Photoshop Elements 14 #8: Ebenenmasken, Freisteller, Fotomontagen

Photoshop Elements 14 #8: Ebenenmasken, Freisteller, Fotomontagen

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen...

Herzlich willkommen zum achten und letzten Teil unserer Serie hilfreicher Tutorials rund um die neue Version 14 des kleinen Bruders von Photoshop. Heute werden wir uns unter anderem mit Ebenenmasken beschäftigen. Gerade für das Webdesign reicht vielfach das wesentlich günstiger zu erwerbende Photoshop Elements 14 vollkommen aus. Wenn es um einfache Bildbearbeitung mit Assistentenunterstützung geht, ist Elements sogar empfehlenswerter als der große Bruder. Kurzum, für die meisten Seitenbetreiber in der Weite des Netzes wird Photoshop Elements 14 jedenfalls nicht zu wenig bieten. Verfolge unsere umfassende Serie und du wirst zum Master of the Elements.

Photoshop Elements 14 #8: Ebenenmasken, Freisteller, Fotomontagen

Da die Serie zu einem späteren Zeitpunkt auch als eBook verfügbar sein wird, haben wir für die Tutorials die formelle Anrede gewählt.  Wundere dich also nicht, wenn du im folgenden plötzlich wieder gesiezt wirst 😉

Grundkurs: Photoshop Elements 14

Elements-Kurs Folge 8 | Ebenenmasken, Freisteller, Fotomontagen erzeugen und angleichen

Die hohe Kunst der Bildbearbeitung fängt mit dem professionellen Freistellen an, welches mit der Maskentechnik leicht möglich ist. Einmal freigestellte Bildelemente können mit anderen Fotos zu einer Collage oder realistischen Kompositionen zusammengefügt werden. Auch das Wissen um das Angleichen der unterschiedlichen Bildquellen unterscheidet den Anfänger vom Profi. Wir zeigen die Tricks auf.

Ebenenmasken

Professionelles Freistellen #1: Funktionsprinzip Ebenenmasken

Es ist nicht immer erwünscht, den kompletten Inhalt einer Ebene zu verwenden. Sie wollen vielleicht bestimmen, dass nur ein Bildelement daraus sichtbar bleibt, während der ganze Rest transparent, also unsichtbar wird. Photoshop Elements bietet Ihnen dazu eine Maskierungstechnik an. Auf den Pixel genau können Sie damit bestimmen, was sichtbar und was unsichtbar ist. Zur Vorbereitung gehen Sie im Menü auf Ebene > Ebenenmaske > Nichts maskiert.

Ebenenmasken

Wo sehe ich die Maske?

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Schauen Sie in das Ebenenbedienfeld, so werden Sie sehen, dass der Ebene eine Maske zugeordnet wurde. Unser Ziel ist es, Bereiche als sichtbar oder unsichtbar zu definieren. Adobe hat sich gedacht, dass diese Zustände der Sichtbarkeit über die Farben Weiß (100% Sichtbarkeit) und Schwarz (0% Sichtbarkeit) gelöst werden können, natürlich nur innerhalb der Maske (denn: malen Sie mit den genannten Farben im Bild, so wird dieses auch wirklich angemalt, was natürlich nicht erwünscht ist).

Ebenenmasken

Wechsel: Maske auf Ebeneninhalt und zurück

Die Maske ist gerade aktiv, was mit einem Rahmen angezeigt wird. Möchten Sie den Inhalt der Ebene bearbeiten, so aktivieren Sie diesen durch einen Doppelklick auf die Ebenenminiatur. Ein Klick auf die Maskenminiatur aktiviert dann wieder die Maske.

Ebenenmasken

Professionelles Freistellen #2: Bildelemente freistellen

Um nun ein Bildelement freizustellen, sollten Sie dieses zunächst grob bearbeiten. Arbeiten Sie mit dem Buntstift, schwarzer Farbe und einer mittleren Werkzeugspitze und umfahren Sie das gewünschte Objekt in der Maske. Dabei wird der Rand des Bildelements noch nicht berührt.

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Feiner freigestellt

Rufen Sie einen Bereich am Rand des Elementes mit dem Zoom-Werkzeug groß auf und aktivieren Sie das Polygon-Lasso. Folgen Sie einem Stück der Kontur und schließen Sie die Auswahl nach außen hin. Drücken Sie bei schwarzer Hintergrundfarbe die Entfernentaste, um den Bereich auf Transparent zu setzen. So gehen Sie komplett um das Objekt herum.

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Professionelles Freistellen #3: Bildelemente kombinieren

Nehmen wir an, ein Model soll freigestellt vor einem neuen Hintergrund positioniert werden. Dazu wählen Sie es mit dem Schnellauswahl-Werkzeug aus und gehen unten auf den Button Kante verbessern. Es öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem Sie zahlreiche Einstellungen in Bezug auf die Auswahl vornehmen können. Wir arbeiten mit dem Werkzeug weiter, das schon aktiv ist, und malen über den Rand der Haare. Nach dem Bestätigen wurde die Auswahl optimiert. Gehen Sie im Ebenenbedienfeld auf den Button Ebenenmaske hinzufügen.

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Maske optimieren

Die Auswahl wurde in eine Maske verwandelt, die Sie nun weiter von Hand optimieren könnten, etwa mit dem Pinsel und schwarzer oder weißer Farbe, zum Entfernen oder wieder Hinzufügen von Bildabschnitten. Sind Sie zufrieden, so aktivieren Sie das Verschieben-Werkzeug, klicken in das Dokument, halten da die Maustaste gedrückt und ziehen das freigestellte Objekt in das Dokument mit dem Hintergrund, wo Sie die Maustaste lösen. Leicht kann das Bildelement jetzt noch positioniert oder skaliert werden.

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Professionelles Freistellen #4: Bildelemente angleichen

Auch wenn Sie das Bildelement perfekt freigestellt haben, kann es vorkommen, dass dieses vor neuem Hintergrund nicht so recht passen mag. Oft reichen wenig Schritte aus, um das freigestellte Objekt anzugleichen. Falls noch nicht geschehen, klicken Sie die Ebenenminiatur (gleich neben der Maskenminiatur im Ebenenbedienfeld) doppelt an. Um die Farbtemperatur anzugleichen gehen Sie im Menü auf Filter > Anpassungsfilter > Fotofilter. Ist das freigestellte Element zu kühl, so wählen Sie einen Warmfilter aus, ist es zu gelb (im Vergleich zum Hintergrund), so wählen Sie entsprechend einen Kaltfilter.

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Weiter anpassen

Neben den Farben gibt es weitere Bereiche, die oft Probleme machen. So könnten es die Kontraste sein, der Schärfegrad oder auch die aktuelle Lichtstimmung. So fallen bei dem Hintergrundbild etwa die Schatten eher zur linken Seite hin, während bei dem freigestellten Bildelement das Licht frontal auftrifft. Um diesen Umstand auszugleichen erstellen Sie eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N. Nennen Sie die Ebene „Lichtstimmung“ und stellen Sie den Modus von Normal auf Ineinanderkopieren um. Aktivieren Sie auch Mit neutraler Farbe für Modus Ineinanderkopieren füllen.

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Lichtstimmung angleichen

Nach dem Bestätigen sehen wir keine Änderung, da bei der Berechnungsmethode Ineinanderkopieren zwar dunkle Farben abdunkeln, helle weiter aufhellen, doch 50% Grau keine Auswirkungen hat und somit auch nicht sichtbar ist. Um nun die Lichtstimmung zu steuern arbeiten Sie mit dem Nachbelichter- und dem Abwedler-Werkzeug. Die neutralgraue Fläche wird damit heller oder dunkler umgesetzt, was sich im Dokument wie Licht oder Schatten auswirkt. So malen Sie die gewünschte Lichtsituation einfach ein.

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(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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