Dr. Web Team 20. Juni 2005

Seiten-Typen

Kein Beitragsbild

Schwer nur lassen sich Web-Sites in Schubladen stecken. Gewisse Regelmäßigkeiten sind jedoch meist zu erkennen, sie wirken sich sogar auf die Gestaltung aus. Nichtsdestotrotz sind die Grenzen zwischen den verschiedenen Typen je nach Verwendung oder Publikum anders.

Die Homepage
Die Homepage ist ein uneinheitliches Gebilde. Ihre Gestaltung richtet sich nach den Fähigkeiten und den technischen Möglichkeiten ihres Erzeugers, die sehr unterschiedlich ausfallen. Typischerweise werden frei verfügbare Grafiken benutzt, die man deshalb öfter sieht. Es gibt viel Werbung. Dies ist oft der einzige Weg für den Besitzer, um Besucher auf seine Seiten zu locken. Aktionen wie der Tausch von Buttons, Webringe und ähnlichem nehmen breiten Raum ein.

Da augenscheinlich nur wenige Bastler darauf verzichten können, wirken viele Homepages unausgereift und ähneln mehr einem Durcheinander denn einem Entwurf aus einem Guss. Natürlich ist es schwierig, Motive aus unterschiedlichen Quellen in immer anderen Stilen zu einem harmonischen Ganzen zu fügen. Inhaltlich wird die ganze Spannweite möglicher Themen abgedeckt, nicht selten finden sich mehrere völlig unterschiedliche Bereiche auf einer Homepage.

Das Informationsangebot
Es werden helle, meist weiße Seitenhintergründe verwendet. Diese Sites sind textorientiert, bieten meist zahlreiche Links in das Web und können aus vielen Tausend Seiten bestehen. Startseiten sind tabu, der Nutzer will schnell zu Sache kommen. Der vielen Seiten wegen sind ausgefeilte Navigationssysteme notwendig. Es gibt fast immer unterstützende Suchfunktionen und Indices. Werbung ist der Regelfall, nicht selten verschwinden die Grenzen zwischen Information und Kommerz.

Unternehmenspräsentationen und Produkt-Sites
Sie bestehen oft aus nur wenigen Einzelseiten, die mit vergleichsweise hohem Aufwand umgesetzt wurden. Eine fast leere Eingangsseite ist die Regel. Hyperlinks auf andere Angebote gibt es nur wenige, manchmal gar keine. Häufig verwende man Frames. Werbung ist hier nicht anzutreffen. Die Unternehmenspräsentation wirkt oft steif, blass und ein wenig leblos. Man ist um Seriosität bemüht, es sei denn das Produkt gibt es anders vor.

Shops
Der Online Shop verwendet helle Seitenhintergründe, aber nur selten Frames. Produkte stehen im Zentrum, dennoch gibt es oft ein zusätzliches Informationsangebot, das dazu beitragen kann, diese Seiten zu einem lohnenden Ziel zu machen. Die Rubrizierung im oberen Seitenbereich ist hier so etwas wie ein Standard. Gleichfalls der Warenkorb in der oberen rechten Ecke. Denn hier wird er von den Online-Shoppern erwartet. Online-Shops werden, so sie mehr als ein Dutzend Produkte anbieten, über Datenbanken dynamisch generiert.

Datenbanken
Datenbanken präsentieren ihren Inhalt erst auf Anfrage. Hier zählen die inneren Werte. Sie brauchen daher nur wenig Gestaltung. Die Abfragemaske ist das zentrale Element. Ein typisches Beispiel ist die Suchmaschine Google.

Portalseiten
Ein Portal ist eine Linksammlung, die um eine Suchfunktion herum aufgebaut wird. Das eigene Informationsangebot ist meist nur dürftig und besteht häufig aus geliehenem Content. Portale sind text- und linkorientiert und nicht selten überladen. Massenportale etwa von Freenet oder T-Online wollen es möglichst vielen Besuchern recht machen und bieten daher von allen etwas an. Die Eingangsseite präsentiert bereits das komplette Angebot, während die Unterseiten, sofern überhaupt vorhanden, mit wesentlich weniger auskommen müssen.

Weblogs
Ein Weblog gibt in seiner klassischen Form einfach Teile von dem wieder, was ein Surfer im Netz erlebt hat. Zitate, Links, Informationen, Nachrichten – angereichert mit eigenen Gedanken, Notizen und Kommentaren. Auch wenn es Tausende davon gibt, sie unterscheiden sich nicht nur durch ihre Themenwahl – die Interessen sind schließlich verschieden – sondern vor allem durch die Persönlichkeit, die dahinter zum Vorschein kommt.

Experimentelle Seiten
Sie vermeiden die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Hier werden Dinge absichtlich gegen den Strich gebürstet, man versucht Grenzen auszuloten, den Benutzer zu irritieren. Diese Seiten verwenden oft extrem aufwändige Grafiken oder tun das gerade Gegenteil und wirken fast leer. Javascript und Flash werden intensiv genutzt. Informativen Inhalt bietet sie hingegen kaum, die Gestaltung ist die Botschaft.

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