OpenAI Codex steuert jetzt Windows-PCs. Fast überall.

Markus Seyfferth
Autor Dr. Web
2 Min. Lesezeit
OpenAI Codex steuert jetzt Windows-PCs. Fast überall.

OpenAI bringt Computer Use für die Codex-App auf Windows 11. Die KI kann damit Apps, Dateien und Programme direkt auf dem Rechner bedienen, auch wenn niemand davor sitzt.

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Bisher war diese Funktion nur auf macOS verfügbar, seit April. Mit dem Schritt auf Windows öffnet OpenAI die Tür zum Betriebssystem, auf dem ein Großteil der realen Softwarearbeit stattfindet. Ein entscheidendes Detail für den DACH-Raum: Computer Use auf Windows ist im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und in Großbritannien zum Start nicht verfügbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Codex steuert auf Windows 11 jetzt lokale Apps, sieht den Bildschirm, klickt und tippt selbstständig.
  • Über die ChatGPT-App auf iPhone und Android lassen sich Aufgaben aus der Ferne starten und überwachen.
  • Die Funktion ist im EWR, in der Schweiz und in Großbritannien zum Start nicht verfügbar.
  • Für Enterprise-Nutzer ist Computer Use auf Windows standardmäßig deaktiviert und nur über Early Access freischaltbar.

Was kann Codex auf dem Windows-Rechner konkret?

Eine weiße Logitech-Maus hängt an einem Bindfaden mit einer blauen Fahne vor weißem Hintergrund
Codex steuert Programme wie Paint direkt über Befehle, testet Anwendungen und sucht Fehler selbstständig. Das KI-System agiert damit als aktiver Akteur statt nur als Code-Assistent

Über Befehle wie @computer oder @Paint steuert Codex gezielt einzelne Programme. Die App testet Anwendungen, sucht Fehler oder überprüft Arbeit, während der Nutzer zusieht. Damit verschiebt sich die Rolle des Werkzeugs spürbar: Aus dem Assistenten, der Code vorschlägt, wird ein Akteur, der Software über dieselbe sichtbare Oberfläche bedient wie ein Mensch. Der Ausbau ist Teil von OpenAIs Plan, Codex von einem reinen Entwicklerwerkzeug zu einer breiteren Arbeitsplattform zu entwickeln. Wer einordnen will, welches Modell sich für welche Aufgabe eignet, findet die Übersicht in unserem LLMs-Ratgeber.

Eine KI, die eigenständig Programme auf dem Firmenrechner bedient, ist ein Produktivitätsversprechen und ein Kontrollproblem zugleich. Dass die Funktion im EWR vorerst fehlt, verschafft deutschen Unternehmen Zeit, Freigaben und Protokollierung sauber zu regeln.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Warum ist der Zeitpunkt bemerkenswert?

Ein blauer, durchsichtiger Kasten mit einem grünen Spross auf weißem Grund
Lokale KI-Agenten auf Windows-PCs senken Cloud-Kosten, werfen aber Fragen zu Datensicherheit und Transparenz auf

Der Schritt fällt mit Microsofts Vorstoß zusammen, KI-Agenten lokal auf Windows-PCs arbeiten zu lassen, und mit Nvidias Einstieg in den PC-Prozessormarkt. Lokale Agenten reduzieren die Cloud-Kosten, die bei autonomer Arbeit schnell anschwellen, werfen aber Fragen zu Datenzugriff und Nachvollziehbarkeit auf. Unternehmen sollten vor jeder Freigabe klären, welche Aufgaben überhaupt auf den Rechner gehören und wie sich die Aktionen der KI protokollieren lassen. Die Eckdaten zum Rollout nennt OpenAI in seinen Release Notes.

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Markus Seyfferth
Autor
ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Web. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Dr. Web Magazins und bringt seine Expertise in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, WordPress, SEO sowie Online Marketing ein. Zudem verfasst er regelmäßig Fachartikel, um sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen und anderen im Online Marketing weiterzuhelfen.
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