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Photoshop-Tutorial: So erschaffen Sie ein kreatives Science Fiction-Poster

Photoshop lässt Fantasien Wirklichkeit werden. Wir können unser kreatives „Kino im Kopf“ Pixel für Pixel umsetzen und ein Bild dessen schaffen, was sonst nur wir sehen. Heute wollen wir ein Science-Fiction-Poster gestalten, das noch nicht allzu viel von der Geschichte verrät. Themen gibt es unbegrenzt, genau wie gute Beispiele existierender Filmposter, an denen wir uns orientieren können. Ansonsten setzt nur die eigene Fantasie die Grenze und Ihre Fähigkeiten in Photoshop, die wir mit diesem Beitrag massiv erweitern.

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Bald auch in Ihren Kinos: Earth 9

Diese Komposition zeigt ein Plakat mit einer Szene des Films im Weltraum, welches unsere Heldin vorstellt und die Geschichte andeutet. Der Titel ist zu sehen, sowie die typischen Filmcredits, mit den Schauspielern und Produzenten.

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01 Das Ausgangsmaterial

Für ein Science-Fiction-Poster braucht es schon ganz besonderes Bildmaterial. Das Model ist da noch das kleinste Problem. Schwieriger sind Aufnahmen der Erde und eines Raumschiffes. Natürlich könnte man diese komplett in Photoshop gestalten, doch geht es hier rein um die Zusammenstellung einer Filmposter-Komposition, so dass wir auf Stockmaterial zurück gegriffen haben.

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Das hier eingesetzte Bildmaterial ist: Light Flare, Space ship, Tragic night sky, Earth at night und Girl in orange latex catsuit. Für schöne Lensflare-Effekte (die dürfen ja derzeit in keinem Film fehlen) haben wir einen guten Tipp: High Quality Optical Flares Stock von PSD Box.

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02 Hintergrund gestalten

Im Hintergrund ist das Foto der Erde zu sehen, wobei der Lensflare-Effekt prominent zum Einsatz kommt. Dieser liegt auf einer eigenen Ebene vor, dessen Füllmethode auf Negativ multiplizieren umgestellt wurde. So wird der schwarze Hintergrund ausgeblendet und nur der Lichteffekt bleibt bestehen. Mit gleicher Methode wurden einige Wolken eingefügt.

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03 Freistellen

Eine Option zum Freistellen ist das Zeichenstift-Werkzeug. Aktivieren Sie das Werkzeug und stellen Sie in der Optionsleiste Pfad (statt Form oder Pixel) ein. Etwas weiter rechts ist ein Zahnrad-Icon zu sehen, wo Sie Gummiband aktivieren, um den Pfad besser verfolgen zu können. Auch sollte Autom. hinzuf./löschen aktiv sein.

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Mit dem Zoom-Werkzeug gehen Sie näher an das Bildmotiv heran und setzen einen ersten Punkt an der Kontur, dem zahlreiche weitere folgen. Sollten Sie einen Punkt falsch gesetzt haben, halten Sie die Strg-Taste gedrückt und positionieren diesen neu. Eine Kurve ziehen Sie mit gedrückter Maustaste und dem Ziehen der Maus auf.

Photoshop möchte nach einer Kurve eine weitere Kurve ziehen, was Sie mit einem Klick auf den zuletzt gesetzten Punkt bei gedrückter Alt-Taste verhindern. So können Sie danach leicht wieder gerade Linien ziehen. Wurde der Pfad geschlossen, so erzeugen Sie über das Tastenkürzel Strg+Eingabetaste eine Auswahl. Klicken Sie dann unten im Ebenenbedienfeld auf den Button Ebenenmaske hinzufügen. Das Bildelement wurde freigestellt.

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04 Freigestelltes optimieren

Auch wenn ein Bildelement perfekt freigestellt wurde, sieht man oft am Rand einen unschönen Schein, wo noch der alte Hintergrund durchscheint. Der folgende Trick hilft dagegen: Kopieren Sie die Ebene über Strg+J und klicken Sie im Menü auf Ebene > Schnittmaske erstellen. Wählen Sie das Wischfinger-Werkzeug an, für das Sie in der Optionsleiste den Schwellenwert auf 40% einstellen. Ziehen Sie nun am Rand von innen nach außen etwas Pixelmaterial heraus. So wurde auch das Raumschiff freigestellt und optimiert.

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05 Bildelemente positionieren

Egal wie perfekt freigestellt und optimiert die Bildelemente auch sind, es ist gar nicht so einfach, diese zueinander im Zusammenspiel zu positionieren. Ein guter Weg ist die Anordnung über ein Teilungsverhältnis, wie etwa dem Goldenen Schnitt, der Goldenen Spirale, Dreiecks-Verteilung oder der Drittel-Regel. Hier kam etwa die Goldene Spirale zum Einsatz.

Sie können diese Verhältnisse nach einer groben Positionierung der Elemente schnell überlagern lassen. Aktivieren Sie dazu das Freistellungswerkzeug und klicken Sie in das Dokument. Wählen Sie in der Optionsleiste eine der Überlagerungsoptionen für das Freistellungswerkzeug aus. Wechseln Sie wieder zum Verschieben-Werkzeug (Nicht freistellen!) und optimieren Sie die Positionen.

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06 Rahmen erstellen

Unsere Heldin schwebt noch zu sehr im Raum, weshalb ich ihr einen Rahmen geben möchte, an den sie sich anlehnen kann. Dazu erstellen Sie eine neue Ebene über das Menü und Ebene > Neu > Ebene und drücken Strg+A, um das komplette Dokument auszuwählen. Bearbeiten > Kontur füllen mit Position: innen und schwarzer Farbe sorgt dann für den gewünschten Rahmen.

Wer mag, fügt darüber noch eine Textur ein und geht im Menü auf Ebene > Schnittmaske erstellen. Damit unsere Heldin nur zum Teil über dem Rahmen hinaus geht, habe ich diesem eine Ebenenmaske spendiert und die entsprechenden Stellen mit schwarzer Farbe und dem Pinsel in der Maske übermalt.

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07 Dodge & Burn-Effekt

Der Dodge & Burn-Effekt bezieht sich auf die Werkzeuge Abwedler (Dodge) und Nachbelichter (Burn). Zur Vorbereitung erzeugen Sie eine neue Ebene über Umschalt+Strg+N. Stellen Sie die Füllmethode auf Ineinanderkopieren um und aktivieren Sie „Mit neutraler Farbe füllen (50% Grau)“. Mit dem Abwedler-Werkzeug zeichnen Sie nun gezielt Lichter ein und mit dem Nachbelichter-Werkzeug Schatten. So kontrollieren Sie die Lichtsituation im Dokument. Hier wurde das Raumschiff und die generell Stimmung noch etwas dunkler gestaltet.

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08 Titel und Credits

Für den Titel aktivieren Sie das Text-Werkzeug und schreiben in weißer Farbe und in Majuskeln Ihre Headline. Kopieren Sie den Text zweimal über Strg+J und aktivieren Sie bei der obersten Ebene den Ebenenstil > Verlaufsüberlagerung mit einem Verlauf von #7a7a7a (RGB 122, 122, 122) zu Weiß. Zum Ändern des Verlaufes muss dieser einfach angeklickt werden, um die entsprechende Farbunterbrechung zu verändern.

Für einen leichten 3D-Effekt nutzen wir die zwei weiteren Ebenen mit Text, die im Ebenenbedienfeld unterhalb der aktuellen Ebene angeordnet sind. Die erste Ebene wird angeklickt, das Verschieben-Werkzeug aktiviert und die Ebene mit der Pfeil-Taste nach innen, rechts um ein, zwei Pixel verschoben. Der Vorgang wiederholt sich bei der darunter liegenden Ebene mit Text, wobei dieses Mal allerdings die Ebene nach innen, links verschoben wird.

Wer mag kann noch den folgenden Schritt gehen: Wählen Sie mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug eine Seite des Schriftzuges aus und drücken Sie die Schaltfläche Ebenenmaske hinzufügen unten im Ebenenbedienfeld an. Aktivieren Sie die darüber liegende Ebene und wählen Sie dieses Mal die andere Seite aus. Auch hier spendieren Sie der Ebene eine Maske. Der 3D-Effekt sollte nun (gefühlt) nach innen zeigen.

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Mit gedrückter Strg-Taste können Sie die beiden weißen Textebenen auswählen (nicht aber die oberste Textebene) und über Strg+E reduzieren. Aktivieren Sie dann den Ebenenstil > Verlaufsüberlagerung mit dem Verlauf Kupfer. Die Credits wurden übrigens ganz einfach mit weißer Farbe und dem Textwerkzeug geschrieben.

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