Pflichtprogramm für Web-Developer: Kostenloser Online-Lehrgang zu Chromes DevTools von Code School

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Welcher Web-Developer kennt die Chrome DevTools nicht? Fest in den Browser integriert, liefern sie Werkzeuge, die bei der Entwicklung von Web-Apps, vor allem deren Debugging, helfen. Dabei ist der Einstieg nicht unbedingt kompliziert. Aber, wie stets, eine fundierte Einleitung hat noch niemandem geschadet und senkt die Hemmschwelle für den Nachwuchs. Genau einen solchen Einstieg liefert Code School mit dem kostenlosen Video-Tutorial “Explore and Master Chrome DevTools”.

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Explore and Master DevTools: Code School, sponsored by Google

Code School: Immer für einen professionellen Online-Lehrgang gut

Aufmerksame Dr. Web Leserinnen und Leser haben bereits im Januar Bekanntschaft mit Code School gemacht. Gemeinsam mit dem Anbieter konnten wir einen kompletten Sass-Kurs kostenlos anbieten. Nach Aussage der Betreiber der Code School wurde davon reichlich Gebrauch gemacht.

Sie haben den Beitrag damals nicht gelesen? Nicht schlimm, hier die wichtigsten Infos: Code School ist eine Online-Schulungseinrichtung. In der vertrauten Umgebung des eigenen Lieblingsbrowsers lernt man grundlegende, aber auch fortgeschrittene Web-Technologien in seiner individuellen Geschwindigkeit. Jeder Kursus besteht aus einer unterschiedlichen Zahl von Einheiten in der Form von Schulungsvideos. Nach jeder Einheit kann man das erworbene Wissen im Rahmen sogenannter Challenges interaktiv überprüfen und gleichzeitig vertiefen. Im Erfolgsfalle werden einem sogenannte Badges verliehen, die den erfolgreichen Abschluss dokumentieren.

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Die Onlinekurse bei Code School sind grundsätzlich kostenpflichtig. Dabei können einzelne Schulungen gebucht werden, Code School setzt allerdings stärker auf das Prinzip des “Einschreibens”. Bei dieser Variante schreibt man sich bei Code School als Student ein, wie man das von der Uni kennt, zahlt einen Obolus von monatlich 25 USD als Flatrate und kann dann alle verfügbaren und später verfügbar werdenden Kurse konsumieren. Bindungsfristen gibt es nicht, man kann monatlich aussteigen.

Was an den Video-Tutorials und den diese begleitenden Challenges, also den Vertiefungsübungen, auffällt, ist der hohe Grad der Professionalität nicht nur der “Professoren”, sondern der Produktion insgesamt. Diesem Standard wird auch “Explore and Master Chrome DevTools” absolut gerecht.

“Explore and Master Chrome DevTools” von Code School, gesponsort durch Google

“Explore and Master Chrome DevTools” ist komplett kostenlos, dabei jedoch auf dem gleichen hohen Niveau, wie die übrigen Produkte des Hauses. Kostenlos ist der Lehrgang durch die Übernahme der Sponsorschaft durch Google. An dieser Stelle darf man als Web-Developer ruhig mal kurz “Danke, Google” sagen, denn der Kurs ist tatsächlich schon fast als Pflichtprogramm für jeden Entwickler zu bezeichnen.

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17 Videos mit Laufzeiten zwischen etwas mehr als einer Minute und knapp fünf Minuten kumulieren sich zu einer Gesamtdauer von knapp 51 Minuten. Im Schnitt ist jedes Video-Tutorial demnach drei Minuten lang und eignet sich daher auch für den schnellen Konsum zwischendurch. 75 der sogenannten Challenges begleiten die Tutorials. Diese sind durchweg praxisnah und orientieren sich tatsächlich sehr nah an den Inhalten der vorangegangenen Videos, was ich nicht bei allen Code School-Produkten, deren Videos übrigens zumeist zwischen fünf und 15 Minuten lang sind, in dieser Klarheit feststellen konnte.

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Um auf “Explore and Master Chrome DevTools” zugreifen zu können, bedarf es keiner Registrierung. Diese ist natürlich nützlich, wenn man den Kurs nicht am Stück durchlaufen will, denn mit einem Account ausgestattet, lassen sich Bearbeitungsstände auch zu späteren Zeitpunkten wieder abrufen. Anders als in den sonstigen Kursen des Anbieters, können Sie sich in “Explore and Master Chrome DevTools” frei bewegen. Eine Reihenfolge im didaktischen Sinne ist zwar gegeben, aber nicht zwingend zu durchlaufen. Auf diese Weise greifen Sie direkt auf die Bereiche zu, die sie interessieren oder bei denen Sie noch Schwächen sehen und lassen die bekannten Grundlagen links liegen.

Sämtliche Videos stehen als MP4 in SD, wie auch HD zum Download zur Verfügung, so dass Sie sie nach dem Herunterladen schauen können, wo, wie und so oft Sie das wollen. Eine Straßenbahnfahrt zur Arbeit kann so zu einem produktiven Ereignis werden. Auch der Toilettengang erfährt neben dem Offensichtlichen zusätzlichen Nutzwert.

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“Explore and Master Chrome DevTools” besteht aus sieben Lektionen, die sich mit den verschiedenen Aspekten des Web-Development auseinandersetzen. Im Einzelnen wird geboten:

  • Level 1: Getting Started & Basic DOM and Styles
  • Level 2: Advanced DOM and Styles
  • Level 3: Working With the Console
  • Level 4: Debugging JavaScript
  • Level 5: Improving Network Performance
  • Level 6: Improving Performance
  • Level 7: Memory Profiling

Mir persönlich haben die Level 5 und 6 am meisten gegeben. Insbesondere die Tipps zur Reduzierung der Netzwerklast durch weniger Requests haben sich im Hinterstübchen verankert. “Explore and Master Chrome DevTools” ist ein Angebot, das man nicht nicht empfehlen kann. Und das nicht nur, wie zuweilen gern getan, weil es kostenlos ist, sondern weil es so gut ist, dass man sogar damit zufrieden würde, wenn man dafür bezahlte.

Web-Developer, die zwei bis drei Stunden (inkl. Challenges) ihrer Zeit für den Lehrgang erübrigen, werden sicherlich nicht enttäuscht und vor allem hinterher nicht weniger schlau als zuvor sein. Wer rein auf Bewegtbild steht, kommt sogar mit unter einer Stunde Aufwand weg. Los geht’s!

Links zum Beitrag:

  • Explore and Master Chrome DevTools – Code School
  • Code School + Dr. Web bieten eine komplette Sass-Schulung kostenlos – Dr. Web Magazin

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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