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Ruth Schilling 30. Oktober 2008

Spicebird – die Outlook-Alternative?

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Microsoft Outlook ist immer noch der Standard, wenn es um PIMs (Personal Information Manager) geht, also um die Vereinigung von E-Mail-Client, Kalender, Aufgabenverwaltung und Kontaktdatenbank in einer Applikation. Mit Spicebird betritt neben Evolution nun ein weiterer, allerdings viel versprechender Kandidat aus der Open-Source-Welt die Bühne.

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Download und Installation

Die rund 8 MB große Installation ist schnell heruntergeladen. Momentan ist die Version Beta 0.4 for Windows in englischer Sprache aktuell. Die Installation läuft schnell und problemlos. Der Startbildschirm begrüßt in Outlook-Manier mit einer Übersicht (selbstverständlich konfigurierbar) über Termine, Aufgaben und E-Mails, die Bereiche sind über Karteikartenreiter schnell direkt erreichbar. Gegenüber Outlook fällt die Integration eines RSS- und Newsgroup-Readers auf.

E-Mail Handling

MS-Outlook war ja für seine IMAP-Fähigkeiten nicht grade berühmt, Spicebirds Mail-Engine basiert auf Thunderbird und kann neben IMAP auch mit GMail-Accounts locker umgehen. Sogar Instant-Messaging wird über das Jabber-Protokoll unterstützt. Ein oder mehrere E-Mail-Accounts sind schnell eingerichtet, für Profis stehen zahlreiche Funktionen wie Digitale Signaturen, Verschlüsselung, Signaturen und so weiter bereit. Ruft man aus einer Mail einen Link auf, fragt Spicebird auf Wunsch nach, welcher Browser benutzt werden soll, sehr praktisch, wenn man beispielsweise in Auftragsbörsen oder bei eBay mit mehreren Accounts unterwegs ist.

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Kontakte

Das Importieren von vorhandenen Outlook-Kontaktdaten über die eingebaute Importfunktion lief schnell und reibungslos, Sekunden später standen alle Kontakte inklusive der Notizfelder in Spicebird zur Verfügung. Wermutstropfen: Die Darstellung der Kontakte ist für Outlook-Verwöhnte etwas spartanisch, auch fehlt die Möglichkeit, direkt im Kontakt Geburtstage oder Jahrestage einzutragen, die dann automatisch im Kalender erscheinen.

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Aufgaben

Aufgaben können mit Start- und Enddatum versehen werden sowie einer Kategorie zugeordnet werden. Auch eine Wiederholungs- und Errinnerungsfunktion ist vorhanden. Per E-Mail können andere Personen zu einer Aufgabe eingeladen werden.

Fazit

Spicebird hat das Zeug zum Outlook-Killer. Das Programm ist sexy und macht Spaß. Das bearbeiten von IMAP-Postfächern ist gefühlt deutlich schneller als bei Outlook. Wer eine kostenlose Alternative zum über 100 Euro teuren PIM aus dem Hause Microsoft sucht und nicht den gesamten Funktionsumfang benötigt, sollte Spicebird ausprobieren.

Vorteile

  • Open-Source
  • Echter PIM mit sehr vielen Funktionen
  • IMAP und GMail
  • RSS-Feedreader
  • Import von Outlook-Kontakten
  • Durch Add-ons erweiterbar

Nachteile

  • Noch Beta
  • Momentan nur in Englisch verfügbar
  • Funktionsumfang geringer als Outlook
  • Import von Mails und Settings hat beim Test (noch) nicht funktioniert ™

Ruth Schilling

ist Fachautorin in den Bereichen Marketing, Werbung, Verkauf, Internet und Mitinhaberin der Agentur taula communication, calden.

10 Kommentare

  1. Ein nettes Programm, das sicher auch die meisten Anforderungen von Privatanwendern genügt.

    Leider ist es mir auch nach mehrstündiger Beschäftigung nicht gelungen, einen verschlüsselten Postausgangsserver (smtps) einzustellen.

  2. Spicebird ist ein Email-Programm mit nützlichen Zusatzfunktionen, das sich wenigstens an Webstandards hält anstatt neue zu schaffen. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie Leute, die die „closed-box“ Outlook benutzen, auch noch meinen, Sie nutzen ein Profiprogramm, und alles andere nur für Pipifax halten. Die Wahrheit ist, Leute: es ist genau anders herum!

  3. Hallo,

    netter kleiner Artikel, aber der Vergleich ist doch etwas weit hergeholt. Alternative zu einem PIM gibt es auch mit Thunderbird, kommende Sync-Erweiterungen z.B. mit Google Mail lassen auch den Kontakteabgleich zu usw.

    Outlook ist der Groupwareclient, welcher im Zusammenspiel mit Exchange hervorragend funktioniert. Spicebird mit Outlook zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen, beides Obst aber halt komplett anderes Marktsegment….

  4. Solange ein Programm nicht mit Exchange-Servern funktioniert, ist es _keine_ Alternative zu Outlook. Was soll dieser Vergleich?

  5. Leider muss ich in der Firma Outlook 2007 mangels Alternativen, die Exchange verstehen, verwenden. Outlook hat leider einige Bugs, die mir des Öfteren das Leben schwer machen. Sollte Spicebird (lt Roadmap in der Version 1.0) mal Exchange können, wird es sicher eine Überlegung wert sein. Bis dahin muss ich wohl bei Outlook bleiben ;-)

  6. Tja…vielleicht eine Alternative…aber keine wirkliche Konkurrenz. Ich bin seit Outlook 2007 wirklich sehr zufrieden und nutze es im Büro und privat. Zum Thema IMAP kann ich nicht viel sagen da ich schon immer mit POP3 arbeite. Auch auf unterschiedlichen Rechnern und dem gleichen Mailaccount funktioniert das prima wenn man diverse Einstellungen vornimmt. Auch die RSS Funktion in Outlook 2007 ist super.

  7. Ich warte da lieber auf die Version 3 vom Thunderbird :)

  8. Einzig und allein die fehlende Unterstützung für openpgp von Outlook hält mich von dessen Benutzung ab. Sollte Outlook openpgp nativ unterstützen, so würde ich direkt umsteigen.

  9. Optisch kann bisher leider keine alternative Software Outlook 2007 das Wasser reichen.
    Outlook hat nach wie vor auch noch den bestechenden Vorteil, dass Handysoftware die Kontakte übernehmen können und Termine automatisch synchronisiert.
    Bisher habe ich sowas für Lightning (super Plugin für Thunderbird) jedenfalls noch nicht gesehen.

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