Dieter Petereit 10. April 2014

Online-Shopping: Während der Franzose speist, frönt der Deutsche dem Kaufrausch

Eine kleine Infografik aus dem Hause idealo beschäftigt sich mit dem Einkaufsverhalten deutscher, französischer, italienischer und britischer Onlineshopper. Das Preisvergleichsportal wertete sämtliche Klicks von Desktop-Anwendern auf seinen europäischen Portalen aus, um so zu sehen, wie sich das Kaufinteresse auf Uhrzeiten spiegeln lässt. Dabei wurde das vierte Quartal 2013 betrachtet. Die Zahlen sind also recht aktuell…

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idealo: Preisvergleiche für viele Länder

Angefangen hat man ganz klein. Als Preisvergleich für Deutschland ging idealo.de 2001 an den Start und erreichte 2003 den Breakeven. 2004 erweiterte man den Wirkungskreis auf Österreich, ab 2006, mit dem Eintritt der Axel Springer SE als Gesellschafter, begann die europäische Expansion. Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien, Spanien und Polen erhielten zwischenzeitlich eigene Vergleichsportale, während die Tätigkeit in Deutschland auf Flüge und Hotels ausgeweitet wurde. idealo gibt es mittlerweile auch als App für Mobilgeräte.

Allein in Deutschland erfasst das Portal über 130 Millionen Angebot aus über 36.000 Onlineshops. Analysen über derartige Bestände darf man ohne weiteren Nachweis als repräsentativ anerkennen.

Deutsche shoppen sogar im Schlaf

Die folgende Infografik zeigt die Ergebnisse der Klickauswertungen aus den Vergleichsportalen für das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich und Italien. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die mediterrane Lebensart tatsächlich in den Anrainerländern vorzufinden ist. Während in Frankreich und Italien zu den klassischen Essenszeiten klare Einbrüche in der Zahl der aktiven Onlineshopper zu erkennen sind, shoppen Briten und Deutsche munter durch diese Zeiten hindurch. Es erfolgt nicht nur kein Rückgang, sondern im Gegenteil, die Spitzenwerte der Aktivität werden sowohl im Vereinigten Königreich, wie auch in Deutschland zur Abendbrotzeit erreicht.

Natürlich lässt sich darüber diskutieren, ob die für Mittag- und Abendessen angesetzten Zeiten tatsächlich so passend sind, in Frankreich und Italien jedenfalls sprechen deutliche Rückgänge der Aktivität genau zu diesen Uhrzeiten für die Stimmigkeit. Und selbst, wenn man für Deutschland verschobene Zeiten als richtig annähme, es erfolgt zu keiner Zeit ein Rückgang.

Noch eines fällt auf: Deutsche shoppen in der Zeit zwischen 1 und 5 Uhr morgens am wenigsten, liegen aber selbst in diesen Zeiten noch deutlich über ihren europäischen Nachbarn. Insgesamt zeigt sich, dass Europas Onlineshopper den Zeitrahmen zwischen 10 Uhr und 21 Uhr ordentlich ausfüllen, mit einem Schwergewicht am Abend zwischen 18 und 21 Uhr.

Sehen Sie selbst. Ein Klick auf die Infografik öffnet eine größere Version direkt bei idealo:

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(Quelle: idealo | Bildquelle Teaser: D. Petereit)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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