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Dieter Petereit 10. April 2018

Pixelify: Designer-Community für den unkomplizierten Freebie zwischendurch

Der Erwerb kos­ten­lo­ser Produkte muss nicht optisch und funk­tio­nal dem Grabbeltisch oder der Resterampe glei­chen. Dass es auch ele­gant und kom­for­ta­bel geht, zeigt Pixelify.

Wo sind die schicken Plattformen für die Verteilung von Freebies?

Mats-Peter Forss ist ein am Minimalismus ori­en­tier­ter Designer aus dem fin­ni­schen Ort Rauma. Seit Jahren ver­kauft er sei­ne digi­ta­len Design-Produkte über den Creative Market. Auch in den sozia­len Netzen der Kreativen, etwa Behance, ist er aktiv.

Die Idee zu Pixelify, dem Dienst, den ich dir heu­te vor­stel­le, kam ihm, als er fest­stel­len muss­te, dass weder die popu­lä­ren Marktplätze, noch die vor­geb­lich spe­zia­li­sier­ten sozia­len Netzwerke für Kreative eine ein­fa­che Möglichkeit boten, kos­ten­lo­se Designelemente zu ver­tei­len. Während die Marktplätze sich tra­di­tio­nell schwer tun mit dem radi­kals­ten Preis von allen, sind die sozia­len Netze weni­ger zur Distribution als mehr zur Stimulation geeig­net.

Pixelify.net: Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

Wenn du ein­fach und unkom­pli­ziert eine Schrift für lau unters Volk brin­gen willst, dann kannst du das zwar auch bis­her schon tun. Der Prozess ist aber nicht sehr strom­li­ni­en­för­mig. Zu die­sem Schluss jeden­falls gelang­te Forss und mach­te sich dar­an, einen eige­nen Dienst zu schaf­fen, der sich desi­gne­risch stark am Creative Market ori­en­tiert, aber sich eben aus­schließ­lich der Freebie-Distribution wid­met.

Forss Ziel besteht dar­in, über Freebies zu einer grö­ße­ren Popularität und Bekanntheit zu gelan­gen, um letzt­lich sich selbst als Marke eta­blie­ren und sei­ne kom­mer­zi­el­len Angebote so bes­ser pushen zu kön­nen. Und weil er ers­tens ein net­ter Kerl ist und zwei­tens auch weiß, dass er allei­ne kei­nen popu­lä­ren Freebie-Dienst voll­ma­chen wird kön­nen, leg­te er Pixelify, so der Name sei­nes Sprösslings, direkt als Community an.

Pixelify: Best Practice in jeder Hinsicht

Designende aller Nationen kön­nen nun unkom­pli­ziert ihre Elemente über Pixelify an den Mann brin­gen. Um Missbrauch zu ver­hin­dern, ver­spricht Forss den gesam­ten Vorgang stets zu kura­tiv zu beglei­ten. Immerhin ist Pixelify kei­ne Filesharing-Seite und Forss nicht Kim Schmitz Dotcom.

Pixelify ist sehr gelun­gen und legt sich sanft aufs Auge des Betrachters. Nichts stört, alles fließt. Das Design ist bar jeg­li­cher Kritik. Obwohl der Dienst erst seit weni­gen Wochen online ist, darf er bereits eine beacht­li­che Menge an Designelementen in sei­ner Datenbank beher­ber­gen.

Übersichtliches Grid und ein­fa­che Wahl nach Lizenzen. (Screenshot: Dr. Web)

Die Findbarkeit der dich inter­es­sie­ren­den Ressourcen ist auf ver­schie­de­nen Wegen gewähr­leis­tet. Suchst du etwas ganz bestimm­tes, ver­wen­de das Suchfeld mit sei­ner Freitexteingabe. Suchst du etwas bestimm­tes, hast aber mehr nur so eine Kategorie im Kopf, ver­wen­de die Kategorie-Navigation. Wundere dich aber nicht, dass man­che Kategorie noch voll­kom­men leer ist. Forss hat alle Navigationselemente schon vor­ge­dacht.

Einfache Lizenzen, prominent platziert, sorgen für Sicherheit

Die Freebies ste­hen unter einer von zwei mög­li­chen Lizenzen. Entweder sind sie als frei für die per­sön­li­che Nutzung gekenn­zeich­net. Dann kannst du sie für alle Zwecke ver­wen­den, mit denen du kein Geld ver­dienst, also etwa auch für Vereine und ande­re Nonprofits. Sind sie als frei für die kom­mer­zi­el­le Nutzung gekenn­zeich­net, ste­hen sie dir auch für Kundenaufträge voll zur Verfügung. Schön, dass du direkt auf der Startseite per Schalter wäh­len kannst, aus­schließ­lich Elemente mit kom­mer­zi­el­ler Lizenz oder aus­schließ­lich sol­che mit per­sön­li­cher Lizenz oder eben doch alles zu sehen.

Weitere Listen zei­gen dir die hand­ge­schöpf­ten Empfehlungen des Betreibers, die Elemente mit den meis­ten Downloads oder die popu­lärs­ten oder fri­sches­ten, bezo­gen auf den Upload-Zeitpunkt. Zudem emp­fiehlt Forss Designer, die er für beson­ders beach­tens­wert hält.

Fazit: Leg dir Pixelify in die Bookmarks. Das Projekt hat Potenzial.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für den Tipp. Ich fin­de die Idee der Bündelung von Freebies auf einer Seite wun­der­bar. Ebenso der Gedanke dahin­ter, ent­we­der durch sol­che Objekte auf sei­ne Arbeiten auf­merk­sam zu machen oder ein­fach auch der Gedanke des Gebens und Nehmens. Im ers­ten Fall hat man die Möglichkeit, die Qualität des Freebies zu tes­ten und könn­te sich im nächs­ten Schritt bei Gefallen sogar die meist höher­wer­ti­ge Premium-Version zule­gen. Dies habe ich auf die­sem Weg schon eini­ge male so gemacht und war immer zufrie­den mit der Entscheidung.

    Im zwei­ten Fall, die eige­nen Arbeiten ein­fach kos­ten­los und frei anzu­bie­ten, fin­de ich per­sön­lich eine tol­le Sache, den ich sel­ber auch ver­fol­ge, indem ich eben sol­che Freebies zur kom­plett frei­en Nutzung suche, sie in mei­nen Bildern ver­ar­bei­te und eben­falls wie­der auf einer Plattform anbie­te, auf der die Arbeiten kos­ten­los und lizenz­frei jedem zur Verfügung gestellt wer­den. Es macht ein­fach Spaß, auf die­se Weise einen sehr krea­ti­ven Kreislauf zu schaf­fen, wo jeder etwas davon hat. Von daher bin ich immer dank­bar für jeden Tipp, wo man Freebies fin­det, ohne zig Stunden im Netz her­um suchen zu müs­sen. :-)

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