Johannes Kallweit 7. März 2015

Social Media: So klappts garantiert mit Facebook, Twitter und Co.

Kein Beitragsbild

Ein neues Jahr beginnt in der Regel schwungvoll mit neuen Zielen und Vorsätzen. Doch irgendwann, spätestens  Anfang März nimmt das Engagement der meisten Menschen hinsichtlich eben dieser Ziele und Vorsätze dramatisch ab. Wenn jedoch eines Ihrer Ziele die effektive Nutzung der Sozialen Medien in 2015 ist, vielleicht um einen neuen Job zu bekommen oder Ihr Unternehmen zu pushen, dann sollten Sie dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren. Im Gegenteil. Erstellen Sie einen leicht zu verfolgenden Social-Media-Plan und setzen Sie diesen konsequent um. Ein Strategie-Plan für die Nutzung der Sozialen Medien muss kein Roman sein. Eine einzelne Seite, an prominenter Stelle platziert, also dort wo Sie sie täglich sehen, kann Sie schon auf dem richtigen Kurs halten. Alles, was Sie unbedingt tun müssen, ist allerdings, sich kurz hinzusetzen und diesen Plan zu entwerfen. Und genau dabei wollen wir Ihnen heute unter die Arme greifen.

social-media-strategie-teaser

Entwerfen Sie eine Social-Media-Strategie in wenigen Schritten

1. Identifizieren Sie Ihre Ziele

Was wollen Sie durch die Nutzung der Sozialen Medien erreichen? Wollen Sie den Traffic auf Ihrer Webseite um 30% erhöhen? Vielleicht möchten Sie sich auch mit einem neuen Isog. Influencer pro Woche vernetzen. Was auch immer Ihre Ziele sein mögen, halten Sie sie schriftlich fest, um sicherzustellen, dass sie messbar sind.

Identifizieren Sie Ihre Ziele

2. Identifizieren Sie Ihren Zielmarkt

Mit wem genau möchten Sie sich mittels der Sozialen Medien vernetzen? Spezifizieren Sie Ihre Zielgruppe so genau wie möglich, lassen Sie auch – wenn möglich – demografische, geografische und psychologische Charakteristika einfliessen. Achten Sie auf korrekte Berufsbezeichnungen, falls zutreffend. Kurzum, seien Sie so spezifisch wie es Ihnen möglich ist.

3. Wählen Sie die richtige Plattform

Welche Plattform der Sozialen Medien ist die beste Lösung, damit Sie Ihre Ziele und Ihre Zielgruppe erreichen? Wenn Ihre Zielgruppe hauptsächlich mittleren Alters, männlich und im unteren Management tätig, dann ist Instagram wohl nicht die richtige Plattform für Sie. Wenn Ihr Unternehmen jedoch Hochzeitskleider verkauft, dann wäre zweifelsfrei Pinterest die richtige Plattform für Sie. Andere Plattformen machen in diesem Fall bedeutend weniger Sinn. Betrachten Sie Ihre Marke, Ihr Unternehmen, sich selbst unter diesem Aspekt.

Hochzeitskleider auf Pinterest

4. Genau beobachten

Vor dem Erstellen von Profilen oder den ersten Postings sollten Sie Ihre Mitbewerber, die Meinungsmacher und Ihre potentiellen Kunden sehr genau beobachten. Was posten diese Menschen? Welche Art von Beiträgen haben die meiste Resonanz? Welche Hashtags funktionieren am besten auf Twitter oder Instagram? In welchen Gruppen auf LinkedIn sind Mitbewerber, Meinungsmacher und potentielle Kunden vertreten? Erst wenn Sie darüber ein klares Bild erhalten haben, sollten Sie sich um ein Profil und um erste Beiträge kümmern.

5. Schaffen Sie Persönlichkeit

Schaffen Sie etwas Persönlichkeit. Wenn Sie diesen Plan für Ihr Unternehmen erstellen, nehmen Sie sich etwas Zeit, um in einigen wenigen Sätzen die Marke und Persönlichkeit Ihres Unternehmens zu beschreiben. Wenn Ihr Unternehmen eine Person wäre, was würden Sie schreiben? Hätte diese Person Humor? Wäre diese Person ein Fan von irgendetwas? Wenn Sie eine Persönlichkeit für sich selbst erschaffen möchten, überlegen Sie, welchen Teil Ihrer Person Sie mit der Welt in Ihren Beiträgen teilen möchten und welchen Teil nicht. Viele Menschen entscheiden sich zum Beispiel dafür, nichts über ihre Familie zu posten. Ein guter Rat an Sie: Schauen Sie auf „Konkurrenz-Profilen“ nach, wie diese Menschen oder Unternehmen sich beschreiben und präsentieren, welche Persönlichkeit sie sich geben. Oder anders gesagt: Welche Art von Marke sie erschaffen haben. Denn genau darum geht es in diesem Bereich. Um die Erschaffung einer Marke; und das geht nur mit Persönlichkeit.

Erschaffen Sie eine Persönlichkeit; eine Marke

6. Erstellen Sie Ihr Profil

Wenn Sie ein Unternehmen repräsentieren, dann ist jetzt ist die richtige Zeit gekommen, um einen Grafik-Designer einen Twitter-Hintergrund oder ein Facebook-Headerbild erstellen zu lassen.

7. Entwickeln Sie eine Posting-Strategie

Wie oft soll ein Beitrag auf jedem Sozialen Netzwerk und/oder Ihrem Blog veröffentlicht werden? Wenn Sie ein Unternehmen repräsentieren, stellen Sie sich die Frage, wer in Ihrem Unternehmen die Rechte zum Veröffentlichen von Beiträgen bekommen soll. Welche Art von Produkt soll in welchem Sozialen Netzwerk gepostet werden? Und vor allem: Wer soll sich mit wieviel Zeit im Hintergrund um die eingehenden Reaktionen auf die Beiträge kümmern? Bedenken Sie, dass es sehr wichtig ist, zeitnah auf Kundenreaktionen in den Sozialen Netzwerken zu reagieren. Auch dieser Aspekt sollte in eine gute Strategie einfliessen.

8. Die Analyse

Nachdem Sie Ihre Posting-Strategie entwickelt und die ersten Beiträge abgesetzt haben, ist es sehr wichtig, die Ergebnisse zu analysieren. Entweder, indem Sie die Analyse-Lösung Ihrer Homepage aufrufen, wenn Sie die Ergebnisse Ihrer Blog-Beiträge kontrollieren möchten, oder indem Sie die Analyse-Werkzeuge der Sozialen Netzwerke nutzen. Beantworten Sie sich die richtigen Fragen, zum Beispiel nach gesteigerten Verkäufen, ob und wieviele Personalvermittler mit Ihnen Kontakt aufgenommen haben, welche Ergebnisse eventuell ausgegebene Promotion-Codes erzielt haben und so weiter… Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihren vorher abgesteckten Zielen. Optimieren Sie im Anschluss entweder die Beitrags-Strategie oder Ihre Ziele.

Analysieren Sie die Ergebnisse Ihrer Social Media-Postings

9. Automatisieren Sie Ihre Beiträge

Sobald Sie sich im Umgang mit den Beiträgen für die Sozialen Medien sicherer fühlen, ist die richtige Zeit gekommen, die Postings zu automatisieren. Planen Sie Beiträge im Voraus für etliche Tage, für bestimmte Zeiten, die bei Ihnen am Besten funktionieren. Sie können dann immer noch sofort einen Beitrag veröffentlichen, allerdings gewähren geplante Beiträge eine Beständigkeit. Und Beständigkeit ist für den Erfolg in den Sozialen Medien unerlässlich.

Tools zum Automatisieren von Social Media-Beiträgen

Da es sich als äußerst praktisch erwiesen hat, nicht nur Blog-Beiträge, sondern auch Postings in den Sozialen Medien zu planen und zu automatisieren, stellen wir Ihnen zwei gute Dienste hierfür vor. Beide Dienste verfügen über kostenfreie Accounts, mit denen sich bereits sehr viel anfangen lässt.

Hootsuite

Hootsuite Tool

Hootsuite ist ein umfangreicher Dienst mit Analyse-Funktion für alle verbundenen Sozialen Netzwerke. Eine Anmeldung per OAuth ist Standard, allerdings kann das Benutzerkonto auch ganz konservativ mittels Name, E-Mail und Passwort angelegt werden. In der kostenlosen Version kann man nur 3 Accounts hinzufügen, möchte man mehr, dann muss auf einen kostenpflichtigen Plan ausgewichen werden. Der Business-Plan startet ab 9,99 Dollar im Monat. Nicht so schön: Hootsuite besteht auf seinen eigenen Link-Verkürzer ow.ly und lässt sich nicht mit einem anderen, hier wäre vor allem Bit.ly ein Werkzeug mit vielen Fans, verbinden. Wenn also die Strategie auf mehreren Füßen ruht, aber übergreifend analysiert werden soll, ist Hootsuite wohlmöglich nicht die erste Wahl.

Hier ein Überblick über die Funktionen und Kosten.

Hootsuite - die Kostenpläne

Das Video zur Google Chrome Erweiterung „Hootlet“

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Angebotene Apps: iPhone | Android | Google Chrome Erweiterung

Buffer

Buffer

 

Buffer ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Man kann sich mit Facebook, Twitter, LinkedIn, App.net and Google+ (nur Seiten, keine Profile) vernetzen, jedoch ist die Anzahl der Postings limitiert. Man darf pro verbundenem Social Media-Account nur 10 Postings in Planung haben. Das sollte jedoch für die meisten Zwecke ausreichen. Der nächstbessere Plan wäre der sogenannte „Awesome Plan“, der das Limit der geplanten Postings auf 100 anhebt. Dafür werden 10 Dollar im Monat fällig. OAuth wird angeboten, doch auch hier ist eine „normale“ Anmeldung mit E-Mail und Passwort möglich.

Anders als Hootsuite arbeitet Buffer mit ihrem eventuell vorhandenen Bit.ly-Account problemlos zusammen. Achtung: der Bit.ly-Account muss mit jedem bei Buffer hinterlegten Profil einzeln verbunden werden.

Ein Einsteiger-Video zu Buffer

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Angebotene Apps: iPhone App | Android App | Google Chrome Erweiterung

Fazit

Eine Strategie für die Nutzung der Sozialen Netzwerke ist unerlässlich. Denn erst wenn man weiß, wohin man möchte, wird man dort auch ankommen können. Erstellen Sie also diese Strategie, haben Sie Geduld, beweisen Sie Durchhaltevermögen und sie werden viel erreichen, etwa die Reichweite und den Bekanntheitsgrad Ihrer Produkte deutlich steigern können. Mehr als in anderen Bereichen ist Social Media eine Fleißarbeit, die eines langen Atems bedarf.

Links zum Beitrag

(dpe)

Johannes Kallweit

Johannes Kallweit entschloss sich, nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter noch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre anzuhängen. Er hoffte, sich als Freelancer im Medienbereich das Studium finanzieren zu können. Inzwischen hat die Realität ihn eingeholt. So ein Studium ist doch verflixt anstrengend.
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3 Kommentare

  1. Wir geben uns ebenfalls Mühe, ein Tool zum Management von Social Media-Kanälen zu entwickeln und freuen uns über Anregungen. Die Weiterentwicklung des Tools basiert auf den Anforderungen der Nutzer, deshalb ist es für uns wichtig, zu erfahren, wie SoMe-Verantwortliche arbeiten. Infos und Kontakt unter http://www.247grad-connect.com

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