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Dirk Metzmacher 12. August 2009

Photoshop: Sonnenstrahlen simulieren

Mit Photoshop kann man einfach Sonnenstrahlen erzeugen oder Licht neu verteilen. Es reicht eine Ebene, deren Füllmethode auf »Ineinanderkopieren« umgestellt wurde, und etwas weiße Farbe. Diese muss allerdings noch in die typische Form gebracht werden. Innerhalb weniger Schritte kommt man zu mehr Licht und interessanten Kontrasten.

1. Die Grundform

Gehen wir davon aus, dass der Himmel leicht bewölkt ist und deshalb nur an einigen Stellen das Licht der Sonne seinen Weg zur Erde finden kann. Die Form der Sonnenstrahlen legt man mit einer Auswahl fest. Dazu wird das Polygon-Lasso aus der Werkzeugleiste ausgewählt, der Punkt angeklickt, aus der das Licht fallen soll und das erste Dreieck geformt.

Weitere dieser Dreiecke sollten folgen, wobei dazwischen gerne kleinere Lücken entstehen dürfen, was den Wolken entspricht, die der Sonne im Weg stehen. Es ist etwas schwer zu erklären, doch die Auswahl in diesem Beispiel zeigt, in welche Richtung es gehen sollte.

2. Auswahl füllen

Man erstellt eine neue Ebene über »Ebene ↔ Neu ↔ Ebene« oder Umschalt+Strg+N und klickt im Menü auf »Bearbeiten ↔ Fläche füllen«. Im Optionsfenster wird nun bei »Füllen mit:« Weiß angegeben und weiter unten die Deckkraft auf 50% eingestellt. Nach dem Bestätigen mit »OK« hebt man die Auswahl auf. Eine Alternative dazu wäre es, die Auswahl mit einem Verlauf von Weiß nach Transparent zu füllen.

3. Überlagern

Die Auswahl wird aufgehoben. In der Ebenenpalette stellt man die Füllmethode von »Normal« auf »Ineinanderkopieren« um. Die Kantenschärfe der Sonnenstrahlen regelt man über den Radius vom »Filter ↔ Weichzeichnungsfilter ↔ Gaußscher Weichzeichner«, die Intensität, also die Lichtstärke, über die Ebenendeckkraft.

Lichtneuverteilung

Soll statt einigen Sonnenstrahlen aus einer festgelegten Richtung das Licht eher zufällig gestreut werden, bietet sich der Wolkenfilter an, der einer der wenigen Filter in Photoshop ist, der ein Zufallsprodukt generiert. Über »Ebene ↔ Neu ↔ Ebene« oder schneller über den Button »Neue Ebene erstellen« in der Ebenenpalette erzeugt man eine leere Ebene. Die Vorder- und Hintergrundfarbe sollte durch Drücken der Taste D auf den Standard eingestellt und der »Filter ↔ Renderfilter ↔ Wolken« angewendet werden. Die Füllmethode stellt man noch von »Normal« auf »Ineinanderkopieren« um.

Die Farbe Schwarz dunkelt Bereiche ab. Weiß dagegen sorgt für hellere Stellen im Bild, sodass generell das Licht neu verteilt wird und sich dadurch die Stimmung ändert, was man natürlich auch direkt mit dem Pinsel-Werkzeug beeinflussen könnte. Hier wurden so gezielt die Augen aufgehellt.

Schatten

Schatten kann auf einer eigenen Ebene mit schwarzer Farbe eingezeichnet werden. Die Füllmethoden »Multiplizieren« und »Ineinanderkopieren« könnten dabei helfen. Hier wurde allerdings eine Ebene erst komplett mit Schwarz gefüllt, dann innerhalb einer Maske mit einer sehr großen und weichen Werkzeugspitze ein Teil wieder sichtbar gemacht. ™

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

6 Kommentare

  1. hallo meister,

    in unserem gehirn ist der lichteinfall der sonne auf die erde anders abgespeichert. von dem zentralen punkt, von wo aus die strahlen simuliert werden, dieser punkt liegt in wirklichkeit in so großer entfernung, so dass keine streuung wahrgenommen werden kann. eventl. müssten mehrere abstrahlpunkte iniziiert werden.
    beste grüße von steffen

  2. Muss auch sagen: Gute Bilder und anständige Inhalte. Du darfst aber gerne mehr für den Profi schreiben!

  3. Nein, nicht selbst geschossen. Ich nutze ein kostenpflichtiges Bildarchiv. Aber mein Bruder Jan schiesst solche Fotos. Seine Website: http://www.metzmacher.net/fotografie/

  4. Hallo Dirk,

    sehr schöne Anleitung. Man hat zwar nicht viel neues gelernt als engagierter Photoshop – Nutzer, aber auch nichts zum bemeckern gefunden ;)

    Sind die Fotos eigentlich selbst geschossen worden? Falls ja: Hut ab, schöne Bilder!

    beste Grüße aus Bochum,
    Lukas

  5. Na, dank Photoshop! :) Klar, solche Logikfehler gilt es zu vermeiden.

  6. Also als Fotograf würde ich mich als erstes Fragen, wie das Boot in der dem Licht abgewandten Seite denn zu der fleckig hellen Belichtung kommt! ;)

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