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Swetlana Senkevitch 30. Mai 2012

Photoshop CS6: Meine neuen Lieblingsfunktionen

Seit kurzer Zeit bietet Adobe Photoshop CS6 an- eine neue Version des bekannten Bildbearbeitungsprogrammes mit zahlreichen neuen Funktionen. Eine kostenlose Testversion hatte Adobe zum Download bereit gestellt. Es gibt zwar schon zahlreiche Berichte über Photoshop CS6 mit schönen Screenshots oder Videos. Ich fand es aber interessanter, das Programm selbst auszuprobieren und von mir zu diesem Zwecke geschossene Bilder eigenhändig zu bearbeiten.


Adobe Photoshop CS6 im Selbsttest

Ich habe mir die Testversion runtergeladen und zusätzlich noch eine kleine Sammlung von Videos gefunden, welche die neuen Funktionen beschreiben. Diese Sammlung findet sich auf Photoshopuser, einem Anbieter für Photoshop-Training und beinhaltet 19 Videos zum Thema Bildbearbeitung in Photoshop CS6. Ich habe einige von mir ausgewählte Funktionen getestet und präsentiere nun meine Ergebnisse.

Die Benutzeroberfläche

Beim Öffnen der Beta-Version von Photoshop CS6 fällt als Erstes die dunkle Oberfläche auf. Von früheren Photoshop-Versionen her kennt man die hell-graue Benutzeroberfläche. Die Farbe lässt sich leicht ändern indem man auf „edit“ in der oberen Menüleiste klickt, dann auf „preferences“ und schliesslich auf „interface“. Nun lässt sich die Farbe der Obefläche einstellen. Bei „Standart Screen Mode“ kann man entweder eine von verschiedenen Variationen der grauen Farbe auswählen oder auf „Select Custom Color“ klicken und der Benutzeroberfläche eine kreative Farbe verleihen. Als Beispiel habe ich mir eine Variation von Grün ausgesucht, habe aber diese Farbe im Weiteren wieder durch Schwarz ersetzt.


Photoshop CS6: die dunkle Benutzeroberfläche


So lässt sich eine andere Farbe für die Benutzeroberfläche auswählen


Benutzeroberfläche: Man kann eine beliebige Farbe einstellen

Das Zuschneide-Werkzeug (Crop Tool)

Das folgende, zugegebenermaßen nicht sehr gelungene Bild aus einem Spiel des Real Madrid muss reichen, um die Änderungen des Zuschneiden-Werkzeugs zu demonstrieren.  Nachdem auf das Zuschneide-Werkzeug geklickt wird, ist das Bild von einem Rand umgeben. Sobald der Rand gezogen wird, stellt man fest, dass der Ausschneidebereich (Crop-Bereich) des Bildes in der Mitte des Bildschirms bleibt. Dadurch besteht die Möglichkeit, sich besser auf den zu bearbeitenden Bereich des Bildes zu konzentrieren.


Real Madrid: Originalbild


Der Crop-Bereich befindet sich permanent in der Mitte: bessere Konzentration auf den ausgewählten Teil des Foto

Im Weiteren habe ich rausgefunden, dass der Crop-Bereich gedreht werden kann. Dabei bleibt das Netz unverändert in der Mitte des Bildschirms und das Bild selber kann rotiert werden. Das Teil des Bildes, welches mittels des Crop Tool rausgeschnitten werden soll, bleibt hell. So sieht man viel besser, ohne den Kopf verdrehen zu müssen, wie es bei früheren Photoshop-Versionen der Fall war, was bei Bilddrehungen für ein Ergebnis zu erwarten ist, bevor ein Teil davon ausgeschnitten wird.


Im Photoshop CS6 kann das Bild anstelle des Netzes gedreht werden

Es besteht noch die Möglichkeit, den Teil des Fotos, der vom Ursprungsbild entfernt werden soll, mit einer Farbe zu überziehen. Dafür geht man auf „Set additional Crop options“ (es handelt sich um das kleine Rad in der oberen Menüleiste) und wählt „Custom“. Nun ist es möglich, sich irgendeine Farbe als Hintergrund auszusuchen. Mit der „opacity“ lässt sich die Intensität der ausgewählten Hintergrundfarbe ändern.


Einstellung der Hintergrundfarbe: Keine Ablenkung mehr!

Blur Galerie-Weichzeichnung

Ich liebe es total, wenn der Hintergrund auf einem Foto verwischt ist. Die Weichzeichnung ist für mich sozusagen eine Lieblingsfunktion. Also bin ich auf „Filter“ in der oberen Menüleiste gegangen und habe „Blur“ ausgewählt. „Blur“ enthält drei Unterkategorien: „Field Blur“, „Iris Blur“ und „Tilt Shift“. Alle drei Unterkategorien wollen wir nun ausprobieren und beginnen mit dem „Tilt Shift“. Mit dieser Funktion lässt sich die Schärfeebene verlagern. Man kann beliebige Teile eines Bildes unscharf machen. Aktiviert man „Tilt Shift“, so erscheinen vier Linien auf dem Bild mit einem kleinen Knopf in der Mitte. Mit Hilfe dieses Knopfes lassen sich die Linien verschieben sowie der Unschärfegrad einstellen. Der Unschärfegrad lässt sich auch durch die Verschiebung eines Reglers in der rechten Menüleiste einstellen. Alternativ tippt man die gewünschte Pixelanzahl ein. Alles, was sich unterhalb der unteren gestrichenen Linie befindet, wird unscharf. Ab der durchgezogenen Linie fängt die Unschärfe an. Übrigens: Kollege Dieter Petereit hat vor ein paar Wochen auch einige Experimente mit den neuen Unschärfefiltern gemacht und für Dr. Web aufgeschrieben.


Meine Wenigkeit: Ein unbearbeitetes Bild


Aktivierung des „Tilt Shift“


„Tilt Shift“ ohne die Hilfslinien

Es gibt noch ein paar interessante Effekte, beispielsweise das „Light Bokeh“. Verschiebt man den Regler in der rechten Menüleiste, verändern sich die Lichtverhältnisse. Das „Bokeh Color“ ist für die Sättigung verantwortlich.


„Light Bokeh“: Der leuchtende Himmel

Weiter geht es mit der Funktion „Iris Blur“. Beim Anklicken dieser Funktion erscheint auf dem Bild eine Ellipse mit mehreren Punkten. Der mittlere Punkt wird auf den Teil des Fotos gesetzt, welches im Fokus bleiben soll. Alles, was sich also innerhalb der Ellipse befindet, bleibt scharf. Alles, was ausserhalb der Ellipse bleibt, wird verschwommen. Um den Effekt  zu demonstrieren, habe ich einfach meinen Kopf auf dem Foto innerhalb der Ellipse gelassen. Das ist natürlich kein professionelles Ergebnis, aber in diesem Post geht es mir nicht um die professionelle Bildbearbeitung, sondern lediglich um die Funktionen des neuen Photoshop CS6.


„Iris Blur“: Die Hilfsellipse

Es gibt noch einen Blur-Effekt namens „Field-Blur“. Mittels dieser Funktion ist es möglich, den Hintergrund gezielt unscharf zu machen. Klickt man auf „field blur“, so erscheint in der Mitte des Bildes unser beliebter Ring und erstmal ist das ganze Bild unscharf. Jetzt setzt man auf dem Objekt, welches scharf bleiben soll, mehrere Punkte und stellt sie jeweils auf den Pixelwert von „0“. Den Rest des Bildes, welcher unscharf bleiben soll, klickt man ebenfalls an, setzt somit weitere Punkte und stellt diese auf Pixelwerte von 15 bis 100.


„Field Blur“: Erstmal ist alles verschwommen


Durch das Hinzufügen von mehreren Punkten mit unterschiedlichen Pixelwerten…


…lässt sich die Schärfe gezielt einstellen

Objekte verschieben: Content Aware Move Tool

Mit diesem Tool lassen sich Objekte auf den Bildern verschieben, aber auf eine etwas andere Art und Weise, wie man es vielleicht gewöhnt ist. Und so geht das: Ich wähle in der linken Menüleiste das „Content aware Move Tool“ und ziehe eine Linie um das Objekt herum, welches verschoben werden soll. In diesem Falle wähle ich den Bildteil, auf dem ich abgebildet bin. Dann ziehe ich mein Objekt, also mich, auf eine andere Stelle des Bildes. Im nächsten Moment analysiert das Programm automatisch den Hintergrund und passt die Pixel so an, dass das Bild total „natürlich aussieht“, fast so, als ob gar nichts verändert wurde.


Das ursprüngliche Bild


Content Aware Move Tool: Das Bild mit dem verschobenen Objekt

Weitere Quellen zum neuen Photoshop CS6

Das, was ich in diesem Post gezeigt habe, ist natürlich bei Weitem nicht alles. Einige Quellen, welche mir hilfreich erschienen, habe ich hier  zusammengestellt.

(dpe)

Swetlana Senkevitch

Neben dem Chemiestudium interessiert sich Swetlana Senkevitch für sehr viele Dinge dieser Welt. Kunst, Malerei, Psychologie, Naturwissenschaften, Schachspiel, Sprachen und Photographie sind nur einige Beispiele ihrer Interessen und Hobbies. Sie hat eine Leidenschaft fürs Schreiben und Design gefunden und beschäftigt sich nun mit Webdesign.

4 Kommentare

  1. Ich finde das schwarze Interface ja toll. Haben das alle Apps der Suite oder nur PS, Illus. & Premiere?

  2. bei mir erscheint unter filter > weichzeichner > tilt-shift keine linie sondern ein pin mit einem plus zeichen (?).

  3. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Werde den Beitrag gleich mal weiterleiten

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