SEO-Tipps: Off-Page-Optimierung in 2020 – So gehts! 

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Link Building Off-Page SEO
Vom Thema On-Site SEO dürften selbst Leute schonmal gehört haben, die sonst mit SEO wenig am Hut haben. Doch wie schaut es aus mit der Off-Page Optimierung? Geht es da nur um Link-Building, oder steckt noch mehr dahinter?
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Off-Page und On-Page sind zwei Seiten derselben SEO-Medallie. Als Off-Page-Optimierung werden alle Vorgänge und Methoden definiert, die abseits der eigenen Website stattfinden — das sind zum Beispiel Verweise von externen Seiten (Links).

Das ultimative Ziel von Off-Page-SEO ist es, möglichst viele Besucher auf die eigene Website zu ziehen. Hieraus kann im folgenden Umsatz generiert werden oder sich die Kunden über die Angebote in einem Ladengeschäft informieren, je nachdem, welche Ziele für eine Website verfolgt werden.

Doch wie konkret geht man die Off-Page-Optimierung im Jahr 2020 an?

Sauberer Linkaufbau in Magazinen, Blogs und Foren

Für Suchmaschinen sind Backlinks nach wie vor die Basis der Vertrauensbildung schlechthin. Dabei wird überwiegend auf die Wertigkeit einer Seite geachtet, die den Link ausgegeben hat.

Wenn Premium-Magazine, Zeitungen und Wikipedia auf die eigene Seite verlinken, dann ist das ein großer Vertrauensbeweis für Google und wird sich mit Sicherheit positiv im Ranking niederschlagen.

Unter dem Begriff sauberer Linkaufbau wird außerdem verstanden, dass es sich um ausgewählte Seiten handelt. Nicht jede x-beliebige Seite sollte auf die eigene Seite verweisen, denn das könnte nach Spam aussehen. Eine Suchmaschine wie Google wird solche Maßnahmen mittelfristig durchschauen und die Zielseite im Zweifelsfall sogar abstrafen.

Link-Building über Ressourcenseiten

Ressourcenseiten sind Seiten, die fachlich hochwertige Inhalte zu einem ganz bestimmten Thema veröffentlichen. Diese lassen sich unter anderem wie folgt auffinden:

“Keyword” + inurl:links
“Keyword” + “Fragestellung”
“Keyword” + “ressourcen”

Als nächsten Schritt schaut man vorbei bei dem kostenlosen Backlink-Checker von Ahrefs und lässt die Domain prüfen.

Marke - Logo
Beim URL-Rating wird unterschieden zwischen dem Rating für eine ganz bestimmte Seite (hier die Startseite von Dr. Web), währen das Domain-Rating die Summe aller Seiten umfasst (hier alle Artikel auf Dr. Web).

Ist die Seite gut genug für einen Backlink, gibt es folgende Herangehensweisen, um tatsächlich auch einen Backlink von der Wunsch-Seite zu erlangen:

  1. Broken-Links-Methode. Die Wunsch-Seite wird nach kaputten Links gescannt. Findet man einen solchen, weist man die Webseiten-Betreiber darauf hin und schlägt einen Ersatz vor. Das soll dann natürlich eine passenden, eigene Ziel-URL sein.
  2. Gastbeiträge. Hierbei schlägt man den Betreibern der Wunsch-Seite vor, einen Gastbeitrag zu einem bestimmten Thema zu schreiben, um darin dann den gewünschten Backlink organisch zu platzieren.
  3. Passende Beiträge auf externen Seiten finden. Die Blog- oder Webseitenbetreiber werden angeschrieben und auf eine neue, passenden Quelle auf der eigenen Zielseite hingewiesen und gefragt, ob sie diese nicht in ihrer eigenen Seite einbauen möchten. Das ist legitim, denn Google honoriert schliesslich auch, wenn Webseiten aktuell gehalten werden und auf thematisch passende Quellen verweisen.
  4. Fragen beantworten auf Portalen wie Quora, gutefrage.net & Co., um in den qualifizierten Antworten auch die passenden Backlinks unterzubringen.
  5. Hochwertige Foreneinträge schreiben und publizieren, die auf die Ziel-URL verweisen.
  6. Hochwertige Referenzbeiträge auf der eigenen Seite erstellen, und diese auf Wikipedia verlinken.
  7. Linktausch: Thematisch verwandte Seiten anschreiben, ob sie Interesse an einem Linktausch hätten.
  8. Infografiken: Erstellt man tolle Infografiken, wollen andere Leute diese vielleicht auch auf ihre Webseite einbauen. Bedingung für die Verwendung der Infografik ist naheliegenderweise, dass ein Backlink gesetzt wird.

Egal welchen dieser Wege man gehen möchte, zum Aufbau von Backlinks gehört auch immer die Erstellung hochwertiger Inhalte.

Von dubiosen Ranking-Packs für wenige Euros, die es beispielsweise auf Fivver und Co. gibt, kann man also nicht viel erwarten. Hierbei bekommt man es in der Regel mit „Black Hat“ SEO-Methoden zu tun, welche der eigenen Reputation mittelfristig immer schaden werden, etwa wenn sich unter dem eigenen Firmennamen Einträge von Spam-Websites auffinden, oder die Backlinks über gehackte Websites erzeugt werden.

Die Leute verlinken nicht auf Ihre Seite, weil sie nicht wissen, dass es sie gibt; und sie werden in der Regel nicht wissen, dass es sie gibt, es sei denn, Sie erzählen ihnen davon. „

— Julie Adams, Our Beautiful Planet

Premium Backlinks zu kaufen und den Linkaufbau-Service von Profis übernehmen zu lassen, um einen nachhaltigen SEO Effekt zu erzielen, ergibt also absolut Sinn. Dort empfehlen sich vor allem SEO Agenturen, die sich ausschließlich auf das Thema OffPage Optimierung spezialisiert haben. Hier ist, als einer der führenden Anbieter in dem Bereich, zum Beispiel die Agentur SEO Galaxy zu nennen.

Weitere Faktoren eines guten Links

Wenn hervorragender Content auf der Webseite bereitgestellt wird, wird es zwangsläufig auch zu organischen Backlinks kommen. Insbesondere durch Foren werden einige Links generiert, wenn es sich um ein diskussionswürdiges Thema handelt. Blogs oder Zeitungen können die eigene Seite aber auch als Referenz erwähnen.

Die Linkstärke ergibt sich dabei aus dem Ankertext, aus der Position des Links im Artikel und der Anzahl der Backlinks.

Logo - Organisation
Um organische Backlinks eingehender zu analysieren, lohnt sich ein Blick auf Tools wie Seobility (welche bis zu einer Domain und bis zu 10 Keywords kostenlos anbietet), Openlinkprofiler (komplett kostenlos) oder der MOZ Link Explorer.

Bezüglich des Ankertextes sollte außerdem erwähnt werden, dass ein sogenannter Exact-Match-Ankertext durchaus seine Nachteile hat. Wenn zu viele Ankertexte mit einem einzigen bestimmten Wort oder Reihenfolge im Linkprofil erscheinen, liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht um organische Links handelt, sondern um Aktivitäten rund um Linktausch oder Linkkauf.

Wie effektiv sind Social Signals?

Neben dem reinen Linkaufbau (Link-Building) gibt es außerdem noch sogenannte „Social Signals“. Das sind vor allem Tweets, Facebook-Posts, und alle anderen „sozialen“ Plattformen, auf denen Inhalte und Links geteilt werden.

Obwohl ein direkter Zusammenhang zwischen Ranking und Social Signals umstritten ist, ist in jedem Fall eine Korrelation erkennbar. Auch Google selbst hat solch einen Zusammenhang bestätigt:

Social annotations drive a 5%–10% increase in click-through rate, on average.

ZMOT Handbook, Thingwithgoogle.com

Social Signals beinhalten nicht nur Tweets und Facebook-Posts. Social Signals sind auch Kommentare, Likes und Retweets. Wer sich auch hierauf konzentriert hat generell mehr Traffic, da die Plattformen viel Interaktion automatisch durch den Algorithmus fördern. Ein effizientes Social-Media-Marketing sollte demnach ebenfalls stattfinden.

Auch Kundenrezensionen auf externen Seiten wi z.B. Amazon oder Google My Business gehören zu den sogenannten Social Signals.

Meinungsführer werden und eigene Marke stärken

Wenn nach einem bestimmten Suchbegriff gesucht wird, dann fällt auf, dass große Portale (mit viel Traffic) auf den vordersten Plätzen erscheinen. Das liegt in erster Linie daran, dass Google, Bing und andere Suchmaschinen durchaus starke Marken und Meinungsführer bevorzugt. Eine bekannte Marke hat es daher immer einfacher.

Flexible Markenidentitäten sind der Schlüssel zu erfolgreichem Webdesign - Eine Nahaufnahme von einem Logo - GIF
Wie sich die eigene Markenidentität verbessern lässt, besprechen wir im Detail in diesem Artikel.

Doch wie lässt sich die eigene Marke stärken? Das funktioniert insbesondere darüber, wenn viel über einen Markennamen geredet wird. Die Erwähnungen im Internet zeigen, dass es sich um eine relevante Firma handeln könnte. Doch auch eine große Anzahl an hochwertigen Backlinks und eine große Abonnentenzahl auf YouTube, Facebook, Instagram und Co. können ein Indiz dafür sein.

Bildschirmfoto - Computer Programm
Um Trends auf Twitter zu überwachen und zeitnah darauf einzugehen, eignen sich Tools wie Tweetdeck ganz hervorragend.

Das ist erneut ein Beweis dafür, dass Social Media nicht auf das Abstellgleis geschoben werden sollte, selbst dann, wenn man in den sozialen Medien nur eine geringe Reichweite hat. Dem kann man entgegenwirken, indem bspw. die aktuellen Social Media Trends „bewirtschaftet“ werden, also indem man passende Inhalte zu beliebten Hashtags veröffentlicht.

Kriterien auf der Webseite

Um die Rankings in den Suchergebnissen zu verstehen, muss hinterfragt werden, worauf Google Wert legt. Das Ziel von Google ist es, den besten und relevantesten Inhalt für eine bestimmte Suchanfrage anzuzeigen. Hierfür nutzt Google die sogenannten Nutzer-Signale, also zum Beispiel die Verweildauer und die Absprungrate.

Wenn der Nutzer lange auf der Seite verweilt und sogar weiterführende Seiten anklickt, dann ist es ein Zeichen dafür, dass es sich um relevanten Content handelt. Google wird die Seite dann mit noch mehr Besuchern belohnen.

Ein monatliches Reporting der Off-Page-Optimierungen erstellen

Um ein Zwischenfazit zu ziehen, lohnt es sich, einmal im Monat eine ein Reporting mit den wichtigsten Kennzahlen zu erstellen. Das Reporting kann dabei folgende Zahlen beinhalten:


Webseiten-Kennzahlen

  • Anzahl Besucher
  • Anzahl Seitenaufrufe
  • Sessions pro Nutzer
  • Seitenaufrufe Startseite
  • Seitenaufrufe Top 10 Artikel
  • Durchschnittliche Verweildauer pro Sitzung in Sekunden
  • Seitenaufrufe pro Sitzung
  • Absprungrate
  • Die wichtigsten Traffic-Quellen
  • Anteil organischer Traffic
  • Anteil an direktem Traffic

Social Media

  • Follower XING
  • Follower Twitter
  • Facebook Likes
  • Follower auf Pinterest
  • Follower auf LinkedIn
  • Follower auf Instagram

So lässt sich systematisch erfassen, ob die Methoden in der Off-Page-Optimierung sinnvoll waren oder ob die eigenen Bemühungen in einem bestimmten Bereich noch intensiviert werden müssen.

Fazit

Mit unserem Beitrag zu „Off-Page-Optimierung in 2020 -- So gehts“ haben wir Ihnen eine breite Übersicht zum Thema aufbereitet und aufgezeigt, wie sich systematisch Backlinks aufbauen lassen.

All dies bedingt jedoch, dass auf der Zielseite überhaupt erst einmal hochwertige Links existieren. Jede effektive Off-Page-Optimierung in 2020 geht mit einer On-Page-Optimierung Hand in Hand. So lassen sich auch Parameter wie die Ladegeschwindigkeit und die Absprungrate verbessern.

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7 Antworten

  1. Hallo Markus Seyfferth,
    sehr schöner Artikel. Ich finde es sehr gut, dass du darauf hinweist, dass On-Page und Off-Page parallel optimiert werden muss. Es soll ja noch Menschen geben, die sich nur auf das eine oder andere konzentrieren. Danke für den frischen Input!
    Liebe Grüße,
    Bennet Arp

  2. Hi Markus,

    danke für den hilfreichen Artikel. Jetzt im Home-Office zu Corona-Zeiten hat man etwas mehr Zeit fürs Linkbuilding und da kommt der Artikel von dir gerade zur richtigen Zeit. Ich finde aber nach wie vor qualitativ hochwertigen Content am Wichtigsten. Ist der Content schlecht, bringt dir auch die beste Off-Page-Optimierung nichts.

  3. Ist Linkkauf wirklich empfehlenswert? Wenn Google solche Netzwerke aushebt, fliegen mir die gekauften Links um die Ohren und die Seiten werden abgestraft. Ich halte das eher für tickende Zeitbomben.

    Klar ist auch, dass es nicht einfach ist wertige Backlinks aufzubauen. Es braucht viel Zeit und Energie aber es lohnt sich auch. Leider gibt es dafür keine Abkürzungen.

  4. Kümmert ihr euch um Linkaufbau ?? Ich habe keine Ahnung wie ich das anstellen soll.
    Es wäre hilfreich, alles quasi aus einer Hand zu bekommen.

    1. Wir selber bei Dr. Web nehmen zur Zeit keine neuen Agenturkunden an… aber bestimmt wird sich der eine oder andere Besucher melden!

  5. Klasse Artikel, Danke, hier hat man mal auf einer – langen – Seite einen guten Überblick was zu tun ist. Um broken links zu finden kann ich übrigens nach wie vor „Xenu“ empfehlen, das gibt es auch in einer „wildcard“ Version die ich häufig nutze um z.B. Amp URLs auszuschließen.

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