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Photoshop CS5: Hautretusche auf zwei Ebenen

Es gibt unendlich viele Methoden zur Retusche von Porträts und “Reinigung” der Haut via Photoshop. Jeder Bildbearbeiter hat da seinen eigenen Weg gefunden. Ich gehe mit diesem Beitrag auf eine spezielle Technik ein, die eine neue Füllmethode von Photoshop CS5 verwendet – nämlich Subtrahieren.

Es gibt unendlich viele Methoden zur Retusche von Porträts und “Reinigung” der Haut via Photoshop. Jeder Bildbearbeiter hat da seinen eigenen Weg gefunden. Ich gehe mit diesem Beitrag auf eine spezielle Technik ein, die eine neue Füllmethode von Photoshop CS5 verwendet – nämlich Subtrahieren.

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Hautretusche mit Photoshop CS, Subtrahieren
Hautretusche mit der Photoshop-CS5-Füllmethode "Subtrahieren" - links vorher, rechts nachher

Siehe auch:

Die Werkzeuge

Vier Werkzeuge sollen uns reichen, um für ein natürliches Ergebnis zu sorgen. Es kommen das Reparatur-Pinsel-Werkzeug und der Kopierstempel, der Abwedler und das Nachbelichter-Werkzeug zum Einsatz.

Der Reparatur-Pinsel verhält sich ähnlich dem Kopierstempel, wobei aus einer Quelle Pixel kopiert, diese jedoch auch gleich an die Umgebung angeglichen werden. Dabei wird auf die Schattierung, die Beleuchtung und Struktur geachtet. So entsteht übergangslos zum restlichen Foto ein korrigierter Bildbereich.

Das Kopierstempel-Werkzeug verlangt auch nach einem Aufnahmepunkt, um Pixel zu kopieren. Allerdings übermalt man mit diesem Werkzeug den Bildbereich. Es findet also kein Angleich statt.

Die Werkzeuge Abwedler und Nachbelichter werden bei der Dodge & Burn-Technik eingesetzt. Der Abwedler hellt dabei Bildbereiche auf, der Nachbelichter dunkelt sie dagegen ab.

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Zwei-Ebenen-Technik

Zunächst bereiten wir das Foto für diese Technik vor. Dazu kopiert man die Hintergrundebene zweimal, etwa über Ebene > Neu > Ebene durch Kopie oder schneller über das Tastaturkürzel Strg+J. Die oberste Ebene wird in „Form“ umbenannt, die darunter liegende in „Farbe“. Ein Doppelklick auf den Ebenennamen und die Eingabe über die Tastatur reichen dazu aus.


Die „Form“-Ebene wird ausgeblendet (mit einem Klick auf das Augen-Symbol) und die „Farbe“-Ebene durch Anklicken aktiviert. Im Menü geht man auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner und gibt einen Wert ein, der das Foto verschwimmen lässt. In diesem Beispiel war das ein Radius von 15 Pixeln. Jedes Bild ist jedoch anders strukturiert, weshalb man mit den Werten etwas spielen sollte.


Die oberste Ebene wird durch Anklicken aktiviert und über das Augen-Symbol wieder sichtbar gemacht. Im Menü klickt man auf Bild > Bildberechnungen und gibt bei Ebene „Farbe“, bei Kanal: RGB und bei Füllmethode: Subtrahieren an. Den Wert bei Skalieren setzt man auf 2, den bei Versatz auf etwa 128. Nach dem Bestätigen mit OK setzt man die Füllmethode dieser Ebene auf Lineares Licht. Damit wurde das Foto für diese Art der Retusche vorbereitet. Die beiden Ebenen ergeben zusammen wieder das Original.

Reparatur-Pinsel einsetzen

Mit dem Reparatur-Pinsel-Werkzeug legt man den ersten Aufnahmepunkt auf der Formebene fest, den man mit gedrückter Alt-Taste anklickt. Von diesem Punkt in der Aufnahme erhält das Werkzeug seine Informationen für die Reparatur. Über einen Defekt im Bild klickt man nun ohne Alt-Taste in das Foto, um den Fehler zu beseitigen.

So entfernt man Schritt für Schritt alle Hautunreinheiten und kleine Narben. Das erfordert etwas Geduld, da man dutzende Male seine Quelle auswählt, um einen in der Nähe liegenden Fehler auszubessern. Dafür erfolgt die Umsetzung wirklich punktgenau und Inhalts-spezifisch. Hierbei wurden die Falten an den Augen als ein sympathisches Merkmal der Person im Original belassen. Wichtig: Es muss nicht perfekt werden, da noch eine weitere Behandlung folgt.

Haut abpudern

Um die Haut leicht abzupudern, wird bei der hier vorgestellten Technik der Kopierstempel eingesetzt. Die Härte der Werkzeugspitze setzt man auf 25% und die Deckkraft in der Optionsleiste auf etwa 20%. An einer Stelle wird ein Aufnahmepunkt definiert, um gleich in der Nähe mit dem Abpudern zu beginnen.

Dazu klickt man sehr oft in das Bild, um mit dem Kopierstempel immer wieder neues Material zu kopieren. Da der Wert der Deckkraft zuvor so niedrig eingestellt wurde, wird die Haut nur leicht abgedeckt.

Dodge & Burn

Möchte man die Lichtsituation im Foto beeinflussen, so wendet man die Dodge & Burn-Technik an. Über Ebene > Neu > Ebene oder Umschalt+Strg+N erstellt man eine neue Ebene, deren Füllmethode auf Ineinanderkopieren stehen sollte und die auch gleich durch Aktivieren des entsprechenden Eintrags mit einer neutralen Farbe (50% Grau) gefüllt wird.

Mit dem Abwedler-Werkzeug zeichnet man nun hellere Stellen ein oder man nutzt den Nachbelichter, um Bereiche abzudunkeln. Dabei kann man auch gleich die Haare und speziell die Augen behandeln. In der Optionsleiste habe ich die Belichtung jeweils auf nur 5% eingestellt, um durch mehrfaches Klicken sanft zu einem realistischen Ergebnis zu gelangen. Auch leicht überstrahlte Bereiche können so noch etwas gerettet werden.


(mm),

20 Kommentare zu “Photoshop CS5: Hautretusche auf zwei Ebenen”

Das ist eine sehr interessante Technik. Gerade wie die weichgezeichnete Ebene und die Ebene der Form zusammen wieder das Ausgangsbild ergeben, ist mysteriös.

An diesem Beispiel sieht man das es auch Artikel zu Photoshop gibt die ein wiklich tolles Ergebniss zeigen!
Hier erkennt man noch die natürlichkeit der Person und nicht das brutal gekünzelte!
Toller Artikel!

Stimmt. Das fehlte noch. Entschuldigung. Ich habe es gleich mal ergänzt. Es ist übrigens die Formebene.

Ich habe noch Cs2 und finde den Artikel sehr gut.
Leider habe ich kein subtrahieren.Was für eine
Alternative gibt es da?

…kann das sein, dass die Neuerung in CS5 darin liegt, das auch als Füllmethode in der Ebenenpalette einstellen zu können!? (Was man ja hier aber nicht braucht – in den Kanalberechnungen gab’s das vorher schon.)

Ja, und es ist auf alle Fälle eine echt gelungene Methode zur Hautretusche. Man fragt sich, was man eigentlich “vorher” getrieben hat 😉

ich weiss nicht… auf mich wirkt das doch sehr maskenhaft und kantig, gerade im bereich der wangenknochen und der stirn…
natürlich ist es angenehmer, wenn das gesicht weicher ist und die haut nicht einer mondlandschaft ähnelt, aber man soll es gerade im gesichtsbereich nicht übertreiben. kleine “unperfektheiten” wirken natürlicher als “fleischmasken”…

@gerd: Das Ergebnis ist ja zum Glück von der Technik unabhängig. Für den Vorher-Nachher-Vergleich habe ich hier natürlich recht viel gemacht, damit es stärker auffällt. Für die eigenen Retuschen kann man diese Technik dann dezenter anwenden, ist ja klar.

ich beschäftige mich nun seit jahren mit photoshop und natürlich auch mit der haut retusche – diese technik kannte ich noch nicht und sie sollte wirklich jedem peoplefotograf / modefotograf zugänglich gemacht werden- tolle idee!

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