Skizze in sauberen Vektor? Illustrator macht’s.

Michael Dobler
Autor Dr. Web
3 Min. Lesezeit
Skizze in sauberen Vektor? Illustrator macht's.

Adobe hat in Illustrator die Funktion Concept to Vector vorgestellt. Grobe Skizzen, Scans, Referenzbilder und unscharfe Fotos werden damit in saubere, editierbare Vektorgrafiken übersetzt. Für Branding- und Kreativteams verkürzt das den Weg vom ersten Entwurf zum fertigen Design.

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Mit Concept to Vector verschiebt Adobe einen Arbeitsschritt, der in Illustrator bislang viel Handarbeit kostete. Bisher musste man eine Vorlage entweder mühsam nachzeichnen oder über Image Trace führen, das bei unscharfen oder unvollständigen Bildern schnell an Grenzen stößt. Die neue Funktion erzeugt aus demselben Ausgangsmaterial in Sekunden eine bearbeitbare Vektordatei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Concept to Vector wandelt Skizzen, Referenzbilder und niedrig aufgelöste Fotos in editierbare Vektorgrafiken um.
  • Aus einer Vorlage lassen sich per Prompt mehrere Stilvarianten erzeugen, während die Grundstruktur erhalten bleibt.
  • Die Ausgabe skaliert für Vektor- und Rasterformate und passt damit in Druck- und Produktionsabläufe.
  • Die Funktion läuft in der Beta von Illustrator und ergänzt die vorhandenen generativen Vektorwerkzeuge.

Was kann Concept to Vector konkret?

Ein hellblaues Drahtherz mit weißem Anhänger und Text: ohne Nachzeichnen
Concept to Vector wandelt Handskizzen, Scans und Fotos automatisch in editierbare Vektorgrafiken um und erzeugt dabei saubere Pfade mit weniger Ankerpunkten als klassische Nachzeichnungsmethoden

Saubere Pfade sind das Kernversprechen. Concept to Vector liest eine Rastervorlage ein, also eine Handskizze, einen Scan oder ein Foto, und gibt daraus eine Vektorgrafik mit editierbaren Pfaden aus. Adobe verspricht dabei weniger überflüssige Ankerpunkte und damit weniger Nacharbeit als bei der klassischen Nachzeichnung. Selbst unvollkommene oder unscharfe Fotos, an denen herkömmliche Trace-Verfahren scheitern, sollen verwertbare Ergebnisse liefern, wie Adobe in seiner Dokumentation zu Concept to Vector beschreibt.

Wie hilft die Funktion beim Experimentieren?

Skizze einer Brille (links) neben einer echten Brille mit Erlenmeyerkolben-Icon (rechts)
Illustrator generiert aus einer Vorlage mehrere stilistische Varianten. Branding-Teams entwickeln so verschiedene Logo-Richtungen und vergleichen diese effizient nebeneinander

Mehrere Varianten entstehen aus einer einzigen Vorlage. Über Prompts und Anpassungsoptionen erzeugt Illustrator verschiedene stilistische Fassungen derselben Skizze, ohne die ursprüngliche Struktur zu verwerfen. Branding-Teams probieren so aus einem einzigen Konzept mehrere Logo-Richtungen aus, bevor sie sich festlegen. Kreativteams vergleichen Stile direkt nebeneinander und sparen sich das wiederholte manuelle Aufsetzen.

Aus einem Schmierzettel wird in Illustrator sofort eine produktionsfähige Datei, und das spart genau den Schritt, der in der Praxis bisher die meiste Zeit gekostet hat. Spannend wird, wie sauber die Pfade am Ende wirklich sitzen, sobald der Beta-Status fällt.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Was bedeutet das für den Workflow?

Füllfederhalter, Bleistift, kleiner orangeroboter reinigt Spitze auf weißem Papier
Adobe Illustrator: Concept to Vector automatisiert die Vektorisierung und reduziert manuelle Ankerpunkt-Bearbeitung durch sofort editierbare Entwürfe

Weniger Handarbeit ist der praktische Effekt. Statt eine Vorlage Ankerpunkt für Ankerpunkt zu bereinigen, starten Teams direkt mit einem editierbaren Entwurf und gehen sofort in die Verfeinerung. Concept to Vector reiht sich in eine Serie generativer Funktionen ein, die Adobe in Illustrator gebündelt hat, von Text to Vector Graphic bis zu den 3D-Ansichten über Turntable. Wie diese Werkzeuge zusammenspielen, zeigt unser Überblick zu den Illustrator-KI-Funktionen.

Ab wann steht Concept to Vector bereit?

3D-Zirkel mit Laser projiziert Spirale neben Skizze und Figur auf weißem Hintergrund
Concept to Vector Beta in Illustrator: Rastergrafiken in Vektorpfade konvertieren, über Creative Cloud aktivierbar

Beta-Phase ist der aktuelle Stand. Concept to Vector steht in der Beta von Illustrator zum Testen und für Feedback bereit, wobei das Ausgangsmaterial als Rasterbild vorliegen muss. Mit einem Creative-Cloud-Zugang aktivieren Sie die Beta über die Creative Cloud Desktop-App und probieren die Funktion an eigenen Skizzen aus. Prüfen Sie die generierten Pfade vor dem Export, solange die Funktion den Beta-Status trägt.

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Michael Dobler
Autor
Ich bin der Herausgeber von Dr. Web. Um praxisfit zu bleiben, unterstütze ich darüber hinaus Kunden bei der digitalen Kundengewinnung und Kundenbindung. Erste eigene Gehversuche im Internet unternahm ich 1999 mit einem Kinomagazin. Nach 15 Jahren in Lohn und Brot, u.a. als Projektmanager für digitale Medien, machte ich mich schließlich Ende 2005 selbständig. Das war die beste berufliche Entscheidung meines Lebens.
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