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Dirk Metzmacher 2. Juni 2012

Photoshop-Tutorial: Teintkorrekturen ohne Gesundheitsrisiken

Die allgemeine Beauty-Retusche ist abgeschlossen, kleine Narben, Falten und Pickelchen wurden entfernt. Selbst digital abgepudert wurde die Haut – und doch ist das Ergebnis noch nicht ganz überzeugend. Zumeist liegt das an der Hauttönung. Um Farben anzupassen, bietet uns Photoshop dankenswerterweise einige Funktionen an. Dieses Photoshop-Tutorial zeigt uns, wie das geht.

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Korrektur über Farbton/Sättigung

So könnte über das Hauptmenü und Ebene eine Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung aufgerufen werden. Nach dem Bestätigen über OK werden unterhalb von Farbt./Sätt. bei Standard die Rottöne selektiert. Die Hautfarbe wird nun gezielt auf diesen Farbbereich hin über die Regler Farbton, Sättigung und Helligkeit angepasst. Auch die Gelbtöne werden so behandelt. Damit haben wir die Farbbereiche optimiert, die hauptsächlich in der Haut vorkommen.

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Da sich die Einstellungsebene noch auf das komplette Bild auswirkt, sollte die Ebenenmaskenminiatur angeklickt und über Strg+I invertiert werden. Die Maske ist jetzt komplett mit schwarzer Farbe gefüllt und damit alle Pixel auf transparent gesetzt. Jetzt kann man mit dem Pinsel, weißer Vordergrundfarbe und einer feinen Werkzeugspitze die Wirkung gezielt auf die Hautpartien eingrenzen. Da die Korrektur als Einstellungsebene angelegt wurde, können Änderungen jederzeit und nicht-destruktiv vorgenommen werden.


Beautiful hair / © Alena Ozerova / http://de.fotolia.com/id/41263883

Korrektur über Farbbalance

Mit dem Schnellauswahlwerkzeug wird die Haut selektiert und dann bei gedrückter Alt-Taste Bereiche, wie etwa die Augen, Augenbrauen, der Mund, Zähne und die Nasenlöcher, ausgespart. Über die Schaltfläche Kante verbessern in der Optionsleiste ist es leicht möglich, die Auswahl noch etwas zu verfeinern. Im Ebenenbedienfeld wird nun über die Schaltfläche Neue Füll- oder Einstellungsebene erstellen die Farbbalance ausgewählt. Diese ist generell zur Optimierung von Farbstichen empfehlenswert.

Die Auswahl wurde als Maske umgesetzt, so dass man sich gleich auf die Korrektur der Haut konzentrieren kann. Der rötliche Eindruck wurde mit einer Verstärkung der Grüntöne und einer Reduzierung der Rottöne abgeschwächt. Auch die Schatten und die Lichter könnten noch separat bearbeitet werden. Ist der Eindruck der Haut noch zu flach, so könnte man die Maskenminiatur mit gedrückter Strg-Taste anklicken, um die Auswahl noch einmal zu laden. Eine Neue Einstellungsebene > Gradationskurven sorgt nun mit der Voreinstellung Mittlerer Kontrast für mehr Tiefe.


beautiful smile of a woman / © Viorel Sima / http://de.fotolia.com/id/30403653

Korrektur über Fotofilter

Nach der Auswahl der Haut mit dem Schnellauswahlwerkzeug wird eine Ebene > Neue Einstellungsebene > Fotofilter aktiviert. Die Auswahl wurde auch hier wieder als Maske übernommen. So wirkt sich der Warmfilter nur auf die Haut aus.

Da eine spezielle Farbe zur Änderung der Hautfarbe eingesetzt werden soll, wechselt man von Filter auf Farbe. Die Farbfläche wird angeklickt und die gewünschte Farbe definiert. Hier war das #CC9977 (RGB 204, 153, 119). Die Dichte ist unser Stärkeregler. Der Wert wird erhöht, bis die Farbe kräftig genug reagiert.


Curly hair / © Maksim Toome / http://de.fotolia.com/id/41499018

Korrektur zu Fotofiltern

Die vorgestellten Techniken bieten dem Einsteiger eine erste Möglichkeit, den Teint zu
beeinflussen. Wenige Regler, die sich selbst erklären, erleichtern dabei die Handhabung. Um die
Tonwerte zu schonen, nutzt der fortgeschrittene Anwender die Korrektur > Selektive Farbkorrektur
(Ebene > Neue Einstellungsebene > Selektive Farbkorrektur)
. Wie schon bei der Funktion Farbton/
Sättigung gesehen, können auch hierbei die Rot- und Gelbtöne gezielt angesprochen werden.

Auf den ersten Blick erscheint die Steuerung etwas komplizierter, da alle Primärfarben (CMYK)
selektiv angesprochen werden können. Auch gibt es zwei Methoden zur Korrektur. Absolut passt
die Farben in absoluten Werten an (50% Cyan + 10% Cyan = 60% Cyan). Relativ ändert die Werte in
Bezug auf den prozentualen Anteil am Gesamtwert ab (50% Cyan + 10% Cyan = 55% Cyan, da 10%
von 50% 5% sind). Wurde das verstanden, können gezielt die Hauttöne neu gemischt werden.


Selektive Farbkorrektur für fortgeschrittene Anwender

(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

3 Kommentare

  1. @Jens: Danke für deinen Hinweis. Ich habe den Artikel entsprechend ergänzt und ich denke dabei wird auch klar, warum die oben gezeigten Techniken für den Einsteiger zunächst doch noch interessant sein können, meiner Meinung nach.

  2. Kann leider die Vorgeschlagenen Arbeitsweisen nicht empfehlen.

    Für Haut-Teint nutzt man am besten fast ausschließlich die selektive Farbkorrektur, fast nie Hue/Saturation. Sollten bei Dodge&Burn verschobene Farben entstehen, kann man eine Hue/Saturation Ebene reinmaskieren, mehr aber auch nicht.

    Außerdem gingen hier bei den Farbkorrekturen die Tonwerte kaputt. Der Blendmodus Color/Farbe sollte dann gewählt werden… Dabei entstehen natürlich auch andere Farben

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