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Andreas Hecht 31. Juli 2016

PHP 7 und WordPress: Kannst Du den Turbo bereits zünden? [Infografik]

PHP 7 und WordPress: Kannst Du es bereits einsetzen?

Seit dem drit­ten Dezember 2015 ist die neu­es­te Version von PHP erhält­lich. Um Altlasten zu besei­ti­gen, ent­schied man sich dazu, teil­wei­se die Abwärtskompatibilität auf­zu­ge­ben. Für WordPress-User stellt sich nun die Frage, ob PHP7 bereits nutz­bar ist und wel­che Vorteile die Nutzung brin­gen kann. Daher wer­fen wir einen kur­zen Blick auf die­se wich­ti­gen Fragen.

PHP 7 und WordPress: Kannst Du es bereits einsetzen?

Ein klei­ner Hinweis: Dieser Artikel befasst sich nur kurz und bün­dig mit PHP7 und WordPress, um die Frage zu klä­ren, ob die neue Version bereits pro­blem­los ein­ge­setzt wer­den kann.

PHP7 und WordPress – ein Dreamteam?

PHP7 heißt der offi­zi­el­le Nachfolger von PHP5 seit Dezember 2015. Verzichtet wur­de bei der Entwicklung der Programmiersprache weit­ge­hend auf die Abwärtskompatibilität. Es stellt sich die Frage, ob es bereits im Live-Betrieb ein­setz­bar ist oder nicht.

Der gro­ße Vorteil der neu­en Version ist die um bis zu 30 Prozent gerin­ge­re Ausführungszeit als PHP 5, da unter ande­rem Hashtabellen neu imple­men­tiert wur­den. Das soll­te einen unge­heu­ren Performance-Schub für dei­ne WordPress-Website bedeu­ten.

PHP ist die Programmiersprache, mit der WordPress ent­wi­ckelt wur­de. PHP macht das Web erst zu dem, was es heu­te ist. Alle Funktionen und Elemente dei­ner Website wer­den von PHP gene­riert und aus­ge­ge­ben. Ohne PHP wäre das Web sta­tisch, es wür­den wahr­schein­lich nur rei­ne HTML-Seiten exis­tie­ren kön­nen.

Ist ein PHP-Update wichtig?

PHP-Updates sind sehr sel­ten, dafür aber um so wich­ti­ger. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Updates immer sicher­heits- und per­for­mancere­le­vant sind. Sicherheitslücken wer­den geschlos­sen und ein Tick an Performance kommt hin­zu. Daher ist es immer rat­sam, die neu­es­te Version von PHP ein­zu­set­zen, wenn die eige­nen Webanwendungen damit pro­blem­los lau­fen.

PHP7 = Eine erhebliche Steigerung der Performance

PHP7 bringt WordPress zum Rennen, weil die Ausnutzung der gege­be­nen Ressourcen bedeu­tend bes­ser ist als zuvor. Alle PHP-Operationen benö­ti­gen mit der neu­en Version erheb­lich weni­ger CPU-Rechenleistung, als es noch unter der alten Version 5.6 der Fall war. Es wird also Serverleistung im Normalbetrieb gespart, die der Website bei plötz­li­chem, sehr hohen Besucheraufkommen dann zur Verfügung steht.

WordPress benö­tigt wesent­lich weni­ger Rechenpower, um das alte Speed-Niveau zu hal­ten. Grob gesagt besitzt dei­ne Website unter PHP7 eine bis zu dop­pelt so hohe Performance. Das haben ein­ge­hen­de Tests von Zend – dem Entwickler von PHP – gezeigt. Zend nutz­te für sei­ne Tests die WordPress-Version 4.1, unter der aktu­el­len Version 4.5.3 dürf­te sich kein Unterschied erge­ben. Weiter unten fin­dest du die Infografik von Zend.

Ist PHP7 bereits einsetzbar?

Seit etli­chen Wochen tes­te ich bereits die neue Version von PHP und konn­te kei­ner­lei Unverträglichkeiten fest­stel­len. Bisher wur­de im Netz immer Zurückhaltung geübt, wenn es um den Einsatz von PHP7 ging.

Ich jedoch konn­te an zwei (wich­ti­gen) Websites mit unter­schied­li­cher Bestückung von Plugins kei­ner­lei Fehler fest­stel­len. Ganz im Gegenteil, sofort nach Aktivierung der neu­en Version von PHP waren mei­ne Websites schnel­ler. Kein Theme, kein Plugin zeig­te eine Unverträglichkeit. Ebenfalls habe ich auch auf mei­nen Testseiten kein Problem fest­stel­len kön­nen. Alles läuft abso­lut rei­bungs­los und wirk­lich schnell.

Allein eine Kunden-Website wur­de unter dem Einsatz von PHP7 lang­sa­mer als sie es zuvor war. Ich ver­mu­te stark, dass ein Problem mit den benut­zer­de­fi­nier­ten Scripts für die Auslieferung von Werbeblöcken vor­lag.

Viele Hoster haben heu­te bereits die aktu­el­le PHP-Version in den Einstellungen für die Hosting-Pakete, sie muss dann nur noch in den Einstellungen akti­viert wer­den. In mei­nem Managed-Root Cloud Server muss­te ich nur in der httpd.conf die neue Version aus- und die alte Version ein-kom­men­tie­ren.

PHP7 ist im Live-Betrieb einsetzbar, wenn:

  • du die neu­es­te Version von WordPress nutzt.
  • du alle Plugins immer aktua­li­sierst.
  • du kei­ne eigens ent­wi­ckel­ten Plugins nutzt, die nicht wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Letztendlich bleibt nur eines: tes­ten, tes­ten, tes­ten. Aktiviere PHP7 und schaue, was pas­siert. In geschätzt über 90 Prozent der Fälle läuft alles rei­bungs­los, nur halt wesent­lich schnel­ler. Solltest du Probleme fest­stel­len, kön­nen die­se viel­leicht schnell beho­ben wer­den. Oftmals reicht bereits eine Umstellung auf aktu­el­le WordPress-Funktionen, der Codex hilft schnell wei­ter.

Die Infografik von Zend

php7-infographic

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Fazit

Der Einsatz von PHP7 ist abso­lut zu emp­feh­len. Du wirst kaum Gelegenheit bekom­men, Probleme fest­zu­stel­len. Wenn WordPress, dei­ne Plugins und dei­ne Themes immer auf dem neu­es­ten Stand sind, wirst du einen erheb­li­chen Performance-Schub fest­stel­len und dich zu der Entscheidung des Einsatzes beglück­wün­schen.

(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

9 Kommentare

  1. Hallo!

    PHP7 beschleu­nigt WordPress in der Tat sehr. Bei mir haben bis­her nur älte­re Avada-Themes Probleme berei­tet.

    Auch wenn Zend viel zu PHP bei­trägt (u.a. Zend Engine), ist der offi­zi­el­le Entwickler mei­nes Erachtens die “PHP Group”.

    Viele Grüße
    Heiko Mitschke

  2. Bei mei­nem Umstieg auf php7 hat­te ich kein Problem. Alle Plugins und Themes funk­tio­nie­ren noch und die Ladezeit ist natür­lich ein Zuckerschlecken!

  3. Danke für die Ermutigung. Ich habe eini­ge Seiten umge­stellt und zwei Plugins, die nicht mehr ganz frisch sind, berei­te­ten pro­ble­me:

    # WordPress Admin Notepad
    # CMS Page Order

    Letzteres habe ich gegen Simple Page Ordering aus­ge­tauscht.

  4. Beim Testen der PHP7-Kompatibilität hilft die­ses Linter-Plugin:
    https://wordpress.org/plugins/php-compatibility-checker/

  5. Ich habe PHP 7 auch schon seit Monaten in Betrieb. Ein ech­ter Performance-Schub! Bei einer Installation gab es ein Problem mit dem W3 Total Cache. Hier habe ich die Lösung gefun­den: https://goo.gl/slDjTD Vielleicht ist das inzwi­schen auch schon beho­ben. Denke ich mal.

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