Dirk Metzmacher 28. September 2010

Photoshop als 3D-Software, Teil 3 – Ebenenstile und Filter, 3D-Plugins

Nach dem ersten Einsatz von 3D-Modellen werden noch einige Punkte offen sein. So beantworten wir die Fragen, ob und wie Filter auf 3D-Ebenen angewendet, wie Texturen angepasst und Ebenen kombiniert werden können. Auch einige Quellen für 3D-Modelle und hilfreiche 3D-Plug-ins werden dabei vorgestellt.

Ebenenstile und Filter anwenden

Auch auf 3D-Ebenen können Ebenenstile angewendet werden. Dazu klickt man einfach wie gewohnt auf Ebene > Ebenenstil und wählt aus der Liste etwa einen Schlagschatten oder einen Schein nach außen aus. Möchte man nun einen Filter anwenden, so sagt Photoshop, dass dieser nur auf die Oberfläche, nicht aber auf die Form angewendet werden kann. Möchte man aber auch die 3D-Meshes bearbeiten, so muss man einen kleinen Umweg gehen.

Man klickt im Menü auf Filter > Für Smartfilter konvertieren, wodurch die Ebene in ein Smart-Objekt umgewandelt wird. Wendet man nun etwa den Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner an, so werden indirekt auch die Meshes beeinflusst. Nach einem Doppelklick auf die Ebenenminiatur wird die Quelle sichtbar, aus der sich das Smart-Objekt seine Daten holt. Die Form bleibt also erhalten.

Oberflächenverteilung

Über Material kann man sehr leicht den 3D-Formen eine Struktur geben. Klickt man dort auf das Ordner-Icon und Eigenschaften bearbeiten, so kann man wie schon im letzten Teil beschrieben die Wiederholung der Textur steuern. Ist man damit noch nicht ganz zufrieden, so klickt man noch einmal auf das Ordner-Icon und in der Auswahl auf Textur öffnen. Es folgt ein Klick im Menü auf 3D > Neue Kachelung. Die Textur wird in sich neu angeordnet, so dass sich die Oberfläche verändert und vielleicht noch besser zum 3D-Objekt passt.

Auf eine Ebene reduzieren

Hat man zwei oder mehr 3D-Ebenen erstellt, so kommt es zu dem Problem, dass diese Ebenen nicht aufeinander reagieren. Wenn etwa die eine Form auf das nächste Objekt eigentlich einen Schatten werfen müsste, so geschieht das nicht automatisch. Die Objekte müssen dazu auf der gleichen Ebene liegen. Wichtig ist, das alle Objekte die Position: Standard besitzen, was sich schnell über die Optionsleiste einstellen lässt, um dann über Strg+E oder auch über Ebene > Mit darunter liegender auf eine Ebene reduzieren zusammen gefügt zu werden.

Um nun die einzelnen Meshes dieser Ebene zu positionieren, ist ein Wechsel in die Meshes-Ansicht nötig. Man klickt also auf das Icon Filtern nach: Meshes und kann dort einzelne Meshes anwählen. Mit den Meshes-Werkzeugen, die weiter unten an dritter Stelle der 3D-Werkzeuge angeboten werden, kann man das Objekt drehen, rollen, schwenken, verschieben oder skalieren. Die weiteren Werkzeuge verstecken sich hinter dem ersten Tool. Hält man längere Zeit die linke Maustaste gedrückt oder klickt das Icon mit der rechten Maustaste an, so öffnet sich die Auswahlliste.

Quellen für 3D-Modelle

In meinen Beispielen zeige ich 3D-Modelle, die aus diversen Quellen herunter geladen wurden. Es gibt zahlreiche solcher Projekte, welche 3D-Dateien sammeln und anbieten, die Photoshop lesen kann, wie etwa .3ds. Eine kleine Übersicht dieser Quellen möchte ich kurz vorstellen.

1. artist-3d.com

Die Website artist-3d.com bietet dutzende Modelle unterschiedlichster Kategorien an, wie etwa Architecture, Life forms oder Nature. In der Hall of Fame werden die besten Objekte des Jahres gesammelt. Diese ergeben sich aus den einzelnen Model of the Month-Beiträgen eines Jahres. Ein guter Einstieg, um schnell ein Model anzutesten.

2. Google 3D Warehouse

Auch Google bietet 3D-Modelle an. Die Website trägt den Namen 3D Warehouse und soll als Ressource für Googles SketchUp dienen, einer Software zur Gestaltung von 3D-Entwürfen. Aber auch Photoshop kann mit diesen Daten arbeiten. Hier ist die Abteilung Popular Models die erste Anlaufstelle, um erste Objekte zu entdecken.

3. 3D Total

Unter Free Stuff bietet 3D Total einige Modelle von guter Qualität an. Schon vor dem Download werden Informaten zum Objekt, wie etwa die Anzahl der Polygone oder der verwendeten Texturen, angeboten.

4. 3D Download Blog

Das 3D Download Blog sieht etwas wild aus, doch kann man in den Beiträgen zahlreiche Hinweise auf kostenlose 3D-Modelle entdecken. Das Spektrum reicht dabei von Fahrzeugen bis hin zu Pflanzen und Tieren.

5. NASA

Wer bei dem Stichwort NASA an die Raumfahrtbehörde denkt, liegt richtig. In deren Abteilung 3D Resources kann man einige Objekte zum Thema entdecken. Da gibt es Satelliten, Raumstationen und -Schiffe im Angebot.

3D-Plug-ins

Da nur die Extended-Version von Photoshop 3D-Features anbietet, werden 3D-Plug-ins produziert, um auch die Standard-Variante entsprechen auszurüsten. Swift 3D PS und 3D Invigorator sind dabei die hochwertigsten Vertreter.

1. 3D Invigorator

Der 3D Invigorator von Zaxwerks ist für 199,00 Dollar erhältlich. Diese Erweiterung ermöglicht es, eine Grundform, einen Text oder eine Illustrator-Grundlage so zu verarbeiten, dass eine 3D-Form entsteht. Zahlreiche Rendervorgaben stehen dem Anwender dabei zur Verfügung. Ganz unterschiedliche Stile lassen sich damit umsetzen. Photoshops nicht-destruktiver Arbeitsablauf wird durch die Unterstützung von Smart-Objekten und Smartfiltern unterstützt.

Unterschiedliche Lichttypen und die Option, Texturen für die 3D-Form zu erstellen oder aus einem Archiv auszuwählen, runden dieses Plugin gut ab. Innerhalb der Plug-in-Oberfläche lassen sich die Objekte und die Kamera neu positionieren. Auch die Lichtquellen können leicht neu eingestellt werden. Ein Mausklick reicht dazu aus.

2. Swift 3D PS

Swift 3D PS von ElectricRain bietet da schon mehr Möglichkeiten an. Nach dem Start wird eine eigene Palette geöffnet, die sich wie die Photoshop-eigenen Fenster verhält. Darüber öffnet man die hochwertige Oberfläche von Swift 3D PS, die zahlreiche Optionen anbietet, um dreidimensionale Formen zu erstellen. Es kann ein Text geschrieben oder eine Grundform wie etwa eine Kugel, ein Würfel oder eine Pyramide abgeändert werden.

Den so entstandenen Formen stülpt man noch eine Materialart wie etwa eine Bitmap-Grafik oder eine Farbe im Glossy-Stil über. Schnell noch die Lichtstimmung geändert oder eine weitere Figur aus den Model Libraries geladen, und schon ist die Szene fertig gestellt. Diese Erweiterung kostet etwa 149,00 Dollar.

(mm),

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.
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9 Kommentare

  1. Danke für diesen Artikel, konnte schon einiges davon Anwenden und für mich selbst Anwenden.

  2. @Dany: Wurde nur noch nicht richtig zugewiesen. Ist aber natürlich der dritte Teil von insgesamt drei Artikeln. Danke für den Hinweis!

  3. Oben steht „Dieser Beitrag ist Teil 3 von 2 der Serie Photoshop-3D“

    Ein Extra-Artikel?

    • Das ist eine WordPress-Macke, die sporadisch auftaucht. Obwohl die Ziffer „3“ im Backend korrekt zugewiesen ist und das System alle drei Teile dieser Artikelserie richtig verlinkt, erscheint der Text „Teil 3 von 2“.

  4. Schön beschrieben. http://www.daz3d.com könnte man noch als Quelle für gutes Material nennen.

  5. Das ist ein interessanter Photoshop-Artikel. ;) Die ganze Serie ist nicht schlecht.

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