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Dieter Petereit 25. Juni 2019

Schneller geht’s nicht: So stampfst du einen Online-Shop buchstäblich aus dem Boden

Wenn du nur eine Handvoll Produkte hast, die du digital verkaufen willst, dann wird die Überlegung, einen Onlineshop dafür zu eröffnen, nicht sehr attraktiv erscheinen. Und wenn du haufenweise Produkte zu verkaufen hast, erst recht nicht. Es gibt indes eine Lösung, mit der du in beiden Fällen schnellstmöglich zum Ziel gelangst.

Wenn es ums Geld geht, hört der Spaß auf. Da gilt es nicht nur, eine ordentliche Produktverwaltung nebst nachfolgender Administration der Bestellungen, Zu- und Abgänge und dem ganzen Inkasso auf die Beine zu stellen. Das ist letzten Endes etwas, das jeder E-Commerce-Kaufmann heutzutage in der Berufsschule lernt. Da geht es auch um technische Zuverlässigkeit und Datensicherheit in der Zahlungsabwicklung.

Onlineshops will ich nicht mit der Hand bauen

Der Onlineshop ist daher ein Modul einer Internetseite, bei dem ich sehr gerne auf externe Dienste zurückgreife. Ich sehe mich nicht nächtelang an Konfigurationen schrauben und in ständiger Angst vor dem nächsten Hacker leben. Ich möchte lediglich mein wachsendes Portfolio an Büchern verkaufen und kein Certified Professional für irgendein Shop-System werden.

Hinzu kommt, dass der Ablauf eines Kaufes in einem Onlineshop so klar mit Best Practices beschrieben werden kann und beschrieben worden ist, dass es hier gar keine echten Spielräume dafür gibt, sich vom Wettbewerb abzusetzen. Das erreiche ich nur über das Design des Shops an sich und natürlich über das Produktportfolio, mit dem ich mich als kleinerer Anbieter jedenfalls von den Großen absetzen muss. Metoo im E-Commerce ist zu riskant.

Wix ist mein Baukasten der Wahl

Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich also für die Nutzung eines Homepage-Baukastens, der eine Shoplösung mitbringt. Meine Beweggründe, warum ich als Designer keine Berührungsängste gegenüber Baukastensystemen habe, kannst du in diesem Beitrag nachlesen. Und, wie es sich gehört, nehme ich meinen Favoriten, den Homepage Baukasten von Wix.

Wenn du „Wix” hier auf Dr. Web in den Suchschlitz eingibst, dann findest du eine regelrechte Fülle an Beiträgen. Mit dem System aus Tel Aviv befassen wir uns seit Jahren, genauer genommen seit der Umstellung der Wix-Editor-Basis von Flash auf HTML. Das war irgendwann um 2012.

Wenn du ein visuell arbeitender Designer bist, der auch Photoshop, Illustrator und Designer oder meinetwegen die Palette von Affinity, als Werkzeuge schätzt, wirst du dich bei Wix direkt heimisch fühlen. Denn optisch und von der Bedienlogik her fühlst du dich damit in Freundes Land.

Ruckzuck: So schnell geht dein Shop online

Im folgenden vereinfache ich natürlich etwas. Es steckt insgesamt dann doch etwas mehr Arbeit dahinter als du jetzt sehen wirst. Aber der Ansatz ist deutlich. Du kannst kaum schneller einen Online Shop erstellen als mit Wix

Einen Account habe ich schon. Also logge ich mich ein und wähle den Punkt „Neue Website erstellen”:

Wix fragt mich, welche Art von Website ich erstellen möchte. Ich wähle „Online-Shop”:

Nun habe ich die Möglichkeit, zu entscheiden, ob Wix mir mittels eines KI-ähnlichen Assistenten, dem ich Fragen beantworten müsste, einen Entwurf vorschlagen soll, oder ob ich manuell weiterarbeiten möchte. Ich entscheide mich dafür, eine Website auf der Basis einer Vorlage zu erstellen:

Im nächsten Schritt schlägt Wix mir direkt Vorlagen vor, die speziell für Onlineshops erschaffen wurden. Das Vorlagen-Portfolio ist thematisch noch weiter untergliedert. Für unser Beispiel wähle ich ein Design für einen Fahrradladen aus:

Ich gelange nun in den Bearbeitungsmodus, das Design-Tool, den visuellen Editor. Das Layout wird mir in WYSIWYG-Form anbgezeigt. Alle Änderungen, die ich nun vornehmen werde, erfolgen inline.

Dabei finde ich in der links angeordneten Werkzeugleiste direkt die Shopverwaltung:

Hier lege ich Produkte an. Hier verwalte ich jedoch auch die Shopseiten und -elemente, die meinen digitalen Laden optisch charakterisieren sollen. Zunächst gilt es, die erforderlichen Shopseiten anzulegen.

Über die Auswahl der Shopelemente sorge ich für ein geschmeidiges Kundenerlebnis. An dieser Stelle füge ich ebenso den Warenkorb, respektive den Kaufen-Button zum Layout hinzu.

Wichtige Grunddaten für den Shop, schnell hinterlegt

Jetzt wechsele ich zu den Einstellungen meines Shops und hinterlege wichtige Daten, allen voran die akzeptierten Zahlungsweisen. Hier kannst du Paypal oder Sofort-Überweisung wählen, was in Deutschland schon fast ausreichen sollte. Wix bietet dir aber auch ihr eigenes Zahlungssystem namens Payments an, das es dir erlaubt, Kredit- und Debitkartenzahlungen über Wix zu akzeptieren. Dafür werden marktübliche Transaktionsgebühren fällig und du bist zahlungsmäßig direkt internationalisiert.

Nun fehlen noch die Angaben zu Versand und Steuerpflicht, die ebenfalls bequem über die Einstellungen konfiguriert werden. Jetzt solltest du deine Produkte erfassen, denn mit echten Daten gestaltet es sich angenehmer.

Wenn du alles soweit stehen hast, widmest du dich der Optik deines Shops oder deiner Website insgesamt, wenn du den Shop als integralen Bestandteil selbiger eingebaut hast.

Was dein Onlineshop kostet

Um das Modul „Onlineshop” nutzen zu können, buchst du einen der Pläne aus dem Angebotsportfolio namens „Business & eCommerce”. Du wählst zwischen drei Varianten, wobei die günstigste 20 EUR pro Monat kostet. Im wesentlichen unterscheiden sich die Pläne in der Frage des Inklusivvolumens. „Business Basic” für 20 EUR bietet 20 GB Speicherplatz, für 26 EUR erhältst du 35 GB und für 35 EUR dann 50 GB. Die Bandbreite ist in allen Fällen unbeschränkt. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Fazit: Schneller geht es wirklich nicht

Natürlich kannst du dich auch mit WordPress und Woocommerce befassen und einen Shop auf dieser Basis bauen. Das ist indes bei weitem nicht so einfach und schnell und insgesamt effizient, wie die Verwendung des Baukastens aus Tel Aviv. Auf den ersten Blick ist die Kombi aus WordPress und Woocommerce natürlich günstiger, aber du hast weit mehr Aufwand damit und musst dich um die Sicherheit sämtlicher Prozesse selber kümmern.

In der gleichen Zeit habe ich schon mindestens zehn weitere Onlineshops mit Wix aus dem Boden gestampft.

(Beitragsbild: Pete Linforth / Pixabay)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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