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Dieter Petereit 19. Januar 2017

SEO: Die 3 wichtigsten Techniken für 2017

Befolgen sie einige simple SEO-Regeln

SEO wirkt nur von außen wie ein Minenfeld. Sie ist auch weit weniger dynamisch als vielfach suggeriert wird. Im Grunde kommt immer nur dann Bewegung in die Kiste, wenn Google Änderungen an seinem Algorithmus vornimmt. Diese Anpassungen können dich kalt lassen, wenn du ein paar einfache Dinge beachtest. Dieses Jahr sind das die folgenden.

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Befolgen sie einige simple SEO-Regeln

SEO-Technik #1: Mehr Backlinks durch großartige Inhalte

Backlinks

Eben erst haben wir das Thema Backlinks hier bei Dr. Web besprochen. Backlinks sind und bleiben das A und das O deiner SEO-Strategie. Nichts verbessert dein Ranking so sehr wie ein gutes Backlink-Profil.

Wie bereits im genannten Beitrag erwähnt, liegt der Fokus dabei auch auf dem Wörtchen „gut”. Gut ist dein Backlink-Profil dann, wenn die Verlinkungen nicht aus den Netzspelunken kommen, sondern von anerkannten Experten und Influencern zum Thema. Dazu kannst du selber beitragen, indem du a) diesen Personenkreis auf deinen Inhalt hinweist, mit der Bitte, doch bei Gefallen einen Link zu setzen oder b) diesem Personenkreis anbietest, für deren Seiten einen Gastbeitrag zum Thema zu verfassen, in welchem du dann einen Backlink selber platzieren kannst.

Großartige Inhalte

Die Wahrscheinlichkeit, dass a) oder b) greifen hängt natürlich direkt mit der Qualität des Inhalts zusammen, den du anbietest. Hier kommt das Wörtchen „großartig” ins Spiel. Dafür habe ich eine sehr gute, aber englischsprachige Infografik gefunden, die ich dir dennoch nicht vorenthalten will.

Die 10 Schritte zu großartigen Inhalten:

The Epic Content Cycle: 10 Steps to 10X Content (Quelle: Smartblogger.com)

Übrigens haben die Ersteller der Infografik damit ihrerseits einen „großartigen Inhalt” geschaffen, der ihnen Backlinks einbringt, zum Beispiel von Dr. Web. So geht das!

Großartige Inhalte sind heutzutage nicht schon dann großartig, wenn sie ein Thema erschöpfend behandeln. Das sollten sie natürlich ohnehin und du wirst feststellen, dass schon diese einfache Regel von kaum einem Wettbewerber wirklich ernsthaft umgesetzt wird. Du bist also nach wie vor schon mal auf dem richtigen Weg, wenn du dein Thema umfassender behandelst als andere. Ob dein Inhalt dann mindestens 1.000 oder 2.000 oder noch mehr Wörter haben muss, um als relevant erkannt zu werden, darüber streiten sich die Gelehrten.

Ich empfehle dir, nicht krampfhaft an einem Wortziel zu schrauben. Die Länge des Textes ergibt sich aus dem Thema. Hast du es erschöpfend behandelt, ist der Text beendet. Es ergibt keinen Sinn, Füllinhalte zu erfinden, nur um bestimmte Längen zu erreichen. Im Gegenteil schwächt dieses Vorgehen wieder die Relevanz deines Inhalts, und als großartig wird der Text dann wohl auch eher nicht mehr empfunden werden. Auf diese Weise entfernst du dich deinem Ziel der Backlink-Generierung mehr als du dich ihm näherst.

Da sich die Messlatte für großartigen Content Jahr für Jahr erhöht, solltest du es nicht bei der rein inhaltlichen Großartigkeit belassen, sondern auch gestalterisch eine Schippe oben drauf legen. Als Beispiel einer relativ einfachen Aufwertung durch Design kann ich dir den „Epic Guide to Employee Management” empfehlen. Ansonsten steht dir das gesamte Portfolio möglicher Interaktionen zur Verfügung. Je mehr Nutzerengagement du sinnvoll einbauen kannst, desto besser. Beachte dabei aber das Wörtchen „sinnvoll”.

Ein schönes Beispiel für designunterstütztes Storytelling. (Screenshot: Dr. Web)

Es empfiehlt sich, multimediale Inhalte in den Text einzubauen. Neben Videos können das heutzutage auch durchaus VR-Inhalte, wie etwa 360-Grad-Videos, sein. Interaktive Elemente sind generell Aufmerksamkeitsbringer.

SEO-Technik #2: Bring deine Website technisch auf den Stand der Entwicklungen

Volle Nutzbarkeit auf mobilen Geräten

„Mobile-friendly” heißt der neue Rankingfaktor aus dem Hause Google. Er bedeutet nichts anderes, als das Seiten, die auch auf Mobilgeräten voll einsetzbar sind, in den Suchergebnissen als relevanter, weil nutzbarer gelistet werden. Im Normalfall bedeutet das eine höhere Platzierung im Ranking. Lies unseren Beitrag auf Dr. Web zum Thema.

HTTPS: Verschlüsselte Übertragung per SSL

Das kommende Update des Chrome-Browsers wird prominent darauf hinweisen, wenn eine aufgerufene Seite nicht verschlüsselt überträgt. Das wird das Vertrauen so manchen Besuchers in so gekennzeichnete Seiten erschüttern. Zudem sollen Seiten mit verschlüsselter Übertragung auch höher ranken. Es ist also höchste Zeit, sich mit dem Thema zu befassen. Wir haben dazu diesen Beitrag geschrieben, der auch gleich eine praktikable und kostenlose Lösung vorstellt. WordPress-Nutzer wird dieser Beitrag besonders interessieren.

Datensicherung ist wichtig. (Foto: Pixabay)

Ladezeitenoptimierung

Die Ladegeschwindigkeit einer Website ist ebenfalls ein Rankingfaktor. Je schneller deine Seite lädt, desto besser stehst du im strengen Urteil Googles da. Gerade die Performanceoptimierung ist ein weites Feld. Wir haben für WordPress-Nutzer eine ganze Artikelserie geschrieben, deren ersten Teil du hier findest. Bist du auf der Suche nach ein paar Tools, die dir bei der Optimierung helfen können, ist dieser Beitrag das Richtige für dich.

SEO-Technik #3: Gute Pflege, Herr Doktor!

Evergreen-Content

Jeder Seitenbetreiber kennt das Phänomen. Es sind relativ wenige, meist ziemlich betagte Artikel, die konstant den meisten Traffic erhalten. Man könnte sagen, es handelt sich um deine Kronjuwelen. Pflege sie entsprechend.

Auch Evergreen-Content veraltet mit der Zeit. Nimm dir die wichtigen Beiträge regelmäßig vor und bringe sie auf den jeweils aktuellen Stand der Dinge. Ändere aber nicht die URL in diesem Prozess, sondern bringe unten am Beitrag einen Aktualisierungshinweis an. So weiß die Suchmaschine, dass es sich um den gleichen guten alten Beitrag handelt und der Leser kann erkennen, wie alt die Inhalte tatsächlich sind.

Natürlich haben wir auch zu diesem Thema einen eigenen Beitrag hier auf Dr. Web.

Interne Linkstruktur

Verbunden mit dem Thema „Evergreen-Content” ist das Thema „interne Verlinkung”. Hin zu den immergrünen Beiträgen und weg von diesen zu themenverwandten Artikeln solltest du interne Links setzen, die das Ranking der Seite stabilisieren können. Hohe Relevanzwerte einzelner Seiten werden so auf andere Seiten quasi vererbt, man spricht vom sogenannten Linkjuice.

Dieser Beitrag auf Dr. Web beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema interner Linksetzung.

Zusammenfassung mehrerer kleinerer zu einem größeren Beitrag

Wenn du deine Nische konzentriert bedienst, wirst du mit Sicherheit in der Vergangenheit auch mal kleinere Inhaltsstücke publiziert haben. Immerhin galt eine Zeit lang die Empfehlung, lieber mehr Beiträge, dafür kürzere, zu machen als einen langen. Es wurde sogar zwischenzeitlich eine Länge von 350 Wörtern propagiert.

Mehrere kleine Teile lassen sich homogen zu einem großen verbinden. (Foto: Pixabay)

Schau nochmal weiter oben unter dem Thema „Großartige Inhalte” nach. Du erkennst, dass kürzere Beiträge nicht mehr der Weg sind, den du gehen solltest. Schreibe lieber lange und erschöpfende Artikel. Dieses Prinzip kannst du natürlich auch in der Pflege deiner Inhalte einsetzen.

Suche dir die kürzeren, weniger erfolgreichen Beiträge raus, die zu einem Thema passen und baue daraus einen Riesen-Post. Ob es sinnvoll ist, die ursprüngliche URL des erfolgreichsten Beitrags zu behalten oder ob die Vergabe einer neuen sinnvoller ist, machst du von der tatsächlichen Statistik abhängig.

Fazit: Es gibt viel zu tun, packe es an. Beachte, dass du an den technischen Änderungen nicht vorbeikommst, wenn du insgesamt erfolgreich sein willst. Du bist darauf angewiesen, dass die technische Seite stimmt, weil sonst deine inhaltliche Seite gar keine Rolle spielen kann. Vor das Gesehenwerden hat Google nämlich die Sichtbarkeit gesetzt. Hast du die technische Seite im Griff, dann konzentriere dich auf das Erstellen großartiger Inhalte. Erschaffe sie neu oder aus bereits vorhandenen Inhaltselementen. Hauptsache ist, du erschaffst sie.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

7 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel!

  2. Hallo, danke für den Artikel. Manchmal ist es bei mir schon lustig. Ich habe eher unabsichtlich einen nicht mal 300 Wörter Artikel, welcher auf mehreren verschiedenen Seiten von Google auf die 1 Seite gelangt ist. Wie das zustande kam – keine Ahnung… das einzige was ich gemacht habe war, dass ich in diesem 4x auf andere Inhalte von mir verlinkt habe. Das wars aber auch. Ich habe nicht mal richtig für die Suchmaschine geschrieben sondern eher so als würde ich sprechen. Mit „ups“ und solchen Wörtern gefüllt. Es ist mir einfach ein Rätsel.

    Da muss ich auf alle Fälle noch sehr viel ausprobieren.

    Liebe Grüße,
    Michael

  3. Ihr schreibt zu Beginn dieses Artikels: „Backlinks sind und bleiben das A und das O deiner SEO-Strategie.“
    In eurem Beitrag zum Thema Backlinks steht: „Heutzutage ist die Zahl eingehender Links zwar immer noch ein wichtiger Rankingfaktor, aber nicht mehr der alleinig wichtigste. Google versucht nun, stärker auf die Qualität der Inhalte zu achten.“ Was ist nun korrekt?

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