Trotz Überschuss: Sechs Tipps zur Erstellung viraler Infografiken

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Ioanni Mitsakis

Ioanni Mitsakis ist Frontend-Entwickler bei einem großen europäischen Automobilzulieferer und dort verantwortlich...

Es klingt so einfach: Man trägt Daten zusammen, erstellt eine schicke Infografik und setzt sie auf die Website, um den Traffic zu erhöhen, Verkäufe anzukurbeln oder Leads zu generieren. Dabei bedenkt man zu selten, dass es bereits jede Menge Infografiken gibt, die in irgendeiner Ecke des weltweiten Netzes nur darauf warten, entdeckt zu werden – häufig erfolglos.

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Es stimmt – Daten schlafen nie. Schauen Sie sich z. B. die folgende Infografik von DOMO an. Hier sieht man, dass bereits vor zwei Jahren 347 WordPress-Blog-Posts pro Minute erstellt wurden. Google verzeichnete mehr als 2 Millionen Anfragen pro Minute.

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Durch Anklicken der Infografik werden Sie zur Original-Grafik auf der Domo-Website weitergeleitet

Schauen Sie sich im Vergleich dazu die neuere Version dieser Infografik (Version 2.0) mit den aktualisierten Zahlen an. Demnach verzeichnet YouTube einen Anstieg von 48 auf 72 Stunden Videomaterial, das pro Minute hochgeladen wird. Google erhält 4 Millionen Anfragen pro Minute – das entspricht einem Anstieg von 100 %. Leider fehlen in dieser Grafik die WordPress-Zahlen.

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Was ich damit sagen will? Durch die zunehmende Datenmenge entstehen minütlich neue Infografiken. Eine einfache Google-Suche nach dem Stichwort “Infografik” ergibt knapp 2 Millionen Treffer, nach “infographic” sogar 64 Millionen (natürlich sind da auch Mehrfachnennungen enthalten, aber Sie wissen, worauf ich hinaus will).

Big Data macht es notwendig, Infografiken zu prüfen und schlechte von guten zu trennen. Doch nicht nur das; es wird auch zunehmend schwerer, eine seriöse, vertrauensvolle und nützliche Infografik zu “viralisieren”, gerade weil so viele Geschwister im Netz die Runde machen.

KissMetrics schätzt, dass eine virale Kampagne den etwa 500- bis 1000-fachen Effekt einer nicht-viralen Kampagne hat. Wenn auch Sie von einer solchen Strategie profitieren möchten, können Sie z. B. dafür sorgen, dass einschlägige Seiten auf Ihre Infografik aufmerksam werden.

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Im Folgenden finden Sie Tipps, wie Sie Ihre Infografik erfolgreich verbreiten. Die ersten beiden Tipps beziehen sich auf die Vorproduktions- bzw. Produktionsphase, alle anderen fallen unter die Postproduktion:

1. Seien Sie alles, nur nicht neutral

Wenn Sie die Massen bewegen und Ihre Infografik erfolgreich verbreiten wollen, müssen Sie erst mal für die richtigen viralen Bedingungen sorgen.
Sind Sie der Typ, der immer auf Nummer sicher geht und allem neutral gegenübersteht? Dann verpassen Ihnen die Leute schnell unterbewusst einen Stempel: langweilig.
Und wissen Sie was? Es gibt schon viel zu viele langweilige Dinge im Internet – werden Sie nicht Teil davon.

Bekennen Sie Farbe, seien Sie nicht neutral

Bekennen Sie Farbe, seien Sie nicht neutral

Um die Massen zu beeinflussen und etwas anzustoßen, dürfen Sie keine Angst davor haben, Ihren Standpunkt klar zu machen (was wiederum voraussetzt, dass Sie einen Standpunkt haben!). Ihr Ziel sollte sein, die Leute dazu zu bringen, Sie entweder zu lieben oder zu hassen, jedoch niemals von ihnen ignoriert zu werden.

2. Verwenden Sie schlagende Überschriften

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Verwenden Sie einfache, kurze und keywordreiche Überschriften. Eine gute Überschrift hat mindestens ein starkes Wort, das Emotionen einfängt (z. B. “Schock”, “Vertrauen”, “Warnung”, “Lügen”, “Fehler” etc.). Ein Hilfsmittel dafür ist Jon Morrow’s “52 Headline Hacks“. Es ist eigentlich für virale Blog-Postings gedacht, aber Sie können es ebenso gut für Infografiken verwenden.

3. An Portale senden

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Es gibt viele Portale, die sich auf Infografiken spezialisieren und Ihre sicher gerne veröffentlichen werden. Versuchen Sie es hier:

Eine Liste mit allen Portalen finden Sie hier.

4. Suchen Sie andere Möglichkeiten zur Veröffentlichung

Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Adressbuch auszupacken und alle Ihnen bekannten Blogger, Meinungsmacher, Trendsetter usw. zu kontaktieren. Partner, Websites, zu denen Sie eine Verbindung haben, Experten aus Ihrem Bereich… jeder Einzelne zählt! Fragen kostet nichts – ob sie Ihr Posting veröffentlichen oder nicht, bleibt ihnen überlassen.

Auch wenn Sie eher Seiten mit hohem Traffic ansteuern sollten, dürfen Sie Seiten mit weniger Traffic keinesfalls unterschätzen! Man weiß schließlich nie, wer mitliest.

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Eine andere Möglichkeit Leads zu generieren ist, Twitter nach Ihren bevorzugten Keywords zu durchsuchen. Wenn Sie Leute mit großer Anhängerschaft in Ihrer Nische finden, zögern Sie nicht, sie anzusprechen. Dasselbe gilt natürlich auch für Facebook.

Erstellen Sie eine Liste mit allen Facebook-, Twitter- und Blog-Kontakten, die über dasselbe Thema reden und schreiben Sie ihnen eine Mail. Je länger diese Liste ist, desto besser. Erstellen Sie dazu ein Excel-Dokument mit Spalten für die Kontaktdaten in den sozialen Netzwerken, E-Mail-Adressen und Websites.

Und fügen Sie einen Link zu einem relevanten Posting von deren Website hinzu – diesen sollten Sie dann in der E-Mail erwähnen. Das zeigt nicht nur, dass sie Gemeinsamkeiten haben, sondern auch, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben.

5. Suchen Sie jene, die es versäumt haben, Sie als Quelle zu nennen

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Es kommt schon mal vor, dass Leute Ihre Arbeit veröffentlichen, dabei aber vergessen, Sie zu verlinken. In solchen Fällen ist es ganz praktisch und auch klug, Ihre Infografik mit einem Wasserzeichen zu versehen. Picmarkr ist ein kostenloses Tool zum Ergänzen von Wasserzeichen. Aber auch wenn Sie Ihre Arbeiten mit einem Wasserzeichen versehen haben, ist es dennoch ratsam, darauf hinzuweisen, dass auf Ihre Seite verlinkt wird. Geben Sie dazu den Titel Ihrer Grafik bei Google ein. Nun sehen Sie alle Websites mit Ihrer Infografik. Besser noch: Laden Sie Ihre Infografik auf www.images.google.com hoch, um direkt danach zu suchen.

6. Bieten Sie exklusive Inhalte an

Einige einschlägige Websites werden Sie nach exklusiven Inhalten fragen. Bieten Sie ihnen einen zeitlich begrenzten Zugang zu solchen Inhalten an, um Ihre Chancen dort zu erhöhen.

Natürlich sollten Sie Ihre Arbeit auch anderen Blogs anbieten. Dazu reicht es, die Titel etwas zu verändern und verschiedene Versionen Ihrer Infografiken zu erstellen. Dann sind Ihre Partner zufrieden und Sie erhalten Traffic aus mehreren Quellen.

(dpe)

Ioanni Mitsakis

Ioanni Mitsakis ist Frontend-Entwickler bei einem großen europäischen Automobilzulieferer und dort verantwortlich für die Gestaltung der UIs der diversen internen Online-Tools, ohne deren Hilfe die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg aus heutiger Sicht undenkbar erscheint.

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1 Kommentar auf "Trotz Überschuss: Sechs Tipps zur Erstellung viraler Infografiken"

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