Gastautor 6. Juni 2007

Pixel32 – eine Alternative zu Photoshop & Co.?

Kein Beitragsbild

von Steffen Gatzke

Das noch wenig bekannte Bildbearbeitungspogramm Pixel wartet mit einer Fülle an Funktionen auf. Ob das Pogramm aber Photoshop oder ähnlichen Anwendungen das Wasser reichen kann ist fraglich…

Fotograf, Webdesigner oder Privatperson, jeder braucht ein Bildbearbeitungspogramm. Photoshop ist für die Meisten zu teuer, Gimp zu unübersichtlich und IrfanView hat nicht die benötigte Funktionsvielfalt. Ein bis jetzt noch weitgehend unbekannter Mitstreiter, ist die Beta-Version des Multiplattform-Bildbearbeitungsprogramm Pixel Image Editor.

Die Shareware wurde vom slowakischen Programmierer Pavel Kanzelsberger entwickelt und läuft unter Windows, Linux, Linspire, MacOSX, BeOS, Zeta, QNX, MorphOS, FreeBSD und weiteren Betriebssystemen. Die Beta-Version, die sich schon seit 5 Jahren in der Entwicklungszeit befindet lässt sich als Demo testen. Bis auf einige Einschränkungen wie einem Wasserzeichen, das in jede Grafik eingefügt wird oder einem Verweis auf die Vorzüge der Voll-Version kann man sich mit dem Produkt ausgiebig befassen.

Screenshot
Die Benutzeroberfläche (Ausschnitt) ist aufgeräumt und lässt sich mit weiteren Themes optisch verändern

Auf den ersten Blick, ist es erstaunlich was Pixel alles beherrscht. Neben einer Fülle an Effektfiltern, Werkzeugen zur Bildbearbeitung wie Auswahlwerkzeug und Pinsel arbeitet das Pogramm mit Masken, Pfaden und Ebenen. Dank der integrierten Slicing Funktion für Grafiken kommen zum Beispiel Webdesigner voll auf ihre Kosten. Auch die ausgetüftelte Farbverwaltung mit CMYK, RGB, Lab und Graustufen lässt scheinbar keine Wünsche mehr offen. Darüber hinaus unterstützt Pixel HDR und dank seines Photoshop ähnlichen Aufbaus ist eine gute Übersicht gewährleistet.

Screenshot
Bedienelemente

So ähnelt auch die große Anzahl der Filter und Effekte denen von Photoshop. In einer der nächsten Versionen sollen dann auch die Plugins mit Pixel kompitabel sein. Bei der Datei-Unterstützung macht Pixel auch keine schlechte Figur, es kann unter anderem mit GIF, PNG, JPG, TIFF, BMP und PSD gearbeitet werden. Weitere Funktionen findet man auf der Roadmap der Projektseite.

Screenshot
In der Testversion erscheint in jeder erstellten Grafik dieses Wasserzeichen

Doch wenn man versucht sich in Pixel einzuarbeiten, bemerkt man schnell einige Fehler. Häufige Abstürze, eine lückenhafte Hilfe, die es zurzeit nur in englischer Sprache gibt und einige Menüpunkte ohne Funktion zeigen schnell, das es sich nach wie vor um eine Beta-Version handelt. Dies zeigt auch die Fehler-Datenbank, die derzeit mehrere hundert Einträge beherbergen soll. Letzten Endes lässt sich sagen, das Pixel viel Potenzial zeigt und hoffentlich nach Erscheinen der Voll-Version weitestgehend fehlerfrei ist. Die Frage bleibt, ob man für eine Beta-Version, die noch viele Fehler hat, 30€ bezahlen möchte und ob das Projekt auf diese Weise überhaupt zu einem Ende kommt, da der Hersteller jetzt schon die komplette Software plus der weiteren Updates für ein Jahr, zu einem Preis von 51$ anbietet. ™

Vollbild Screenshot der Arbeitsoberfläche

Erstveröffentlichung 06.06.2007

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.