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On-Page SEO: So schreibst du optimal für Google

Um ein gutes Ranking in den Suchmaschinen sicherstellen zu können, bedarf es grundlegender Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Viele Webseite-Besitzer haben jedoch kein großes Knowhow in der Optimierung von Websites für Suchmaschinen. Heute wollen wir daher das grundlegende Wissen vermitteln, damit deine Website die Chance hat, gut im Ranking dazustehen und erfolgreich zu werden.

Websitebetreiber, Webdesigner und manchmal sogar SEO-Profis verpulvern viel Geld mit teurem Linkbuilding und Suchmaschinenwerbung. Sie investieren viel in die Kür, aber vergessen die Pflicht.

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Dabei sind – vor allem in Nischen – bereits mit ordentlicher Onsite-Arbeit gute Positionen in Suchergebnissen erreichbar. Und wenn es nicht reicht, musst du dank sorgfältiger Onpage-Aufbereitung zumindest weniger Geld für entsprechendes Linkbuilding in die Hand nehmen.

Das ist On-Page SEO

Dieser Beitrag behandelt alle Optimierungen, die ein Artikel aufweisen sollte, der auf gutes Ranking vorbereitet wurde. Ein solcher Inhalt teilt Google mit, worum es in dem Text geht und für welche Keywords er in den Suchergebnissen erscheinen soll. Ich zeige dir die Dinge, die du für ein gutes Ranking tun kannst, bevor du den »Veröffentlichen« Button drückst.

Ein guter Text wird:

  • besser ranken
  • deine Absprungrate reduzieren
  • dafür sorgen, dass auch weitere Posts von dir gelesen werden, da er einige passende Links auf andere Beiträge von dir enthält.

Die Vorbereitung für gutes Ranking

Bevor du anfangen kannst, deine Artikel zu optimieren, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit du auch nachverfolgen kannst, wie sich deine Posts entwickeln. Daher trage Sorge dafür, dass du die folgenden Voraussetzungen bereits in Angriff genommen hast.

Installiere Google Analytics

Ein Google Analytics Account ist quasi die Grundvoraussetzung für eine gute Optimierung. Denn damit kannst du schnell feststellen, wie sich deine Beiträge entwickeln. Du kannst viele nützliche Informationen durch die Analyse-Software erhalten. Zum Beispiel, welche Artikel noch Potenzial haben könnten, jedoch überarbeitet werden sollten. So richtest Du Google Analytics richtig und datenschutzkonform ein.

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Damit du alle wichtigen Daten auch in deinem WordPress checken kannst, empfiehlt sich ein entsprechendes Plugin zu installieren. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Google Analytics WD Plugin gemacht.

Nutze die Google Search Console

Die ehemaligen Google Webmaster Tools verraten dir viel über die Qualität deiner Website in den Suchergebnissen. Du bekommst zudem Tipps und Anhaltspunkte zur Optimierung deiner Texte und der durchschnittlichen Position in den Suchergebnissen. Viele andere nützliche Informationen warten nur darauf, von dir genutzt zu werden.

Installiere ein gutes SEO-Plugin

Hier empfiehlt sich das Plugin Yoast SEO, wenn du WordPress nutzt. Du kannst viele wichtige Dinge einstellen und zudem noch eine sitemap.xml erstellen, die du in der Google Search Console verlinkst. Das sorgt dann meiner Erfahrung nach für eine schnellere Indexierung deiner Beiträge.

Die große On-Page SEO-Checkliste

Nachdem du nun die Grundvoraussetzungen geschaffen hast, um deine Ergebnisse kontrollieren zu können, gehen wir ans Eingemachte und optimieren deine Texte so gut wie möglich für ein perfektes Ranking.

Nutze den Google Keyword Planner

Der Google Keyword Planner ist ein hervorragendes Tool zur Optimierung deiner Beiträge, denn es hilft dir dabei, die Schlüsselwörter zu finden, nach denen deine potenziellen Leser wirklich suchen.

Du kannst erkennen, wie viele Suchanfragen pro Monat für ein Keyword getätigt werden, und wie groß der Wettbewerb für gerade dieses Keyword ist. Das hilft dir, die Schlüsselwörter zu wählen, für die es weniger Konkurrenz gibt, die jedoch trotzdem viel Effekt versprechen. Manchmal erscheint es sinniger, weniger beliebte Suchwörter oder Phrasen zu verwenden und dadurch »genauer« zu ranken, anstatt nur allgemein.

Beispiel: Statt zu versuchen, auf Teufel komm raus für T-Shirts hoch zu ranken, ist es sinniger für »T-Shirts in Pink« an der Spitze zu stehen, falls du Shirts in schickem Rosa verkaufst.

Nutze kurze URLs

Google liebt mittlerweile kurze URLs, egal ob sie sprechend sind, oder nicht. Vor einiger Zeit war es noch so, dass die Keywords sich in der URL befinden sollten. Doch im Zuge der eigenen Umstellung der URLs auf kurze IDs gewichtet die Suchmaschine die sprechenden Varianten der Permalinks nicht mehr so hoch.

Google geht eindeutig dazu über, sehr kurze URLs zu wollen. Achte daher darauf, dass die Permalinks sehr kurz sind, egal welches Schema du verwendest.

Füge das Keyword in deine Blog-Post-Titel ein (H1)

Keywords sollten sich stets im Namen deines Artikels wiederfinden. Zudem sollte sichergestellt werden, dass der Titel deines Beitrags in einen H1 Tag <h1>Dein Titel</h1> integriert ist.  Das signalisiert der Suchmaschine die oberste Wichtigkeit und auch, welches Thema dein Beitrag behandelt. Sollte sich der Titel deines Textes nur in einem <h2> Tag befinden, dann ändere dies oder lasse es ändern.

Verwende das Keyword im ersten Absatz

Auch im ersten Absatz sollte sich dein Schlüsselwort befinden, denn dieser ist von hoher Bedeutung für die Suchmaschine und damit auch für dein Ranking. Füge dein Keyword so dicht wie nur möglich am Anfang des ersten Absatzes ein.

Setze das Schlüsselwort in Zwischenüberschriften ein

Zwischenüberschriften sind für Mensch und Maschine gleich wichtig. Auch hier muss sich dein Ranking-Wort in zumindest einer <h2> oder <h3> Zwischenüberschrift befinden, wenn du auf gute Positionen in den Suchergebnissen aus bist. Übrigens kannst du mit guten Zwischenüberschriften Scanner zu Lesern konvertieren.

Nutze dein Keyword im Fließtext

Setze das Keyword ruhig einige Male im normalen Fließtext ein. Übertreibe hierbei nicht, mehr als vier- bis fünfmal sollest du es nicht tun, ansonsten könnte Google deine Beiträge als Keyword Stuffing betrachten. Das hätte dann erhebliche Nachteile für das Ranking deiner Artikel.

Nutze zudem nicht immer das korrekte Schlüsselwort, sondern versuche zu variieren. Umschreibe dein Schlüsselwort und nutze naheliegende Kombinationen. Siehe Screenshot:

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Füge interne Links in deine Beiträge ein

Interne Links sorgen für eine bessere Durchklickrate deiner Artikel. Zudem helfen sie der Suchmaschine dabei, deine Website besser indexieren zu können. Beides ist sehr vorteilhaft. Denn zum einen wird sich die durchschnittliche Absprungrate deines Blogs vermindern, auf der anderen Seite lernt Google deinen Blog besser kennen und höher gewichten mit einer niedrigen Bounce-Rate.

Übrigens definiert sich die Absprungrate so:

Als Absprungrate wird der Prozentsatz der Besuche einer einzigen Seite bezeichnet (d. h. Sitzungen, in denen der Nutzer deine Website auf der Einstiegsseite ohne Interaktion mit der Seite verlassen hat).

Die internen Links sollten zweigeteilt gesetzt werden. Die wichtigsten werden so früh wie nur möglich in den Text integriert. Am Ende deines Beitrags kannst du dann nochmals zwei bis drei thematisch passende Links setzen. Übertreibe hierbei nicht und setze nur Links, die dem Leser einen Mehrwert, also einen Nutzen verschaffen.

Verlinke relevante externe Ressourcen

Auch hierbei geht es um den Nutzen für deinen Leser. Scheue dich nicht, ihm gute Informationen an die Hand zu geben, die deine Artikel gut ergänzen können. Das verleiht deinen Texten mehr Glaubwürdigkeit.

Relevanten Inhalten von Websites mit hoher Autorität sollte hierbei der Vorzug gegeben werden.

Achte auf Rechtschreibfehler und Grammatik

Rechtschreibfehler und mangelhafte Grammatik sind die Feinde eines guten Rankings. Beides sorgt für eine schlechte Lesbarkeit deiner Beiträge. Das wird nicht nur deinen Lesern auffallen, sondern vor allem auch der Suchmaschine.

Gerüchten zufolge wertet Google Beiträge mit vielen Fehlern und einer schlechten Grammatik bereits ab, was logisch wäre. Denn Google legt viel Wert auf guten Content, der einen Mehrwert für die Besucher bietet. Du wirst nicht jeden Fehler ausmerzen können, doch mit gutem Willen und etwas Mühe können deine Texte fast fehlerfrei werden.

Produziere lange Inhalte

Generell gilt, dass lange Inhalte wesentlich besser ranken als kurzer Content. Je tiefer du in deine Themen einsteigst, je länger deine Artikel werden, desto besser werden sie auch ranken. Denn dann bieten sie deinen Besuchern einen umfassenden Einblick in die Themenbereiche, die sie interessieren.

Umfassende, lange Inhalte werden daher von Google als wertvoller erachtet, als kurze Artikel, die das Thema nur anreißen. Zudem erhöhen lange Beiträge die Verweilzeit auf deiner Website. Wie lange sich die Besucher durchschnittlich auf deinem Blog aufhalten, ist ein weiteres Qualitätszeichen für die Suchmaschine. Das bedeutet, dass Google Websites höher bewerten wird, wenn sie eine hohe Verweilzeit aufweisen können.

Produziere nur hochwertige Inhalte

Mache auf keinen Fall den Fehler, deine Artikel nur mal eben hinzuschreiben, weil du vielleicht gerade keine Lust verspürst. Du wirst dir damit keinen Gefallen tun. Veröffentliche lieber weniger Beiträge und schreibe dafür qualitativ hochwertige, lange Artikel. Qualität ist ein wichtiger Rankingfaktor neben der Ausführlichkeit.

Zudem hat es den wichtigen Nebeneffekt, dass du mit der Zeit als Experte wahrgenommen wirst. Das tut deinem Ego und deiner Website richtig gut.

Nutze Multimedia-Elemente

Ein weiterer Faktor, den Suchmaschinen verwenden, um die Ranking-Position deiner Artikel zu bestimmen, ist, wie viele Besucher mit deinen Inhalten interagieren. Deshalb ist es eine gute Idee, Multimedia-Elemente in den Beiträgen zu verwenden.

Hierbei kommen viele Möglichkeiten in Betracht, es muss nicht immer ein Video von YouTube sein. Du könntest zum Beispiel auch eine Slideshare Präsentation erstellen und einbetten. Zudem kämen noch Umfragen oder Quizzes infrage, denn beides regt deine Besucher zum Interagieren an.

Antworte stets auf Kommentare

Der Kommentar-Bereich eines Blogs ist das meist vernachlässigte Instrument der Besucherbindung. Antworte auf die Kommentare, die du auf deine Inhalte bekommst. So stößt du unter Umständen eine wertvolle Diskussion an, denn auch Google entgeht nicht, dass ein Artikel mit vielen Kommentaren wertvoller sein muss, als einer vollkommen ohne Rückmeldungen.

Auch kritische Kommentare sollten veröffentlicht werden, solange sie nicht beleidigend sind. Schlucke die Kritik und versuche daraus zu lernen und deine Artikel zu verbessern.

Optimiere deine Bilder für das Web

Auf vielen Websites kann man Bild-Material finden, das in unnötig hoher Auflösung hochgeladen wurde. Das verlangsamt den Seitenaufbau einer Website ungemein. Langsame Websites werden von Besuchern und Suchmaschinen zugleich nicht gemocht. Schneide deine Bilder also stets auf die größte Variante deiner Beitragsbilder zu und optimiere die Dateigröße.

Hierzu kannst du Photoshop nutzen, indem du dort »Für Geräte und Web speichern« wählst. Eine wirklich gute Idee ist es zudem, gute WordPress-Plugin zur Optimierung einzusetzen.

Optimiere deine Bilder für die Google Bildersuche

Auch in diesem Bereich liegt viel Potenzial, dass du nicht außer Acht lassen solltest. Hier bieten sich dir gleich zwei Möglichkeiten.

Benenne die Bilddateien mit deinen Keywords. Deine Schlüsselwörter gehören definitiv in den Namen der Bilder hinein. Schreibst du über On-Page SEO, dann benenne dein Bild auch so. Es sollte dann on-page-seo.jpg heißen. Die Google-Bildersuche weiß anhand der Schlüsselwörter dann deine Bilder zuzuordnen.

Eine weitere gute Idee ist es, stets den Alt-Tag des Bildes zu nutzen (unbedingt!) und diesen dann mit relevanten Keywords zu füllen.

On-Page SEO: Titel und ALT zu Bildern hinzufügen
So einfach fügst Du einen Titel und den Alt-Text zu deinen Bildern hinzu.

Schreibe passende Meta-Beschreibungen

Die Titel-Variationen

In WordPress hast du zwei Möglichkeiten, einen Namen für deine Artikel zu finden. Die eine Variante wird nur auf deiner Website angezeigt, die andere nur in den Suchergebnissen, wenn du es so einstellst. Bei der Benennung deiner Beiträge für die Website-Ansicht bist du recht frei, es kann durchaus auch ein langer Titel sein.

Für die optimale Darstellung deiner Titel in den Suchergebnissen hast du allerdings nur circa 65 Zeichen zur Verfügung. Längere Titel werden abgeschnitten dargestellt. Beiden Varianten ist gemein, dass deine Keywords optimalerweise stets am Anfang eines Titels stehen sollten.

Die Meta-Beschreibung

Die Meta-Description erscheint unterhalb deines Titels in den Suchergebnissen und informiert die potenziellen Besucher kurz und knackig, ob es sich lohnt, deine Website zu besuchen. Schreibe so kurz und prägnant wie möglich, worum es in deinem Artikel geht. Hier ein Beispiel für einen SEO-Titel und die richtige Meta-Beschreibung:

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So einfach verfasst du einen SEO-Titel und die Beschreibung in Yoast SEO.

In beiden Bereichen bekommst du durch die Balken unterhalb des Eingabefelds angezeigt, wie viel Platz dir noch zur Verfügung steht. Gleichzeitig ergibt sich eine Vorschau auf das Suchergebnis aus deinen Eingaben.

Schreibe wirklich gute Überschriften

Überschriften sind das A und das O eines jeden Artikels. Je besser deine Titel sind, desto mehr Menschen werden deine Beiträge lesen. Die Überschriften deiner Posts müssen neugierig auf das machen, was du geschrieben hast. Sie müssen zum Klick auf dein Suchergebnis verleiten.

Überschriften allein erzeugen kein Top Ranking, sind aber ein wesentlicher Bestandteil zur Bewertung einer Seite. Überschriften richtig verwenden ist also eine essenzielle Daueraufgaben. Ich zeige dir daher heute, wie du es anstellst, Überschriften auf Seiten gezielt zu verwenden und optimal darzustellen.

Der Heading-Tag wird verwendet, um Überschriften zu definieren. Hierbei werden mittels HTML die verschiedenen Überschriften einer Contentseite der Reihenfolge nach festgelegt. Um die Ordnung und in bestimmten Fällen die Formatierung zu bestimmten, werden diese mit <hn> bestimmt. Wobei das „n“ gegen eine Zahl ausgetauscht wird. Beispielsweise:

  • <h1>Hauptüberschrift</h1>
  • <h2>Überschrift zweiter Ordnung</h2>
  • <h3>Überschrift dritter Ordnung</h3>
  • <h4>Überschrift vierter Ordnung</h4>
  • usw

Je länger der Text wird, desto mehr Überschriften und Zwischenüberschriften können und sollten verwendet werden. Dies hilft natürlich nicht nur der Suchmaschine selbst – auch der geneigte Leser kann einen gut strukturierten Text einfacher lesen und so auf der Seite schneller seine gesuchten Information finden. Damit erhält der Leser den gewünschten Mehrwert aus deiner Seite.

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Die Verwendung von Überschriften

Pro Seite sollte die Hauptüberschrift <h1> nur einmal verwendet werden. Die Zwischenüberschriften können mehrfach benutzt werden, sollten aber in einem normalen Verhältnis zum Text stehen. Es gibt dort keine feste Anzahl, wie häufig diese genutzt werden sollten. Es gilt vor allem, dass der Leser sich nicht durch diese gestört fühlen sollte. Hier gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen.

Das gleiche Fingerspitzengefühl sollte auch bei den Inhalten der Überschriften bewiesen werden. Ein einfaches Spammen von Keywords wird hier eher kontraproduktiv für die Seite sein. Klare, kurze und präzise Überschriften mit 4 bis 6 Wörtern, beginnend mit einem Keyword, sind empfehlenswert. So kann der Leser, wie auch die Suchmaschine, den Artikel schnell einordnen. Durch eine klar formulierte und informative Überschrift erhält der Leser eine verständliche Übersicht über den folgenden Artikel.

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Dies Informationen sind im Internet natürlich vielfach zu finden und natürlich den meisten Webmastern bekannt. Eigentlich wäre es nun kein Problem, diese anzuwenden. Leider klingt dies häufig einfacher als es in Wirklichkeit ist.

Überschriften in Website-Themes und Shop-Systemen

Da die wenigsten Leute eine Website noch altmodisch in HTML programmieren, werden häufig CMS-Systeme mit fertigen Website-Themes genutzt. Grundsätzlich sind diese Bausteinsysteme praktikabel und gut, doch sind sie in einigen Punkten recht starr. Der Teufel liegt hier im Detail.

Überschriften fallen nicht immer auf den ersten Blick auf. In Themes werden oftmals Überschriften in Form von <hn> Tags verwendet, um einen Textabschnitt besonders hervorzuheben, fett zu setzen oder größer darzustellen. Das ist für die Programmierung einfacher, stellt aber für die Suchmaschinen ein Problem dar, da dadurch unwichtige Textabschnitte auf der Seite unnötig hervorgehoben werden.

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In oben genanntem Beispiel des bekannten Avada-Themes werden gerne im Footer Überschriften verwendet. Darauf sollte man beim Einrichten der neuen Seite mit diesem Theme achten.

Auch in Shop-Systemen werden teilweise Überschriften für Steuersätze oder Versandoptionen gewählt. In solchen Fällen ist es schwierig, diese zu ändern. Oftmals kommt man als normaler Anwender solcher CMS- und Shop-Systeme dort an seine Grenzen und muss am Ende noch einmal einen Programmierer beschäftigen, was oftmals teuer ist. Darum gilt es, zu Beginn schon darauf zu achten, dass das Theme oder das Shop-System diese Punkte richtig behandelt.

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In oben genanntem Fall ist der Produktname richtig, der Preis aber nicht so relevant und sollte keine Überschrift darstellen. “Related Products” stellt auch nicht unbedingt eine wichtige Information dar. Wenn sich die Anzahl der weiteren Produkte, die sich beispielsweise unter einem bestehenden Artikel befinden, im Rahmen halten, ist es kein Problem, diese auch als Überschrift darzustellen.

Weitere, sinnvolle Optimierungen

Deine Beiträge sollten nun hervorragend optimiert sein und das Potenzial für ein gutes Ranking innerhalb der Suchergebnisse besitzen. Doch es gibt noch einige weitere Dinge, die du tun kannst, um dein On-Page SEO zu steigern. Hier einige Ideen für dich:

1 – Nutze gut sichtbare Share-Buttons

Google nimmt den sozialen Aspekt der geschriebenen Inhalte sehr ernst. Wird ein Beitrag häufig geteilt, dann ist es ein Signal für die Suchmaschine, dass dieser Inhalt wertvoll sein muss. Daher werden oft geteilte Beiträge höher gerankt als Varianten mit nur wenigen Shares.

Sorge also dafür, dass du gute Social-Sharing-Buttons verwendest und diese auch prominent platzierst. Für diesen Job gibt es viele gute Plugins, zum Beispiel das Datenschutzkonforme Shariff der Zeitschrift c’t.

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Shariff Sharing-Buttons. Datenschutzkonform und hübsch.

2 – Mach deine Website richtig schnell

Google und deine Besucher werden eine richtig schnelle Website lieben. Google wird deinen Blog definitiv besser ranken, wenn er schnell ist. Deine Besucher werden deine Website auch lieber mögen, wenn sie nicht so lange auf den Seitenaufbau warten müssen. Nutze für die Messung der Geschwindigkeit die Pingdom Tools mit der Einstellung »Stockholm, Schweden«.

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Das verschafft dir einen guten Eindruck dessen, was noch optimiert werden müsste, damit deine Website schnell wird.

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Eine halbe Sekunde Ladezeit ist durchaus auch bei einer normalen Website möglich.

Dieser Artikel wird dir gute Tipps zur Optimierung auf High-Speed geben:

3 – Ist dein Theme auf mobile Geräte optimiert?

Kontrolliere, wie dein verwendetes Theme auf deinem Smartphone oder Tablet aussieht. Google gewichtet responsive Websites immer stärker, da immer mehr Menschen nicht mehr konventionell durch das Netz surfen, sondern ihr Smartphone oder Tablet dazu nutzen.

Einen ersten Eindruck verschafft dir das Google-Tool »Test auf Optimierung für Mobilgeräte«.

Fallstudie: 11 typische On-Site SEO-Probleme

SEMrush unternahm eine Studie, in der absolut reale Daten gesammelt werden sollten. Hierzu wurden anonyme Daten von circa 100.000 Websites erfasst und ausgewertet. Heraus kamen die elf häufigsten SEO-Probleme auf der technischen Seite, die einen direkten Einfluss auf das Ranking haben können.

Problem 1: Duplicate Content

Der doppelte Content


Google definiert den Duplicate Content wie folgt:

“Duplizierter Content” sind im Allgemeinen umfangreiche Contentblöcke, die anderem Content auf derselben oder einer anderen Domain entsprechen oder auffällig ähneln. Im Allgemeinen besteht dabei keine Täuschungsabsicht.

Doppelte Inhalte sollen auf mindestens 50 Prozent der untersuchten Websites gefunden worden sein. Google selbst geht zumeist von nicht willentlich produzierten doppelten Inhalt aus. Dementsprechend wird es keine offiziellen Strafen für doppelten Content geben. Doch das bedeutet nicht, dass hier ein Auge zugedrückt wird, denn im Allgemeinen ranken Websites mit doppeltem Inhalt immer noch schlechter als ohne.

Das resultiert daraus, dass die Suchmaschine zumeist nicht klar erkennen kann, welche Version des Inhaltes bevorzugt in den Index aufgenommen werden soll. Zudem wurden die Suchmaschinen entwickelt, um das Web für die Anwender zu einem besseren Ort zu machen, in dem Informationen leicht gefunden werden können. Wertvoller Inhalt ist daher nur derjenige, der auch einzigartig ist.

Weiterführende Informationen:

Problem 2: Fehlende Alt-Tags und kaputte Bild-Verlinkungen

Keine Alt-Tags und fehlende, kaputte Bilder


Bilder und Grafiken sind in der heutigen Zeit ein wichtiger Bestandteil des Content-Marketings. Doch sie können auch einen Haufen SEO-Probleme auslösen. Immer noch benutzen viel zu wenige Webmaster die wichtigen Alt-Tags für die Bilder und achten zudem nicht darauf, dass die verwendeten Bilder immer angezeigt werden können. Beides ist jedoch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung.

Die Alt-Tags zum Beispiel erfüllen gleich zwei Funktionen. Zum einen erscheinen sie, wenn ein Bild nicht angezeigt werden kann, zum anderen sind sie für die Bildsuche von Google wichtig. Suchmaschinen sind immer noch nicht clever genug, um ein Bild ohne verwendeten Alt-Tag zu interpretieren. Daher sind diese Tags eklatant wichtig, denn sie helfen Google, das Bild anhand der Beschreibung innerhalb des Alt-Tags richtig in bestimmte Kategorien zu sortieren.

Zudem bietet der Tag noch die Möglichkeit, deine SEO-Keywords hinein zu schreiben, denn dadurch machst du es Google nochmals einfacher, die Grafiken einzusortieren. Übrigens können auch sehbehinderte Menschen von einem optimalen Alt-Tag profitieren, denn anhand einer guten Beschreibung verschaffen sie sich eine Vorstellung dessen, was auf dem Bild zu sehen ist.

Bilder, die aus irgendeinem Grund nicht mehr angezeigt werden, verursachen die gleichen Probleme wie defekte Links. Sie führen in eine Sackgasse. Beide Gründe können dazu führen, dass die Suchmaschine deine Website degradiert, weil sie ein schlechtes Benutzererlebnis bietet.

Problem 3: Title-Tag Probleme

Probleme mit den Title-Tags


Suchmaschinen verwenden die Title-Tags um zu bestimmen, worum es im Text der Seite geht. Die Titel erscheinen in den Suchergebnissen zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Doch anhand des Titels wird ein User entscheiden, ob er deine Website oder eine andere besucht. Daher ist der korrekte Title-Tag eines der wichtigsten Elemente deiner Website. Ein Element, dass das Ranking durchaus positiv beeinflussen kann.

Die offensichtlichen Fehler in der Nutzung dieser Tags sind die folgenden:

  • Doppelte Title-Tags – sehr oft vorhanden
  • Zu lange Title-Tags – Relativ oft vorhanden
  • Fehlende Title-Tags sind problematisch, jedoch nicht sehr häufig
  • Zu kurze Title-Tags – kaum vorhanden

Die Länge des Title-Tags ist sehr wichtig, denn davon hängt ab, wie viel von deinem Titel in den Suchergebnissen zu sehen sein wird. Eine Faustregel besagt, dass Google ungefähr 70 Zeichen anzeigen kann. Länger sollte der Titel also keinesfalls sein.

Einige SEO-Tools – wie Yoast SEO für WordPress – helfen dir bei der Optimierung der Title-Tags.

Problem 4: Die Meta Description

Probleme mit fehlender Meta-Description


Die Meta-Beschreibung wird in den Suchergebnissen gleich unterhalb des Titels angezeigt und soll den Usern einen guten Eindruck darüber vermitteln, worum es in dem Artikel geht. Einen direkten Einfluss auf das Ranking soll die Meta-Description nicht besitzen, ich persönlich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass eine gute Beschreibung durchaus das Ranking – wenn auch nur gering – beeinflussen kann.

Allerdings sorgt eine gute Meta-Beschreibung auch für eine bessere Seiten-CTR, was gerade für Webmaster wichtig ist, die Google Adsense einbinden.

Viele Websites besitzen doppelte Meta-Beschreibungen, andere hingegen haben keine expliziten Beschreibungen in Verwendung. Auch hier kann ein SEO-Tool oder ein Plugin für WordPress für Abhilfe sorgen.

Weiterführende Informationen:

How to create the right meta description
Meta Description SEO Best Practices

Problem 5: Fehlerhafte interne und externe Links

Probleme mit fehlerhaften externen und internen Links


Nicht funktionierende Links können ein wirklich großes SEO-Problem darstellen. Ein oder zwei nicht mehr funktionierende Links werden kein Problem sein. Doch wenn deine Website wächst, dann kann es durchaus zu großen Problemen führen. Natürlich lässt sich die 404-Fehlerseite dementsprechend einrichten, doch dann sieht der Besucher diese Fehlerseite anstatt der nützlichen Informationen, die er sich erhofft hat.

Passiert dies öfter, wird auch ein Nutzer deine Website als qualitativ schlecht wahrnehmen. Zudem kommt noch ein wirkliches Problem hinzu. Denn wenn eine Menge von fehlerhaften Links auf deiner Website existiert, dann wirst du Probleme mit den Bots der Suchmaschinen bekommen. Diese crawlen immer einige deiner Seiten und bei einer Häufung von »Broken Links« könnte es durchaus sein, dass diese Seiten nicht mehr in den Index aufgenommen werden. Das schadet der Autorität deiner Website enorm.

SEMrush stellte fest, dass auf 25 Prozent der untersuchten Seiten nicht mehr funktionierende, externe Links vorkamen.

Nutze daher ein SEO-Tool oder Plugin für WordPress, um diese »Broken Links« aufzufinden und das Problem zu beheben.

Weiterführende Informationen:

5 Steps to Get Your Website Crawled Faster

Problem 6: Schlechtes Text zu HTML-Verhältnis

Ein schlechtes Verhältnis von Text zu HTML-Quellcode


Ein altbekanntes SEO-Problem. Einige Websites haben ein schlechtes Verhältnis von Text zu HTML-Code. Das bedeutet, dass die betreffende Website proportional mehr HTML-Code, als von Menschen lesbaren Text ausgibt. Das kann viele Ursachen haben, zum Beispiel zu kurze Texte, die meist nicht mehr als die von Google geforderten 300 Wörter umfassen.

Allerdings kann auch eine schlecht codierte oder gepflegte Website Schuld sein. Sie könnte viel ungültigen Code aufweisen oder eine übermäßige Nutzung von JavaScript, Inline-Styles oder Flash aufweisen.

Natürlich kann auch eine von Spammern gerne verwendete Technik Schuld sein, indem viel mit verstecktem Text gearbeitet wird.

Behoben werden kann das Problem recht einfach:

  • Entferne den unnötigen Code. Das reduziert die Seitengröße und dient der Geschwindigkeit.
  • Überprüfe deine Plugins, falls du WordPress verwendest. Du musst nicht jede Spielerei anbieten.
  • Lasse JavaScript nur dort laden, wo es benötigt wird.
  • Ergänze deine Texte auf eine brauchbare Durchschnittslänge (mindestens 500 Wörter, besser mehr).

Problem 7: Probleme mit dem <h1> Tag

Probleme mit dem H1 Tag


Dieses Problem ist mir in meiner Praxis sehr häufig untergekommen. Header-Tags – oder auch Überschriften – sind für die Suchmaschinenoptimierung von großer Wichtigkeit. Auf jeder einzelnen Seite einer Website sollte sich zum Beispiel nur eine <h1> Überschrift finden. Auch wenn dieses Dogma durch die Verwendung von HTML5 nicht mehr ganz so wichtig erscheint, so bieten die einzelnen Tags der Überschriften doch eine nützliche Hierarchie für Suchmaschine und Benutzer.

Immer noch werden viele Websites von Entwicklern erstellt oder Themes für WordPress angeboten, welche die Header-Tags und damit die vorgegebenen Überschriften falsch einsetzen.

Zudem erscheint es wichtig zu sein, den Unterschied zwischen den Title-Tags und den Header-Tags zu kennen. Der Title-Tag ist hierbei das, was die Suchmaschine zu sehen bekommt, die Header-Tags sind diejenigen, die deine Besucher sehen. Einen Title-Tag gibt es pro Seite nur einmal, die Header-Tags können mehrfach vorkommen – als Überschrift 1, Überschrift 2 und so weiter.

Wenn das richtige HTML5-Markup genutzt wird, dann kann die <h1> durchaus mehrfach auf einer Seite eingesetzt werden, wenn Abschnitte von gleicher Bedeutung ausgezeichnet werden müssen.

Weiterführende Informationen:

The Truth About Multiple H1 Tags in the HTML5 Era

Problem 8: Zu geringe Wortanzahl

Probleme mit einer zu geringen Anzahl von Wörtern pro Artikel


SEMrush konnte auf achtzehn Prozent der getesteten Websites eine zu geringe Wortanzahl in den Artikel feststellen. Eine offizielle Mindestwortanzahl gibt Google nicht heraus, allerdings weiß man, dass Google mindestens 300 Wörter pro Artikel verwendet wissen möchte.

Doch machen wir uns nichts vor, auch 300 Wörter sind für einen Artikel-Durchschnitt viel zu wenig. Google ist bekannt dafür, dass sie Inhalten mit wesentlich mehr Tiefe einen absoluten Vorrang in den Suchergebnissen gewähren. Zudem bekommt ein Artikel, der sehr tief in eine Materie eintaucht, auch mehr Backlinks. Und damit auch eine bessere Position im Ranking.

Beiträge können durchaus recht einfach umfassender geschrieben werden, wenn man sich Mühe gibt. Ein Artikel mit einer verlinkten Infografik ( wie dieser hier) kann durchaus auch nochmal mit Worten beschrieben werden. Deine Leser werden es zu würdigen wissen.

Problem 9: Zu viele interne Links gesetzt

Problem, dass zu viele interne Links gesetzt worden sind


Dieses Problem ist eine harte Nuss. Auf der einen Seite ist es für die Suchmaschinenoptimierung wichtig, seine Artikel untereinander zu verlinken. Auf der anderen Seite hat man schnell zu viele Seiten-Links integriert. Früher gab Google eine Richtlinie vor, wie viel interne Links maximal gesetzt werden sollten. Doch diese Forderung wurde mittlerweile fallengelassen.

Eine gute SEO bedeutet heute, eine natürliche interne Verlinkung zu schaffen, die qualitativ hochwertig ist. Die Verlinkungen müssen relevant und nützlich sein, dann wird Google den Wert zu schätzen wissen und die Seite dementsprechend gut ranken. Stelle daher sicher, dass alle interne Links deiner Website einen Mehrwert für die User aufweisen. Habe immer im Hinterkopf, dass das, was für die User gut ist, auch für die Suchmaschine optimal ist.

Problem 10: Die falsche oder fehlende Sprachdeklaration

Problem: Die falsche oder eine fehlende Deklaration der Sprache


Unser Publikum im Web ist global. Da jedoch viele andere Völker mit deutschem Content relativ wenig anfangen können, ist es wichtig, die Standard-Sprache zu deklarieren. Die Sprachdeklaration ist für viele Dinge wichtig, zum Beispiel:

  • Sie informiert den Browser über die Sprache des Inhalts – wichtig für Übersetzungen und der korrekten Anzeige der Seiten
  • Sie stellt sicher, dass die Inhalte von Screenreadern und Text-zu-Sprache Konvertern in der korrekten Sprache wiedergegeben werden
  • Sie hilft bei der GEO-Lokalisierung und dem internationalen SEO
  • Sie hilft den wichtigen Relevanz-Score zu verbessern.

Nutze diese Liste der Sprachcodes, um die richtige Sprachdeklaration ausgeben zu lassen.

Problem 11: Temporäre Umleitungen

Falsche Umleitungen - 302- anstatt 301-Redirects


Redirects sind ein hervorragender Weg, die Suchmaschinen wissen zu lassen, dass sich eine Seite »bewegt« hat und unter der alten URL nicht mehr zu erreichen ist. Diese Umleitungen können entweder dauerhaft sein, dann gibt man den Statuscode 301 aus, oder nur zeitlich begrenzt, dann nutzt du den Code 302. Eine dauerhafte Umleitung mit Statuscode 301 wird keinen Verlust an Autorität nach sich ziehen.

Bei einer temporären Umleitung sieht das schon anders aus, unter anderem kann es dazu führen, dass eine veraltete Seite in den Index aufgenommen wird. Die neue Seite könnte hingegen von Google ignoriert werden. Das kann zu einem echten Problem werden. Daher sollte – wenn die Änderung von Dauer ist – immer ein 301 Redirect ausgegeben werden. Das ist auch laut Moz der beste Ansatz.

Google könnte ansonsten annehmen, dass ein 302-Redirect eigentlich eine dauerhafte Umleitung sein sollte und diese dann als 301 interpretieren. Das könnte einen Verlust von Traffic verursachen, also solltest du stets selbst die Kontrolle darüber übernehmen, welcher Redirect wo ausgegeben wird.

Die vollständige Infografik

11 gängige On-Site SEO Probleme - Infografik

Die Low Hanging Fruits der Onsite-Optimierung

Zugegeben: Wie Onsite-Optimierung funktioniert, ist und war längst kein gut gehütetes Geheimnis mehr. Im Gegenteil: Der Suchmaschinenriese Google selbst erklärt es ausführlich in den Webmastertools.

Onsite-Optimierung kann vor allem in Nischen und für regionale Suchanfragen extrem erfolgreich sein. Die Konkurrenz bei regionalen Suchanfragen nach dem Schema „Dienstleistung/Produkt Ort” ist meist dünn. Wenn du hier auf den richtigen Content (auf die korrekte Formulierung kommt es an) mit den richtigen Meta-Informationen und technischen Daten setzt, stellt unter solchen Nischenvoraussetzungen die erste Serp-Seite oft kein Problem dar. Externe Links sind dann nur noch wenige nötig.

Die Onsite-Basics im Überblick

Wie bereits erwähnt, sind die Maßnahmen der Onsite-Optimierung längst kein Geheimnis mehr. Google selbst versucht, sie den Websitebetreibern näher zu bringen. An dieser Stelle fasse ich sie einmal kurz zusammen und ergänze sie um ein paar Tipps:

1. Die wichtigsten Parameter: Title, Description und Url

Der Titel der Seite, die Metadescription und die Url sollten die Keywords enthalten, unter denen du gefunden werden willst. Natürlich sollten diese auch im Text wieder vorkommen. Schließlich geht es um Themenrelevanz zwischen Keywords im Content und den Hervorhebungen durch Title, Description und Url.

Zudem gilt: Je weiter vorne die Keywords im Title und in der Description vorkommen, desto wichtiger werden sie angesehen. So sollte etwaq der Seitentitel nicht „Firma XY – Produkt” lauten, wenn du unter dem Produkt ranken willst. Er sollte stattdessen „Produkt – Firma XY” lauten.

2. Saubere Struktur und Code

Der Quellcode der Website sollte einer Überprüfung unterzogen werden (validator.w3.org). Ist er fehlerfrei und hält die W3C-Standards ein, hat das zwar keine direkten Auswirkungen auf das Ranking, stellt aber sicher, dass die Seiten korrekt indexiert werden können.

3. Verhältnis Code zu Inhalt

Da die Google-Crawler nicht die Qualität des Inhalts messen können, dafür aber Quantität, wird das Verhältnis Code zu Inhalt als Kriterium herangezogen. Die Überlegung dahinter ist einfach: Je mehr Inhalt zur Verfügung gestellt wird, desto mehr Information sollte darin enthalten sein. Wie hoch die Informationsdichte darin ist, sagt das natürlich nicht aus. (Dafür benötigt es dann doch wieder das Empfehlungs-System der Links).

4. Hervorheben der relevanten Suchbegriffe durch Überschriften, unterstreichen, fetten

Die Crawler der Suchmaschine durchstöbern den Code nach hervorgehobenen Formatierungen. Dies sind Überschriften (<h1>, <h2>, <h3>,…), unterstrichene oder gefettete Passagen. Da diese Elemente auch bei der Gestaltung dazu da sind, die wichtigen Teile eines Textes für Menschen zu markieren, geht auch die Suchmaschine davon aus, dass diese Teile wichtig sind. Hier sollten daher ebenso die anvisierten Suchbegriffe vorkommen.

5. Wichtige und unwichtige Meta-Informationen

Wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, sind Seitentitel, Url und Metadescription die wichtigsten Meta-Informationen für Google. Laut Matt Cutts, dem ehemaligen Kopf von Googles Webspam-Team, werden die Meta-Keywords in den Google Suchergebnissen überhaupt nicht berücksichtigt. Das heißt aber nicht, dass es sich nicht lohnt, diese auch sorgfältig einzupflegen. Andere Suchmaschinen verwenden diese nach wie vor.

Wichtig für die Google-Platzierungen sind dagegen noch Metadaten bei Bildern (aussagekräftige Dateinamen, Bild-Titel und Alt-Attribut), sowie bei Videos (Video-Sitemap als Erweiterung der Sitemap, Markups).

6. XML-Sitemap

Eine XML-Sitemap sollte auf Websites nicht fehlen. Sie dient den Crawlern dazu, die Struktur der Seite leichter zu durchschauen.

Content is King – aber nur in Balance zwischen Mensch und Maschine

Schritt für Schritt schafft es Google von Update zu Update die Qualität der Inhalte immer besser einzuschätzen. Zwangsläufig wird der Suchmaschinen-Riese dadurch weniger anfällig für Black-Hat-Methoden. Das ist die eigentliche eine Chance für alle seriösen Website-Betreiber: Sie können nämlich mit ihrem Wissen glänzen und mit guten Inhalten Besucher gewinnen. Laut dem Google-Webmaster-Support sollen die Inhalte auf Websites vertrauensvoll, hilfreich, informativ und kompetent sein. Zudem sollten sie möglichst frei von Rechtschreibfehlern sein, nicht aus Massenproduktion stammen und nicht mit unverhältnismäßig vielen Anzeigen gespickt sein.

Bei der Inhaltserstellung gilt es jedoch, eine weitere Kunst zu beherrschen: Du musst die Balance zwischen Suchmaschine und Mensch als Leser finden. Was das heißt? Ein menschlicher Leser könnte schnell gelangweilt sein, wenn du zu tief ins Detail gehst. Für eine Suchmaschine ist dies hingegen essentiell, da Details geradezu eine Garantie für ein erschöpfendes Behandeln eines Themas sind.

Ein Beispiel: Du bist Unternehmer und hast Probleme mit einem Mitarbeiter. Weil er immer zu spät kommt und seine Arbeit nicht erledigt, willst du ihm kündigen. Dafür brauchst du jetzt einen Anwalt und suchst nach „Arbeitsrechtsexperte Ort”.

Der Arbeitsrechtsexperte, der nun von dir gefunden werden will, muss also nicht nur das Keyword Arbeitsrechtsexperte auf seiner Seite integrieren, sondern auch den Ort. Betrachtet eine Anwaltskanzlei nun ihre Website nicht vor dem Hintergrund einer Suchmaschine, ist sie vielleicht versucht, einen Satz wie “Unser Team besteht aus Spitzenanwälten in allen Rechtsbereichen” auf die Seite einzupflegen und es dabei zu belassen. Den Ort finden die Besucher ja letztlich auch im Impressum.

Die Kanzlei ginge vor, wie seit Jahrzehnten aus Zeitungsanzeigen, Telefonbuchanzeigen etc. gewohnt. Die Suchmaschine wiederum hat aber so keine Chance, aus diesem Satz den Arbeitsrechtsexperten herzuleiten und ihn auch noch am gesuchten Ort zu lokalisieren. Demzufolge wird diese Kanzlei nie unter der genannten Suchphrase auftauchen.

Ein Absatz, in dem alle Rechtsbereiche, die eine große Kanzlei abdeckt, einfach gelistet werden, wird indes ebenso nicht zielführend sein. Denn in diesem Fall wird die Website der Kanzlei zwar vielleicht in den SERPs ausgeworfen, aber der User erkennt unter Umständen nicht, dass er bei der richtigen Kanzlei gelandet ist. Schließlich ist das Wort “Arbeitsrecht” irgendwo in dem langen Absatz versteckt. Im Gegensatz dazu hätte der eine Satz mit den Spitzenanwälten in allen Rechtsbereichen den Unternehmer vielleicht schnell und einfach überzeugt.

Ein SEO-Text ist daher nicht schnell hingehustet und er ist schon gar nicht irgendwie anrüchig. Einerseits muss der Text nämlich alle notwendigen Informationen für die Suchmaschine bieten, andererseits muss er übersichtlich gestaltet und leicht zu lesen sein.

Fazit

Die Onsite-Optimierung ist und bleibt eine “Low hanging fruit”, weil du als Websitebetreiber die alleinige Gestaltungsmacht darüber hat. In Nischen oder bei regionalen Suchen kann Onsite-Optimierung als alleinige Maßnahme namhafte Erfolge erzielen.

Sie erfordert allerdings viel Arbeitsaufwand – vor allem, wenn du bei einer bestehenden, größeren Seite rückwirkend nacharbeiten musst. Das jedoch ist ein Zeitinvestment, das der Grundstein für eine erfolgreiche Webkampagne sein kann. Sie kann sich lohnen, indem sie 1. direkt zu besseren Rankings führt oder 2. die Ausgaben für Linkbuilding niedriger hält.

Vergiss bei aller Optimierung für die Suchmaschine nicht, dass in erster Linie deine Leser zählen. Betreibe daher stets Leser-SEO, statt eines reinen Content-SEO.

Optimiere deine Artikel zuerst für die Menschen, erst danach für die Suchmaschinen. Auch Google selbst möchte Inhalte so optimiert wissen. Bedenke stets, dass Google deine Artikel nicht teilt, keine Kommentare schreibt und dir auch nicht in den sozialen Netzwerken folgt. Das tun nur deine Leser.

Artikelbild: Pixabay

4 Kommentare zu “On-Page SEO: So schreibst du optimal für Google”

Leider wird in dem Artikel nichts über die Auswirkungen vom Hummingbird-Update von Google gesagt. Sind nicht auch die semantischen Auszeichnungen von Inhalten mehr und mehr in den Vordergrund zu stellen?

Der Punkt mit dem W3c würde ich jetzt nicht zustimmen hab schon oft Seiten gesehen wo das w3c ordentlich war aber die Struktur unübersichtlich und unnötiger voll gestopft wurde mit Code. Ihr habt übrigens mit 77 w3c warnungen ziemlich viele Fehler.. Im Code.

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