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Dirk Metzmacher 6. April 2016

Photoshop Elements 14 #5: Bildkorrekturen leicht gemacht

Fotomaterial aufwerten: Bildkorrekturen leicht gemacht

Herzlich willkommen zu unserer Serie hilfreicher Tutorials rund um die neue Version 14 des kleinen Bruders von Photoshop. Gerade für das Webdesign reicht vielfach das wesentlich günstiger zu erwerbende Photoshop Elements vollkommen aus. Wenn es um einfache Bildbearbeitung mit Assistentenunterstützung geht, ist Elements sogar empfehlenswerter als der große Bruder. Kurzum, für die meisten Seitenbetreiber in der Weite des Netzes wird Photoshop Elements 14 jedenfalls nicht zu wenig bieten. Verfolge unsere umfassende Serie und du wirst zum Master of the Elements.

Fotomaterial aufwerten: Bildkorrekturen leicht gemacht

Da die Serie zu einem späteren Zeitpunkt auch als eBook verfügbar sein wird, haben wir für die Tutorials die formelle Anrede gewählt.  Wundere dich also nicht, wenn du im folgenden plötzlich wieder gesiezt wirst ;-)

Grundkurs: Photoshop Elements 14

Elements-Kurs Folge 5 | Fotomaterial aufwerten: Bildkorrekturen leicht gemacht

Traditionell sorgt die Bildbearbeitung für schönere Fotos, wobei gezielt die Helligkeitswerte beeinflusst und Farben korrigiert werden. Photoshop Elements ermöglicht die Einstellung von Hand, bietet aber auch einige Automatismen an, um den Einstieg zu erleichtern und viel Zeit zu sparen. So werden aus guten Bildern wirklich sehenswerte Fotos.

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Fotomaterial aufwerten #1: Automatische Bearbeitung

Über den Menüeintrag Überarbeiten haben Sie Zugriff auf zahlreiche automatische Optimierungen. Die Intelligente Auto-Korrektur etwa verbessert die Tonwerte im Bild und beeinflusst damit die Kontraste, ganz ohne Einstellungsmöglichkeiten. Die haben Sie bei dem Eintrag Automatische intelligente Farbtonbearbeitung. Sie sehen im Dialog-Fenster in allen Ecken ein mögliches Resultat der Bearbeitung. Durch Ziehen des Reglers entscheiden Sie sich für die Bearbeitung, wobei durch die Positionsänderung Mischungen der gezeigten Ergebnisse möglich sind. Zum Abgleich nutzen Sie den Button zur Vorher/Nachher-Ansicht.

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Weitere Automatismen

Ein Klick auf Überarbeiten > Tonwertkorrektur passt die Helligkeitswerte an, Überarbeiten > Auto-Kontrast eben die Kontrastverhältnisse. Die Automatische Dunstentfernung versucht „Nebel“, der sich über dem Bild als weißen Schleier bemerkbar macht, heraus zu rechnen. Die Auto-Farbkorrektur gleicht dann noch die Farben ab, bevor Verwackelung automatisch reduzieren oder Automatisch schärfen allzu weiche Bilder optimiert. Selbst Rote Augen automatisch korrigieren ist da möglich.

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Fotomaterial aufwerten #2: Farbe anpassen

Über das Menü und Überarbeiten > Farbe anpassen haben Sie Zugriff auf zahlreiche Funktionen zum Optimieren der Farben von Hand. So hilft Farbstich entfernen dabei, etwa einen Grün- oder Blaustich im Foto zu vermindern. Dazu reicht theoretisch ein Klick in das Dokument aus, wobei Sie eine weiße, schwarze oder neutralgraue Stelle entdecken müssen. Die Farben werden dann automatisch angeglichen.

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Farben regeln

Farbe anpassen > Farbton/Sättigung bietet Ihnen drei Regler, eine Auswahl der Farbtöne, sowie die Option zum Färben an. Der Regler Farbton verschiebt alle Farben über das komplette Spektrum, was sich perfekt an den beiden Regenbogen-Verläufe ablesen lässt. Bei der Anwendung verschieben diese sich zueinander. So können Sie leicht ablesen, welche Farben die alten ersetzen.

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Sättigung steuern

Der Sättigungsregler verstärkt oder schwächt Farben ab, bis zu einer schwarz-weißen Variante. Helligkeit bestimmt die Helligkeitswerte im Bild, wobei extreme Werte auch die Kontraste beeinflussen, bis hin zu einer rein schwarzen oder weißen Fläche.

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Farbbereiche gezielt ansprechen

Bei Standard sehen Sie ein Auswahlmenü, welches die Festlegung auf einen Farbbereich zulässt, wie etwa Rottöne, Grüntöne oder Magentatöne. So können Sie die vorgestellten Regler dazu benutzen, etwa nur die Blautöne anzupassen.

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Bildmaterial kolorieren

Leicht wird die Funktion Färben übersehen. Wird ein Häkchen gesetzt, so bestimmen Sie über den Farbtonregler, mit welcher Farbe das Bild eingefärbt wird. Die Sättigung bestimmt die Stärke des Farbtons und auch der Helligkeitsregler kann helfen.

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Farben ersetzen

Farbe anpassen > Farbe entfernen sorgt für eine schnelle Schwarzweiß-Umsetzung. Farbe ersetzen bietet da schon mehr Optionen an. Ziel ist es dabei eine Farbe festzulegen, die mit einer anderen Farbe ersetzt wird. So klicken Sie zunächst die gewünschte Farbe im Dokument an und bestimmen über den Toleranzregler, wie weit ähnliche Farbtöne zusätzlich selektiert werden. Sie lesen das an der schwarzweißen Ansicht des Bildes ab. Über die weiteren Pipetten können Sie Farben hinzufügen oder ausschließen.

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Wurde die Farbe definiert, so erfolgt die weitere Bearbeitung unten im Bereich Ersetzung. Nutzen Sie die Regler Farbton, Sättigung und Helligkeit, um die neue Farbe auszuwählen. Oft wirkt es realistischer, wenn ein ähnlicher Farbton gewählt wird. Krasse Farbunterschiede (etwa von Dunkelblau auf Hellrot) sorgen leider für Qualitätsverluste.

Farbkurven einstellen

Der Klick auf Farbkurven anpassen öffnet ein größeres Dialog-Fenster, das sich jedoch einfach bedienen lässt. So könnten Sie einen der Stile auf der linken Seite auswählen und erreichen damit vielleicht schon auf Knopfdruck ihr Ziel. Oder Sie nutzen die vier Regler für die Lichter, Mitteltöne und Tiefen, um die Kontraste von Hand zu optimieren. Um diese geht es hier, wodurch Farben weitaus intensiver wirken.

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Hautfarbe anpassen

Farbe für Hautton anpassen verlangt nach einem Klick im Dokument auf die Haut. Jetzt kann (zumindest theoretisch) die Bräunung und Rötung mit eigenen Reglern gesteuert und auch die Temperatur des Umgebungslichts angepasst werden. Das funktioniert immer dann gut, sobald Photoshop Elements die Haut gut erkennt. Ansonsten werden gerne auch mal andere Bildbereich mit verändert.

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Freigestelltes optimieren

Bei Rand auf der Ebene entfernen geht es um die typischen Farbsäume die entstehen, sobald ein Bildobjekt freigestellt wurde. Dann scheint oft am Rand des Objektes der alte Hintergrund durch. Voraussetzung zur Anwendung ist also ein Bildelement, das frei auf einer Ebene liegt (Photoshop Elements Ebenenfunktionalität lernen Sie etwas später kennen). Über die Breite wird angegeben, wie weit der Rand bearbeitet wird. Nach dem Bestätigen wurde dieser optimiert und die Freistellung wirkt weitaus professioneller.

Fotomaterial aufwerten #3: Beleuchtung anpassen

Überarbeiten > Beleuchtung anpassen steht für weitaus schönere Lichtverhältnisse im Dokument. Noch vor den zwei weiteren Optionen schauen wir uns Helligkeit/Kontrast an, da diese Funktion sehr leicht zu verstehen ist. Der Helligkeitsregler steuert, wie hell oder dunkel das Bild umgesetzt wird. Der Kontrastregler verstärkt die Unterschiede zwischen den hellsten und dunkelsten Bereichen, sobald der Regler herauf gesetzt wird. Farben werden intensiver, dunkle Bereich dunkler, helle Bereiche noch weiter aufgehellt. Ist der Kontrast zu stark, so setzen Sie diesen Regler etwas herab.

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Tiefen und Lichter

Belichtung anpassen > Tiefen/Lichter ist auch nicht komplizierter, bringt aber schon drei Regler mit. Statt die Helligkeit im gesamten Dokument zu steuern, können Sie das für die Tiefen, Lichter und Mitteltöne separat erledigen. Perfekt, um Schatten aufzuhellen oder um Überstrahlungen abzuschwächen. Besonders der Mittelton-Kontrast kann da schon fast für surreale Effekte sorgen.

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Tonwertkorrektur

Die Tonwertkorrektur erscheint zunächst sehr kompliziert. Sie sehen eine „schwarze Hügellandschaft“ (das Histogramm), welche die Verteilung der Helligkeitswerte im Dokument anzeigt. Auf der linken Seite den Anteil der dunkelsten, auf der rechten Seite die der hellsten Pixel. Der Trick ist nun, dass Sie einfach den schwarzen und weißen Regler unterhalb des Histogramms zum nächsten „Bergansatz“ verschieben, wie im Beispiel zu sehen. Die Helligkeitswerte werden neu verteilt und das Bild wirkt kontrastreicher.

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(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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