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Webdesign

Schützen Sie Ihre Ziele vor dem Verzetteln

Nicht nur ein neues Jahr mit seinen guten Vorsätzen beschert sie uns – Ziele sind ein Teil unseres Lebens, Ziele zu erreichen, ist eine Voraussetzung für Erfolg. Viele gehen aber auch unterwegs in die Irre und verzetteln sich mit ihren Zielen, laufen Gefahr, sie zu verfehlen. Lesen Sie, was Sie tun können, damit Ihnen das nicht passiert.

Nicht nur ein neues Jahr mit seinen guten Vorsätzen beschert sie uns – Ziele sind ein Teil unseres Lebens, Ziele zu erreichen, ist eine Voraussetzung für Erfolg. Viele gehen aber auch unterwegs in die Irre und verzetteln sich mit ihren Zielen, laufen Gefahr, sie zu verfehlen. Lesen Sie, was Sie tun können, damit Ihnen das nicht passiert.

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Schritt 1: Ziele herausarbeiten und klären

Eigentlich logisch: Wer ein Ziel anstreben und erreichen will, sollte es möglichst klar vor sich sehen. Ob das jetzt sein eigenes Ziel ist oder ein Auftrag/Projekt von Kunde und Co.

Trotzdem operieren viele eher mit vagen Wünschen als konkreten Zielen. Da werden Aufträge nach der „machen Sie mal”-Devise erteilt – und hinterher die vom nicht weiter spezifizierten Wunsch abweichenden Ergebnisse moniert. Oder man wundert sich, dass aus dem schönen Wunsch, sagen wir, „ich möchte etwas mit Webdesign machen”, keine handfesten Taten und Ergebnisse werden.

Aber nur klare Ziele werden Sie davor bewahren, diese wieder aus den Augen zu verlieren oder sich unterwegs zu verzetteln. Nur klare Ziele werden die Ergebnisse einfahren, die Sie sich von ihnen erhoffen.

Gehen Sie also auf die Suche. Schreiben Sie auf, welche Ziele Sie verfolgen, beziehungsweise klären Sie diese (vor dem Beginn!) mit dem Auftraggeber und lassen Sie diese abzeichnen. Machen Sie das schriftlich, denn nur so können Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich formulieren und jederzeit schwarz auf weiß nachlesen.

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Schritt 2: Nicht zielführende Ideen rauswerfen

Haben Sie Ihre Ziele? Gut, dann können Sie als Nächstes darangehen, sie zu verschlanken. Denn das ist neben unklaren Zielen der zweite große Stolperstein, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln: Die vielen guten Ideen, die man noch einbauen könnte, die aus einem klaren Ziel aber auch schnell ein Mammutprojekt mit ungewissem Ausgang machen können.

Fragen Sie sich immer: Ist diese Idee, dieses Detail notwendig, um mein Ziel zu erreichen? Oder ist es nur eine nette Zutat, ein „man könnte ja auch”, ein nice to have?

Ist es also beispielsweise notwendig, eine Fortbildung in Kommunikationsdesign zu machen, wenn Sie sich auf das Hosting oder den Verkauf von Anwendersoftware konzentrieren wollen?

Wie heißt es so schön „Zeit ist Geld” – und je mehr Zeit Sie damit verlieren, nicht notwendigen Details hinterherzulaufen, desto schwerer haben es Ihre Ziele.

Extra-Tipp: Checken Sie regelmäßig Ihren Tages- oder Wochenablauf, was Sie für Ihre Ziele tun konnten. Behalten Sie ein Auge auf allem, was mit Ihren Zielen nichts zu tun hatte, diesen vielleicht sogar kostbare Zeit gestohlen hat. Wir sind alle nur Menschen und selbst bei bester Absicht werden sich immer wieder blinde Passagiere ins System einschleichen.

Schritt 3: Rausgeworfene Ideen sammeln

Nebenbei, es hat niemand gesagt, dass Sie Ihre Ideen nicht nur rauswerfen, sondern auch noch wegwerfen sollen. Im Gegenteil. So manches Detail kann für Ihr jetziges Ziel zwar zu viel des Guten sein, sich aber in Zukunft noch als nützlich erweisen. Vielleicht möchten Sie ja später umsatteln und Webseiten nach modernen Kommunikationsprinzipien entwerfen. Dann ist es gut, wenn Sie wissen, wie Sie in einem solchen Fall weiter vorgehen können.

Prüfen Sie Ihre Ideen und sammeln Sie alles, was zwar viel versprechend ist, aber Ihr aktuelles Ziel nur unnötig aufblähen würde. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie halten Ihr Ziel schlank und die Gefahr, sich zu verzetteln, so klein wie möglich. Und Sie haben einen Vorrat an guten Ideen in der Hinterhand, mit denen Sie erreichte Ziele ausbauen und verfeinern können.

Schritt 4: Meilensteine und Zwischenziele setzen

Und auch das ist ein Knackpunkt, bei dem sich viele mit ihren Zielen verzetteln: Sie brechen ihr Ziel nicht in kleinere Teilziele oder Zwischenziele runter.

Damit fehlt ihnen aber der Überblick, welche Schritte sie einen nach dem anderen gehen wollen, um ihr Ziel zu erreichen. Der Gefahr, in die Irre zu laufen und auf dem Weg zu scheitern, sind so Tür und Tor geöffnet.

Beugen Sie dem vor, indem Sie detaillierte Zwischenziele ausarbeiten und sie in Meilensteinen festhalten. So wissen Sie immer genau, welche Aufgaben zu Ihrem Ziel gehören, welche Sie schon abgearbeitet haben und was noch auf Sie zukommt. Mehr noch, jedes erreichte Zwischenziel, jeder Meilenstein („bis hierher ist das und das zu tun”), den Sie als erledigt abhaken können, wird Sie auf Ihrem Weg zum Ziel motivieren, durchzuhalten.

Schritt 5: Reihenfolge herausarbeiten und terminieren

Gehen Sie dazu Ihr Ziel durch und halten Sie wieder schriftlich fest, welche Aufgaben alles dazugehören. Bringen Sie diese Aufgaben dann in eine sinnvolle Reihenfolge. („Zuerst mache ich A. Wenn ich das habe, kann ich darauf mit B aufbauen. Anschließend folgt dann C. Und so weiter …”) Peilen Sie grob über den Daumen, wie lange Sie für jede einzelne Aufgabe brauchen und versehen Sie sie mit einem Abgabetermin (Meilenstein). Zählen Sie alles zusammen und legen Sie den Endtermin fest.

Extra-Tipp: Wenn Ihre Ziele und Aufgaben noch nicht konkret genug sind, kann es helfen, „rückwärts” zu zählen. Das heißt, beginnen Sie mit dem Endtermin, machen Sie sich klar, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht und überlegen Sie, welche Aufgaben Sie sinnvoll in dieser Zeit bewältigen können. Streichen Sie anschließend alle Ziele rigoros zusammen, beziehungsweise werfen Sie wieder Aufgaben (Ideen) raus, die den Rahmen sprengen.

Schritt 6: Zielkonflikte vermeiden

Aber Achtung, vielleicht kennen Sie das Sprichwort „Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt” oder Murphys Gesetz „Was schief gehen kann, geht schief”? Das ist nicht nur ein Sprichwort, sondern öfter Tatsache als einem lieb sein kann – und ebenfalls eine Möglichkeit, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln.

Denn wenn Sie nicht genug Reserven einplanen, kann dieses Unwägbare Ihren Zeitplan so sehr verknappen, dass Aufgaben und (Teil-) Ziele aufeinander prallen und sich Zielkonflikte ergeben. Die folgende Hektik, was Sie nun zuerst erledigen wollen, ist eine perfekte Brutstätte für so manche Verzettelungsmaßnahme.

Extra-Tipp: Achten Sie am besten von vornherein darauf, nicht nur genug Puffer einzubauen, sondern auch sich widersprechende (Teil-) Ziele zu vermeiden. Wenn Sie beispielsweise Ihre ganze Kraft in Projekt A stecken müssen und nur wenige Stunden für Projekt B zur Verfügung haben, kann sich eine Katastrophe anbahnen, wenn B plötzlich virulent werden und ebenfalls Ihre volle Aufmerksamkeit beanspruchen sollte.

Schritt 7: Zielstrebig vorgehen

Nicht zu vergessen: Sie sollten sich auf Ihr Ziel natürlich auch einlassen und es zielstrebig verfolgen können. Sie dürfen sich nicht von anderen Dingen ablenken lassen. Laufen Ihnen weitere interessante Ziele über den Weg, schauen Sie, wie weit sie gegebenenfalls in Ihr Konzept passen und wo Sie sie zeitlich einbauen können.

Können Sie diese nicht einbauen? Dann überprüfen Sie die Prioritäten, passen eventuell Ihre Strategie an und verfolgen dann diese neuen Ziele konzentriert.

Versuchen Sie lieber nicht, alles gleichzeitig zu machen. Sie wissen schon, Murphys Gesetz, ausbrechende Panik, Frust, wenn man anscheinend nicht vorankommt, der Schlendrian, der bei einem zum großen Ziel- und Aufgabenberg als interne Notbremse („das ist mir jetzt alles zu viel, ich mache lieber gar nichts”) leicht Einzug hält und und.

Schritt 8: Ziele steuern, statt blind abarbeiten

Oder zusammengefasst: Laufen Sie nicht planlos los wie der Hase in der Fabel vom Hasen und dem Igel. Fangen Sie nicht einfach mit irgendetwas an und schlagen Sie sich dann durch. Es kommt nicht darauf an, sich voll reinzuhängen, sondern was unterm Strich übrig bleibt.

Steuern Sie Ihre Ziele. Gehen Sie sie in Gedanken oder auf dem Papier sorgfältig durch, werfen Sie alles raus, was ihren Erfolg gefährden könnte und behalten Sie permanent den Überblick. Dann dürften Sie auch erheblich weniger Gefahr laufen, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln. In diesem Sinne: Eine gute Fahrt. ™

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