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Dieter Petereit 21. Mai 2014

Public Domain Archive: Hochauflösende Fotos zum Nulltarif

So lang­sam wird es unüber­sicht­lich auf dem Markt der Bild-Provider. Nachdem jah­re­lang die kos­ten­pflich­ti­gen Dienstleister domi­nier­ten, schie­ßen in den letz­ten Monaten immer mehr freie Anbieter ins Kraut. Anbieter, die für die Nutzung ihrer viel­fach hoch­wer­ti­gen Fotos, nichts, nicht ein­mal ein Dankeschön ver­lan­gen. Eines die­ser hoch­wer­ti­gen Angebote kommt aus dem ame­ri­ka­ni­schen Bundesstaat Georgia und wird vom Fotografen und Designer Matt Hobbs nebst Frau Shayna, eben­falls Fotografin, gehegt und gepflegt. Noch ist es klein, aber schon loh­nens­wert.

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Public Domain Images: die sicherste Variante der Bildlizenz

Bekanntlich ist die Verwendung von Bildern im Weltennetz nicht ganz ohne Risiken. Wir hat­ten vor kur­zem hier bei Dr. Web erst einen Grundlagenartikel dazu. Die sichers­te Variante einer Bildlizenz stellt stets die Freigabe des Bildes in die Public Domain, also das Gemeineigentum, dar. Auch wenn Gemeineigentum in Deutschland, anders als in den USA und ande­ren Ländern in Reinkultur nicht mög­lich ist, weil man in Deutschland nicht wirk­lich auf alle Rechte am Bild ver­zich­ten kann, stellt die Public Domain den­noch die am wenigs­ten mit Risiken belas­te­te Alternative dar.

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So wie ich es für Lebensmittelfotos hand­ha­be, so hand­habt es Matt Hobbs für sämt­li­che Bilder, die er bereit­stellt. Auf dem Public Domain Archive gibt es ledig­lich Bilder, die völ­lig frei von recht­li­chen Belastungen sind. Sie kön­nen sie frei her­un­ter­la­den und damit anstel­len, was immer Sie wol­len. Sie kön­nen sie bear­bei­ten bis zur Unkenntlichkeit. Sie kön­nen sie in jeder Hinsicht frei, also ins­be­son­de­re auch in kom­mer­zi­el­len Projekten, ver­wen­den. Und Sie brau­chen kei­ne Urheberangabe, Verlinkung oder sons­ti­ge Nennung der Herkunft anzu­brin­gen.

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Public Domain Archive: ein paar Dutzend Bilder erst, aber auf Wachstum gepolt

Die meis­ten der Bilder im Public Domain Archive stam­men aus Hobbs Kamera. Lediglich ein klei­ner Bereich namens Vintage beher­bergt eini­ge Werke der pho­to­gra­fi­schen Altväter. Grundsätzlich kann sich jeder betei­li­gen. Matt akzep­tiert Einsendungen ab fünf Bildern. Die Fotos dür­fen nicht mit Smartphones geschos­sen sein und die Fotografen müs­sen bereit sein, all ihre Bildrechte abzu­ge­ben.

Bislang scheint sich an die­ser Front nichts zu tun. Matt ver­weist statt­des­sen immer mal auf wei­te­re Seiten, etwa Gratisography, das treue Dr. Web-Leser ja auch bereits ken­nen und bestückt sel­ber flei­ßig die aktivs­te Sektion des Archive, näm­lich die Daily Images.

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Das Public Domain Archive star­te­te Anfang Februar 2014 mit einer Grundausstattung an Bildern und dem Versprechen, dem Bestand wöchent­lich neu­es Material zuzu­fü­gen. Bislang hat Matt Wort gehal­ten. Zu berück­sich­ti­gen ist, dass auch Hobbs Public Domain Archive, ähn­lich wie Death to the Stock Photo oder Picjumbo nicht nach den Prinzipien eines Service vom Kaliber etwa Shutterstocks arbei­tet. Es wird gar nicht erst ver­sucht, alle mög­li­chen Themenbereiche abzu­de­cken. Stattdessen wird gege­ben, was eben da ist. Das kann per­fekt zu Ihrem Projekt pas­sen, oder eben über­haupt nicht.

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Wer also schnell ein bestimm­tes Bild benö­tigt, hat anders­wo grö­ße­re Chancen. Wer aber zeit­lich fle­xi­bel ist und das Stöbern liebt, wird über kurz oder lang auch Nützliches im Public Domain Archive fin­den. Nehmen Sie die Seite auf jeden Fall in Ihre Bookmark-Sammlung auf.

Übrigens: Naheliegenderweise stam­men alle in die­sem Beitrag ver­wen­de­ten Bilder aus dem Public Domain Archive.

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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