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Dirk Metzmacher 18. Januar 2010

Schnittstellen zu Twitter – Werkzeuge zur Verwaltung

Als so genannter Power-User, Unternehmer oder Inhaber von mehreren Accounts ist eine Schnittstelle, die mehr Überblick verschafft, Zeit spart und vielleicht noch Zugänge zu weiteren Online-Diensten wie etwa Facebook ermöglicht, ein gesuchtes Feature. Die hier vorgestellten Beispiele sollen zeigen, wie unterschiedlich der Zugriff auf Twitter erfolgen kann.

TweetDeck

Das auf Adobe Air basierende TweetDeck etwa ermöglicht die Verwaltung von Twitter, Facebook, MySpace und LinkedIn. Eine gute Übersicht der @replies und Direct Messages wird geboten, wobei zusätzlich ein Button beim Kennzeichnen von Spam hilft, um das Postfach in Zukunft möglichst werbefrei zu halten. Tastaturkürzel helfen dabei, Twitter schneller zu bedienen. Auch die Option, Suchanfragen zu speichern, sorgt für eine Beschleunigung.

Man hat die Wahl zwischen den neuen Twitter- oder den traditionellen ReTweets, kann leicht mehrere Accounts aktualisieren sowie TwitterLists erstellen und verwalten. Zusätzlich kann man seine Follower ansehen, oder auch Videos und Fotos. Übrigens: Ein URL-Verkürzer und ein Übersetzungsservice sind im Paket enthalten.

Splitweet

Das Angebot von Splitweet ermöglicht ebenso die Verwaltung mehrerer Twitter-Accounts, wobei diese auch gleichzeitig mit einer einzigen Statusmeldung aktualisiert werden können. Das alles findet im Browser statt. Man kann hiermit auch leicht Antworten an die Accounts verfolgen, Direkte Nachrichten einsehen und Favoriten verwalten.

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Spezieller ist der Punkt Produkt Erwähnungen, der besonders Unternehmern gefallen wird. Unter diesem Reiter werden die Tweets zu einem oder mehreren festgelegten Produkten gesammelt. Perfekt, um die Kommunikation etwas zu lenken und um auf Kundenaussagen zu reagieren.

Seesmic Desktop

Auch der Seesmic Desktop basiert auf Adobe Air. Hier wird zur Unterstützung eine Autocomplete-Funktion angeboten. Wenn man etwa @replies oder eine Direct Message schreibt, listet Seesmic auf der Basis der bisher vorgenommenen Aktionen in Twitter potentielle Namen von Friends und Followern auf. Ein Reply-to-All-Button hilft dabei, die Kommunikation zu erleichtern.

Integriert sind weiterhin ein eigener URL-Shortener und ein Image-Sharing-Service. Das Interface ist in einzelne Spalten unterteilt, etwa für die eigenen Tweets oder die der Freunde. Eine sehr übersichtliche Bedienoberfläche, die man leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, etwa durch die einklappbare Sidebar oder die Änderung der Spaltenreihenfolge und -anzahl.

Twitter-Plugins für den Browser

Für den Browser werden einige nützliche Erweiterungen angeboten, wie etwa Shareaholic. Das Plugin wird gleich für sechs Browser zur Verfügung gestellt: Mozilla Firefox, Internet Explorer, Google Chrome, Flock, Safari und Songbird werden derzeit unterstützt. Shareholic ist wie eine Fernbedienung für das Social Web. Neben Twitter können auch Dienste wie etwa Delicious oder digg direkt angesteuert werden.

Wer beim Surfen mit Firefox immer über die neuesten Tweets informiert werden möchte, der sollte sich einmal twitbin ansehen. Nach der Installation werden in der Sidebar alle relevanten Funktionen geboten und aktuelle Meldungen dargestellt. Ein weiteres Plugin ist TwitterBar, das eine Aktualisierung über die Adresszeile des Browsers ermöglicht. Auch kann nur der Link der aktuellen Seite gesendet werden. Eine Suche wurde ebenso integriert.

TwitterFox (jetzt Echofon) zeigt schon im Namen, dass dieses Interface für den Firefox gedacht ist. Wer seine Twitter-Timeline in einer Toolbar von Firefox angezeigt bekommen möchte, der sollte Twitter Line installieren. Yoono ist wieder eine Erweiterung für Firefox und den Internet Explorer. Hiermit können Twitter, Facebook, MySpace, Flickr und viele weitere Dienste bedient werden – auch alle gleichzeitig mit einer Statusmeldung.

Bedienfreundlich zeigt sich Yoono auch bei der integrierten Suchfunktion, einer Filterung nach einem Social-Service (wie etwa nur auf Twitter eingeschränkt) sowie Ergebnissen, die sich aus der aktuellen Seite ableiten. So werden etwa ähnliche Seiten, Wikipedia-Beiträge oder passende YouTube-Videos aufgereiht.

tweetpkr

Der tweetpkr ist ein Bookmarklet (also ein kleines in Javascript, das als Bookmark abgespeichert wird), das nach der Eingabe des Benutzernamens und des Passworts als Favorit abgelegt wird und mit einem Klick darauf eine Sidebar aufruft, welche eine schnelle Übersicht und Aktualisierung des Accounts ermöglicht.

Netvibes

Wer Netvibes einsetzt hat vielleicht schon gesehen, dass unter Inhalte hinzufügen und Wichtigste Widgets auch ein Twitter-Widget zu finden ist. Damit ist das Absenden der Kurzmeldungen möglich und auch Listen, Direktnachrichten und Favoriten sowie Antworten und Leser können abgerufen werden.

Ich habe es für mich so eingerichtet, dass Twitter für einen eigenen Reiter steht, wobei dort neben dem Widget noch eine Hand voll mir wichtiger Twitter-User dank Feed hinzufügen eingebunden sind. Gerade im Zusammenspiel mit den weiteren Feeds ein gutes Werkzeug.

Twitscoop

Twitscoop will neben den üblichen Zugängen zum Senden von Tweets und der Verarbeitung von Direktnachrichten und @replies vor allem aktuelle Trends erfassen. Und man bleibt auch Nahe am Geschehen, gänzlich ohne dem Neuladen der Seite. Dazu passt auch, dass Suchanfragen gespeichert und bit.ly getrackt und später dann Statistiken verfolgt werden können.

hellotxt

Der Service hellotxt möchte Schnittstelle zu zahlreichen Microblogging-Diensten sein, wie eben zu Twitter, aber auch zu friendfeed, identi.ca, frazr oder meemi. Auch Netzwerke wie etwa Facebook oder MySpace werden unterstützt. Leicht können hiermit Bilder (etwa von Flickr oder über einen Upload), Videos (etwa von YouTube oder einer URL), Musikdateien (Blip) oder auch lustige Zitate eingebunden werden. Die Statusmeldungen können über die Website, mit einer SMS, per Mail, Telefon, Mobil oder auch per Feed aktualisiert werden.

Birds in a tree

Tweetree und twitree gehen einen anderen Weg und legen ihr Interface über das von Twitter. So bleiben Hintergrundgrafik und festgelegte Farben erhalten. Die gewohnte Umgebung, allerdings mit einem ungewohnten Aufbau der Seite. Dieser entspricht einem Baumstamm, in dem aktuelle Meldungen auch mit Bildmaterial (tweetree) oder aber die Freunde als aufklappbare Meldungen (twitree) wachsen.

HootSuite

Mit HootSuite erhält man ein sehr edles und durchdachtes Interface mit den üblichen Möglichkeiten der Aktualisierung und Verfolgung von Inhalten bei Twitter. Gute Ideen liegen hier im Detail. Man kann Reiter anlegen, was die Übersichtlichkeit doch recht steigert. Die Reihenfolge und Darstellung der einzelnen Reiter kann leicht angepasst werden, wenn etwa die Spalten mit Inhalten befüllt werden. Diese Inhalte könnten neben verschiedenen Accounts auch Suchabfragen oder Keywords sein.

Grafisch recht ansprechend wurde das Absenden von Tweets gleich an mehrere Accounts gelöst. Die Profilbilder werden dazu angeklickt und ein Häkchen zeigt die Auswahl an. Ein User Management ermöglicht die Bearbeitung der Accounts durch verschiedenste Anwender. Für die eigene Website können Spalten als Code-Schnippsel entnommen und etwa in einem Weblog veröffentlicht werden. Statistiken und die Optionen, Gruppen anlegen zu können oder einen RSS-Feed einzubinden, runden das Angebot gut ab.

Weitere Zugänge

Auch wenn die Grundfunktionen unglaublich einfach sind, konnte die Idee von Twitter überzeugen. Wie gut die Schnittstelle funktioniert, zeigen die Tools. Erwähnen ließen sich noch twhirl, Tweetvisor oder auch Snitter, die typisch sind mit ihren Möglichkeiten, Updates zu veröffentlichen, Internetadressen zu verkürzen oder Tweets zu filtern.

(sl)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

8 Kommentare

  1. Danke für diese Zusammenstellung und den persönlichen Tipp mit Netvibes. Das werde ich auch so versuchen.

  2. Shareholic scheint nun auch Teil der Google Toolbar geworden zu sein. In der V7 Beta findet sich die Funktion Freigeben und das Shareholic-Icon.

  3. Nette Übersicht, werde mir vielleicht am Wochenende das ein oder andere Tool genauer anschauen.

    Ich selbst nutze seit einigen Monaten HootSuite und bin sehr begeistert. Aber es schadet ja nichts, sich auch mal die Konkurrenz anzuschauen. Vielleicht hat ja jemand ein Feature von dem ich bis jetzt nicht wusste, dass ich es unbedingt brauche ;-)

  4. Das ist keine Programm um Tweets zu verwalten aber eine nützliche PHP Class um Tweets auf Homepages anzuzeigen.
    Funktioniert super und kann auch verwendet werden um Tweets mit einem #Hastag auszulesen.

    http://blog.robocode.ch/210/php-twitter-klasse/

  5. Eine interessante Liste, vielen Dank für die guten Tipps. Da sind so einige dabei, die ich noch nicht kenne.
    TweetDeck ist bis jetzt mein absoluter Favorit. Die vielen Funktionen und die einfach veränderbare Benutzeroberfläche sind wirklich praktisch. HootSuite verwende ich auch recht oft. Bei diesem Tool gefällt mir vor allem die Timing-Funktion.

  6. Das Twittergadget für Googlemail (http://www.twittergadget.com) ist für zwischendurch auch recht komfortabel…

  7. Twitterfeed.com ist auch sehr interessant dort kann man seinen Blog-Feed anmelden und jedes mal wenn man einen neuen Blogbeitrag veröffentlicht wird dieser automatisch getwittert.

  8. Und nicht vergessen: TwinBox für Outlook, da kriegt man die Tweets direkt ins Outlook und kann auch von dort twittern. Zwei Wermutstropfen: Nur bit.ly als URL shortener (ich hab einen eigenen Server auf YOURLS Basis), und nur ein Twitter-Account möglich.

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