Dieter Petereit 13. November 2012

Opera-Nutzer klicken mehr Banner, aber der Internet Explorer dominiert nach wie vor [Infografik]

Aus dem indisch-amerikanischen Werbenetzwerk Chitika kommen gelegentlich nützliche Informationen für all jene, die sich um das Geschäft mit Onlinewerbung kümmern wollen oder müssen. Dabei darf man den Erkenntnissen des Hauses durchaus einiges Vertrauen entgegen bringen. Immerhin liefert das Netzwerk monatlich rund 4 Milliarden Anzeigen auf über 200.000 Websites aus. Funfact am Rande: Chitika ist indisch und bedeutet „Fingerschnipps“. Die aktuelle Infografik der Fingerschnippser beschäftigt sich mit Fakten rund um die Browsernutzung der Besucher der von Chitika betreuten Werbekunden.

Erkenntnis: Mehr Opera-Nutzer wären wohl nicht schlecht

Verwender des Opera-Browsers klicken doppelt so häufig auf eine Anzeige wie ein Verwender des Internet Explorer. Die zweitbeste Werbezielgruppe nach dieser Lesart sind die Nutzer des Mobile Safari, also die Apple-iOS-Kunden. Nach dem Drittplatzierten, dem Internet Explorer, wird es allerdings nur noch moderat dünner. Es folgen der Android-Browser und Safari. Die uninteressantesten Besucher sind demzufolge die Verwender des Chrome sowohl auf dem Desktop, wie auch mobil.

Klingt zunächst nach einem klaren Sieg für Opera, betrachtet mit den Augen eines Werbers. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass der Anteil Operas am gesamten Webtraffic im Chitika-Netzwerk mit 1% extrem niedrig und trotz des Siegertreppchens nur von einer Klickrate von 2,12 % die Rede ist.

Der Mobile Safari wiederum weist mit immer noch schlappen 1,54 % möglicherweise nur deshalb eine bessere Klickrate als andere Browser auf, weil sich hier Menschen haufenweise vertappen und versehentlich die Anzeigen aktivieren. Nachdem iOS-Geräte auch in den älteren Bevölkerungsschichten sehr beliebt sind, dürfte das Phänomen durchaus namhafte Größenordnungen erreichen. Was ja wiederum für Werber schon fast ein strategischer Ansatz sein könnte.

Zuverlässig ist lediglich das Klientel derer, die mit dem Internet Explorer unterwegs sind, was übrigens, zumindest in den bevölkerungsreichsten US-Staaten, mit Ausnahme Kaliforniens, auch die Mehrheit aller ist. Der Internet Explorer ist der Standardbrowser der meisten Websurfer und wird als solcher von den meisten nach wie vor akzeptiert. Nur Netzbürger, wie Sie und ich, die sich informieren und nicht lediglich die Massenmedien ansurfen wollen, kümmern sich um Alternativen. Da brauchen wir uns alle nichts vorzumachen. In der Verwendung des Internet Explorer spiegelt sich der Mainstream.

Chitika untersuchte ebenfalls die durchschnittliche Länge einer Suchanfrage in Wörtern. Deren Längen schwanken zwischen 3+ und 5+ und legen aus meiner Sicht so keine eindeutigen Analysen nahe. Sicherlich könnte man interpretieren, dass eine Suchanfrage umso spezifischer gestellt wird, je mehr Wörter dafür verwendet werden. Allerdings ist der Unterschied zu marginal, um Rückschlüsse zu ziehen. Erstaunlich ist bestenfalls, dass Android-User mit 3,3 Wörtern kürzere Anfragen stellen, als die iOS-Safaris mit 5,17. Dabei hätte Android die deutlich besseren Keyboard-Apps mit Wortvorhersage zu bieten. Ich schreibe auf meinem HTC One X meist für drei Wörter lediglich drei Buchstaben, nämlich die Anfangsbuchstaben der gewünschten Wörter.

Folgend sehen Sie die Infografik in einer verkleinerten Variante. Ein KLick darauf bringt Sie zu Chitika. Dort steht die Grafik in Originalauflösung bereit.

Links zum Beitrag:

  • Infographic: Internet User Behavior Analysis by Browser – Chitika Insights

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.
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3 Kommentare

  1. Ich benutze den Werbeblocker Adblock Plus und den Browser Firefox. Lästige Werbung kommt nicht auf meinen Bildschirm.

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