Adobe hat in Illustrator die Funktion Concept to Vector vorgestellt. Grobe Skizzen, Scans, Referenzbilder und unscharfe Fotos werden damit in saubere, editierbare Vektorgrafiken übersetzt. Für Branding- und Kreativteams verkürzt das den Weg vom ersten Entwurf zum fertigen Design.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenMit Concept to Vector verschiebt Adobe einen Arbeitsschritt, der in Illustrator bislang viel Handarbeit kostete. Bisher musste man eine Vorlage entweder mühsam nachzeichnen oder über Image Trace führen, das bei unscharfen oder unvollständigen Bildern schnell an Grenzen stößt. Die neue Funktion erzeugt aus demselben Ausgangsmaterial in Sekunden eine bearbeitbare Vektordatei.
Das Wichtigste in Kürze
- Concept to Vector wandelt Skizzen, Referenzbilder und niedrig aufgelöste Fotos in editierbare Vektorgrafiken um.
- Aus einer Vorlage lassen sich per Prompt mehrere Stilvarianten erzeugen, während die Grundstruktur erhalten bleibt.
- Die Ausgabe skaliert für Vektor- und Rasterformate und passt damit in Druck- und Produktionsabläufe.
- Die Funktion läuft in der Beta von Illustrator und ergänzt die vorhandenen generativen Vektorwerkzeuge.
Was kann Concept to Vector konkret?

Saubere Pfade sind das Kernversprechen. Concept to Vector liest eine Rastervorlage ein, also eine Handskizze, einen Scan oder ein Foto, und gibt daraus eine Vektorgrafik mit editierbaren Pfaden aus. Adobe verspricht dabei weniger überflüssige Ankerpunkte und damit weniger Nacharbeit als bei der klassischen Nachzeichnung. Selbst unvollkommene oder unscharfe Fotos, an denen herkömmliche Trace-Verfahren scheitern, sollen verwertbare Ergebnisse liefern, wie Adobe in seiner Dokumentation zu Concept to Vector beschreibt.
Wie hilft die Funktion beim Experimentieren?

Mehrere Varianten entstehen aus einer einzigen Vorlage. Über Prompts und Anpassungsoptionen erzeugt Illustrator verschiedene stilistische Fassungen derselben Skizze, ohne die ursprüngliche Struktur zu verwerfen. Branding-Teams probieren so aus einem einzigen Konzept mehrere Logo-Richtungen aus, bevor sie sich festlegen. Kreativteams vergleichen Stile direkt nebeneinander und sparen sich das wiederholte manuelle Aufsetzen.
Aus einem Schmierzettel wird in Illustrator sofort eine produktionsfähige Datei, und das spart genau den Schritt, der in der Praxis bisher die meiste Zeit gekostet hat. Spannend wird, wie sauber die Pfade am Ende wirklich sitzen, sobald der Beta-Status fällt.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Was bedeutet das für den Workflow?

Weniger Handarbeit ist der praktische Effekt. Statt eine Vorlage Ankerpunkt für Ankerpunkt zu bereinigen, starten Teams direkt mit einem editierbaren Entwurf und gehen sofort in die Verfeinerung. Concept to Vector reiht sich in eine Serie generativer Funktionen ein, die Adobe in Illustrator gebündelt hat, von Text to Vector Graphic bis zu den 3D-Ansichten über Turntable. Wie diese Werkzeuge zusammenspielen, zeigt unser Überblick zu den Illustrator-KI-Funktionen.
Ab wann steht Concept to Vector bereit?

Beta-Phase ist der aktuelle Stand. Concept to Vector steht in der Beta von Illustrator zum Testen und für Feedback bereit, wobei das Ausgangsmaterial als Rasterbild vorliegen muss. Mit einem Creative-Cloud-Zugang aktivieren Sie die Beta über die Creative Cloud Desktop-App und probieren die Funktion an eigenen Skizzen aus. Prüfen Sie die generierten Pfade vor dem Export, solange die Funktion den Beta-Status trägt.
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