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Dieter Petereit 20. Dezember 2017

Save Christmas: Was du einem Designer auf keinen Fall schenken solltest!

Einem geschenk­ten Gaul schaut man nicht ins Maul? Sag das mal einem Designer. Sein Sinn für Ästhetik ist fast schon mili­tant. Deshalb, pass gut auf die­ses Weihnachten.

Man kann halt nicht raus aus seiner Haut.

Es ist ja nicht weni­ger als logisch. Menschen, die sich Tag für Tag mit der Frage, wie etwas am bes­ten aus­se­hen und funk­tio­nie­ren wird, aus­ein­an­der­set­zen, gehen so in die­ser Betrachtung auf, dass sie auch nach Feierabend im Bewertungsmodus blei­ben. Ich kann frei­mü­tig geste­hen, dass es bei mir, sehr zum Missfallen mei­ner Liebsten, auf jeden Fall so ist.

Im Restaurant: Wer hat denn die­se Speisekarte gestal­tet? Meine Güte.
Beim Schlendern durch die nächt­li­che Stadt: Oh nein, eine Leuchtwerbung aus der Hölle.
Beim Fernsehen: Dieser Spot geht ja mal gar nicht. Welche Agentur hat den bloß ver­bockt?
Beim Frühstück: Unfassbar, wie vie­le Rechtschreibfehler bei der Lokalzeitung das Lektorat pas­sie­ren.

Ich fin­de das voll­kom­men nor­mal. Schließlich wer­de ich tag­täg­lich mit unglaub­lich viel schlech­tem Design gequält. Dass es damit für Freunde, Bekannte und Verwandte zusätz­lich schwie­rig wird, wenn es dar­um geht, mir etwas zu schen­ken, kann ich natür­lich ver­ste­hen.

12 Dinge, die du einem Grafikdesigner niemals zu Weihnachten schenken solltest

So ist es gera­de­zu ein Segen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen vom Creative Bloq die­ses Jahr des Themas anneh­men und in einer kur­zen, kna­cki­gen Infografik hilf­rei­che Tipps geben. Sie stel­len die “12 Dinge, die du einem Grafikdesigner nie­mals zu Weihnachten schen­ken soll­test” zusam­men.

Auch, wenn der ein oder ande­re Punkt ziem­lich krass scheint, Recht haben sie:


Die gan­ze Infografik fin­dest du drü­ben im Creative Bloq. (Screenshot: Dr. Web)

Die Tipps des Creative-Bloq-Teams las­sen sich grob zusam­men­fas­sen in dem Ratschlag, dass du einem Designer kei­nen Schund schen­ken soll­test. Das klingt sno­bis­tisch, ist aber den­noch ein guter Rat, denn wem ist gehol­fen, wenn dein doch gar nicht so bil­li­ges Geschenk nach Weihnachten im Restmüll lan­det?

Dabei kannst du die­se Art von Peinlichkeit ganz leicht ver­mei­den, wenn du dei­nen eige­nen Geschmack nicht zum Maßstab dei­nes Handelns erhebst. (Es sei denn, du bist Grafikdesigner(in)). Lustige Katzenbildchen auf einer bil­li­gen Porzellantasse aus dem nächs­ten Nanunana fin­det der Designer nicht lus­tig. Grausige T-Shirts mit Cliparts und Slogans aus einem Poesialbum der Sechziger eben­falls nicht. Und ein Bleistift ist noch lan­ge kein Bleistift, wie auch ein Notizbuch nicht im Grunde das glei­che wie ein Moleskine ist.

Wenn du schon irgend­wel­chen teu­ren Schund gekauft hast und dich par­tout jetzt nicht mehr davon abbrin­gen las­sen willst, es auch zu schen­ken, dann ach­te wenigs­tens auf eine groß­ar­ti­ge Verpackung. So wird das Unboxing zum eigent­li­chen Geschenk. Und heb den Kassenbon auf…

Wenn du jetzt empört bist, sei es ruhig. Besser ich empö­re dich, als die Zielperson dei­nes Geschenks und beden­ke, dass ich es hier deut­lich über­spitzt habe, so wie es die Kollegen vom Creative Bloq natür­lich auch tun. Lies es mit der gebo­te­nen Gelassenheit…

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Ein Kommentar

  1. Toller Artikel,besonders der Teil mit den Dingen die man einem Grafikdesigner nicht schen­ken soll, Humorvoll und lus­tig

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