Pearl: Das Premium WordPress-Theme mit den 200+ Gesichtern

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Wenn ein Premium WordPress-Theme für alle deine Kunden passt und trotzdem keine Seite aussieht wie die nächste, dann könnte Pearl im Spiel sein. Ich habe es mir für dich angeschaut.

Das Budget-Dilemma: Wer schätzt schon noch reine Handarbeit?

Seien wir doch ehrlich. Wer will schon für jedes neue Projekt eine neue Theme-Philosophie erlernen? Und eigene Themes zu entwickeln, lohnt sich angesichts der Vielfalt der am Markt befindlichen Lösungen wirklich nur für die wenigen Fälle, in denen entweder der Kunde extrem speziell und mit Standards nicht abzudecken oder so spendabel ist, dass man ihn mit Standardlösungen nicht abdecken muss.

Pearl: Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

In allen anderen Fällen, also in etwa runden 99 Prozent, wirst du zweckmäßigerweise auf ein Theme oder ein Theme-Framework zurückgreifen, wenn es denn WordPress als CMS sein soll. Dem Kunden kommt es auf Optik und Features an. Er wird dir keinen Altar bauen, wenn du ihm ein Unikat errichtest.

Theme oder Framework oder irgendwas dazwischen?

Während bei reinen Theme-Frameworks teils kruden Bedienkonzepten zu huldigen ist, bieten reine Themes zumeist zu wenig Einsatzmöglichkeiten für den breiter aufgestellten Kreativarbeiter. Das neue Multi-Theme Pearl aus dem Hause Stylemix geht den mittleren Weg. Es ist nah an der Philosophie eines reinen Premium-Themes dran, bietet aber dennoch vielfältige Anpassungsmöglichkeiten, sowohl was das Design, als auch, was die Funktionalität angeht. Der Hersteller bezeichnet Pearl als Multi-Nischen-Theme, was im Grunde nur bedeutet, dass wir damit sehr viele typische Kundengruppen abdecken können sollen.

Pearl: Die eierlegende Wollmilchsau unter den Premium-Themes

Für den schnellen Einstieg bietet Pearl ein knappes Dutzend Demo-Seiten, andere würden vielleicht von Vorlagen sprechen, für unterschiedliche Branchen, darunter Restaurants, Künstler-Sites (sogar mit Verkauf), Portfolio-Websites oder der Gesundheitssektor. Die Demo-Inhalte kannst du direkt in deine Pearl-Installation importieren. So erhältst du eine Vorlage, die du schnell umbauen und zu deiner machen kannst. Manche Demos befinden sich noch in der Mache, können also derzeit nicht verwendet werden. In diesem Zusammenhang ist es gut, zu wissen, dass der (niedrige) Kaufpreis des Themes eine Einmalzahlung darstellt, die dich zu allen künftigen Updates berechtigt.

Die eigentliche Vielfalt des Pearl-Themes ergibt sich aus der Verfügbarkeit der mehr als 200 verschiedenen Seiten-Elemente, aus denen du ultraflexibel deine Wunsch-Website zusammenstöpseln kannst. Egal, ob es sich um Slider (in diesem Falle unter anderem Revolution), Online-Terminvereinbarungen, Audio- oder Videoplayer, Tischreservierungen, Speisekarten, Preistabellen oder einen Shop auf Woocommerce-Basis handelt. Pearl liefert alle erforderlichen Elemente direkt mit.

So könnte eine klassische Firmen-Website mit Pearl aussehen. Oder ganz anders. (Screenshot: Stylemix)

Große Teile der Funktionalität deckt Pearl über bekannte und populäre Premium-Plugins ab. Die erforderlichen Lizenzen sind in Pearl bereits enthalten und müssen nicht zusätzlich erworben werden. Für einige Features liefert Stylemix zudem eigene Plugins mit. So findest du etwa den auf Angular.js basierenden Header-Builder, mit dem du dir einen Website-Header konstruieren kannst, der seinen Namen wirklich verdient hat. Gleiches gilt für den Pearl Mega-Menu-Builder, der dir flexibelste Menüstrukturen innerhalb deiner Navigation erlaubt. Amazon lässt grüßen.

Beispiel eines Navigations-Menüs, erstellt mit dem Pearl Mega Menu Builder. (Screenshot: Dr. Web)

Im Übrigen haben die Entwickler darauf geachtet, dass Pearl zu möglichst vielen Plugins kompatibel ist. Da kann man ja durchaus bei anderen Theme-Schraubern schon mal die ein oder andere Überraschung erleben. Ich kann mich an Dutzende von Fällen erinnern, in denen nach einer Plugin-Installation oder einem bloßen Update sämtliche Lichter auf der Website aus gegangen sind.

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Neben der Vielfalt an gestalterischen und funktionalen Möglichkeiten sollte besonders erwähnt werden, dass Pearl alle Anpassungen visuell oder im Dialog zu machen imstande ist. Händische Eingriffe in Dateien, also das Schreiben oder Umschreiben von Code, ist komplett entbehrlich. Insofern ist Pearl nicht nur für den Kreativarbeiter interessant, sondern auch eine Alternative für den ambitionierten Heimwerker, der seine Website in mühevoller Kleinarbeit selber klöppeln will.

Komplexe Header baust du mit dem Pearl Header Builder. (Screenshot-Collage: Stylemix)

So findest du im Backend deiner WordPress-Installation einen ungewöhnlich breiten Zugriff auf die Einstellungen des Pearl-Themes. Hier erledigst du die wesentliche Parametrisierung deines Auftritts in einer Detailtiefe, die das Wort Frickeln als einzig passenden Begriff ins Bewusstsein ruft. Geradezu pedantisch kannst du hier deinen etwa bestehenden Kontrollzwang ausüben. Das betrifft nicht nur die Typographie, die du mit den Hunderten von Schriften aus dem Google Fonts Directory aufmotzt.

Wenn es an die Seiten und Beiträge deiner Website geht, geht dir auf Wunsch ein umfangreicher WYSIWYG-Editor zur Hand. Hier handelt es sich um den bekannten Visual Composer von WPBakery, der dich alleine schon 34 USD kosten würde. Dabei haben die Jungs von Stylemix zusätzlich Hand an das Composer-Dashboard gelegt, um dir einfachen Zugriff auf alle Pearl-Module zu gewähren.

Mit dem Visual Composer editierst du deine Website sogar vom Frontend aus. Wenn du allerdings, wie ich, seit Beginn an auf WordPress setzt, wird dir möglicherweise der Backend-Editor eher liegen.

Performance und Support brauchen sich nicht zu verstecken

Worauf Stylemix besonders geachtet hat, ist die Performance. Sämtliche Analyse-Dienste, etwa GTMetrix, Google Page Speed oder Pingdom, bescheinigen dem Theme wettbewerbsfähige Ladezeiten ohne weitere Optimierungen. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass du dir den schönen Score natürlich mit drei bis vier Dickschiffen direkt aus deiner DSLR schnell wieder versauen kannst. Performance bleibt in diesem Sinne auch bei Pearl eine ständige Aufgabe. Aber das System an sich ist bereits optimiert.

Pearl unterstützt im Auslieferungszustand leider nur die englische Sprache. Allerdings ist das Theme vollständig WPML-kompatibel, so dass du dir jederzeit eine lokalisierte Version erstellen kannst. Wo wir gerade bei Unterstützung sind, will ich den umfangreichen Support, den die Stylemixer anbieten, nicht unerwähnt lassen. Rund um die Uhr steht Kunden ein Live-Chat zur Verfügung. Das klassische Lösen eines Support-Tickets ist aber ebenso möglich. Nicht zuletzt helfen sich Nutzer im Stylemix-Forum gegenseitig.

Vielfach wirst du indes keine Unterstützung dieser Art benötigen. Denn Stylemix bietet eine außerordentlich detaillierte Dokumentation in schriftlicher Form, aber ebenso eine breite Vielfalt an Tutorial-Videos. Wenn du der englischen Sprache so mächtig bist, wie es im Internet heutzutage erforderlich ist, wirst du mit Pearl zurechtkommen, zumal die Videos reine Point-and-Click-Vorführungen sind. Hier gilt Learning by Doing.

Pearl: Das Schmuckstück kostet (derzeit) nicht viel

Der Name Pearl ist übrigens nicht bloß des schönen Klangs wegen gewählt worden. Vielmehr sollst du die Schale des Themes öffnen, um darin deine persönliche Perle zu finden. Ist das nicht romantisch? Bevor wir hier indes sentimental werden, schauen wir noch schnell, wie wir an unsere neue Perle rankommen.

Pearl wird ausschließlich über Envatos Themeforest vertrieben und kostet während einer Einführungsphase bloße 35 US-Dollar, also knappe 30 Euro. Würdest du allein die enthaltenen Plugins einzeln kaufen, lägst du schon deutlich im dreistelligen Bereich.

Ich kann dir allerdings nicht sagen, wohin sich der Preis nach dieser Phase bewegen wird und wie lange das Angebot noch gilt. Für den aktuellen Preis ist Pearl jedenfalls nicht nur eine echte Perle im Ozean der Premium WordPress-Themes, sondern nachgerade ein Schnäppchen.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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2 Kommentare auf "Pearl: Das Premium WordPress-Theme mit den 200+ Gesichtern"

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Axelino
Gast

Ein interessantes Theme und günstig dazu!

Wer heute Seiten erstellt, muss sich stets zwischen Premium Themes mit vielen eingebauten Erweiterungen, Theme- und Content Buildern oder eigenen Zusammenstellungen entscheiden, das ist nicht leicht. Beim Pearl-Theme wird die Funktionalität gegeben sein.
Wie sieht es bei einem späteren Wechsel aus, ist der Inhalt dann noch brauchbar oder HTML-Kraut und Rüben?
Ob es neben Slidern auch Accordions gibt, hat sich mir nicht erschlossen, wer hat schon mehr erfahren?

stooni
Gast

Vielen Dank!
Sieht sehr gut aus ich benutzte bis anhin das betheme ist nicht so schnell aber dort gibt es einige mehr Voralgen besser gesagt prebuilt Websites!

aber immer gut zu wissen wenn es was neues und besseres gibt!
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stooni

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