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Dieter Petereit 26. September 2012

Source Code Pro: Adobe stellt zweite Open Source-Schriftart vor

Unter dem Namen Edge stellte Adobe gestern eine ganze Reihe von neuen Diensten und Anwendungen für den Creative Professional vor. Kleines, aber nicht unbedeutendes Detail am Rande: Auch eine neue Schriftart, wiederum bereit gestellt unter der Open Font Lizenz, ist dabei. Erneut zeichnet Chef-Schriftentwickler Paul D. Hunt für die Umsetzung verantwortlich. Erneut wird der Font inklusive aller Rohdaten über SourceForge zum Download vorgehalten.

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Source Code Pro: Fast 13.000 Downloads kurz nach Veröffentlichung

Bereits die Veröffentlichung des ersten Open Fonts unter dem Namen Source Sans Pro hatte zunächst für Überraschung, dann für Begeisterung gesorgt. Laut Hunt ist der Blogbeitrag zur Veröffentlichung von Source Sans Pro der meistgelesene Artikel in der Geschichte des Typblography-Blogs. Die Schriftart kann bereits fast 70.000 Downloads vorweisen. Auch bei Dr. Web hatten wir die Initiative mit Freude zur Kenntnis genommen.

Die heutige Vorstellung der Edge-Suite liefert den Rahmen nach. Denn unklar war im Grunde, mit welcher Intention Adobe geradezu plötzlich an die Entwicklung freier Schriftarten ging. Sicher, freie Software benötigt freie Schriftarten, so die offizielle Begründung des Hauses. Doch im Kontext zu Edge wird klarer, welche Motivation vorherrschte. Wir werden hier bei Dr. Web die einzelnen Teile der Edge-Suite in den kommenden Wochen noch einer näheren Betrachtung unterziehen.


Hunt legt, wie schon bei Source Sans Pro, besonderen Wert auf die eindeutige Unterscheidbarkeit der Zeichen.

Es scheint demnach klar, dass Adobe auf der Suche nach einer umfangreichen Fontunterstützung innerhalb seiner neu geschaffenen Tools war. Offenbar liebäugelte man schwer mit dem Bestand an Google Web Fonts. Wie bekommt man Google ins Boot im Open Source Bereich? Kontribution dürfte das Zauberwort geheißen haben. Beide Adobe Fonts sind mittlerweile Bestandteil des Google Font Directory geworden. Im Gegenzug bindet Adobe weite Teile eben dieses Verzeichnisses in sein eigenes Angebot Edge Webfonts ein. Und diese Edge Webfonts sind aus allen Teilen der Edge Services heraus voll verwendbar, weil integriert.

Source Code Pro: Sechs Varianten verfügbar

Source Code Pro kommt in weniger Varianten als der Vorgänger Source Sans Pro. Lediglich fünf plus eine Variante sind verfügbar, als da wären Source Code Pro (regular und fett), Source Code Pro Black, ExtraLight, Light und Semibold. Bei Source Code Pro handelt es sich um eine Festschrittschrift, neudeutsch auch als Monospaced bekannt. Sie wurde geschaffen für Coding-Zwecke und wird dementsprechend hauptsächlich innerhalb der Edge-Anwendung Edge Code Verwendung finden. Aktuell sind alle Edge Webfonts ausschließlich in Edge Code und Adobe Muse direkt nutzbar.

Wie bereits bei Source Sans Pro beinhaltet der Standard-Download, der prominent auf der SourceForge-Seite verlinkt ist, nur die Schriftarten als OTF und TTF. Wer an die Rohdaten möchte, sucht tiefer im Repository.

Links zum Beitrag:

  • Announcing Source Code Pro – Typblography
  • Source Code Pro Repository – Sourceforge
  • Adobes auf Typekit basierende Webfonts – Edge Webfonts
  • Der Niederländer Yvo Schaap stellt eine komplette Preview der Edge Webfonts bereit – Yvo Schaaps Blog
  • Bei Adobe gibt es nur eine Auflistung der verfügbaren Edge Fonts – Edgefonts.com
  • More places to get great fonts – Google Web Font Blog
  • New tools and services for a beautiful, modern web – Adobe Edge Tools & Services
  • Source Sans Pro: Adobes erste Open Source Schriftart – Dr. Web Magazin

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

3 Kommentare

  1. Ich finde Source Code Pro ganz nett – besser als viele andere Schriften mit fester Laufweite, bleibe aber bei Consolas, weil mir im gleichen Fenster Source Code Pro bei 11pt genausoviele Zeilen zeigt wie Consolas bei 12pt, die Lesbarkeit bei Consolas für mich aber bei 11pt völlig ausreicht ist. Soll heissen ich bekomme mit Consolas mehr Zeilen in gleicher Lesbarkeit auf den Schirm. 10pt in Source Code Pro stellt zwar gleich viel dar wie Consolas in 11pt, ist aber zumindest für mich nicht schön lesbar. Gute Schriften mit fester Laufweite sind viel schwieriger zu finden als proportionale Schriften, wohl auch weil es schwieriger ist sie zu Designen, wie ja auch der Designer von Souce Code Pro richtig im Blog beschreibt.

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