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Dieter Petereit 13. Januar 2014

Picjumbo bietet hochwertige Fotos kostenlos, auch zur kommerziellen Nutzung

Fotos benö­tigt man im Webdesign täg­lich. Wollte man immer alle Bilder sel­ber schie­ßen, wäre schon das eine Vollzeittätigkeit. Man muss sich also arran­gie­ren. Massenhaft Stockfotoanbieter konn­ten sich eta­blie­ren, denn immer­hin will man ja nicht das­sel­be Bild wie der Wettbewerber X ver­wen­den, was den Bedarf an ver­füg­ba­ren Fotos noch wei­ter erhöht. Seit eini­gen Jahren gesellt sich zu den kos­ten­pflich­ti­gen Stockfoto-Plattformen zuneh­mend ein Bestand auf den ers­ten Blick kari­ta­ti­ver Anbieter, die ihre Bildbestände für lau anbie­ten und teils nicht ein­mal einen Backlink oder eine Urhebernennung ver­lan­gen. Picjumbo von Viktor Hanacek aus Tschechien ist ein sol­cher Service.

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Picjumbo: Kostenfreier Bilderdienst mit hemdsärmeligem Premium-Angebot

Viktor Hanacek ist ein jun­ger Webdesigner und Fotograf aus Tschechien, der sei­ne Dienstleistungen und Kreationen ger­ne auch über die vir­tu­el­len Marktplätze des Netzes, allen vor­an den Creative Market vetreibt. Bei die­sem Geschäftsmodell ist es wesent­lich, einen hohen Bekanntheitsgrad mit einer guten Reputation zu ver­ei­nen. Denn, wen der Bauer nicht kennt, bei dem kauft er nicht – um es mal mit einem abge­wan­del­ten Sprichwort zu sagen.

Bekanntheit erreicht man schnell, indem man etwas nutz­wer­ti­ges ver­schenkt. Ich weiß es natür­lich nicht mit Sicherheit, aber ich wür­de ver­mu­ten, dass genau hier­in Hanaceks Motivation liegt. Was im übri­gen nicht zu bean­stan­den ist, son­dern eine vali­de Begründung dar­stellt und den Nutzer beru­hi­gen soll­te. Immerhin ist Picjumbo kein Lockangebot mit ver­steck­ten Kosten, wie man es ansons­ten zuhauf in den gar nicht so fer­nen Weiten des Netzes fin­det.

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Gestartet vor eini­gen Monaten finan­zier­te sich Picjumbo zunächst nur über Werbeplätze. Mittlerweile hat Hanacek ein hemds­är­me­li­gen Premium-Angebot ange­dockt. Über den vir­tu­el­len Shop Gumroad, über den wir bei Dr. Web auch bereits berich­te­ten, bie­tet der Tscheche für 6 Euro im Monat ein Abo an. Bucht man die­ses, erhält man alle Fotos, die zu Picjumbo hin­zu­ge­fügt wer­den, vor­ab per E-Mail. Des Weiteren erhal­ten Abonnenten nicht bloß Teile der jewei­li­gen Fotoserie, wie man sie auf Picjumbo fin­den kann, son­dern das gesam­te Shooting. Eine bestimm­te Menge bucht man nicht. Hanacek spricht davon, dass es mal 30+, aber auch mal 60+ Bilder im Monat sein kön­nen. Ebenso ist die the­ma­ti­sche Einordnung nicht vor­her­seh­bar. So könn­te es durch­aus dazu kom­men, dass man in einem Monat mal aus­schließ­lich Hochzeitsfotos zuge­sandt bekommt.

Ob man sich also für das Abo ent­schei­den soll­te oder nicht, hängt ganz davon ab, wie einem die Machart und die Themenbreite von Hanaceks Bildern ins­ge­samt zusagt. Und das lässt sich auf Picjumbo sehr leicht beur­tei­len.

Picjumbo: Noch kleine, aber feine Sammlung eines einzelnen Fotografen

Picjumbo ist, anders als der Name es sug­ge­riert, eine klei­ne Sammlung von eini­gen Dutzend Bildern. Alle Fotos sind von Hanacek selbst geschos­sen. Theoretisch wür­de er Kontributionen von ande­ren akzep­tie­ren, anschei­nend hat da aber bis­lang kei­ner bei ihm ange­klopft. Sämtliche Bilder sind in einer Auflösung von rund 10 Megapixeln hin­ter­legt und kön­nen frei sowohl für pri­va­te, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte ver­wen­det wer­den. Die ein­zi­ge Einschränkung besteht dar­in, dass Sie die Fotos nicht, viel­leicht noch gar unter eige­nem Namen ver­kau­fen dür­fen. Über einen Backlink oder eine ande­re Urheberkennzeichnung ist Hanacek nicht unglück­lich, ver­lan­gen tut er sol­ches indes nicht.

Picjumbo ist grob in Kategorien geglie­dert. Ein Klick auf eine Kategorie zeigt die dar­in ent­hal­te­nen Bilder im Blog-Stil, also eines unter dem nächs­ten, wie in einer Timeline, an. Die meis­ten Kategorien beinhal­ten ledig­lich eine Seite, nur weni­ge ver­fü­gen über genü­gend Material, dass sich eine Weiter-Schaltfläche lohn­te. Neben dem Zugang über die Kategorien, bie­tet Picjumbo eine etwas ver­steckt gele­ge­ne Freitextsuche, mit deren Hilfe sich der Bestand ziel­ge­rich­tet durch­fors­ten lässt.

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Mit einem leich­ten Übergewicht auf Fotos mit Bezug zu Technik eig­net sich Picjumbo beson­ders für die popu­lä­ren Themen des Netzes. Apple-Affine wer­den sich wohl füh­len. Allen Bildern sieht man den gemein­sa­men Ursprung an. Hanacek foto­gra­fiert auf stets die glei­che Art und Weise, mit einem Hang zu Makro-Aufnahmen mit deut­li­chem, sehr schar­fen Fokus und eben­so star­ker Unschärfe in den Randbereichen. So eig­nen sich die Bilder gut für gene­ri­sche Illustrationen ohne über­mä­ßi­gen Kontext.

Aber, sehen Sie selbst:

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Picjumbo ist jeden­falls eine wei­te­re, sehr zur Aufnahme in die eige­nen Bookmarks zu emp­feh­len­de Website für alle Netznutzer mit Bildbedarf, allen vor­an die desi­gnen­de Zunft.

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Cool, ich neh­me die­sen Linktip gleich mit in mei­nen Blogpost auf
    http://netztaucher.com/linktip-kostenlose-grafiken-und-fotos.html

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