Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Gastautor 19. Juli 2006

OPD: Das Open Directory Project

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Open Directory Project, abge­kürzt ODP, klingt ein wenig gestelzt. Doch dahin­ter ver­birgt sich ein unprä­ten­tiö­ser von Freiwilligen gepfleg­ter Webkatalog, der frü­her ein­mal wich­tig war, jedoch viel von sei­ner eins­ti­gen Bedeutung ein­ge­büßt hat.

Das ODP ist eine Art Open-Source Alternative zu Yahoo, bei der enga­gier­te Menschen für ihre eige­ne Katalog-Rubrik zustän­dig sein konn­ten. Google, Alexa, MSN und Andere haben immer schon gern auf die frei­wil­lig erstell­ten Texte zurück­ge­grif­fen und sie in ihren Suchergebnisseiten (SERPs) gezeigt.

Eben des­halb genoß das ODP Bedeutung. Dabei han­delt es sich nicht um ein Hinterhofunternehmen son­dern um eine von AOL/Netscape initia­li­sier­te Geschichte.

Allein die Deutschsprachige Sektion des ODP weist über 470.000 Einträge auf. Das ist kein Pappenstiel, denn zur Pflege wer­den über Hunderte frei­wil­li­ge Editoren benö­tigt. Geld gibt es kei­nes, Idealismus ist gefragt. Aber war­um auch nicht, die Arbeit dient allen.

ODP
Der Webkatalog kann selbst­ver­ständ­lich auch durch­sucht wer­den

Damit das OPD wirk­lich unab­hän­gig bleibt, hat Netscape den Social Contract ins Leben geru­fen. Eine Art Vertrag mit der Community.

Die Gliederung des Katalogs ist auf zwei Ebenen ver­teilt. In der obe­ren der bei­den fin­den sich die Regionalteile, im unte­ren Teil die the­men­ori­en­tier­ten Kategorien, die dann ihrer­seits – zumin­dest teil­wei­se – auf die regio­na­len Strukturen ver­wei­sen. Das rich­tet sich dann nach dem Umfang eines Themas.

In Deutschland, der Schweiz und in Österreich führt die Struktur bis tief auf die Bundesländer/Kantons-Ebene. Und manch­mal sogar noch tie­fer bis in die Landkreise hin­ein. Hier ein­ge­tra­gen zu sein, ist für jeden Webmaster Pflicht.

Als nicht kom­mer­zi­el­les Projekt ist das ODP vor allem auf sei­ne Editoren ange­wie­sen. Engagierte Surfer und Fachleute aller Art wer­den gesucht und sind stets will­kom­men. Zumindest in der Theorie. Tatsächlich krankt das Projekt seit Jahren unter unzu­ver­läs­si­gen und eigen­sin­ni­gen Helfern. Zahlreiche Rubriken sind ver­weist. Neuanmeldungen kön­nen eben­so wie Aktualisierungen nicht bear­bei­tet wer­den.

Siehe auch: Raus ODP! im Dr. Web Weblog

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