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Dieter Petereit 10. Oktober 2017

Pearl: Das Premium WordPress-Theme mit den 200+ Gesichtern

Wenn ein Premium WordPress-Theme für alle dei­ne Kunden passt und trotz­dem kei­ne Seite aus­sieht wie die nächs­te, dann könn­te Pearl im Spiel sein. Ich habe es mir für dich ange­schaut.

Das Budget-Dilemma: Wer schätzt schon noch reine Handarbeit?

Seien wir doch ehr­lich. Wer will schon für jedes neue Projekt eine neue Theme-Philosophie erler­nen? Und eige­ne Themes zu ent­wi­ckeln, lohnt sich ange­sichts der Vielfalt der am Markt befind­li­chen Lösungen wirk­lich nur für die weni­gen Fälle, in denen ent­we­der der Kunde extrem spe­zi­ell und mit Standards nicht abzu­de­cken oder so spen­da­bel ist, dass man ihn mit Standardlösungen nicht abde­cken muss.

Pearl: Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

In allen ande­ren Fällen, also in etwa run­den 99 Prozent, wirst du zweck­mä­ßi­ger­wei­se auf ein Theme oder ein Theme-Framework zurück­grei­fen, wenn es denn WordPress als CMS sein soll. Dem Kunden kommt es auf Optik und Features an. Er wird dir kei­nen Altar bau­en, wenn du ihm ein Unikat errich­test.

Theme oder Framework oder irgendwas dazwischen?

Während bei rei­nen Theme-Frameworks teils kru­den Bedienkonzepten zu hul­di­gen ist, bie­ten rei­ne Themes zumeist zu wenig Einsatzmöglichkeiten für den brei­ter auf­ge­stell­ten Kreativarbeiter. Das neue Multi-Theme Pearl aus dem Hause Stylemix geht den mitt­le­ren Weg. Es ist nah an der Philosophie eines rei­nen Premium-Themes dran, bie­tet aber den­noch viel­fäl­ti­ge Anpassungsmöglichkeiten, sowohl was das Design, als auch, was die Funktionalität angeht. Der Hersteller bezeich­net Pearl als Multi-Nischen-Theme, was im Grunde nur bedeu­tet, dass wir damit sehr vie­le typi­sche Kundengruppen abde­cken kön­nen sol­len.

Pearl: Die eierlegende Wollmilchsau unter den Premium-Themes

Für den schnel­len Einstieg bie­tet Pearl ein knap­pes Dutzend Demo-Seiten, ande­re wür­den viel­leicht von Vorlagen spre­chen, für unter­schied­li­che Branchen, dar­un­ter Restaurants, Künstler-Sites (sogar mit Verkauf), Portfolio-Websites oder der Gesundheitssektor. Die Demo-Inhalte kannst du direkt in dei­ne Pearl-Installation impor­tie­ren. So erhältst du eine Vorlage, die du schnell umbau­en und zu dei­ner machen kannst. Manche Demos befin­den sich noch in der Mache, kön­nen also der­zeit nicht ver­wen­det wer­den. In die­sem Zusammenhang ist es gut, zu wis­sen, dass der (nied­ri­ge) Kaufpreis des Themes eine Einmalzahlung dar­stellt, die dich zu allen künf­ti­gen Updates berech­tigt.

Die eigent­li­che Vielfalt des Pearl-Themes ergibt sich aus der Verfügbarkeit der mehr als 200 ver­schie­de­nen Seiten-Elemente, aus denen du ultrafle­xi­bel dei­ne Wunsch-Website zusam­men­stöp­seln kannst. Egal, ob es sich um Slider (in die­sem Falle unter ande­rem Revolution), Online-Terminvereinbarungen, Audio- oder Videoplayer, Tischreservierungen, Speisekarten, Preistabellen oder einen Shop auf Woocommerce-Basis han­delt. Pearl lie­fert alle erfor­der­li­chen Elemente direkt mit.

So könn­te eine klas­si­sche Firmen-Website mit Pearl aus­se­hen. Oder ganz anders. (Screenshot: Stylemix)

Große Teile der Funktionalität deckt Pearl über bekann­te und popu­lä­re Premium-Plugins ab. Die erfor­der­li­chen Lizenzen sind in Pearl bereits ent­hal­ten und müs­sen nicht zusätz­lich erwor­ben wer­den. Für eini­ge Features lie­fert Stylemix zudem eige­ne Plugins mit. So fin­dest du etwa den auf Angular.js basie­ren­den Header-Builder, mit dem du dir einen Website-Header kon­stru­ie­ren kannst, der sei­nen Namen wirk­lich ver­dient hat. Gleiches gilt für den Pearl Mega-Menu-Builder, der dir fle­xi­bels­te Menüstrukturen inner­halb dei­ner Navigation erlaubt. Amazon lässt grü­ßen.

Beispiel eines Navigations-Menüs, erstellt mit dem Pearl Mega Menu Builder. (Screenshot: Dr. Web)

Im Übrigen haben die Entwickler dar­auf geach­tet, dass Pearl zu mög­lichst vie­len Plugins kom­pa­ti­bel ist. Da kann man ja durch­aus bei ande­ren Theme-Schraubern schon mal die ein oder ande­re Überraschung erle­ben. Ich kann mich an Dutzende von Fällen erin­nern, in denen nach einer Plugin-Installation oder einem blo­ßen Update sämt­li­che Lichter auf der Website aus gegan­gen sind.

Neben der Vielfalt an gestal­te­ri­schen und funk­tio­na­len Möglichkeiten soll­te beson­ders erwähnt wer­den, dass Pearl alle Anpassungen visu­ell oder im Dialog zu machen imstan­de ist. Händische Eingriffe in Dateien, also das Schreiben oder Umschreiben von Code, ist kom­plett ent­behr­lich. Insofern ist Pearl nicht nur für den Kreativarbeiter inter­es­sant, son­dern auch eine Alternative für den ambi­tio­nier­ten Heimwerker, der sei­ne Website in mühe­vol­ler Kleinarbeit sel­ber klöp­peln will.

Komplexe Header baust du mit dem Pearl Header Builder. (Screenshot-Collage: Stylemix)

So fin­dest du im Backend dei­ner WordPress-Installation einen unge­wöhn­lich brei­ten Zugriff auf die Einstellungen des Pearl-Themes. Hier erle­digst du die wesent­li­che Parametrisierung dei­nes Auftritts in einer Detailtiefe, die das Wort Frickeln als ein­zig pas­sen­den Begriff ins Bewusstsein ruft. Geradezu pedan­tisch kannst du hier dei­nen etwa bestehen­den Kontrollzwang aus­üben. Das betrifft nicht nur die Typographie, die du mit den Hunderten von Schriften aus dem Google Fonts Directory auf­motzt.

Wenn es an die Seiten und Beiträge dei­ner Website geht, geht dir auf Wunsch ein umfang­rei­cher WYSIWYG-Editor zur Hand. Hier han­delt es sich um den bekann­ten Visual Composer von WPBakery, der dich allei­ne schon 34 USD kos­ten wür­de. Dabei haben die Jungs von Stylemix zusätz­lich Hand an das Composer-Dashboard gelegt, um dir ein­fa­chen Zugriff auf alle Pearl-Module zu gewäh­ren.

Mit dem Visual Composer edi­tierst du dei­ne Website sogar vom Frontend aus. Wenn du aller­dings, wie ich, seit Beginn an auf WordPress setzt, wird dir mög­li­cher­wei­se der Backend-Editor eher lie­gen.

Performance und Support brauchen sich nicht zu verstecken

Worauf Stylemix beson­ders geach­tet hat, ist die Performance. Sämtliche Analyse-Dienste, etwa GTMetrix, Google Page Speed oder Pingdom, beschei­ni­gen dem Theme wett­be­werbs­fä­hi­ge Ladezeiten ohne wei­te­re Optimierungen. Ich muss wohl nicht extra dar­auf hin­wei­sen, dass du dir den schö­nen Score natür­lich mit drei bis vier Dickschiffen direkt aus dei­ner DSLR schnell wie­der ver­sau­en kannst. Performance bleibt in die­sem Sinne auch bei Pearl eine stän­di­ge Aufgabe. Aber das System an sich ist bereits opti­miert.

Pearl unter­stützt im Auslieferungszustand lei­der nur die eng­li­sche Sprache. Allerdings ist das Theme voll­stän­dig WPML-kom­pa­ti­bel, so dass du dir jeder­zeit eine loka­li­sier­te Version erstel­len kannst. Wo wir gera­de bei Unterstützung sind, will ich den umfang­rei­chen Support, den die Stylemixer anbie­ten, nicht uner­wähnt las­sen. Rund um die Uhr steht Kunden ein Live-Chat zur Verfügung. Das klas­si­sche Lösen eines Support-Tickets ist aber eben­so mög­lich. Nicht zuletzt hel­fen sich Nutzer im Stylemix-Forum gegen­sei­tig.

Vielfach wirst du indes kei­ne Unterstützung die­ser Art benö­ti­gen. Denn Stylemix bie­tet eine außer­or­dent­lich detail­lier­te Dokumentation in schrift­li­cher Form, aber eben­so eine brei­te Vielfalt an Tutorial-Videos. Wenn du der eng­li­schen Sprache so mäch­tig bist, wie es im Internet heut­zu­ta­ge erfor­der­lich ist, wirst du mit Pearl zurecht­kom­men, zumal die Videos rei­ne Point-and-Click-Vorführungen sind. Hier gilt Learning by Doing.

Pearl: Das Schmuckstück kostet (derzeit) nicht viel

Der Name Pearl ist übri­gens nicht bloß des schö­nen Klangs wegen gewählt wor­den. Vielmehr sollst du die Schale des Themes öff­nen, um dar­in dei­ne per­sön­li­che Perle zu fin­den. Ist das nicht roman­tisch? Bevor wir hier indes sen­ti­men­tal wer­den, schau­en wir noch schnell, wie wir an unse­re neue Perle ran­kom­men.

Pearl wird aus­schließ­lich über Envatos Themeforest ver­trie­ben und kos­tet wäh­rend einer Einführungsphase blo­ße 35 US-Dollar, also knap­pe 30 Euro. Würdest du allein die ent­hal­te­nen Plugins ein­zeln kau­fen, lägst du schon deut­lich im drei­stel­li­gen Bereich.

Ich kann dir aller­dings nicht sagen, wohin sich der Preis nach die­ser Phase bewe­gen wird und wie lan­ge das Angebot noch gilt. Für den aktu­el­len Preis ist Pearl jeden­falls nicht nur eine ech­te Perle im Ozean der Premium WordPress-Themes, son­dern nach­ge­ra­de ein Schnäppchen.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Ich hat­te vie­le Themes ver­wen­det auch Betheme das bes­ser gere­det wird als es wirk­lich ist. Vor 4 Monaten bin auf das Pearl Theme gestos­sen , und wür­de es gegen kein ande­res Theme mehr ein tau­schen wollen..für mich das bes­te Theme..Es ist so Vielfältig und für alles gibt es meh­re­re Styles …habe damals 39$ bezahlt , kos­tet jetzt glau­be 59$

  2. Ein inter­es­san­tes Theme und güns­tig dazu!

    Wer heu­te Seiten erstellt, muss sich stets zwi­schen Premium Themes mit vie­len ein­ge­bau­ten Erweiterungen, Theme- und Content Buildern oder eige­nen Zusammenstellungen ent­schei­den, das ist nicht leicht. Beim Pearl-Theme wird die Funktionalität gege­ben sein.
    Wie sieht es bei einem spä­te­ren Wechsel aus, ist der Inhalt dann noch brauch­bar oder HTML-Kraut und Rüben?
    Ob es neben Slidern auch Accordions gibt, hat sich mir nicht erschlos­sen, wer hat schon mehr erfah­ren?

  3. Vielen Dank!
    Sieht sehr gut aus ich benutz­te bis anhin das bethe­me ist nicht so schnell aber dort gibt es eini­ge mehr Voralgen bes­ser gesagt pre­built Websites!

    aber immer gut zu wis­sen wenn es was neu­es und bes­se­res gibt!
    =================================
    stoo­ni

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