustellen. Dazu hat die New York Times vor kurzem einen eindrucksvollen Artikel verfasst.

Auch WordPress unterstützt AMP

Das WordPress-Team war einer der ersten Unterstützer des Projektes und stellte schnell eine eigene Implementierung für AMP bereit. WordPress.com unterstützt AMP automatisch, es sind keinerlei Eingriffe nötig. Auch für selbstgehostete WordPress-Websites existiert nun eine Möglichkeit, an den Vorteilen des High-Speed-Frameworks für mobile Ansichten zu partizipieren. Es muss einfach nur ein Plugin installiert werden, danach unterstützt auch eine selbstgehostete WordPress-Website den mobilen Turbo automatisch. Einstellungen sind nicht nötig.

AMP Plugin für WordPress

  • Entwickler: Automattic
  • Wird ständig weiter entwickelt: Ja
  • Letzte Version vom: 24.02.2016
  • Kosten: kostenfrei über WordPress.org
  • Lizenz: GNU GENERAL PUBLIC LICENSE
  • Wechselwirkungen mit anderen Plugins: nicht bekannt
  • Entwickler-Homepage: Nicht bekannt
  • Download von WordPress.org

AMP-Test nach der Aktivierung des Plugins

Nachdem das Plugin installiert und aktiviert wurde, kann man die Funktion sehr einfach überprüfen, indem man ein /amp/ hinter die URL eines Artikels anhängt. Hier die Demo einer AMP-Seite ohne Optimierung, eine weitere Demo mit etwas Optimierung. Nur die eigentlichen Artikelseiten werden transformiert, Seiten, Startseite, Kategorien und ähnliches funktionieren noch nicht. Das liegt auch an der Grundidee hinter AMP, News-Artikel schneller aufrufen zu können.

Google hebt AMP-Websites hervor

Websites, die bereits das neue Format unterstützen, erfahren eine bevorzugte Behandlung innerhalb der mobilen Suche von Google. Mit aller Macht wird das neue Format gepusht. Denn Google hebt auf den Mobilgeräten die Suchergebnisse, die im AMP-Format ausgeliefert werden, in den »Top-Stories« hervor. Beim Suchen mit dem Browser eines mobilen Geräts funktioniert das bereits sehr gut.

AMP in der Google-Suche

Googles AMP ist für WordPress-User gut anpassbar

AMP unterstützt eine breite Palette von Funktionen, unter anderem auch Werbeformen wie Doubleclick und AdSense. Auch Analyse-Tools können integriert werden. Zudem gibt es für selbstgehostete WordPress-Websites eine Menge Hooks, mit denen man ein eigenes AMP-Template erstellen und anpassen kann. In Zukunft wird noch eine spezielle Customizing-Schnittstelle kommen. Zuerst für WordPress.com, danach als Plugin für Selbsthoster.

Hier die Übersicht der Anpassungsmöglichkeiten für WordPress.

Das Video zum Thema:

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Links zum Beitrag:

Andreas Hecht

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14 Kommentare

  1. Großes Kompliment für die noch großartigeren Antworten an Dieter Petereit, der seine Worte dank Humor auf Wolfsgrösse hebt und damit erreicht, dass Legionen von Rotkäppchen einsam und ungefressen im Wald verblassen! Was hab ich mich über diese wohlfeilen Entgegnungen gefreut!

  2. Es gibt immer welche (Rotkäppchen) die alles für lau haben wollen. Ihren eigenen Lohn aber pünktlich einfordern.
    Unzählige Song aus youtube extrahieren und dem musiker nicht einen Cent bezahlen wollen weil „…die haben doch jenuch Kohle“ und stundenlang nach Keygens suchen um Software nicht bezahlen zu müssen weil “ …die Großen ham doch den Sack voll und sind mörda reisch“. Schande…

  3. Danke für diesen sehr interessanten Artikel!
    Wie kann man dies für eine reine HTML-Webseite nutzen?

    • Hallo Franz,

      da die benötigte Dokumenten-Endung auf /amp/ lauten muss, fällt mir zurzeit keine Lösung für eine statische HTML-Seite ein.

  4. Meine Lösung für blitzschnelles Laden:der Adblocker uBlock.

    • Prima Lösung, Rotkäppchen. Führt bloß leider perspektivisch dazu, dass es nichts mehr gibt, was schnell geladen werden kann.

    • Aber der Zusammenhang zwischen kostenlos zugänglichen Informationen und die sie finanzierende Werbung leuchtet dir schon ein, oder?

      • Information, die sich durch Werbung finanziert, ist keine kostenlos zugängliche Information. Allenfalls kostenlos zugängliche Manipulation.

      • Damit wären Brötchen, die ein anderer für dich bezahlt, was? Im übrigen solltest du konsequenterweise diese Manipulation dann auch nicht lesen. Denn bloß weil du einen Blocker einsetzt, wird aus der Manipulation ja keine Information.

    • Ja, ganz toll. Echt. Schon mal bedacht, dass die Autoren dieser und anderer Websites ihre Familien ernähren müssen? Da lassen sich Werbeblöcke leider nicht vermeiden. Besonders, wenn sie so zaghaft genutzt werden, wie es hier auf Dr. Web der Fall ist. Also, die Sache vielleicht auch mal aus der Sicht der Journalisten sehen, die dir diese Informationen zur Verfügung stellen und davon leben müssen.

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