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Andreas Hecht 15. Oktober 2018

Produktivität steigern: So schreibst du mehr in kürzerer Zeit

Wenn du ger­ne und viel schreibst, hast du dich viel­leicht schon mal gefragt, ob du nicht in der glei­chen Zeit mehr Posts ver­fas­sen könn­test. Für Menschen, die beruf­lich viel schrei­ben müs­sen, ist die­se Frage nicht bloß inter­es­sant, son­dern schon sehr wich­tig. Freiberufliche Journalisten bestim­men mit die­sem Faktor letzt­end­lich auch ihr Honorar. Je mehr sie in einer bestimm­ten Zeit schrei­ben kön­nen, des­to mehr Geld ver­die­nen sie – eine ordent­li­che Auftragslage mal vor­aus­ge­setzt.

In die­sem Beitrag gebe ich dir eini­ge Tipps, die der täg­li­chen Praxis ent­stam­men und dabei hel­fen sol­len, weni­ger Zeit pro geschrie­be­nem Artikel auf­wen­den zu müs­sen.

Einige Worte zum Einstieg

Manche der nun fol­gen­den Tipps hören sich viel­leicht etwas pro­fan an. Das lässt dich viel­leicht zwei­feln, ob sie hel­fen kön­nen. Doch ich ver­si­che­re dir, jeder ein­zel­ne die­ser Tipps kommt direkt aus der Praxis und kann defi­ni­tiv hel­fen, schnel­ler zu schrei­ben.

0. Schreibe alle Ideen für Artikel sofort auf

Sehr oft hat man Ideen für tol­le Artikel, die kur­ze Zeit spä­ter jedoch ver­ges­sen sind, weil man sie nicht sofort notiert hat. Vielleicht schaffst du dir ein eige­nes Ideen-Buch an, dass du stän­dig mit dir füh­ren kannst. Notiere ein­fach alle Ideen sofort im MOment ihres Aufkommens. Wenn es dann an das Schreiben eines Artikels geht, hast du sofort eine Idee parat und es kann los­ge­hen.

1. Bereite dich gut vor

Bevor du zu schrei­ben beginnst, suche alle nöti­gen Quellen für dei­nen geplan­ten Artikel zusam­men. Gehe eini­ge Minuten in dich und über­den­ke die Struktur des zu schrei­ben­den Beitrags. Denke auch an even­tu­ell benö­tig­tes Bildmaterial, down­loa­de es und lege es auf dei­nem Desktop bereit.

2. Setze dir eine (tägliche) Deadline

Wenn du dir bewusst eine täg­li­che Deadline setzt, an der du auf­hö­ren willst, zu schrei­ben, wirst du vor­aus­sicht­lich auto­ma­tisch schnel­ler wer­den, denn du hast ein zeit­li­ches Ziel. Du beeilst dich etwas mehr als ohne eine kla­re Zielschnur. Du kennst sicher­lich das alte Gesetz, wonach eine Aufgabe immer die­je­ni­ge Zeitspanne aus­fül­len wird, die für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

3. Fang mit dem zweiten Absatz an

Der ers­te Absatz eines Blogposts ist sehr wich­tig. Er ist der “Lead”-Absatz und soll erklä­ren, wor­um es geht. Daher hal­ten sich vie­le Menschen zu lan­ge damit auf, einen guten ers­ten Absatz zu ver­fas­sen. Fang ein­fach mit dem zwei­ten Absatz an und schrei­be den ers­ten zu aller­letzt. Erstens bist du dann immer noch im “Flow” und kannst die­sen Job wahr­schein­lich ein­fa­cher und schnel­ler erle­di­gen. Zweitens weißt du dann, wovon dein Beitrag genau gehan­delt hat und kannst eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Einleitung viel ziel­si­che­rer schrei­ben.

4. Schreibe gegen die Uhr

Dieser Tipp wirkt bei mir her­vor­ra­gend. Ich nut­ze eine Timer- / Countdown-App beim Schreiben. Bevor ich mit einem Artikel anfan­ge, über­le­ge ich mir eine Zeitspanne, in der ich den betref­fen­den Beitrag geschrie­ben haben muss und stel­le mei­nen Countdown ein. Nach Ablauf der ein­ge­stell­ten Zeit gibt die App einen deut­lich hör­ba­ren Ton von sich.

Timer App für Windows | Timer App für Mac OS X

5. Finde heraus, zu welcher Zeit du am produktivsten bist

Nicht jeder Mensch kann zu jeder Zeit gleich krea­tiv oder schnell sein. Manche Menschen; dar­un­ter auf­fal­lend vie­le Top-Manager; sind am sehr frü­hen Morgen am pro­duk­tivs­ten. Wenn dir das Schreiben früh­mor­gens leich­ter fällt, steh früh auf. Wenn du erst abends fit wirst, nut­ze die Abendstunden zum Schreiben.

6. Schreibe nur über Dinge, die du magst

Viele Menschen kön­nen über Dinge, die sie mögen, schnel­ler schrei­ben als über Dinge, die sie nicht mögen. Dieses Phänomen beob­ach­te ich auch bei mir selbst. Artikel zu Themen, die ich mag, sind schnel­ler ver­fasst als Beiträge zu Themenbereichen, die mir nicht lie­gen.

7. Fasse dich kurz

Stelle dir ab und zu wäh­rend des Schreibens die Frage, ob man die Aussage auch mit weni­ger Worten ver­ständ­lich machen kann. Schreibe – wenn mög­lich – kur­ze Sätze. Hilfreich sein kann auch die Vorstellung, man müs­se jeden Satz in nur 140 Zeichen (wie dun­ne­mals für Twitter) schrei­ben. Bedenke: Was du in 3 Absätzen erzäh­len kön­nest, soll­test du durch­aus auch in 3 Absätzen erzäh­len.

8. Schreibe, aber editiere nicht

Schreibe ein­fach dar­auf los und ach­te nicht auf Rechtschreibfehler und ähn­li­ches; ein­fach schrei­ben, bis der Artikel been­det ist. Es hat sich als effek­ti­ver und schnel­ler erwie­sen, Rechtschreibung und Stil in einem Zug nach Beendigung des Beitrags zu kor­ri­gie­ren. Erst nach­dem ein Artikel been­det ist, ist die Zeit gekom­men, um Fakten noch­mal zu che­cken und gege­be­nen­falls (wei­te­re) Quellen hin­zu­zu­fü­gen.

9. Alle Störfaktoren ausschalten

Schließe die Tür, schal­te das Telefon und dein Smartphone laut­los. Auch der E-Mail-Client soll­te wäh­rend die­ser Zeit geschlos­sen wer­den. Wenn du nicht gestört wer­den kannst, hast du es leich­ter, in den Zustand des “Tunnels” zu kom­men, ein Zustand, in dem das Schreiben idea­ler­wei­se wie von selbst läuft.

10. Probiere es mit Spracherkennungs-Software

Viele Menschen kön­nen wesent­lich schnel­ler reden, als sie schrei­ben kön­nen. Da ist es nicht abwe­gig, dar­über nach­zu­den­ken, ob man nicht durch den Einsatz einer Spracherkennungs-Software sei­ne Artikel wesent­lich schnel­ler ver­fas­sen könn­te. Jon Morrow von Copyblogger nutzt für jeden zu schrei­ben­den Artikel eine sol­che Software.

11. Sei kein Perfektionist

Perfektionisten haben es im schrei­ben­den Gewerbe schwer. Denn je öfter sie sich den geschrie­be­nen Artikel durch­le­sen, des­to grö­ßer wird das Verlangen, die­sen wie­der und wie­der umzu­tex­ten. Ich emp­feh­le, das nicht zu tun. Stehe zu dei­nem Schreibergebnis. Den per­fek­ten Text gibt es nicht.

12. Eine einige Punkte zusammenfassende Infografik

Acht Geheimnisse, die dich schnel­ler schrei­ben las­sen (sol­len).

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Bildquelle: 8 Secrets to Writing Faster Blog Posts

Fazit

Im heu­ti­gen Beitrag habe ich dir 11 gute Tipps und eine Infografik zur Hand gege­ben, wel­che dir hel­fen kön­nen, schnel­ler und effek­ti­ver zu schrei­ben. Mir jeden­falls haben eini­ge die­ser Tipps sehr gehol­fen. Im Ergebnis kann ich nun fast die dop­pel­te Arbeit in der­sel­ben Zeit erle­di­gen. Welche Tipps funk­tio­nie­ren für dich per­sön­lich gut?

Links zum Beitrag

(Artikelbild: Depositphotos)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

4 Kommentare

  1. Gute Tipps, aber einer scheint mir noch zu feh­len: üben, üben, üben. Mit dem Schreiben ist es so wie mit fast allen Fertigkeiten. Je öfter man sie aus­übt, des­to mehr Routine bekommt man und des­to schnel­ler geht es. Wer viel schreibt, wird das schnell selbst fest­stel­len.

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