So erstellst du mit Pablo v2 Bilder für die sozialen Medien – kostenlos und schnell

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Kleine Helfer, mit denen man schnell und unkompliziert Bilder für die sozialen Medien erstellen kann, haben Konjunktur. Erst vor kurzem stellten wir euch einen ganzen Haufen dieser Tools vor. Auch Pablo aus dem Hause Buffer hatten wir natürlich in unserer Liste. Zwischenzeitlich ist die Version 2 des Bilderschnelldienstes online gegangen.

So erstellst du mit Pablo 2 Bilder für die sozialen Medien - kostenlos und schnell

Schnell mal ein Bild für Twitter oder Facebook klöppeln!

Gleich einleitend sei gesagt, dass es weit leistungsfähigere Werkzeuge als Pablo gibt. Ausführlicher stellte uns Sven Lennartz kürzlich Canva vor, das wir auch hier bei Dr. Web benutzen und dabei so überzeugt davon sind, dass wir es sogar in der kostenpflichtigen Bezahlversion verwenden. Auch in der kostenlosen Version wird Canva für 95 Prozent aller denkbaren Anwendungsfälle reichen. Wozu sollte man also überhaupt bei Pablo vorbeischauen?

Pablo bezieht seinen Charme eindeutig aus der totalen Reduktion auf das Wesentliche. So ist Pablo innerhalb von zwei Minuten erlernt. Das erste Ergebnis hat man – wenn man es darauf anlegt – sogar schneller runtergeladen, denn Pablo startet direkt mit einem ansprechend aufbereiteten Zitatvorschlag vor beeindruckender Kulisse. Zitate haben es Pablo angetan. Er hat davon etliche auf Lager, die man mit „Shuffle Quote” durchsehen kann.

Der Bildbereich - Pablo 2

Ein paar Hintergründe und Zitate – fertig ist das Social Image

Rund dreißig verschiedene Hintergründe hält Pablo bereit. Diese werden durch einen einfachen Klick in die aktuelle Bearbeitung übernommen. Über „Upload an Image” könnt ihr auch eigene Fotos hochladen und entsprechend als Hintergrund verwenden. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Bilder für verschiedene Auflösungen brauchbar sind. Pablo unterscheidet hier nur ganz grob in „Tall” (für Pinterest), „Square” (für Instagram) und „Wide” (für Facebook und Twitter). Einfluss auf den Bildfokus und den Beschnitt könnt ihr nicht nehmen. Es empfehlen sich daher in erster Linie generische Aufnahmen ohne klares Bildthema.

Ein rudimentärer Satz an Effekten erlaubt die eingeschränkte Individualisierung des schnellen Social-Media-Bildes. Über „Contrast” legt man einen Grauschleier über den Hintergrund, der den Text im Vordergrund besser lesbar macht. „Blur” bringt einen sehr starken Weichzeichner zum Einsatz, der dazu führt, dass das Hintergrundbild zu einem Farbenmix verläuft, der kaum noch Rückschlüsse auf das ursprüngliche Motiv zulässt. Ein Klick auf „Black & White”, du ahnst es bereits, nimmt die Farben aus dem Hintergrundbild und hinterlässt Graustufen.

Jedes Bild wird mit einem zentralen Text versehen, der zwar erst einmal einen Zitatvorschlag anbietet, aber frei editiert werden kann. Verschoben wird er per Drag-and-Drop. Formatieren lässt sich der eingegebene Text ebenfalls. Es stehen zehn deutlich verschiedene Schriftarten zur Wahl. Des Weiteren ist es möglich, seine Texte fett oder kursiv zu setzen und die Schriftgröße klein, mittel oder groß zu wählen. Pixelwerte sind nicht wähl- oder definierbar. Das Design muss rein nach Auge erfolgen. Texte können weiß oder schwarz gesetzt werden. Bei den mitgelieferten Bildern wird sich in der Regel der weiße Text empfehlen.

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Über den Schalter „Secondary Text” blenden wir uns ein zweites Textfeld ein, welches die gleichen Formatierungsmöglichkeiten erhält, die das erste Textfeld auch bietet.

Weitere Werkzeuge - Pablo 2

Interessant ist noch das Hinzufügen eines eigenen Logos über den Schalter „Custom Logo”. Ein Klick darauf öffnet den Dateiauswahldialog. Hier wählst du ein JPG oder PNG, Vektorformate funktionieren leider nicht, das nach dem Upload über dem Hintergrundbild mittig eingefügt wird.

Wichtig: Achte darauf, dass du nicht etwa den Schalter mit der Maus betätigst, sondern wirklich auf „Custom Logo” klickst. Der Klick auf den Schalter selber öffnet erstaunlicherweise das Uploadfenster nicht.

Ist das eigene Logo erstmal hochgeladen, werden unter dem Schalter zwei Schieberegler eingeblendet. Mit dem oberen kannst du die Größe des Logos in Pixeln verändern. Die Position des Logos änderst du einfach per Drag-and-Drop des Logos selber.

Vorsicht: Kommst du während der Bearbeitung auf die Idee, zum Beispiel aus Gründen der optischen Überprüfung das Logo kurz ausblenden zu wollen, so ist es nach dem erneuten Betätigen des Schalters weg und muss ganz neu eingebaut werden.

Der untere Schieberegler namens „Radius” erlaubt das Anrunden der Ecken des hochgeladenen Logos. Das empfiehlt sich indes nur bei JPGs, da sich der Radius bei PNGs auf alle im Bild verfügbaren Kanten auswirkt, was in den seltensten Fällen beabsichtigt sein dürfte.

Damit ist Pablos Funktionsumfang abschließend beschrieben. Zu guter Letzt entscheidest du noch, was mit deinem Instant-Meisterwerk geschehen soll. Über „Share Your Image” kannst du es direkt zu Twitter, Facebook, Pinterst oder in deinen Buffer schieben. Wie du dir denken kannst, führt ein Klick auf „Download Your Image” dazu, dass das Bild heruntergeladen wird. Der Dateiname ist nicht wählbar und lautet stets pablo.png.

Ein paar Dutzend Bilder - Pablo 2

Da das Bild trotz fotografischer Hintergründe als PNG geliefert wird, ist es natürlich nicht eben ein Leichtgewicht. Mein Testbild hatte 1,3 Megabyte. Du solltest es vor der Verwendung also durchaus nochmal durch einen Verkleinerer jagen. Einige haben wir in diesem Artikel eben erst vorgestellt.

Noch ein Hinweis für Buffer-Nutzer und solche, die es werden wollen oder nicht: Obschon man sich bei Pablo mit seinem Buffer-Account anmelden kann, ist das unter keinem Aspekt erforderlich oder auch nur nützlich. Das Tool funktioniert mit seinem kompletten Funktionsumfang ohne Anmeldung. Selbst das Hochladen eigener Bilder und Logos setzt keinen Account voraus. Nun könnte man noch hoffen, dass hochgeladene Bilder und Logos etwa für angemeldete Nutzer gespeichert blieben. Das würde sicherlich Sinn ergeben, ist aber nicht so. Auch treue Bufferer müssen stets von vorne beginnen.

Im Ergebnis ist Pablo auch in der Version 2 seinem stark reduziertem Funktionskonzept treu geblieben. Es gibt weit stärkere Wettbewerber, aber kaum einen, der vergleichbar schnell zu Ergebnissen führt. Wenn du also mal eben schnell ein Zitat anhübschen und über deine Kanäle jagen willst, schau bei Pablo vorbei. Der Junge ist echt flink…

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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9 Kommentare auf "So erstellst du mit Pablo v2 Bilder für die sozialen Medien – kostenlos und schnell"

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[…] So erstellst du mit Pablo v2 Bilder für die sozialen Medien Dieters Fazit über den Grafikhelfer: „Es gibt weit stärkere Wettbewerber, aber kaum einen, der vergleichbar schnell zu Ergebnissen führt. Wenn du also mal eben schnell ein Zitat anhübschen und über deine Kanäle jagen willst, schau bei Pablo vorbei. Der Junge ist echt flink…“ […]

Daniela
Gast

Danke für diesen Artikel, genau dieses Tool werde ich nun öfter einsetzen. Meine Kunden werden sich freuen.
Grüsse sendet Daniela

Michel
Gast
Hallo Dr. Web, ich möchte mal etwas Kritik loswerden: Ich schaue regelmäßig und gerne bei Euch vorbei und lese gerne Eure Artikel. Aber was mich in letzter Zeit immer mehr nervt und mir den Spaß an Dr. Web deutlich schmälert ist die immer penetrantere Werbung! Banner über dem Header, Banner zwischen Header und Artikelüberschrift, Adsense zwischen Artikelüberschrift und dem Text, diverse Banner in der Sidebar, Affiliatelinks innerhalb der Artikel, … aber das Schlimmste: Popup am unteren Bildrand, Popup mitten im Bild. Das nervt! Ich weiß natürlich, dass ein bisschen Werbung sein muss um die Seite zu finanzieren. Aber ist das… Read more »
Sven Lennartz
Gast

Wann hat denn das DU hier Einzug gehalten? Liegts an der neuen Führung?

Martin
Gast

Hallo Dieter,
cooles Tool. Das werde ich mir für meine Kundschaft merken, die ansonsten nicht so Grafik-affin sind.
Gruss
Martin

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